Unser Glied für Lissabon

Vorweg: Die Titelzeile ist ein Zitat. Linda Zervakis (ich kannte die Dame bislang gar nicht), die zusammen mit Elton gestern Abend die Songfindung für den Deutschen ESC moderierte, rutschte dieser Spruch angesichts der Bühne heraus, auf der diese Show stattfand. Letztendlich sollte sie recht behalten mit ihrem Spruch: In diesem Jahr wird Deutschland von einem Mann auf dem ESC in Lissabon vertreten. Weiterlesen

Stühle an die Wand!


In 3 Wochen bekommen wir Schlafbesuch, für 2 Nächte. Schlafbesuch hatten wir lange nicht. Dementsprechend muss unser Arbeitszimmer, in dem eine Schlafcouch zum Übernachten der Gäste steht, mal gründlich aufgeräumt werden. Da stehen z.B. 2 unserer alten Stühle, die benötigt werden, wenn wir mehr als 6 Personen am Esstisch Platz finden müssen. 2 weitere Stühle stehen im Keller rum und nehmen da auch Platz weg, so dass man sich da auch nicht richtig bewegen kann.

Vor ein paar Monaten(!) fand ich eine Lösung, die Stühle aus dem Weg zu bekommen. Ich bestellte 2 Paar Halterungen für Mikrowellengeräte um diese an der Küchenwand aufzuhängen. Die Halterungen lagen im Keller, aber nicht montiert. Irgendwas ist ja immer. Weiterlesen

Die Titanic kehrt zurück

Mein absolutes Lieblingsmusical kommt zurück nach Hamburg, „Titanic“! Im August wird dieses Musical für 2 Wochen in der Hamburgischen Staatsoper aufgeführt. Es ist die Londoner Neuinszenierung, die nach einer Aufführungsserie im Charing Cross Theatre erst durch mehrere Städte in England auf Tour geht und danach nach Hamburg kommt. Klar, dass ich mir das nicht entgehen lassen kann.

Es ist dies die vierte Inszenierung dieser tragischen Geschichte, die wir uns anschauen. Die Deutsche Erstaufführung im Theater Neue Flora in Hamburg haben wir von der Premiere, wenn auch nur die Premieenfeier, bis zur Derniere begleitet. Mehr als 10 Mal haben wir das Musical auf der Bühne gesehen.

Es folgte eine konzertante Benefizaufführung im Theater Neue Flora und eine Aufführung auf dem Domplatz in Magdeburg.

Nach 9 Jahren werden wir das Drama und seine gigantische Musik wieder auf der Bühne erleben, mit gewaltigen Chorszenen und liebevollen Duetten. Unser Kulturjahr 2018 geht also weiter. Die Tickets sind bestellt.

Kuss unter Männern

Ein Kuss unter Männern sollte langsam so normal sein, dass er keiner besonderen Erwähnung bedarf.

Der Amerikanische Olympiateilnehmer Gus Kenworthy küsste seinen Lebensgefährten, kurz bevor es zum Wettbewerb, ging auf den Mund – und die Welt schaute zu. Na und? Leider ist das immer noch eine Schlagzeile wert. Aber vielleicht hat Gus recht wenn er sagt: Das sei der einzige Weg, Mauern einzureißen …

Vermutlich ging ein Aufschrei durch konservative und klerikale Kreise und Eltern hielten besorgt ihren Kindern die Augen zu.

Über Schule, ein Kloster und Intimszenen

Mein Mann und ich fahren mit einem Bus durch eine Stadt. Beiläufig erzählt er mir, er hätte noch gar nicht für die neue Schule gelernt. Ich habe den Eindruck, dass er es auch zukünftig gar nicht will.

Rechts der Straße erscheint ein großes Gebäude. Die Front ist weiß verputzt, die Fenster und das große Eingangstor sind mit roten Steinen umrandet. Sie sind mit grünen Fensterläden verschlossen, das Tor mit einem grünen Holztor. Mein Mann meint, er hätte das gleich als einen Italienischen Stil erkannt. Es würde sich um ein Kloster handeln, in welchem es als einzigen kirchlichen Gebäude der Welt erlaubt sei, Intimszenen zu drehen.

Dann bin ich aufgewacht, ganz dicht an meinen Mann gekuschelt, mein rechter Arm lag auf seiner Brust.

Sitten und Gebräuche


Man wird so alt wie ’ne Kuh und lernt immer noch dazu. Na, so alt, wie ich inzwischen bin, werden Kühe wohl nicht, aber ich lerne immer wieder was neues kennen. So habe ich in diesen Tagen gelernt, dass es regional üblich ist, am Aschermittwoch Heringssalat zu reichen. Das war mir bislang völlig unbekannt. Nun ja, mit den sogenannten närrischen Tagen habe ich es nicht so, Heringssalat esse ich aber recht gern – unabhängig davon, ob nun gerade Aschermittwoch ist oder ein ganz gewöhnlicher Tag des Jahres.

Entsprechend dieser Narrenwoche, oder wie auch immer man diese Woche auch nennt, werden in den sozialen Medien Rezepte für selbstgemachten Heringssalat veröffentlicht. Ein veganischer Heringssalat darf da natürlich nicht fehlen. Wobei ich allerdings der Meinung bin, dass ein veganischer Heringssalat gar nicht Heringssalat heißen kann und darf weil nämlich da gar kein Hering drin ist.

Muttertag fällt aus

Dienstags ist immer Muttertag, will sagen: Ich fahre nach Lübeck um meine Mutter im Seniorenheim zu besuchen. Das lass ich heute lieber bleiben, denn mein Mann und ich sind leicht durchfällig. Und wir wollen ja nicht, dass ich eine Dame, die im Rollstuhl sitzt, anstecke und damit die ganze Abteilung in Quarantäne versetze.

Uns geht es zwar gut. Die letzten beiden kleinen Anfälle sind nun auch schon ein paar Stunden her. Aber besser ist besser. Und abgesehen von der eventuellen Ansteckungsgefahr möchte ich mit unserem Wagen nicht unterwegs irgendwo anhalten müssen und aus dem Auto stürzen, um mich dann im Straßengraben zu erleichtern.

Hähnchenbrust und Balela-Salat


Wir haben einige Gerichte, die nicht gerade unter den Betriff „Hausmannskost“ fallen, die bei uns aber mehr oder weniger regelmäßig auf den Tisch des Hauses kommen, sozusagen unsere ganz persönliche Hausmannskost. Man könnte auch sagen Männerhaushaltkost. Neuem Gegenüber sind wir immer sehr aufgeschlossen. Allein an den Zutaten kann ich einschätzen, ob wir das mögen oder nicht. Den Libanon-Reis lassen wir aber zukünftig weg. Mein Mann meint, der schmeckt nach Popcorn. Und das Italian Beef Stew, zu dem wir den Popcornreis gegessen hatten, war in unseren Augen eher ein Gulasch, nichts besonderes also. Deshalb habe ich beide Gerichte hier auch nicht veröffentlicht. Was gestern auf unseren Tisch kam, kommt aber auch in mein persönliches Kochbuch. Weiterlesen