Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Mein Reden

Gewisse Hersteller haben sich dazu entschlossen, die Zigeunersauce vom Markt zu nehmen, also nicht wirklich. Sie soll umbenannt werden. Welch ein Blödsinn. Ich bin mit dem Begriff Zigeuner aufgewachsen, ebenso wie mit dem Begriff Neger. Beides war nie und nimmer mit einem negativen Touch behaftet. Ein Schwarzer war eben ein Neger, dunkelhäutige Personen, die mit Wohnwagen durch die Welt fuhren und an der Tür versuchten, Teppiche zu verkaufen, waren eben Zigeuner. Die Neger sind ja schon aus allen möglichen Speisen verdrängt. Zehn kleine Negerlein darf man auch nicht mehr singen. Und jetzt soll uns auch die Zigeunersauce genommen werden. Das Zigeunerschnitzel ist wohl schon länger von den Speisekarten der Restaurants verschwunden. Gibt’s eigentlich noch den Sarottimohr? Sprachhygiene nennt man sowas.

Ich verstehe den ganzen Hype nicht, weil ich, wie ich schon erwähnte, zu einer Zeit aufgewachsen bin, in der es noch keine Sprachhygiene gab und während der sich niemand was dabei dachte, wenn man Negerküsse kaufte oder zu Hause erzählte: Ich habe heute einen Neger gesehen. Und das war schon ungewöhnlich zu der Zeit, während heute einem überall Neger über den Weg laufen können.

Und jetzt wird die seit Generationen beliebte Zigeunersauce abgeschafft. Und was sagen die Zigeuner selbst dazu? Sie finden die Zigeunersossendiskussion unwürdig und derob schütteln ihr Zigeunerhaupt.

Besonders der letzte Satz einer Veröffentlichung der Sinti-Allianz Deutschland lässt aufhorchen:
„Eine Zensur oder Ächtung des Begriffs Zigeuner, durch wen auch immer, sollte und darf es nicht geben.“

Ich will die Zigeunersauce behalten! – auch wenn ich sie gar nicht so gerne mag.

Spanische Nacht


Freunde hatten zu gestern Abend zur Paella geladen. Die lange Tafel war für 14 Personen auf der Terrasse gedeckt. Als kleine Appetitanreger gab es Gurkenscheiben, Feta und Oliven. Als die Paella fertig war, verteilte sie der Hausherr direkt aus der Pfanne.


Die Dame des Hauses hatte vorab ein kleines Video an ihre Gäste verschickt.

Unter allgemeinem Interesse der Anwesenden wurde versucht, diese Konstruktion nachzustellen. Leidergottseidank nahm die Melone bis zur gewünschten Zeit des Servierens nicht genügend Alkohol auf. Niemand ist vom Stuhl gefallen. Der Vodka war für eine Spanische Nacht zwar nicht ganz stilecht, die Melone passte aber.

Nach langer Zeit haben wir mal wieder mit lieben Freunden zusammengesessen und über Gott und die Welt gesprochen. Es war eine wunderbare Sommernacht unter dem Sternenhimmel. Ganz herzlichen Dank für den schönen Abend.

Eine neue Kaffeemaschine


Am vorigen Wochenende hatten wir Besuch. Einer der Gäste äußerte den Wunsch nach einem Cappuccino. Wir starteten unseren Vollautomaten, stellen „Cappuccino“ ein, und nach wenigen Sekunden gab es einen fürchterlichen Knall. Die Katzen verflüchtigten sich, wir zuckten zusammen, unsere Gäste, die bereits auf der Terrasse saßen, ebenfalls. Ein weiterer Versuch, Cappuccino zu zapfen, blieb erfolglos. Die Maschine tat gar nichts mehr, kein Wunder, der FI-Schalter war rausgeflogen. Als der wieder eingeschaltet war, konnten wir wenistens noch normalen Kaffee zapfen. Das Heißwasserdings in der Maschine hatte seinen Geist aufgegeben. Eine neue Maschine musste her.

Nach tagelanger Suche und Vergleiche war ein neuer Kaffeevollautomat gefunden. Als das schwere Teil aus dem Karton gehoben war, kamen erstmal die Katzen und inspizierten beschnüffelten das Ding.

So ist das mit allem, was neu ist. Da sind z.B. die Unterlagen, die ich von der Steuerberaterin abgholt hatte. Die liegen jetzt hier an meinem Arbeitsplatz weil auch die Rechnung dabei ist. Katze kommt auf den Tisch gesprungen, tapert über die Tastatur und schnüffelt erstmal an der Akte.

Wenn wir unsere Einkäufe verstauen, sitzen die Katzen sprungbereit mit langem Hals vor der Arbeitsplatte. Ein lautes „nein“ hält sie davon ab, wirklich raufzuspringen. Wenn gar nichts hilft, drohen wir mit der Spritzflasche. Sobald sie das Ding entdecken, lassen sie von ihrem Vorhaben ab. Und da sag noch einer, Katzen lassen sich nicht erziehen.

Wir wurden gefunden


Es heißt, dass Katzen sich ihre Dosenöffner selbst aussuchen. Möchte man eine Katze haben und man hat die Auswahl zwischen mehreren, sollte man warten, bis ein von den auf einen zukommt, dann hat man die für sich perfekte Katze gefunden.

Wir hatten diese Möglichkeit nicht. Aus einem Wurf von 4 waren 2 übriggeblieben. Den kleinen getigerten Kater wollten die Nachbarn gern haben, den kleinen schwarzen Kater wollte die Familie gern selbst behalten. Also blieben für uns nur die beiden weißgrundierten Katzen übrig. Wir hatten keine Chance zu prüfen, ob sie uns mögen würden.

Inzwischen haben die Katzen uns gefunden. Elphi scheint sich mehr zu mir hingezogen zu fühlen. Sie ist eh sehr anhänglich und bettelt geradezu ständig um Knuddel- und Streicheleinheiten.

Glinda ist etwas zurückhaltender und weicht meistens aus wenn ich sie streicheln möchte. Bernd hat bei ihr größere Chancen. Sie liegt auch lieber bei Bernd als bei mir.

Wenn sie allerdings merken, dass es was zu futtern gibt, sind wir beide gleich gut. Dann kommen sie angerannt und belagern uns. Bernd und ich bleiben eben die Dosenöffner.

PS
Ich müsste mal die Tastatur entstauben. Aber wie soll das gehen wenn Elphi sie ständig okkupiert.

1 Woche Santorini – Teil 2

24. Juli 2020

Als wir wach waren, öffneten wir die Tür zur Terrasse. Einladend glitzerte in der Morgensonne das Meer und das Wasser im Pool. Aber erstmal duschen, dann ging es in den Pool. Puh, es war recht erfrischend, in der Nacht hatte sich das Wasser abgekühlt. Doch das sollte in den nächsten Tagen unsere Morgenroutine werden: Ein Bad im Pool noch vor dem Frühstück. Weiterlesen

1 Woche Santorini – die Anreise


Nachdem unsere Kreuzfahrt annulliert wurden bzw. gar nicht erst gebucht werden konnten, entschieden wir uns dazu, eine Woche auf Santorini Urlaub zu machen. Wir hatten schön länger die Idee, Santorini mit dem Schiff während einer Kreuzfahrt zu besuchen, aber die Termine passten nicht zu unseren Plänen. Jetzt, da wir eine Woche Zeit hatten die Insel zu erkunden, sind wir ganz glücklich darüber, nicht nur für ein paar Stunden mit tausenden anderen Tagesgästen über Santorini zu spazieren.

Es dauerte mehrere Tage, bis wir ein geeignets Quartier gefunden hatten. Wir hatten es ziemlich am Beginn unserer Suche entdeckt, aber wir suchten weiter und weiter, doch kamen wir immer wieder auf Siete Mare Luxury Suites zurück. Als wir die Flugverbindungen geprüft hatten, buchten wir unsere DeLuxe Loft Suite und die Flüge und freuten uns auf eine Woche Urlaub.

Für die Einreise nach Griechenland muss man spätestens 48 Stunden vor der geplanten Ankunft online einen Fragebogen ausfüllen, z.b. wann man welche Länder besucht hat. Am Tag der Einreise soll man eine Mail mit einem QR-Code und einer Registrierungsnummer bekommen. Wenn man den Ausdruck bei der Einreise nicht vorweisen kann, muss man eine Strafe von 500 Euro bezahlen. Weiterlesen