1 Woche Santorini – die Anreise


Nachdem unsere Kreuzfahrt annulliert wurden bzw. gar nicht erst gebucht werden konnten, entschieden wir uns dazu, eine Woche auf Santorini Urlaub zu machen. Wir hatten schön länger die Idee, Santorini mit dem Schiff während einer Kreuzfahrt zu besuchen, aber die Termine passten nicht zu unseren Plänen. Jetzt, da wir eine Woche Zeit hatten die Insel zu erkunden, sind wir ganz glücklich darüber, nicht nur für ein paar Stunden mit tausenden anderen Tagesgästen über Santorini zu spazieren.

Es dauerte mehrere Tage, bis wir ein geeignets Quartier gefunden hatten. Wir hatten es ziemlich am Beginn unserer Suche entdeckt, aber wir suchten weiter und weiter, doch kamen wir immer wieder auf Siete Mare Luxury Suites zurück. Als wir die Flugverbindungen geprüft hatten, buchten wir unsere DeLuxe Loft Suite und die Flüge und freuten uns auf eine Woche Urlaub.

Für die Einreise nach Griechenland muss man spätestens 48 Stunden vor der geplanten Ankunft online einen Fragebogen ausfüllen, z.b. wann man welche Länder besucht hat. Am Tag der Einreise soll man eine Mail mit einem QR-Code und einer Registrierungsnummer bekommen. Wenn man den Ausdruck bei der Einreise nicht vorweisen kann, muss man eine Strafe von 500 Euro bezahlen.

23. Juli – Anreise

Gleich nach dem Aufstehen prüften wir unsere Emails. Um Mitternacht war tatsächlich die Nachricht mit dem Code und der Nummer gekommen. Glück gehabt.

Um 6:30 Uhr wurden wir von unserem Shuttle Service abgeholt und zum Flughafen gebracht. Auf dem „Hamburg Airport Helmut Schmidt“ herrschte kaum Betrieb früh am Morgen. Eingecheckt hatten wir schon online am Tag vorher. Unseren Koffer konnten wir selbst aufgeben. Die Sicherheitskontrolle war schnell erledigt. Nervig ist immer die Wartezeit am Gate bis man endlich an Bord kann.

Das Boarding Prozedere hat sich durch Corona positiv verändert. Die Passagiere werden in Gruppen eingeteilt, die separat aufgerufen werden. So kommen immer wenige Passagiere an Bord und es gibt kein Gedränge an der Einlasskontrolle und im Flieger wenn jeder seinen Platz sucht und sein Gepäck in den Fächern verstaut. Als wir mit dem Handy eincheckten, gab es Alarm. Das Kontrollgerät druckte einen kleinen Zettel aus, dann konnten wir passieren. Auf meine Rückfrage wurde erklärt, dass wir auf anderen Plätzen sitzen würden als gebucht, Reihe und Platz würden auf dem Ausdruck stehen.

Pünktlich startete unserer Lufthansa-Maschine nach Frankfurt. Einen Snack gab es nicht, aber jedem Passagier wurde eine Flasche, immerhin 1/2 Liter, stilles Wasser in die Hand gedrückt. Auch das Aussteigen nach der Landung wurde geändert. Die Passagiere werden gebeten, sitzenzubleiben bis ihre Reihe aufgerufen wird. So muss niemand lange im Gang stehen, niemandem fällt Gepäck auf Kopf wenn es den Fächern oberhalb der Sitzreihen entnommen wird. Alles ist sehr entspannt. Die Fluggesellschaften sollten sich dazu entschließen, dieses Verfahren beizubehalten.

In Frankfurt hatten wir 2 Stunden Aufenthalt bevor wir mit der Lufthansa nach Santorini weiterflogen Wir suchten erstmal unser Gate und kümmerten uns dann darum, wo wir frühstücken könnten. Nachdem wir mehrmals in dem riesigen Bereich hin- und hergegangen waren, hatten wir nur noch eine Stunde zu warten. Der Frankfurter Flughafen ist schrecklich. Es gibt nur wenig Möglichkeiten, eine Kleinigkeit zu essen, und bei denen war es noch ziemlich voll. Wir müffelten unser Frühstück im Café Senkrecht, d.h. irgendwo an einem Stehtisch.

Für das Boarding wurden wieder die Gruppen aufgerufen, auch das sollte in Zukunft beibehalten werden. Gruppen 1 – 2 sind für die Businessflieger, Eltern mit kleinen Kindern und behinderte Personen. Gruppe 3 sind die Fensterplätze, Gruppe 4 die Mittelplätze und Gruppe 5 die Gangplätze.

Nach dem Start wurde uns in einer Tüte ein pappiges Brötchen mit einem undefinierbaren Belag angereicht, dazu wieder stilles Wasser. Andere Optionen für die Flüssigkeitsaufnahme wurden nicht angeboten.

Nachdem wir die Alpen passiert hatten, strebten wir der Adria entgegen. Der Flug führte uns entlang der Adriaküste und dann in Richtung Santorini. In einem weiten Bogen überflogen wir die Insel um von Süden her zu landen. In das kleine Flughafengebäude wird nur immer eine bestimmte Anzahl Personen eingelassen. Drinnen wird das Einreiseformular geprüft. Nach irgendeinem Prinzip werden einzelne Personen zum Coronatest gebeten. Wir durften gleich weitergehen und unsere Koffer holen.

Draußen wartete George mit einem Schild vor der Brust, auf dem mein Name stand. George brachte uns mit der Limousine von Siete Mare zu unserer Unkerkunft. Vicky, die Rezeptionistin, zeigte uns unsere Suite. Als sie die Tür zur großen Sonnenterrasse öffnete, strahlte uns der Pool einladend entgegen. Nachdem wir die Koffer ausgepackt hatten, nahmen wir ein erstes Bad. Wider erwarten war das Wasser gar nicht so warm, wie wir uns das vorgestellt hatten. Ich musste mich Stufe für Stufe tiefer in das Wasser begeben. Bernd zog es vor, schneller in den Pool zu tauchen.


Baden macht hungrig. Der Chef der Anlage empfahl uns, runterzugehen zum Dörfchen Vourvoulos, zum Square. Dort würde man eine Mahlzeit zusichnehmen können. Wir bräuchten nur der Straße folgen, dann würden wir schon zum Vourvoulos Suqare kommen. Wir schauten uns in dem kleinen Ort ein wenig um und entschieden uns für die Taverne Aidani, direkt am Dorfplatz.

Schnell fanden wir auf der kleinen Karte etwas passendes, dazu 1 Liter gut gekühlter Rotwein, serviert in einer Alukanne. Während wir auf das Essen warteten, beobachteten wir das Dorfleben: Mütter mit kleinen Kindern an der Hand, ältere Damen und Herren schlurften über die unebene Straßen und holten sich im gegenüberliegenden Minisupermarkt etwas heraus. Die Kühlschränke für die Getränke stehen draußen, man holt sich etwas heraus, geht in den Laden und bezahlt. Draußen vor der Tür sitzt der Großvater mit anderen alten Männern und hält Klönschnack.

Motorräder rattern vorbei. Man fährt ohne Helm, aber mit Flipflops. In den Autos fährt man unangeschnallt. Eine Katze setzt sich mitten auf die Kreuzung. Plötzlich kommen zwei Hunde angerannt und verjagen die Katze. Hunde laufen eh überall frei umher. Niemand führt seinen Hund an der Leine aus. Ich hätte hier stundenlang sitzen und gucken können. Aber irgendwann mussten wir wieder den Anstieg zu unserer Suite machen, mit einen gutgefüllten Magen und Wein im Blut. Aber wir würden wiederkommen versicherten wir dem freundlichen Junior beim Abschied.

Tja, und dann begann der beschwerliche Aufstieg. Enge Straßen, deren Belag aus groben Beton besteht, nach jeder Kurve geht es weiter bergan, und das ziemlich steil. Angeblich beträgt der Höhenunterschied von der Taverne bis zu den Siete Mare Luxury Suites nur 88 m auf 650 m Wegstrecke. Aber meine Herren, das war schon heftig. Auf unser Suite angekommen, war uns warm, nein heiß.


Und der Pool leuchtete so schön unter dem Sternenhimmel. Und die Terrassen links und rechts von uns waren leer, die Türen waren verschlossen. Also raus aus den Klamotten und rein in den Pool – ohne Badehose! Und so endete unser erster Tag auf Santorini – eine Insel, deren wunderschöne Ansichten wohl jeder schon mal gesehen hat.

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9 Gedanken zu „1 Woche Santorini – die Anreise

  1. Elke

    Ach, das macht ja richtige Urlaubslust… Freut mich extremst, dass Ihr es so schön angetroffen habt. Trotz anstrengenden Anstiegs nach Tavernen Besuch 😂. Sieht Alles richtig Klasse aus. Jetzt muss ich versuchen, mich zu gedulden…, es wird zwar keine griechische Insel – aber Ostseeküste. Auch schön (hoffe ich zumindest, denn Premiere!). War Eure Unterkunft denn so komfortabel wie erwartet und beschrieben?
    LG Elke

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