Samstagsmarkt

In der kleinen Stadt an der Elbe ist Mittwoch und Samstag Wochenmarkt. Schon als wir vor etwas mehr als 10 Jahren in das Elbe-Penthouse zogen, erwähnten freundliche Nachbarn, die inzwischen zu Freunden geworden sind, den Wochenmarkt. Zu der Zeit war ich recht selten auf dem Wochenmarkt, er lag nicht in unbedingt in meinem üblichen Einkaufsbereich. Weiterlesen

Musicals, mein Mann und ich

Vor mehr als 20 Jahren lernte ich meinen lieben Mann kennen. Ausser der Liebe verbindet uns natürlich noch einiges mehr, besonders aber die Musik – wenn auch die Stilrichtungen ein wenig auseinandergehen. Was wir aber gemein haben, bzw. was ich durch Bernd eigentlich erst so richtig kennengelernt habe, sind Musicals. In diesen 20 Jahren habe ich mit Bernd viele Vorstellungen diverser Musicals gesehen, in London, Berlin, Stuttgart, Oberhausen, Magdeburg, Tecklenburg und natürlich in Deutschlands Musicalhauptstadt Hamburg. Einige dieser Vorstellungen waren etwas Besonderes. Und so fing alles an: Weiterlesen

Kinky Boots III


Tja, so sind wir: Nach dem ersten Besuch des Musicals Kinky Boots im Dezember letzten Jahres und dem 2. Besuch in der letzten Woche, haben wir uns die Show gestern Abend das 3. Mal angeschaut – und wisst ihr was? Wir könnten schon wieder. Jedenfalls haben wir schon Karten für die Derniere am 30. September. Und wer weiß schon, ob wir bis dahin uns das nicht nochmal anschauen werden. Weiterlesen

Endlich wieder Sommerzeit

Ich bin ja ein Freund der Sommerzeit: Ich liebe die langen hellen Abende, die man hoffentlich sommers auch mal draußen genießen kann, bei einem Glas Sangria z.B. Außerdem tickt meine biologische Uhr nach der Sommerzeit weil ich dann endlich morgens länger schlafe und nicht immer schon um 5.30 Uhr wach bin. Gut, das könnte auch mit der senilen Bettflucht zu tun haben. Aber ich schiebe der Mitteleuropäischen Normalzeit die Schuld in die Schuhe. Bin ja noch nicht senil.

Die Familie Wilhelm macht aus der Umstellung ein richtiges Event. Einfach mal reinschauen und auch die Kommentare dazu lesen.

Das Geburtstagsgeschenk


Während unsere Gäste am Samstagmorgen noch schliefen, hatte ich schon Frühstücksbrötchen geholt. Auf der Terrasse lag der Zitrusbaum auf der Seite, den ich von ein paar Tagen in einem Anfall von Frühlingswahn schon hinausgestellt hatte. Aufgrund der Wettervorhersage hatte ich ihn dick eingepackt. Deshalb bot er dem eisgen Wind eine große Angriffsfläche. Wir ließen das Bäumchen erstmal so liegen. Da der Wind immer noch sehr stark war, bestand die Gefahr, dass er sich nochmal auf die Seite legen würde.

Mittags machen wir uns zu viert wieder auf die Reise mit Bus und Bahn in die große Nachbarstadt. Wir waren dick eingepackt wegen des eisigen Windes. Ich kann mich nicht daran erinnern, sowas Mitte März schon mal erlebt zu haben. Weiterlesen

Hamburg ist Kinky


Nach dem schnellen Abendessen am Freitag im Maredo gingen wir die paar Schritte hinüber zum Operettenhaus am Spielbudenplatz. Ein eisiger Ostwind fegte durch die Reeperbahn, es war saukalt. Wir wollten eigentlich bereits um 18:30 Uhr unseren ersten Drink im separierten Barbereich für „open Bar“ zu uns nehmen. Durch die vorherige Verzögerung wurde das ein paar Minuten später, aber immer noch rechtzeitig für 2 – 3 Getränke vor der Vorstellung von „Kinky Boots“. Um in den Genuss dieses Musicals zukommen, hatten wir Frank und Thomas nicht lange überreden müssen.

Nur wenige Minuten vor dem Beginn der Vorstellung nahmen wir unsere Plätze in der Mitte von Reihe 2 ein. Natürlich saßen die anderen Leute dieser Reihe schon auf ihren Plätzen und alle mussten für uns aufstehen (Danke! Vielen Dank! Dankeschön! Man weiß ja, was sich gehört).

Ein alter Bekannter stand an diesem Abend am Pult, Sebastian de Domenico. Als wir uns zaghaft bemerkbar machten (die 1. Reihe ist dort, wo der Dirigent seinen Platz hat, unterbrochen und die 2. Reihe, in der wir unsere Plätze hatten, ist dann direkt dahinter), gab es erstmal eine kurze aber herzliche Begrüßung.

Über das Musical hatte ich ja schon mal ausführlich berichtet. Und genau so verlief diese tolle Show. Es gab ein paar Umbesetzungen gegenüber der Aufführung im Dezember. Die Darsteller müssen ja auch mal Urlaub machen. Aber der Leistung des Ensembles tat das keinen Abruch. Es war total genial. Wir können wirklich nur jedem empfehlen, sich das Stück anzuschauen. Wer meint, dass es sich um ein „Transenstück“ handelt, wird eines besseren belehrt werden. Es gibt Szenen, in denen es total still ist im Publikum, man könnte die berühmte Stecknadel fallen hören. Und dann brandet wieder Szenenapplaus auf (davon gibt es reichlich) weil die Leistung der Künstler und Künstlerinnen, zusammen mit der Musik von Cyndi Lauper, das Publikum mitreißt.

Gino Emnes agierte wieder berührend und frech als Lola. Als Charlie Price spielte sang und tanzte an diesem Abend Marlon Wehmeier. Ebenso begeisterte mit überschäumender Spielfreude Jana Stelley als Lauren, eine Arbeiterin in der Schuhfabrik. Auch unsere Freunde hielt es beim Schlussbild nicht mehr auf den Plätzen und sprangen mit uns auf, um das Ensemble mit Klatschen bei Tanz und Gesang zu begleiten. Sie sind ebenso begeistert von Kinky Boots wie wir es sind. Am Ende der Vorstellung wurde das Publikum aufgefordert, Fotos zu machen um diese in den sozialen Medien zu veröffentlichen. Man braucht Werbung. Mundpropaganda reicht scheinbar nicht aus, um Kinky Boots über den Spätsommer in Hamburg halten zu können. Ich hatte diesen Hinweis gar nicht gehört weil ich von der bunten Vielfalt auf der Bühne und der Musik noch so eingenommen war. Deshalb habe ich nur eine leere Bühne aufgenommen.

Ratet mal, was wir am nächsten Samstag machen?

Die „open Bar“ versorgte uns in der Pause wieder mit Getränken (deshalb waren wir ohne Wagen unterwegs). Und dann ging es mit U-, S-Bahn und Bus in die kleine Stadt an der Elbe. Dort fegte immer der eisige Sturm durch die Straßen und wir waren froh, als wir unser wärmendes Zuhause. Es gab noch einen Absacker und dann fielen wir alle müde ins Bett – nicht in das selbe, wir sind schließlich anständig.

Besuch kommt!


Man kennt das: Man hat so Ecken, da wird nur oberflächlich hingeschaut, ob da was gemacht werden muss, wenn überhaupt. Solche Ecken gibt es bei uns im Arbeitszimmer, welches gleichzeitig als Gästezimmer dient. Das Schlafsofa dient dann schon mal längere Zeit als Ablageplatz für irgendwelche Dinge, die da gar nicht bleiben sollen, aber …

Nun musste alles mal gründlich, wirklich gründlich, überarbeitet und aufgeräumt werden. Die Gäste sollen sich schließlich wohlfühlen. Tagelang war ich schon dabei (ja, so schlimm war es schon), alles auf Vordermann zu bringen. Heute morgen wurden dann die Restarbeiten erledigt.

Am frühen Nachmittag verließen wir das Haus, um unsere Freunde Frank und Thomas aus München mit dem ÖPNV vom Airport Helmut Schmidt in Hamburg abzuholen. Wir hätten das natürlich auch mit dem Wagen machen können, aber aus Gründen war es besser, das mit Bus und Bahn zu machen.

Die Zeitplanung für diesen Tag war ziemlich eng. Und da ich mich mit der Ankunftszeit des Fliegers um 15 Minuten vertan hatte, hofften wir, dass die Maschine vielleicht ein paar Minuten früher ankommen würde. Für 17 Uhr war in einem Restaurant ein Tisch reserviert. Aber statt früher kam der Flieger ca. 15 Minuten später. Da unsere Freunde nur mit Handgepäck reisen, sollten wir sie schnell in die Arme schließen können. Aber es daurte dann noch 30 Minuten bis zur herzlichen Begrüßung. Inzwischen hatte die die Reservierung schon um 30 Minuten verschoben.

Mit der nächsten S-Bahn fuhren verließen wir den Flughafen. Mit einer weiteren Verspätung von 15 Minuten trafen wir im Maredo am Millerntorplatz ein. Ausgerechnet das Maredo? Ja, richtig, das Maredo. Da weiß man, was auf den Teller kommt. Und auf dem Kiez sollte es schon sein, möglichst nah am Spielbudenplatz. Die geneigten Leserinnen und Leser werden wohl schon wissen, wie der Abend weitergehen wird.