Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

London Bridge is down


Das sind angeblich die banalen Worte, mit denen ein Mitglied der Royals der Premierministerin telefonisch den Tod der Queen ankündigen sollte. Das ist gestern geschehen, mit welchen Worten auch immer. „London Brigde“ ist der Codename der Akte, in der drinsteht, was nach dem Tod der Queen zu geschehen hat. Die Akte wurde vor ein paar Jahren geleakt. Vielleicht wurden danach auch die o.g. Worte geändert. Könnte ja jeder kommen und in der Downing Street anrufen um zu erzählen „Nu isse hin!“.

Wie dem auch sei, Elizabeth II., die ehemalige Königin des Vereinigten Königreichs ist gestern im Alter von 96 Jahren dahingeschieden. Ich habe diese Dame verehrt, ungeachtet der menschlichen Fehler, die ihr unterlaufen sind. Vielleicht war sie zusehr der Tradition verhaftet anstatt das Königshaus vorsichtig zu öffnen. Als Oberhaupt der Anklikansichen Kirche waren ihr möglicherweise auch die Hände gebunden, um menschlicher zu entscheiden, ihre Familie betreffend. Vielleicht hat sie im Herzen ganz anders entschieden. Man weiss es nicht.

Ihre letzten öffentlichen Handlungen waren die, Boris Johnson zu verabschieden und Liz Truss zur neuen Regierungschefin zu ernennen. Das war 2 Tage vor dem Tod der Queen. Ich könnte mir vorstellen, dass Lizzy sich gesagt hat: „Ich will es noch schaffen, dem Clown Boris den Tritt in den Hintern zu verpassen und seine Nachfolgerin willkommen zu heissen. Dann lege ich mich hin und warte darauf, dass es vorbei ist.“ Meine Mutter starb auch mit 96 Jahren, an ihrem Geburtstag. Da hatte ich eine ähnliche Idee: „Ich bin jetzt 96, es reicht jetzt.“

Mit 96 Jahren muss man schon mal damit rechnen, dass ein Mensch stirbt. Der Tod von Elizabeth II. kam dann aber doch überraschend. Auch das ist eine Parallele zu meiner Mutter.

Die Ironie des Schicksals: Der alte Premierminister und die neue Premierministerin mussten nach Schottland reisen um von der Queen einen warmen Händedruck zu bekommen. Ausgerechnet Schottland, wo es dort doch Unabhängigkeitsbestrebungen gibt.

In den nächsten Tagen werde ich wohl mehr Zeit vor dem Fernseher verbringen um die öffentlichen Trauerfeierlichkeiten zu verfolgen. Ich bin ja so ein Royalist!

Mit dem letzten Atemzug seiner Mutter wurde Charles König. Das Vereinigte Königreich hat jetzt einen King, Charles III. Daran muss man sich nun erstmal gewöhnen.

Griechische Pizza


Die Überschrift passt nicht zusammen, weil, Pizza ist ein Italienisches Gericht. Vielleicht gibt es etwas ähnliches ja auch in Griechenland. Wenn, dann sicherlich nicht unter dem Namen Pizza. Bei unserem Lieblingsgriechen habe ich das noch nicht auf der Speisekarte entdeckt. Und vor zwei Jahren auf Santorini auch nicht.

Aber bei uns gab es heute Griechische Pizza. Es ist ja nämlich so, dass manchmal Reste übrigbleiben, meistens zu wenig, um davon nochmal satt zu werden. Und zu schade, um sie der Vernichtung zuzuführen. Und da hatten wir die Idee, die Reste der Griechischen Hackfleischpfanne einzufrieren und auf eine Pizza zu streichen.

Da kommen dann Hackfleisch, Kritharaki, sowie diverse andere Zutaten zusammen. Das ist dann eher eine mediterrane Pizza. Italien, Griechenland, das Meer, Wein – was will man meehr. Passt alles.

Auf den Pizzateig haben wir, wie üblich, Tomatensauce und Käse verteilt und darauf die Reste der Hackfleichpfanne gestrichen.

Aber was trinkt man dazu? Wir entschieden uns für eine Flasche Italienischen Rotwein, Doppio Passo Primitivo aus Apulien. Apulien liegt ja im Süden von Italien. Der äusserste Süd-Ost-Zipfel liegt ja fast gegenüber von Griechenland. Passt also!

Schon zugegriffen


Wir schreiben den 3. September 2022 – und schon wird Weihnachtsgebäck angeboten. Wie man sieht, wurde da auch schon zugegriffen. Könnte ja sein, dass es zum 1. Advent Ende November keinen Stollen mehr gibt. Wo kämen wir denn da hin? Da muss doch Stollen auf der Kaffeetafel stehen! Also landet schon mal der eine oder andere Stollen im Einkaufswagen. Und sicher auch diverses andere Weihnachtsgebäck.

Wir waren das nicht! Am liebsten hätte ich mich auf diesen Tisch geworfen und alles mit meinem Gewicht plattgedrückt.

Ich habe gerade 2 Stunden ohne Hemd in der Spätsommersonne gesessen und die Leute kaufen Weihnachtsgebäck. Unfassbar.

Über das Gendern und political correctness

Ich muss das ja nicht mitmachen. Wenn z.B. über Fussgänger geschrieben wird, schliesse ich alle Personen damit ein. Es gibt viele andere Bereiche, wo das für mich normal ist, z.B. Salzstreuer. Muss das jetzt Salzstreuende heissen? Gib mir mal bitte das Salzstreuende!

Heute las ich über „Zufussgehende“. Gibt es eigentlich eigen Artikel dazu? Der Zufussgehende, die Zufussgehende, das Zufessgehende? Hat sich darüber schon mal jemand Gedanken gemacht. Im Plural ist das ja kein Problem, dann sind das DIE Zufussgehenden. Aber was ist mit mir? Bin ich der Zufussgehende, der die Strasse überquert? Oder bleib ich einfach ein Fussgänger? Fragen über Fragen mit denen ich mich in meinem Alter nicht mehr auseinadersetzen möchte – auch wenn ich jetzt gerade darüber geschrieben habe.

Ich schreibe und spreche weiterhin so, wie ich das möchte und wie ich das mal gelernt habe. Mir ist bewusst, dass sich Sprache auch verändert, aus welchen Gründen auch immer.

Zum nächsten Grillabend muss ich mal wieder Zigeunersauce kaufen und zum Dessert gibt es Negerküsse. Als Gruss aus der Küche gibt es zuvor Matjes in Hausfrauensauce.

Reduzierte Draussenzeit

Der Sommer ist vorbei, das lässt sich nicht verleugnen. Der September ist der erste meteorologische Herbstmonat. Die Sonne steht bereits tiefer, geht abends früher unter und geht morgens später auf.

Auf unserer Terrasse ist die Sonnenzeit nur noch kurz, vielleicht 2 Stunden, ich habe nicht genau darauf geachtet. Wenn die hohen Pappeln nicht wären, hätten wir längere Sonnenstunden. Aber im Hochsommer spenden sie uns Schatten. Wir können uns also nicht beklagen. Alles hat zwei Seiten.

Zur Zeit haben wir eine Wetterperiode mit kräftigem Ostwind, der sehr frisch daherkommt. Wenn die Sonne dann hinter den Pappeln verschwindet und nur noch wenige Lücken durch das Laub findet, kann man dort nicht mehr sitzen. Na ja, ich könnte mir vielleicht etwas langärmeliges Überwerfen. Aber das ist für mich nicht das Gefühl für draussen.

Ich habe jetzt aber die Zeit, mich mal um die Steuererklärung zu kümmern und auch um die Grundsteuererklärung. Dabei werde ich auch den Stapel des Grauens mal wieder durchforsten und die Ablage machen bzw. Belege der Vernichtung zuführen, die überflüssig sind.

Viel lieber würde ich natürlich draussen sitzen, lesen, dabei einen Cappuccino trinken und die Katzen beobachten, die sich zum Dösen in meine Nähe gelegt haben.

25 und 15


Heute begehen wir ein Doppeljubiläum:

Vor 25 Jahren habe ich einen hübschen Mann auf dem Strassenfest des Alstervergnügens angesprochen. Nach ein paar Tagen hatte er den Schlüssel zu ms
einer Wohnung. Seit dem 31. August 1997 sind wir ein Paar. Man könnte sagen, dass wir uns auf der Strasse kennengelernt haben. Vermutlich ist das heute sehr sehr selten. Wenn man Paare danach fragt, wie sich sich kennengelernt haben, bekommt man in den meisten Fällen die Antwort „im Internet“. Auch bei unserem Sohn und seiner süssen Frau ist das so gewesen.

Ich bin sehr dankbar und glücklich über 25 tolle Jahre, in denen wir viel erlebt haben. Tolle Theateraufführungen haben wir gesehen, meistens Musicals, und unvergessene Reisen haben wir gemacht. In den ersten Jahren war das alles aus finanziellen Gründen nicht möglich. Trotzdem waren wir mit unserem Leben zufrieden – und sind es immer noch.

In diesen 25 Jahren haben wir zweimal geheiratet: 2014 haben wir uns „verpartnert“ (ein schreckliches Wort). 2017 haben wir dann „richtig geheiratet“. Mein Schatz, ich hab dich ganz doll lieb!

Ende Oktober planen wir mit unserer Familie und mit unseren Freunden, eine kleine Feier aus diesem Anlass. Wir hoffen sehr, dass unser Sohn mit seiner kleinen Familie daran teilnehmen kann. Mit schulpflichtigen Kindern ist es nicht einfach, für ein Wochenende aus einem anderen Bundesland anzureisen. Nicht alle Bundesländer haben die selben Feiertage. Wir hoffen, dass die Schule für den 31.10. einen beweglichen Ferientag verkündet.

Ein Highlight in den 25 Jahren unseres gemeinsamen Lebens war der Kauf unserer Wohnung, das Elbepenthouse. Und nun kommen wir zur 15 im Titel: Heute vor 15 Jahren haben wir die Wohnung übernommen, nämlich am 31. August 2007,

Die Entscheidung, von der grossen in die kleine Stadt an der Elbe zu ziehen, haben wir nicht bereut. Die Lage der Wohnung ist ideal: In wenigen Minuten können wir am grossen Strom stehen. Aber in wenigen Minuten sind wir auch „im Dorf“ mit allen Einkaufsmöglichkeiten und Ärzten. Als wir uns damals das zukünftige Bauareal angeschaut haben, dachte ich bereits daran, dass man „später“ Ärzte gut zu fuss erreichen kann.

Ich schrieb „damals“. Zum Glück gibt es das Baublog elbe-penthouse.de. Da lässt sich alles nachlesen, auch dies: Am 19. März 2005 haben wir das erste Mal das Gelände besichtigt. Zu sehen waren da nur Bäume und Buschwerk. Es sollte noch als 2-1/2 Jahre bis zum Einzug dauern. Wir waren die ersten Bewohner ein einem Stadthaus mit 10 Wohnungen.

In diesen 15 Jahren haben wir neue Freunde gewonnen, Nachbarn wurden zu Freunden. Sie alle werden an unserer kleinen Feier Ende Oktober teilnehmen. Heute haben wir mit Champagner und Wein auf unserer Terrasse bei einem kleinen intimen Dinner zu zweit ein wenig gefeiert.

Wir wünschen uns noch viele gemeisame Jahre in dieser schönen Umgebung.

Erinnern möchte ich auch daran, was heute vor 25 Jahren auch geschehen ist: Nach einen schweren Verkehrsunfall starb in Paris die Königin der Herzen, Lady Diany Spencer.

Spanisches Wochenende

Ich liebe Spanien, seine Kultur und seine tollen Gerichte. 1968 habe ich mir in der Plaza de toros von Barcelona eine Corrida angeschaut. Einer der Torreros war der legendäre El Cordobes.

Freitagabend gab es ja Paella mit Hindernissen. Heute hatten wir Geflügelleber in Sherrysauce. Danach gönnten wir uns Sangria – natürlich selbst angesetzt und nicht aus dem Supermarktregal.

Morgen gibt es zum Frühstück Schinken gebraten auf dem Cerranfeld, den berühmten Cerranoschinken. Hm, was war denn heute in der Sangria?

Finger verbrannt

Es gibt ja so eine Redewendung mit obigem Wortlaut. Gemeint ist damit, dass man irgendwas dummes gesagt oder getan hat. Ich meine das aber wortwörtlich. Was ist geschehen?:

Gestern gab es bei uns Paella nach einem Rezept von Emmi kocht einfach. Zubereitet wurde das Spanische Gericht in der neuen Servierpfanne von Olav, die auch ofenfest ist. Vorsorglich legte der Gatte Topflappen mit auf den Tisch. Manchmal ist es ja so, dass sich Inhalte besser aus einem Gefäß entnehmen lassen, wenn man es mit der anderen Hand festhält. Das Dummerchen von Koch fasst natürlich mit der linken Pfote an den Griff der Pfanne und verbrennt sich 4 Fingerkuppen. Der Topflappen liegt ganz nah dabei.

Im Gefrierschrank liegt immer ein Kühlkissen, welches ich mir sogleich unter den Nagel riss und mit den Fingern umfasste. Etwas Aloe Vera Gel verteilte ich noch auf den Fingerkuppen und ich konnte endlich damit beginnen, leckere Paella zu verspeisen.

Richtige Brandblasen sind das nicht geworden. Die Haut am Daumen fühlt sich heute etwas taub an. Die wird sich mit Sicherheit in den nächsten Tagen ablösen. Der kleine Zwischenfall hat den Appetit aber nicht geschmälert.

Es war nicht das erste Mal, dass wir diese Paella gegessen haben. Wir sind übereingekommen, dass wir öfter Paella essen sollten. Dann hoffentlich ohne Zwischenfälle.

Da mein Schatz kein Fan von Meeresfrüchten ist, haben wir nur Hähnchenbrust und Muscheln aus der Dose auf die Paella gelegt. Wir wollten noch Garneelen rauflegen. Da ich aber strikt nach Einkaufsapp einkaufe und ich vergessen hatte, diese kleinen Viecher zu notieren, hatten wir die nun nicht. Es war auch so ein tolles Gericht.

Curtain of the day


Gestern Abend waren wir in Hamburg um das Geburtstagsgeschenk für meinen Schatz einzulösen: Den Besuch einer Vorstellung im Schmidt Theater von „Der letzte Ritt nach San Fernando“. Es handelt sich um ein Zweipersonenstück mit viel Musik und Gesang. Die beiden Protagonisten sind Carolin Fortenbacher und Nik Breidenbach. Beide für sich sind schon toll, aber beide zusammen sind phantastisch.

Wie der Titel andeutet, spielt die Handlung im Wilden Westen. Was heißt Handlung? Ja, es gibt eine Handlung, in Teilen total flach und albern. Die Musik ist zusammengewürftel aus Musicaltiteln, Schlager und Country, teilweise mit zur Handlung passenden Texten versehen. Die beiden Darsteller ziehen das Publikum in ihren Bann mit ihrem Spiel, Gesang und Tanz. Albern ist hier Trumpf.

Es gibt Anspielungen auf die Homosexulatiät von Nik Breidenbach. Mamma Mia darf natürlich nicht fehlen (Carolin Fortenbacher hat in der Aufführungsserie in Hamburg vor mehr als 15 Jahren die Donna gespielt). Carolin Fortenbacher und Nik Breidenbach haben tolle Gesangsstimmen. Es gibt kleine Versprecher, die den Partner etwas aus dem Konzept bringen – Zufall oder gewollt gespielt, man weiß das nicht genau. Auf jeden Fall bringt es das Publikum im Saal zum Lachen.

Am Schluss gab es mit Recht standing ovations für die beiden großartigen Darsteller.

Eine Rezension der Premiere kann man hier nachlesen.

Sehr frühzeitig


Gestern haben wir festgestellt, dass die Flugzeiten für die An- und Abreisezeiten unserer nächsten Kreuzfahrt schon feststehen, 3 Monate vor dem Reisebeginn! Die Abflugzeiten sind sehr angenehm, morgens um 10 Uhr ab Hamburg und nachmittags um 15:10 Uhr ab Santa Cruz de Tenerife.

Wir haben uns sofort um die Sitzplatzreservierungen gekümmert und dabei festgestellt, dass man ein upgrade für die Business Class buchen kann. Bei jeweils 5 Stunden Flugdauer möchte man das gern bequem haben. Also haben wir in die Tasche gegriffen und das gebucht. Viele Plätze gibt es in der Klasse nicht, da muss man schon rechtzeitig zugreifen. Auf den ersten Blick schien es, dass die Plätze schon nicht mehr verfügbar wären. Wir haben dann herausgefunden, dass man das online nicht buchen kann sondern nur telefonisch. Hat alles geklappt.

Es gibt dort nur Reihen mit 2 Plätzen – sehr praktisch, wenn man während der 5 Stunden mal zur Toilette muss.

Unseren Transfer zum Flughafen und nach der Reise nach Hause haben wir auch schon gebucht. Da im November keine Hauptreisezeit ist, sollte es ausreichend sein, 2 Stunden vor dem Abflug am Flughafen zu sein.

Ende September sind die Landausflüge buchbar. Da wir nur 2 Häfen haben werden, ist das Angebot einfach zu prüfen. Demnächst werde ich mich mal mit den Welllnessangeboten beschäftigen. Da ist eine sehr interessante Sache dabei.