Stimmungen und Jahreszeiten


Wie es aussieht, scheint sich in der Bloggerwelt eine Art Herbsteuphorie auszubreiten. Es steht ausser Frage, dass von allen vier Jahreszeiten der Herbst optisch am meisten aufzubieten hat und demzufolge reichlich Material bereit hält, um die Kamera zu zücken und die Eindrücke festzuhalten. Ich nehme mich davon gar nicht aus wie hier und hier zu sehen ist.

Im Herbst beginnt auch die Zeit, in der deftiges Essen angesagt ist. Seit letzter Woche werden bei uns in der Kantine z.B. am Mittwoch diverse Eintöpfe angeboten anstatt eines Salatbuffets. Auch die Hasen haben sich an einer Kartoffelsuppe versucht. Rotkohl, Rosenkohl und bald auch Grünkohl, dazu die entsprechenden fleischlichen Zutaten, sind die Gerichte, die in den nächsten Monaten verstärkt auf dem Tisch landen – und ich esse sie gern.

Der Herbst – und auch der Winter – bietet viele Dinge, die mir gefallen. Aber trotzdem mag ich den Herbst nicht. Und den Winter auch nicht. Als ich heute so gegen 18.30 Uhr vom Büro nach Hause kam, war es schon recht dunkel. Morgens kurz nach 7 verlasse ich das Elbe-Penthouse um mich auf den Weg zur Arbeit zu machen – und es ist noch nicht richtig hell. Und bald wird es ganz dunkel sein wenn ich komme und gehe. Unser schönes Heim sehe ich dann nur am Wochenende im Tageslicht.

Noch reicht mir meine Sommerjacke, wenn ich mittags in der Stadt oder an der Alster bummel gehe. Wenn ich Glück habe, so wie heute Mittag, brauche ich die Jacke gar nicht – welches Gefühl der Freiheit. Aber es wird nicht mehr lange dauern, dass ich eine dickere Jacke aus dem Schrank holen muss.

Dunkelheit und dicke Jacken soll ich gutfinden? Nein, das kann ich nicht gutfinden! Ich brauche Sonne und Luft. Während andere sich auf einen kuscheligen Abend auf dem Sofa freuen würde ich lieber auf der Terrasse sitzen und in den Himmel schauen – meinetwegen auch mit Eintopf oder Rotkohl.

Sehnsüchtig warte ich jetzt schon auf die Zeit, wo die Tage wieder merklich länger werden. Da können mir auch Kerzenlicht und Glühwein, Eintopf und Rotkohl sowie bunte Blätter nicht über die Monate helfen.

Wie sagte Walter von OceanPhoenix: „Blöde Farben. Hellgrün wäre mir jetzt lieber.“ Und da muss ich ihm verdammt recht geben.

Standortrettung


Diese Aufnahme, die ich 2006 gemacht habe, hätte Aussicht gehabt, in das Reich der Erinnerungen zu kommen. Aber heute ist entschieden worden, dass TUI die Reederei Hapag-Lloyd an das Hamburger Konsortium verkaufen wird. Damit bleibt der Standort der Reederei am Ballindamm an der Binnenalster erhalten.

Albert Ballin, der Namensgeber der Strasse, an dem das Bürohaus liegt, war übrigens der Mann, der die H(amburg)-A(merikanische)-P(acketfahrt)-A(ctien)-G(esellschaft) 1899 zur grössten Reederei der Welt machte.

Den Zusatz „Lloyd“ erhielt die Hapag am 1. September 1970, bei der Fusion mit dem Norddeutschen Lloyd Bremen.

Herbstmorgen


Wasser und Nebel – eine faszinierende Kombination. Was bot sich da näher an, als nach dem gestrigen Herbstabendspaziergang heute einen morgendlichen Herbstspaziergang folgen zu lassen, von dem wir natürlich wieder ein paar optische Eindrücke mitgebracht haben:


Herbstabend


Morgen soll das Wetter ja wieder schlechter werden. Deshalb nutzten wir das schöne Herbstwetter, um heute unseren kleinen Elbgang zu machen. Ja ja, ich weiss, es gibt ein schlechtes Wetter, nur unzweckmässige Kleidung. Aber es wird wohl keiner abstreiten, dass ein kleiner Spaziergang bei guten Wetter wesentlich angenehmer ist. Ausserdem lässt es sich viel besser fotografieren, zumal ein zunnehmender Herbstmond uns auf dem Spaziergang begleitete.


Sie haben Post

Eine Postkarte war heute im Briefkasten. Im Grunde ist das ja nichts besonderes. In diesem Fall aber schon. Sie kam nämlich von einer Dame, die ich nicht mal kenne. Aber ich kenne ihr Blog und sie kennt meins.

Kürzlich fragte sie mich nach meiner Adresse. Ich witterte Damenbesuch und wollte deshalb wissen, wozu sie die denn haben wollte. Die Antwort erstaunte mich, denn sie wollte mir nur eine Postkarte aus dem Urlaub schicken. Und die ist heute eingetroffen, von der schöne Insel Tenerife.

Vielen Dank liebe Bratze!

Marktsonntag


Menschenmassen unter sich, es ist nämlich verkaufsoffener Sonntag in der kleinen Stadt an der Elbe. Familienausflug ins Dorf und in die Supermärkte.

Wir waren auch kurz im Supermarkt, was an solchen Tagen eigentlich nicht so unsere Art ist. Aber heute war uns mal danach. Parkplätze? Fehlanzeige! Einkaufswagen? Mangelware! Und dann das übliche Prozedere: Die Einkaufsliste im Kopf eiltschleicht man von Regal zu Regal weil Familien mit Kindern durch die Gänge schieben und nicht wissen, was sie wollen oder das Angebot noch nie wahrgenommen haben. Es war fast so wie 1989 nach der Grenzöffnung.

Aber nichts wie raus aus dem Getümmel und schnell wieder nach Hause.

Kleine Helferlein


Es gibt wohl kaum einen Haushalt, in dem sie nicht monatelang ein unnützes Dasein fristen: Kleine Gegenstände, die man sich mal gekauft hat weil man meint, sie seien praktisch und irgendwann könnte man sie sicher mal gebrauchen. Oft liegen sie wirklich monatelang im Küchenschrank. Jedes mal, wenn man sie sieht, fragt man sich: Warum hast du dir das bloss angeschafft. Aber irgendwann kommt ihre grosse Stunde. Und dann ist die Hausfrau bzw. der Hausmann froh, dass er vor monaten, ja, vielleicht sogar vor Jahren, zugegriffen hat.

Kürzlich wurde bei Tchibo ein kleines Set angeboten, dass einen Pinsel und eine Bürste enthält. So einen Pilzpinsel habe ich schon bei verschiedenen Gelegenheiten vermisst. Meistens dann, wenn wir Fondue machen. Und deshalb wanderte dieses Set in den Einkaufskorb. Die Fonduesaison hat ja nun gerade begonnen. Der Pinsel wird sicher noch diverse Male in diesem Winter in Aktion treten.

Die Bürste ist bestens geeignet, damit junges Gemüse zu bürsten, z.B. junge Kartoffeln oder junge Möhren. Der Einsatz der Bürste wird also noch ein paar Monate auf sich warten lassen.

Nachtspaziergang

Langsam entwickelt es sich zur Tradtion, dass wir mit unseren Gästen noch einen kleinen Spaziergang zum grossen Fluss machen, bevor diese sich auf den Heimweg machen. So hielten wir es auch gestern Abend mit den Hasen. Und wer es noch nicht kennt, muss spritzen und andere Wasserspiele machen, an denen unsere Gäste meist auch viel Spass haben.