Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Hautpflege


Egal ob heterosexuell, metrosexuell oder homosexuell – der Mann von Welt will gut aussehen und tut was für seine Haut. Die Kosmetikwerbung verspricht uns durch das Abbild von gutaussehenden, jugendlichen Männern, dass wir was dafür tun können, ebenfalls gut auszusehen, unsere Haut jung zu erhalten, wenn nicht gar zu verjüngen. Ob die Produkte helfen? Ich weiss es nicht, es wird uns aber erzählt. Und schon stehen wir vor den Regalen, vergleichen Preise, angebliche Wirkung und Inhaltsstoffe.

Uns wird was erzählt von Hautstraffung, Hauterneuerung, Hautpeeling, Tag- und Nachtcremes. Ganze Pflegeserien suggerieren uns durch auwendige Verpackungen und blumige Beschreibungen, dass wir den Alterungsprozess der Haut stoppen, wenn nicht gar rückgängig machen können.

Für den Mann von Mitte 50 – so wie ich einer bin – ist wahrscheinlich eh alles zu spät. Trotzdem hatte ich mich vor ein paar Monaten entschieden, zu versuchen, den Status Quo wenigstens zu erhalten. Und so entschied ich mich für ein Tiegelchen Energy Creme Q10 von Nivea, preislich akzeptabel und der Beschreibung nach zu urteilen das richtige Produkt für mich.

Rein vom Gefühl her tat die Energy Creme meiner Haut gut und ich blieb dem Produkt treu. Bis vor Kurzem die Firma Boss mit der Pflegeserie Boss Skin auf den Markt kam. Die Werbung war vielversprechend – was auch sonst. Allein der Preis von 40 Euro für ein Töpfchen schreckte mich vorerst ab, Perfecting Skin Serum zu kaufen. Aber dann hatte ich Q10 von Nivea verbraucht und ich stand vor der Entscheidung, entweder bei Nivea zu bleiben oder was Neues auszuprobieren, eine schwere Entscheidung, die letztendlich zu Gunsten von Boss Skin ausfiel.

Tatsächlich ist es so, dass die Haut sich nach dem Auftragen und Einmassieren glatter anfühlt, sehen kann man es allerdings nicht. Und nach spätestens 2 Stunden ist der gefühlte Glätteeffekt verschwunden. Ein Nachteil dieser Creme ist, dass sie sehr geruchsintensiv ist. Wahrscheinlich will Boss damit erreichen, dass der Mann von Welt ein dazu passendes Duftwässerchen der Firma Boss auswählt, was ich natürlich nicht machen werde.

Natürlich werde ich das teure Produkt verbrauchen. Vielleicht stellt sich ja demnächst auch ein sichtbarer Erfolg ein, wenn ich es regelmässig anwende. Vielleicht ist auch eine Kombination aus beiden Produkten denkbar: Abends Nivea und morgens Boss.

Es wäre interessant zu erfahren, ob sich die Herren meiner Leserschaft auch was ins Gesicht schmieren massieren, und wenn ja, welches Produkt sie bevorzugen. Uschi-Glas-Creme kommt mir jedenfalls nicht ins Haus.

Was treibt Mona Lisa?

Es gibt wohl kaum Jemanden, der noch nicht von ihr gehört hat. Viele kennen sie von Abbildungen, einige haben sie auch schon „live“ gesehen, hängend im Louvre in Paris: Mona Lisa, die mit dem geheimnisvollen Lächeln.

Viele Fachleute und Kunstkenner haben sich bereits den Kopf zerbrochen, warum das Frollein von der Leinwand lächelt. Gefragt und ungefragt haben sie ihre Theorie dazu zum Besten gegeben. Bisher konnte das Geheimnis nicht ergründet werden.

Was mag in ihr vorgehen wenn sie Tag für Tag von Tausenden angeschaut wird? Wie fühlt sie sich dann? Wichtiger noch ist vielleicht die Frage, was treibt sie nachts, wenn der Louvre menschenleer ist, wenn Niemand da ist, der staunend vor ihrem Rahmen stehen bleibt. Schläft sie etwa?

Ein Angestellter des Wachpersonals hat nachts auf der Lauer gelegen, bewaffnet mit einer Videokamera, und hat Mona Lisa beobachtet. Seine geheimen Aufnahmen sind in das Internet gelangt. Und jetzt ist es klar, wass Mona Lisa nachts veranstaltet. Und damit ist auch das Geheimnis ihres Lächelns gelüftet. Sie lächelt nämlich gar nicht, sie grinst – weil sie uns seit Jahrhunderten sozusagen verarscht.

Deutschland sucht den Superstar

Es is wieder so weit, Deutschland sucht den Superstar, der, wenn er Glück hat, ein paar Wochen in die Charts kommt, in ein paar Fernsehshows auftreten darf und dann wieder in der Versenkung verschwindet, da wo er hergekommen ist.

Aber vorher gibt es jede Menge programmfüllende Stunden, von denen die eine oder andere recht amüsant sein kann.

Gestern Abend wurde das erste Casting gesendet. Ich bin jedes Mal immer wieder erstaunt, mit welchem Selbstbewusstsein sich junge Menschen hinstellen und behaupten, sie könnten singen und sich dann schimpfender Weise beschweren, die Jury hätte ja keine Ahnung von ihren Fähigkeiten, wenn sie abgelehnt werden. Manche Auftritte sind einfach nur peinlich und dienen allenfalls zur Erheiterung des Fernsehpublikums.

Anderseits kann ich auch manche Entscheidung der Jury nicht nachvollziehen, aus welchen Gründen sie den einen oder anderen Kandidaten die Zusage gegeben haben. Manchmal denke ich, die machen das nur, um die ganze Angelegenheit spannend zu halten.

Schnelle Sitzung

Letzens, beim Suppeessen, war mir ja ein Stück vom Zahn abgebrochen. Empfindlich war die Stelle nicht, Schmerzen hatte ich auch nicht, also war ein schnelle Notbehandlung nicht erforderlich. Trotzdem bekam ich relativ schnell einen Termin beim Zahnarzt meines Vertrauens.

Mein Termin war heute Nachmittag um 15.30 Uhr. Ein paar Minuten vorher stand ich an der Anmeldung und überreichte meine Karte von der Krankenkasse. Das Wartezimmer war leer. Aus den Behandlungszimmern drangen keine unangenehmen Geräusche oder Gesprächsfetzen. Die Assistentinnen wuselten alle in den Räumen umher. Es schien, als sei ich tatsächlich der einzige Patient. Dann kam auch noch der Doc auf mich zu und fragte mich, ob denn was Besonderes sei. Ich erzählte ihm von dem abgebrochenen Zahn. Sofort erhellte sich seine Miene, war doch endlch mal was an meinem Zähnen zu verdienen.

Noch vor dem vereinbarten Termin sass ich auf dem Behandlungsstuhl und nach 20 Minuten konnte ich die Praxis wieder verlassen. Ich kann mich nicht erinnern, so schnell, trotz eines vereinbarten Termins, eine Arztpraxis wieder verlassen zu haben.

Moderne Zeiten

In das Haus, in dem wir zurzeit noch wohnen, wurde vor wenigen Jahren eine neue Heizungs- und Warmwasseranlage eingebaut, ganz was modernes, seinerzeit auf dem neuesten Stand der Technik.

Tagsüber, sagen wir mal ab morgens 07.00 Uhr, funktioniert das mit dem warmen Wasser auch einwandfrei. Braucht man an einer der Zapfstellen warmes Wasser, ist es sofort verfügbar, ohne dass erst minutenlang Wasser vergeudet werden muss bis warmes Wasser kommt. Eine Pumpe im Leitungssystem sorgt dafür, dass immer warmes Wasser an der Zapfstelle ansteht. Wie gesagt ab morgens ca. 07.00 Uhr.

Hin und wieder hat man ja – aus verschiedenen Gründen – das Bedürfnis, auch mal mitten in der Nacht zu ungewöhnlichen Zeiten zu duschen. Bis dann warmes Wasser aus der Brause kommt vergehen viele lange Minuten und zig Liter Wasser verschwinden ungenutzt in den Abwasserkanälen, so auch in der vergangenen Nacht.

Es mag ja energiesparend sein, die Warmwasserpumpe nur zu Zeiten laufen zu lassen, in denen normalerweise geduscht wird. Da aber das Wasser doppelt bezahlt wird, nämlich der Verbrauch selbst und die gleiche Menge für Abwassergebühren noch mal, bezweifel ich ob es sinnvoll ist, die Pumpe nachts abzustellen.

Wie kommt er darauf?

Über Nacht erreichte mich folgende Email aus Russland:

Hello,
I actually on a month leave from work, so i have decided to come over to your country to spend part of my leave as vacation and for tour,therefore i will like you to kindly give me the full cost of my stay in your hotel for this days [5th Dec – 10th Dec 2005].
And as soon as you send me the cost for my stay i will forward you my credit card payments information so that you can make the reservation for me for the specified day and date. Hope to hear from you soon.
Thanks,
Mr John …..

Soll ich ihm mal eine Offerte machen? Ich könnte damit ja etwas zuverdienen für unsere neue Wohnung.

Modetrend

Aus der Hauptstadt wird gemeldet, dass der Mann von Welt in diesem Herbst Schal trägt. Ich frage mich, warum man in diesem Herbst bei diesen Temperaturen einen Schal tragen sollte. Nur weil es in ist?

Ein Schal ist ein Kleidungsstück, dass dazu dient, bei eisigen Temperaturen den Hals zu schützen und vor Krankheiten zu bewahren. Zu diesem Zweck kann ein Schal ja gerne – je nach Geschmack des Trägers – mit modischen Farben aufgepeppt sein, dagegen habe ich ja nichts. Aber ich finde es albern, zu Zeiten, in denen ich noch immer mit meiner Sommerjacke gehe (heute Abend sogar offen), einen Schal in mehreren Windungen um den Hals zu schlingen, nur weil es in ist. Ich würde gar nicht zu Hause eintreffen sondern unterwegs durch einen Hitzschlag niedergestreckt werden. Wer zurzeit einen Schal trägt, ist wird krank.

Nein, man muss nicht jeden Modetrend mitmachen, der eh spätestens nach einem halben Jahr nicht mehr aktuell ist. Das beziehe ich nicht nur auf unnötige Schals sondern auf die Mode und ihren Accessoires im Allgemeinen. Wer genügend Selbstbewusstsein hat, gehört auch ohne den ganzen Firlefanz dazu! Dazu muss ich mich nicht aufplustern wie ein Pfau. Auch hier gilt: Auf den Inhalt kommt es an – nicht auf die Verpackung!

Raindance

Angeregt durch einen Beitrag von Holger habe ich die Raindancedusche von Hans Grohe ausgeliehen. Wir müssen uns ja rechtzeitig informieren, was es auf dem Markt gibt um später keine Enttäuschung zu erleben.

Die Hasen sind ja der Meinung, dass die Dusche nicht genügend Power auf die Haut bringt. Sicherlich sind die Duschgewohnheiten von Person zu Person verschieden. Einer liebt es eher prickelnd und scharf, ein Anderer eher mild und sanft. Wir sind der Meinung, dass Raindance nicht allzu schwach ist. Uns gefällt sie. Vielleicht ist der Wasserdruck bei uns höher als bei den Hasen.

Eins ist uns bisher aufgefallen: Der Wasserdurchlauf ist wesentlich grösser als bei dem Billigteil für Eur 4,99, das wir uns letztens notgedrungen gekauft haben. Beim Duschen mit der Raindancedusche staut sich das Wasser in der Wanne bevor es abläuft auf eine Höhe von ca. 5 cm. Bei unser neuen kleinen Dusche läuft das Wasser in der gleichen Geschwindigkeit ab, wie es aus dem Duschkopf kommt, also ist das ein sehr sparsames Teil. Die Frage ist, legt man Wert auf sparsamen Wasserverbrauch oder auf erhöhtes Duschvergnügen? Ich glaube, das Duschvergnügen wird das Rennen machen.