Tagebuch

Ich wähle hier bewusst das Wort Tagebuch, denn nichts anderes ist der Ursprung des Weblogs. Wenn ich mich allerdings so durch die Tagebuchlandschaft bewege, hier und dort hängen bleibe und lese, komme ich zu der Erkenntnis, dass eine nicht unerhebliche Anzahl von Autoren offensichtlich ein mehr oder weniger langweiliges Leben führt. Wie komme ich zu der Erkenntnis?: In vielen Tagebüchern geht es immer weniger um die persönlichen täglichen kleinen Erlebnisse und/oder Gedanken der Autoren. Vielmehr wird dazu übergegangen, über politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Dinge zu schreiben, ja, teilweise sogar andere Autoren zu zitieren. Stehen diese Menschen unter Schreibzwang? Sind sie der Meinung, ihre Leser zu verlieren wenn nicht jeden Tag mindestens ein Eintrag in ihrem Tagebuch erscheint? Meinen sie, wir sind nicht in der Lage, die uns interessierenden Nachrichten und Informationen selbst im Internet zu suchen? Das hat nichts mehr mit einem Tagebuch zu tun, das ist eine Weiterverbreitung von Informationen. Das ist doch kein Weblog. Den Tagebuchleser interessiert doch die menschliche Seite des Autors – alles andere sind nur Füllsel.

Wenn es in meinem Tagebuch mal 3 Tage oder länger keinen Eintrag gibt – dann mich ich mir keinen Kopf darum, dann ist halt nichts erwähnenswertes passiert und ich muss nicht, nur um die Leser zufrieden zu stellen, mir irgendwas aus dem Internet/Fingern saugen und es erneut veröffentlichen.

Ich bleibe meinem Stil treu und schreibe nur über persönliche Begebenheiten und Gedanken, wie z.B. heute über Tagebücher. Und in erster Line mach ich das für mich, so wie ein Tagebuch eben früher gedacht war. Wenn es Jemanden interessiert, was in meinem/unserem Leben passiert, soll es mir recht sein. Wenn nicht ist es mir auch egal.

Dem Tod von der Schippe gesprungen

Am 9. Juli wurde dieser Kollege in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Heute erreichte uns die Mitteilung, dass er gestern einen Herzinfarkt bekommen hat. Im Rettungswagen musste Herr K. reanimiert werden. 3 Bypässe und einen Herzschrittmacher hat oder wird er bekommen. Wir fragten uns heute, warum das passiert ist. Er machte immer einen sehr ausgeglichenen Eindruck, rauchte nicht und war nicht zu dick. Aber das ist wohl keine Garantie dafür, dass so etwas nicht passieren kann.

Plagegeister

Das kennen wohl fast alle: Wir gehen schlafen, machen das Licht aus. Nach wenigen Minuten geht es los: Eine Mücke umschwirrt uns. Licht wieder an, umschauen – da! Mit der E-Klatsch kein Problem. Eine kurze Berührung, es knallt, Funken fliegen – aus und Ruhe im Schlafzimmer.

Insektentennis


Seit letzter Woche sind wir im Besitz eines Gerätes zur Vernichtung von Insekten jeglicher Art. Es funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie die Insektenlampen, nur dass man selbst auf die Viecher zukommen muss. Es knallt und funkt wenn ein Insekt mit dem Gerät berührt wird. Allerdings sind Wespen von dem Stromschlag nur betäubt. Eine Motte, die wir erwischt hatten, war völlig hin. Es stank entsetzlich als sie mit den Drähten in Berührung kam.

Alle Kollegen in unserer Firma haben so ein Teil bestellt, es war eine Grossbestellung von 17 Stück. Bestellen kann man hier.

Aktualisiert

Der kurze aber heftige Sommer ist erst Mal vorbei. Wir können wieder durchatmen. In den letzten Tagen hatte ich wirklich keine Lust, abends nach der Arbeit am Rechner zu sitzen und Weblog zu schreiben. Ein Telefongespräch mit Holli bestätigte mir, dass ich schon vermisst wurde. Es war mir einfach zu warm in der Wohnung und wir haben die Abende lieber auf dem Balkon verbracht und am Himmel nach Sternschnuppen, Flugzeugen und Satelliten geschaut.

Heute war ich in der richtigen Stimmung, mein Tagebuch zu aktualisieren. Es lässt sich wieder in der Wohnung leben. War’s das jetzt mit dem Sommer für dieses Jahr? Ich hoffe nicht, nur ganz so heiss muss es nicht noch mal werden.

Der Winter ist nicht mehr weit

Als wir heute Morgen im Wohnzimmer sassen bevor ich zur Arbeit ging, kam plötzlich das Eichhörnchen mit einer Nuss im Maul und verscharrte sie in einem der Blumenkübel. Während weniger Minuten kam es noch zwei Mal mit jeweils einer Nuss, die es in immer einem anderen Blumenkübel verscharrte. Müssen wir jetzt mit einem strengen Winter rechnen?

Und wieder mal eine Telefondiskussion

„Guten Tag, Fa. XY, benötigen sie Leihpersonal?“ – „Nein, wir benötigen kein Personal.“ – „Das können sie gar nicht wissen.“ – „Doch, das weiss ich.“ – „Das können sie nicht, sie sind nicht der Geschäftsführer. Ich möchte ihren Geschäftsführer sprechen.“ – „Wir benötigen kein Personal, unser Geschäftsführer wird ihnen auch nichts anderes sagen.“ – „Wissen sie nicht, was ihre Aufgaben sind? Ich möchte ihren Geschäftsführer sprechen. Wie ist ihr Name?“ – „Ich kenne meine Aufgaben. Mein Name ist K. und wenn sie nicht gleich aufhören lege ich auf.“ Die Diskussion ging noch 2 oder 3 Mal hin und zurück bis ich tatsächlich den Hörer auflegte.

2 Minuten später (inzwischen hatte ich meinem Chef von dem Anruf erzählt):
„Guten Tag, Fa. XY, ich möchte den Geschäftsführer sprechen bezüglich Schiffsbeteiligungen.“ Es war die gleiche Stimme wie vorher. Dieses Gespräch konnte ich natürlich nicht abwimmeln und ich stellte das Gespräch zu meinem Chef durch. Ich konnte im Vorbeigehen hören wie er zu dem Anrufer sagte: „Sie verschwenden ihre Zeit.“ Natürlich ging es auch bei seinem zweiten Anruf im Leihpersonal.

Die besten Ideen kommen ja leider immer zu spät. Ich hätte auf seine Frage nach meinen Aufgaben erwidern sollen: Meine Aufgabe ist es, solche Anrufe wie diesen abzuwimmeln. Na, vielleicht nächstes Mal, ich freu mich schon drauf.

Enttäuschung

Für heute hatte ich 3 Plätze zum Brunch in der Turnhalle bestellt. Unser Tisch stand direkt in der Sonne. Das war nun ganz und gar nicht notwendig. Es gab noch einen freien Tisch weiter in der Mitte des Raumes und ich fragte, ob wir tauschen könnten. Wir durften. Der Brunch war nicht schlecht aber auch nicht überragend. Etwas Herausragendes wurde nicht angeboten. Die Käseplatte war allerdings phantastisch.

Einen Rundgang über die Lange Reihe sparten wir uns heute. Auf dem direkten Weg gingen wir nach Hause. Bei diesem Wetter fehlte die Energie, noch etwas zu unternehmen bevor wir uns am Alsteranleger zur Fleetfahrt einfinden mussten. Die Karten hatte ich Freitag telefonisch bestellt um nicht das Risiko eingehen zu müssen, dass die Fahrt ausgebucht ist – wie beim letzten Besuch von Jörg.

Ca. 45 Minuten vor der Abfahrtzeit waren wir an der Kasse. „Die Fahrt fällt aus“ war der knappe Kommentar als ich die Karten abholen wollte. Wir waren jetzt wirklich enttäuscht. Zum Einen weil wir mit Jörg das zweite Mal Pech hatten, die Fahrt nicht machen zu können, zum Anderen weil wir es recht angenehm vorgestellt hatten, bei der Hitze ca. 2 Stunden durch die Speicherstadt fahren zu können anstatt durch Hamburg zu gehen.

Wir beratschlagten kurz, was wir jetzt unternehmen sollten. Die Landungsbrücken sind immer ein gutes Ziel. Zum Glück hatten wir für den Hamburger Nahverkehr ein Gruppentagesticket gelöst. Mit der nächsten U-Bahn ging es ab zum Hafen. Pralle Sonne und kaum Wind empfing uns dort, was die Stimmung nicht unbedingt hob. Machen wir eine Hafenrundfahrt? Nein, kennen schon alle. Äh, wat nu? Wir entschlossen uns, zum Michel zu gehen und dort Hamburg von oben zu betrachten. Der Lift brachte uns in luftige Höhen. In der Tat wehte auf der Aussichtsplattform in 82 m Höhe ein angenehm frischer Wind. Das klare Sommerwetter bescherte uns einen wunderbaren Blick über Hamburg.



Für den Abstieg vom Turm nahmen wir sportlich die Stufen. Dabei kamen wir am alten Uhrwerk vorbei.

Die Turmuhren werden zwar mit einem kleinen elektrischen Uhrwerk betrieben. Dieses alte Uhrwerk wurde jedoch zu Anschauungszwecken restauriert und erhalten.

Vom Michel ist es nicht weit zur Reeperbahn und zum Operettenhaus, in dem zur Zeit das erfolgreiche Musical „Mamma Mia“ läuft. Ob es noch Karten gibt für heute Abend? In wenigern Minuten standen wir an der Kasse. „Ausverkauft“! War ja nicht anders zu erwarten. Wir machten uns auf den Heimweg und hatten einen schönen Abend bei Pizza und Wein auf dem Balkon. Um Mitternacht stiessen wir auf Bernds Geburtstag an und überreichten das gemeinsame Geschenk: Eine Musicalreise nach Stuttgart im Oktober zum Musical „42nd Street“.