Es geht wieder los!


Am Montag öffnet das Freizeitbad Geesthacht für die diesjährige Saison seine Pforten. Meine Saisonkarte habe ich bereits besorgt. Da wir am Sonntagabend Gäste haben, werde ich garantiert nicht einer der Ersten sein, die am Montag ins beheizte Nass steigen. Da Dienstag immer „Muttertag“ ist, muss ich mal sehen, wie ich das dann einrichten kann oder ob ich erst Mittwoch starte.

In der vorigen Saison war ich wegen der Probleme mit meiner Mutter ziemlich unregelmäßig zum Schwimmen. Ich hoffe, dass ich es in dieser Saison schaffe, regelmäßig 5 Mal in der Woche was für meinen Körper, mein Gewicht und damit für meine Gesundheit zu tun.

Urlaub mit der App?


Jeder hat andere Ansprüche an seinen Urlaub, der die schönste – und oft die teuerste – Zeit des Jahres ist bzw. sein sollte. Allein das Aussuchen des Reiseziels, dann die Suche nach dem Hotel, was in das persönliche Budget passt und in diesem Rahmen natürlich das perfekte Hotel sein soll, nimmt Zeit in Anspruch. In Onlineportalen werden Vergleiche angestellt, Meinungen und Erfahrungen anderer Gäste verglichen. So ist das heute. Und wer endlich am Ziel seiner Träume eingetroffen ist, hat stets sein Handy mit einer passenden App zur Hand, in der man weiter Vergleiche anstellen und nach dem nächstbesten Restaurant suchen kann.

Muss immer alles perfekt sein? Muss ich am Urlaubsziel meine von zu Hause gewohnten Cerealien auf dem Frühstücksbüffet haben, müssen Eisbein und Kraut auf der Speisekarte stehen, mein Bier, welches ich gewohnt bin zu trinken, auf der Getränkekarte zu finden sein? Nein, denn dann kann ich zu Hause bleiben. Urlaub muss auch ein wenig Abenteuer sein, mal was neues probieren, mal von gewohnten Pfaden abweichen, und man muss sich auch mal überraschen lassen, positiv wie negativ.

Wer immer mit dem Handy in der Hand und der darauf geöffneten App rumsitzt, verpasst das Naheliegende, das vielleicht viel schöner ist, als das, was man eigentlich finden wollte. Ich erinnere mich an unsere letzte Kreuzfahrt, das Schiff blieb übernacht in Lissabon. Natürlich gingen wir abends an Land. Und wir hatten die Handies dabei und darauf die App CityMaps2go, Stadtkarten, auf denen man sich Ziele programmieren kann, die man ggf. in dieser oder jener Stadt sehen möchte oder die einfach der Orientierung dienen. Wir waren ungwollt mit einer Familie (Papa, Mama und 2 Kinder) unterwegs. Papa lief mit seinem Handy in der Hand vorweg und gab die Richtung an, die Familie folgte. Zum Glück verloren wir die bald aus den Augen, denn es nervte ganz fürchterlich zu sehen, wie sich die Familie durch das auch bei Nacht schöne Lissabon bewegte. Auch wir schauten ab und zu in die Karte. Aber wir hatten hauptsächlich Augen für das, was am Wegesrand lag, schöne oder verkommene Fassaden, Gärten, in die man durch Gittertore hineinblicken konnte, berankte Mauern, kleine Gassen, in denen Tische und Stühle vor einem Restaurant standen. Die Liste ließe sich beliebig verlängern. „Lass uns doch mal durch die Gasse dort gehen, das sieht nett aus.“ – so ließen wir uns im Dunkeln durch Lissabon treiben, ein kleines Abenteuer eben. Ziele, die wir uns ausgesucht hatten, ließen wir links liegen und fanden ganz was anderes.

So war es übrigens in allen Häfen, die wir auf unserer Reise angesteuert hatten. Lissabon dient hier nur als Beispiel, wie man sich heute auf eine App verlässt, wie der besagte Familienvater, der mehr oder weniger blind durch Lissabon lief, die Augen nur auf der Karte.

Auch in diesem Jahr werden wir uns die entsprechenden Karten auf unser Handy laden und bei Bedarf darauf zurückgreifen. Im Vorwege werden wir uns im Internet darüber informieren, was es in den Häfen zu sehen gibt und wenn es uns interessiert, werden wir die Punkte in der Karte markieren. Ob wir das dann auch „ablaufen“ werden wir sehen. „Lass uns mal hier gehen.“ – und vielleicht stehen wir dann staunend vor etwas, was wir gar nicht auf „auf der Rechnung“ hatten.

Die Urlaubskultur hat sich verändert in Zeiten von Apps. Ob das immer hilfreich und entspannend ist, sei mal dahingestellt. Einen interessanten Artikel dazu habe ich in der MOPO gefunden. Mag sich jeder selbst ein Bild davon machen, wie er seinen Urlaub verbringen möchte. Für uns ist ein kleines Abenteuer abseits der Pfade und Erfahrungen anderer Menschen viel interessanter als ihnen zu folgen.

Genau so verhält es sich mit ganz vielen Reiseblogs. Die Überschrift „Was du unbedingt in Lissabon gesehen haben solltest!“ Lissabon ließe sich beliebig austauschen durch jede andere Stadt. Woher will der Autor wissen, ob ich das sehen will, ob mich das interessiert, ob ich genau das auch so toll finde?

Unvorstellbar und abartig

In Tschetschenien gibt es keine Schwulen – behauptet Präsident und Diktator Kadyrow. Wir wissen es besser: Es gibt absolut keinen Zipfel dieser Erde, in dem es keine schwulen Männer gibt, uns gibt es überall.

In Tschetschenien werden schwule Männer von den Behörden verfolgt und ihre Familien werden zum Ehrenmord angstiftet. Das ist abartig, das ist pervers, das ist unsagbar unmenschlich, es ist unvorstellbar. Ich kann nicht verstehen, warum man so verbort sein kann. Und der Kreml sagt nichts dazu. Logisch, Putin selbst hat ja vor geraumer Zeit die Gesetze bezüglich homosexueller Offenheit geändert.

Die Vereinten Nationen haben sich diesbezüglich direkt an Putin gewandt. Wir wissen alle, dass die UN leider ein recht schwacher Verein ist und ebenso wissen wir, dass Putin sich einen Dreck darum schert.

Leider ist es immer noch so, dass Schwulenhass nicht allein ein russisches Problem ist. Viele Familien überall auf der Welt, auch in der westlichen, werden es schön unter der Decke halten, wenn ihr Filius keine Enkelkinder präsentieren möchte und lieben mit einem Mann unter einer Decke liegt als mit einer Frau.

„Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt!“ (Rosa von Praunheim)

Meine Mutter!

Gestern war wieder „Muttertag“, will sagen, der wöchentliche Besuch bei meiner Mutter im Seniorenheim und sie erzählte mir folgendes: Sie hat jetzt eine Dame kennengelernt, eine Zimmernachbarin, eine Dame, die sprechen kann und auch will. Die beiden Damen haben auch einen Platz bei den Mahlzeiten am gleichen Tisch.

Besagte Dame sitzt im Rollstuhl. Ein Bein ist amputiert, ein Arm ist nur beschränkt einsatzfähig. Den Rollstuhl kann sie nur mit einer Hand vorwärtsbewegen, was entsprechend langsam geht. Meine Mutter benutzt den Rollator wenn sie zu den Mahlzeiten geht, dafür reicht ihre Kraft, während sie ja sonst auch im Rollstuhl sitzt.

Wenn die Damen ihre Mahlzeiten beendet haben, begeben sie sich gemeinsam zu ihren Zimmern, sie haben ja den gleichen Weg. Und was macht meine Mutter dann?: Damit die andere Dame es etwas leichter hat, schiebt meine Mutter den Rollstuhl mit ihrem Rollator! Ich möchte bei dieser Gelegenheit in Erinnerung rufen, dass meine Mutter im nächsten Monat ihre 93. Geburtstag begeht.

In der Binnenschifffahrt kennt man so was in der Art auch, da nennt man das einen Schubverband.

Ja zu Erdogan!

Die in Deutschland lebenden Türkischen Wahlberechtigten, die zu dieser ominösen Abstimmung gegangen sind, haben mit Mehrheit für Erdogan abgestimmt. Auf Radio Hamburg wurde heute morgen ein paar Meinungen per Telefon gebeten. Ein Türke, der ein einwandfreies Deutsch sprach und auch seiner Aussprache konnte man nicht entnehmen, dass er Türke ist, ist der Meinung, dass man den Europäern mal zeigen will, was Sache ist. Man will sich von den Europäern nicht länger verarschen lassen. Die Sache mit Armenien brachte er ebenfalls zur Sprache. Von einer Protestwahl war die Rede.

Dazu kann man eigentlich nur sagen: Denn sie wissen nicht, was sie tun.

Und noch eins: Alle Türken, die in Deutschland und anderswo in Europa, für Erdogan abgestimmt haben, sollen bitte schleunigst in ihr Heimatland gehen und sich dort dem Ausnahmezustand und den Gesetzen und dem Despoten unterwerfen. Man kann nur sagen: Raus hier!

Orangenkuchen


Es ist lange her, seit ich hier ein Rezept veröffentlicht habe. Es ist mal wieder an der Zeit.

Bei diesem scheußlichen Osterwetter muss es etwas sein, was nach Sonne schmeckt und auch so aussieht: Der Orangenkuchen. Ich habe den Kuchen vor einigen Jahren in einem Weblog entdeckt, welches nicht mehr existiert. Interessant an diesem Kuchen ist die Tatsache, dass für den Orangengeschmack eine komplette Orange, sozusagen mit Haut und Haaren, geschreddert wird. Das könnt ihr euch nicht vorstellen? Probiert es mal aus, das ist der pure Orangengeschmack. Und der Kuchen ist ganz schnell gemacht:

1 Bio-Orange
250 g Zucker
125 ml Sonnenblumenöl
3 Eier
500 g Mehl
1 Tütchen Backpulver
1 Zitrone
Puderzucker

Die Orange – mit der Schale! – in handliche Würfel schneiden, Kerne, falls vorhanden, entfernen,
zusammen mit dem Zucker, dem Öl und den Eiern im Mixer schreddern bis eine homogene Masse entstanden ist. Backpulver mit dem Mehl vermischen und unter die Orangenmasse rühren. Den Teig in eine Kastenform füllen und bei 180 Grad Umluft ca. 50 Minuten backen, Stäbchenprobe nicht vergessen!

Aus dem Saft der Zitrone mit Puderzucker eine Glasur herstellen, man kennt das. Wenn ihr denkt, dass der Kuchen fertig ist, aus der Form stürzen, wieder aufrichten und den noch warmen Kuchen mit der Zitronenglasur glasieren.

Ich habe die Glasur mit dem Saft einer halben Orange gemacht, das macht den Kuchen noch orangiger!

Wir nehmen den Kuchen heute Nachmittag mit zu meiner Mutter um bei ihr im Seniorenheim ein sonnigen Osternachmittag zu haben.

Titanic – 15. April 1912

Traditionen bewahren


Traditionell isst man Karfreitag Fisch, das muss so, das gehört so! Da mein Mann auf Fisch aber lieber verzichtet – es könnte ja sein, dass sich im Filet noch eine Gräte versteckt hat – kommt bei uns Fisch in Klotzform auf den Tisch, Klotzfisch eben. Und da ich keine Lust habe, Kartoffeln zu kochen und zu schälen, oder umgekehrt, und dann mit Muskelkraft zu Pürree zu verarbeiten, gibt es zum Klotzfisch eben Pü aus der Packung, was übrigens sehr schmackhaft ist und auch optisch was hermacht.

So sind wir eben: Pü aus der Packung, dafür machen wir unsere Pasta selbst.