Quickchange

Samstags ist Markt in der kleinen Stadt an der Elbe. Der Samstagsmarkt ist eine Art von gesellschaftlichem Ereignis, so scheint es. Man bummelt, man trifft sich, man schnackt zusammen, alle haben gute Laune. Ich habe manchmal den Eindruck, das Einkaufen auf dem Wochenmarkt ist eher nebensächlich. Bereits kurz nach unserem Einzug im Elbepenthouse vor 9 Jahren wurden wir von Nachbarn gefragt, ob wir denn schon auf dem Markt gewesen seien. Seinerzeit war der Markt noch etwas abseits und ich war eher selten dort anzutreffen. Seit er aber mitten in der Stadt stattfindet, bin ich dort öfter, so wie heute.

Ich machte mich also etwas schick. Kurze Hose zwar, aber dazu holte ich mir ein passendes Poloshirt aus dem Schrank. Mann will ja gut aussehen wenn die Anderen gucken. Und man könnte ja auch jemanden treffen, den man kennt (das war dann auch der Fall).

Auf halbem Weg schaute ich so an mir runter und entdeckte einen Fleck auf dem Poloshirt. DAS geht ja nun gar nicht. Wenn mich jemand so sieht! Skandal! Zurückzugehen nach Hause hatte ich keine Lust. Aber ich habe doch meinen persönlichen Dresser in der HOB des örtlichen Kaufhauses, hinter dem auch der Wochenmarkt stattfindet. Also flugs in die Abteilung, mein Mann hatte auch gerade etwas Zeit. „Ich brauch schnell ein Poloshirt, ich sehe aus wie eine Schlampe!“ – Und was sagt der Kerl da im Beisein seiner Kolleginnen: „Du siehst nicht nur so aus!“ – Peng!!! Na egal, er wusste natürlich, wo was passendes zu finden ist, anprobiert, passt, wackelt und hat Luft! Und schon war ich wieder weg. Das spielte sich innerhalb weniger Minuten ab.

Ein Quickchange geht natürlich schneller, nämlich innerhalb von Sekunden. Quickchange nennt man einen Kostümwechsel im Theater hinter der Bühne während eines Szenenwechsels. Da wird das Kostüm dem Schauspieler fast vom Körper gerissen. Ihr kennt das vom ESC: Die Diva betritt in großer Robe die Bühne, kann sich kaum bewegen, und beginnt zu singen. In dem Moment, wo das Lied schneller wird, sind 2 Tänzer bereit, die ihr die Robe von der Figur reissen und die Diva steht jetzt nur noch im Höschen da und kann auch tanzen. Sowas nennt man dann Trickkleid. Im Theater macht das der Dresser, der dem Schauspieler auch wieder hilft, in das neue Kostüm zu schlüpfen und darauf achtet, dass dann alles wieder perfekt sitzt. In der neuen Szene wird dann im neuen Kostüm weitergespielt.

Mein Einkauf auf dem Wochenmarkt gestaltete sich dann auch ziemlich quick. Ich ging direkt auf einen Stand zu, auf dem mir der grüne Spargel ins Auge fiel, den ich für unser heutiges Menü benötigte. Die anderen Zutaten bekam ich auch dort. Beim Schinkenstand ging es auch ganz quick und ganz schön quick war ich ich wieder zu Hause.

Es war die Brille!

Voriges Jahr im September war die Schwimmsaison beendet. Mein Badezeug und die unerlässliche Schwimmbrille verschwanden im Schrank. Bis dahin funktionierte die Schwimmbrille anstandslos. Kürzlich holte ich alles wieder hervor. Wohlgemut ging ich zum Freibad, müssen doch noch ein paar Kilo Hüftgold weichen.

Ich hatte ja schon erwähnt, dass die Badehose ein wenig enger geworden ist, wenn da man nicht die Kalorien ihre Arbeit verrichtet haben! Aber mit der Brille stimmte auch was nicht. Ich hatte nichts daran gemacht und sie so wieder aufgesetzt wie ich sie im Herbst in den Schrank gelegt hatte. Sollte doch passen! Aber das tat sie nicht, sie war rechts inkontinent geworden. Und das ist recht unangenehm für das Auge wenn sich die Sehhülle mit Wasser füllt. Also schwamm ich an den Rand, Brille ab, neu wieder aufgesetzt, die Hohlkörper schon aufgedrück, die Luft entwich – ein neuer Versuch. Mist, nach ein paar Zügen das gleiche Problem. Brille wieder ab, enger gestellt, weitergeschwommen. Na, etwas weiter bin ich gekommen. Immerhin schaffte ich ja gleich beim ersten Mal 1000 Meter! Aber immer wieder musste ich pausieren und versuchen, die blöde Brille zu richten. Das Problem ist ja, dass man gar nicht so recht seinen Rythums findet, wenn man ständig unterbrechen muss. Ich kam meinem Ziel von 2000 Meter nicht näher und mein Lebendgewicht ging rauf und runter.

Eine Mitschwimmerin sprach mich schon darauf an. Sie erzählte mir, dass sie sich jedes Jahr eine neue Brille kauft. Aber bei einem Preis von knapp 20 Euro überlegt man sich das schon. Und man denkt, so ein relativ teures Teil sollte schon länger als eine Saison halten.

Gestern startete ich dann den letzten Versuch. Es war zwecklos, ich war genervt. Weitergemacht, engergemacht, Brille umgedrecht, d.h. den rechten Hohlkörper auf das linke Auge, mit dem Ergebnis, dass es nun links leckte. Also ganz eindeutig: Es lag an der Brille und nicht an meinem eventuell unförmig gewordenen Kopf.

Bernd brachte mir dann aus der Sportabteilung eine neue Schwimmbrille mit. Ich stellte sie so ein, wie ich dachte, dass es sein müsste, setzte sie auf und …….. ich schwamm und schwamm und schwamm, Bahn um Bahn. Und am Ende waren es dann 1800 Meter geworden! Hach, war das entspannt heute!

Internationaler Tag gegen Homophobie

Am 17. Mai 1990 beschloss die Generalversammlung der WHO, dass Homosexualtität nicht länger als eine psychische Krankheit anzusehen ist. Leider gibt es immer noch Länder und Institutionen, die sich dieser Auffassung nicht anschließen. Und es gibt leider immer noch Menschen, die angeblich tolerant gegenüber uns Schwulen sind, wenn sie aber im engsten Umfeld mit Homosexualtität konfrontiert werden, sieht die Sache oft anders aus. Schaut euch einfach mal den Kurzfilm an.

92. Geburtstag „Über den Wolken“


Mutters 92. Geburststag stand bevor. Was machen wir? Sie ist immerhin noch so gut beieinander, dass sie den Tag nicht im Seniorenheim verbringen muss obwohl sie auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Nina hatte die Idee: Wir machen Familienlunch im Restaurant „Über den Wolken“, in der 35. Etage und 115 Meter über der Ostsee. Das Restaurant gehört zum Maritim Strandhotel Travemünde.

Ich hatte also schon vor ein paar Wochen dort angerufen und Plätze für 11 Personen reserviert, mit anschließender Kaffeetafel. Man bestätigte mir Plätze in einen Nebenraum mit Blick auf die Viermastbark „Passat“. Perfekt!

Bei der Reservierung wurde ich gefragt, ob es einen bestimmen Anlass gibt, was ich natürlich bestätigen konnte. So fanden wir auf dem Tisch mehrere Karten, die die angebotenen Gerichte enthielten und die auf den 92. Geburtstag von Ursula K. hinwiesen. Eine sehr nette Geste! Auf dem Buffett wurden sehr schmackhaft zubereitete warme und kalte Speisen angeboten. Es gab auch kein Gedrängel am Buffett, alles lief gesittet und problemlos ab. Obwohl ich mir ja immer sehr übersichtliche Portionen auf den Teller lege, war ich doch recht schnell satt. Wir sind es ja gar nicht gewohnt, schon um die Mittagszeit zu essen. Und dann gab es später noch ein leckeres Stück Torte. Auf das Abendessen haben wir dann verzichtet.

Von dort oben hat man natürlich einen weiten Blick die Trave hinauf mit der Pötenitzer Wik und dem Dassower See und demzufolge bis weit nach Mecklenburg-Vorpommern hinein. Gelbe Flecken in der Landschaft zeugten von der Rapsblüte. Durch die großen Fenster auf der anderen Seite kann man bis nach Lübeck schauen, die berühmten 7 Türme, die die Lübecker Skyline ausmachen, sind in der Ferne zu sehen. Von der 3. Seite aus hat man einen Blick über die Lübecker Bucht bis hinüber nach Ostholstein.

Travemünde und die Passat haben einen sehr engen Bezug zu unserer Familie. Seit Mitte der 50er Jahre war Travemünde im Sommer unsere zweite Heimat. Bereits zu der Zeit hatten wir eine kleine Motoryacht. Im Lauf der Jahre wurden die Schiffe immer etwas größer. Erst 2002 verkauften meine Eltern ihr letztes Schiff. Viele Jahre war die Passat vor unseren Augen, die dem Priwallhafen dahinter Schutz bietet. So war dies dann auch für Mutter ein Ausflug in die Vergangenheit.

ESC 2016 – Grande Finale

Eins vorweg: Meine 12 Punkte gehen an das Duo Petra Mede + Måns Zelmerlöw. Die Beiden haben locker und entspannt durch den Abend geführt – grandios! Und was den Deutschen Beitrag betrifft – da habe ich nach der Entscheidung, dass dieses Püppchen nach Stockholm fahren würde, schon gesagt, dass sie „unter ferner liefen“ wieder heimkehren würde. Der letzte Platz für Deutschland ist so traurig wie unser kleiner Strauß für die Gastgeberin. Alle Pollen waren nämlich schon nach Stockholm geweht.

Gut, es gab schlechteres, was wir uns gestern Abend anhören mussten, z.B. dieser Spacken aus Polen oder das Klageweib aus der Ukraine, welche dann doch tatsächlich das Rennen gemacht hat. Unfassbar! Man will doch ein wenig Spaß haben beim ESC und keine Tränen vergießen.

Mein persönlicher Favorit war Spanien, gefolgt von England, Schweden, Frankreich, Australien. Die Reihenfolge weiß ich nicht mehr, mein Votingsheet ist irgendwo verlorengegangen. Macht ja auch nichts, nichts ist morgen so unwichtig wie der ESC von gestern, auch wenn man wochenlang daraufhingefiebert hat. Die Hauptsache ist doch, dass man einen schönen Abend hatte. Und den hatten wir, ganz ohne Frage.

Eine objektive Bewertung der Songs ist eh unmöglich. Jeder hat doch anderen Musikgeschmack. Da braucht man doch nur mal in den diversen Blogs und in den Onlinemedien lesen.

ESC 2016 – 2. Semi

Der Wind in Stockholm hat sich beruhigt, die Windmaschine spielte gestern Abend nur eine untergeordnete Rolle. Die beste Performance des ganzen Abends war der Opener, und das Måns, mit seinem feschen Anzug mittendrin als Tänzer beim Irish Step, das war eine Glanzleistung! Ich bin gespannt, was Schweden uns morgen Abend für eine Show bieten wird, es MUSS einfach grandios werden.

Aber dann wurde es wieder ziemlich langweilig. Ausgeschieden sind leider Irland und Dänemark, Australien ist zum Glück ins Finale gekommen. Die Beiträge aus Lettland und Litauen sind dann noch akzeptabel, Belgien so gerade eben noch.

Ich habe mich gefragt, ob Eneda Tarifa aus Albanien auf die Bühne getragen und hingestell worden ist. In dem Kleid hätte sie doch mittels kleiner Trippelschritte Stunden gebraucht, um ihren Platz einzunehmen. Und dieser Hovi aus Israel, ein Verschnitt aus Boy George und Glöggler, da mag man ja gar nicht hingucken. Ich weiß, wir sollen ja auch hinhören, aber das mochte ich auch nicht.

Und dann kam Jamala aus der Ukraine. Um diesen Beitrag gab es ja anfangs Diskussionen, ob er nicht politisch sei und demzufolge beim ESC nichts zu suchen hätte. Die EBU befand, dass „1944“ auf der ESC-Bühne gesungen werden dürfe. Was heisst gesungen? „1944“ kam daher als würde es von einem Klageweib auf einer Beerdiung gejammert.

Bernd brachte den Abend auf den Punkt: Mit den 20 möglichen Anrufen wäre es ein Leichtes gewesen, ganz viele Titel rauszuwählen statt Punkte zum Einzug ins Finale zu verteilen. Und da kann ich ihm nur verdammt ganz recht geben. Ich hätte dann wohl 20 Mal für das Klageweib angerufen. Ich befürchte schon, dass ich morgen Abend meine Punkte gar nicht alle verteilen kann. Aber nach ein paar Gläsern Wein sieht die ESC-Welt sicher ganz anders aus.

ESC 2016 – 1. Semi

Gestern Abend fand das erste Semi des diesjährigen ESC in Stockholm statt. Recht stürmisch war es in Stockholm, jedenfalls auf der Bühne. Kaum ein Beitrag kam ohne Windmaschine aus, da haben fast alle Teams in der 70er-Jahre-Kiste gewühlt.

Und sonst? Eher langweilig! Ich kann hier ja nur meine persönliche Meinung wiedergeben:

Leider sind Finnland, Island und San Marino ausgeschieden. Es wurde gestern Abend schlechteres präsentiert, z.B. „Lighthouse“ mit Nina aus Kroatien. Statisch wie ein Leuchtturm stand sie auf der Bühne. Ihr outfit wurde wohl aus angeschwemmten Strandgut zusammengeklöppelt.

Warum der Russische Beitrag so hochgelobt und als Favorit gehandelt wird, mögen die ESC-Götter wissen. Der war auch nicht herausragender als anderes, was wir gestern Abend zu hören und zu sehen bekamen.

Holland präsentierte sich ja ganz nett. Ob der charmante Douwe Bob an den Erfolg des 2. Platzes, den die Common Limits beim ESC erreicht hatten, herankommt, wage ich aber zu bezweifeln.

Die Griechen haben sich wohl in der Jahreszeit geirrt und sind deshalb mit ihren Äppelklauerbüxen nicht ins Finale gekommen. Apfelernte ist doch im Herbst. Dann erst könnten sie sich die Hosen mit Äpfeln vollstopfen.

Und nun liebe Leserinnen und Leser aus Österreich, ganz tapfer sein:
Das, was ihr da auf die Bühne bringt, ist tiefste 60er Jahre, da mag Zoë noch so charmant lächeln.

Vielleicht wird der morgige Abend mit dem 2. Semi ja interessanter. Hoffentlich ist was dabei, für dass es sich lohnt, abzustimmen. Denn das durfte der Deutsche Fernsehzuschauer gestern Abend nicht.

Und jetzt gehe ich mal schauen, was die Meinung anderer Blogger und der Medien über den gestrigen Abend ist. Ich wollte mich in meiner Meinung nämlich nicht beeinflussen lassen.

Erste Sichtung

Gestern war ich ganz allein in der Wohnung meiner Mutter. Als erstes habe ich die „Wennmalwaspassiert-Mappe“ an mich genommen und bereitgelegt damit ich sie nicht vergesse. Die Mappe hat da nichts mehr zu suchen. Die ist jetzt bei uns zu Hauser besser aufgehoben.

Und dann habe ich in die Schränke geschaut. Dort entdeckte ich einiges, was es schon ganz lange im Haushalt meiner Mutter gibt und was ich noch aus meiner Kindheit kannte. Jedes Mal, wenn ich so ein Teil entdeckte, zauberte es mir ein breites Lächeln ins Gesicht: Das gibt es auch noch! Dabei bin ich mir sicher, dass es ganz viele Jahre gar nicht mehr gebraucht wurde.

Kaffee- und Essgeschirr brauchen wir nicht. Kurzfristig hatte ich daran gedacht, die Suppentassen zu nehmen. Während meiner gaymeinamen Zeit mit Bernd, immerhin auch schon fast 19 Jahre, hatte ich vielleicht 2 Mal gedacht: Schön wäre es jetzt, Suppentassen zu haben. Ich hatte mir die Option offengehalten und wollte das mit Bernd besprechen. Aber er meinte dann auch: Brauchen wir nicht. Entsprechende Suppenlöffel gibt es auch. Für 2 Mal in 10 Jahren? Nö, das ist nicht notwendig. Auch das gesamte andere Besteck mag sich jemand anderes nehmen. Eine Nichte einer Cousine wird sich demnächst umschauen, ob sie noch was für ihren jungen Haushalt gebrauchen kann.

Und wenn niemand mehr etwas haben will – weg damit. Natürlich hängen an einigen Dingen Erinnerungen. Mit dem Besteck habe ich einst selbst gegessen, aus den Gläsern getrunken. Aber nur der Erinnerung wegen etwas aufbewahren, was man selbst im Haushalt hat. Nein! Das sehe ich ganz realistisch. Und insofern war ich auch nicht irgendwie wehmütig, dass dieser Haushalt nun aufgelöst werden wird.

Mein-Schiff-Bordeis


TuiCruises bietet auf der „Mein-Schiff-Flotte“ Eis an. Zum Dessert sowieso, aber auch auf dem Pooldeck. Das gehört zum „all inclusive“ und kostet nichts. 10 verschiedene Sorten sind es ganz bestimmt, vielleicht auch 12. Das ist eh egal, man weiß nicht, was man nehmen soll. Am liebsten würde ich sagen: Einmal von alles! Na ja, Eis mit Mandeln oder Nüssen mal ausgenommen.

Man sitzt da, gemütlich, vielleicht liest man oder guckt einfach nur, wie die anderen gucken, es ist ja alles so entspannt und entspannend an Bord. Da drüben, schräg gegenüber, steht die Eisbar, „lechz“. „Soll ich uns mal ein Eis holen?“ – „Eigentlich lieber nicht. Aber …“ Und schon steht einer von uns auf, schlendert über das Pooldeck zur Eisbar. Mal schauen, was im Angebot ist. 2 Kugeln im Becher, vielleicht auch 3. Die Waffel würde ja zusätzliches Hüftgold verursachen, auch wenn es erotischer ist, an einer Eistüte zu lecken als ganz unerotisch das Eis mit einem kleinen Plastiklöffelchen in die Figur zu schaufeln.

Durch einen Zufall entdeckte ich jetzt, wer für die sündhaften Eiskreationen verantwortlich ist: Bruno Gelato. Anlässlich der bevorstehenden Schiffstaufe des neusten Flottenzugangs, „Mein Schiff 5“, hat TuiCruises mit Bruno Gelato ein „TuiCruises-Eis“ kreiert. Ich befürchte zwar, dass ich davon abstand nehmen werde, ich bin ja nicht so der Nussfan. Grundsätzlich finde ich die Idee aber gut.

Das Bordeis von Bruno Gelato wird auch in der Eistruhe im Supermarkt angeboten. Leider ist die Vielfalt nicht so groß wie an Bord. So ein Schiff ist ja auch viel größer als ein Supermarkt. Ich suchte also 2 Sorten nach unserem Geschmack aus. Aber wie das immer so ist mit kulinarischen Genüssen, die man im Urlaub verzehrt: Zu Hause schmeckt das nicht so gut.

Das Eis mag ja das selbe sein wie jenes, dass an Bord angeboten wird. Aber an Bord ist es geschmeidiger, weicher. Wenn wir dieses Eis zu Hause essen wollen, müssen wir es mindestens 10 Minuten vor dem Verzehr aus dem Gefierschrank holen damit es möglich ist, es zu portionieren. Andernfalls würde entweder der Löffel abrechen oder die Finger. Und selbst nach 10 Minuten Antauzeit hat es nicht die Konsistenz wie an Bord. Und da das Eis dann zu Hause auch kälter ist, schmeckt es nicht so ausgeprägt aromatisch.

OK, ich könnte das Eis ja auch 20 Minuten antauen lassen, aber dann wäre es schon ziemlich weich. Und es dann wieder einfrieren? Ich glaube nicht, dass das so gut ist. Ergo: Wir werden dieses Eis zukünftig in der Gefriertruhe des Supermarktes lassen und uns lieber auf die nächste Kreuzfahrt und das Bordeis freuen.