Alles Lug und Betrug

Die Atomkraftwerke sind sicher – so wurde uns noch im vorigen Jahr erzählt. Und um mehr Geld in die Kassen der Kraftwerksbetreiber zu spülen, wurde mal eben ein Gesetz verabschiedet, um die Laufzeiten der bei den Deutschen unbeliebten Atommeilern zu verlängern.

Wie sich nun herausstellt, bzw. wie nun öffentlich wird, war der Regierung damals bereits bekannt, dass es Sicherheitsrisiken gibt. Und trotzdem hat man uns längere Laufzeiten verordnet!!! Wohl der Atomlobby zum Gefallen, einen anderen Grund gibt es nämlich nicht.

Diese Regierung unter der Leitung der Kanzlerin Angelika Merkel und der Vizekanzlerin Guido Westerwelle gehört zum Teufel gejagt!!!

Anmaßend

Es ist schon ziemlich dreist, dass Wirtschaftsminister Brüderle über uns Deutsche sagt, wir seien angesichts des Fiaskos der Kernkraftwerke in Japan hysterisch. Der Mann hat sie wohl nicht alle auf dem Sender, nicht alle Tassen im Schrank.

Herr Brüderle, was fällt ihnen eigentlich ein? Sie wären doch im Fall einer ähnlichen Katastrophe in ihrem Umfeld einer der ersten, der evakuiert werden würde und von einem sicheren Platz weiter über das Wahlvolk wettern könnte. Solche Äusserungen gehören sich einfach nicht! Sie sind anmaßend und frech!

Und Herr Westerwelle? Was macht der? Der verkündet schon den Ausstieg vom Ausstieg aus dem Ausstieg. Entweder hat er schon Druck von der Atomlobby bekommen oder die Atomlobby winkt mit Euroscheinen für die Parteikasse.

Wir lassen uns doch nicht verarschen! Und ich hoffe, dass sich die Wähler bei den anstehenden Landtagswahlen auch nicht verarschen lassen und schwarz-gelb eine deutliche Absage erteilen. Ich glaube aber leider leider nicht daran.

Sister Act


Das Angebot vergünstigter Karten bescherte uns kurzfristig den Besuch einer Vorstellung des Musicals Sister Act im Operettenhaus in Hamburg. Der Film mit Whoopi Goldberg in der Hauptrolle ist vielen wohl bekannt. Inhaltlich geht es ja darum, dass eine Barsängerin mit ansieht, wie ihr Lover einen Mann mit einer Pistole ermordet. Deshalb muss sich die Dame verstecken, was in einem Nonnenkloster geschieht. Dort bringt sie den Nonnenchor zu einem unerwarteten Erfolg.

Ohne besondere Erwartungen besuchten wir das Operettenhaus … und wurden nicht enttäuscht.

Recht kurzweilig, ja, geradezu rasant, ist das Geschehen auf der Bühne. Ein grossartiges Bühnenbild mit vielen schnellen Szenenumbauten bei offener Bühne trägt zum Gelingen des Stückes bei. Genial die Verfolgungszene im Kloster, die in einer Art Labyrinth spielt. Tolle schmissige Musik, phantastische Kostüme, ein Ausstattungstück par excellence. Die Darstellerinnen sind allesamt toll und spielen ihre Rollen hervorragend – und tanzen können sie auch noch.

Es gibt allerdings auch negative Dinge anzumerken:
Die eingeflochtene Werbung für das Fastfoodrestaurant zum Goldenen M muss nicht sein.
Die Szenen mit den Ganoven und mit dem Polizisten wirken teils etwas albern.
Auf den positiven Gesamteindruck hat das aber keinen grossen Einfluss.

Am Ende gab es berechtig jubelnden Applaus und standig ovations.

Für uns war es ein vergnüglicher Abend. Sister Act ist ein Musical ohne persönliche oder zwischenmenschliche Probleme. Man kann sich ganz entspannt in seinem Theatersessel zurücklehnen und sich unterhalten lassen.

Wiederholgungsfaktor für uns: Sehr gross!

Zur Entspannung

Eine Entdeckung: Kitchen Guerilla:
„Wir sind eine mobile Kocheinheit. Wir kapern fremde Restaurants, Segelschiffe, Landgasthöfe, Baustellen, Kombüsen, oder andere ungewöhnliche Locations von Hamburg bis Paris und bieten kulinarische Erfahrung in ausseralltäglicher Atmosphäre. …. Unser Ziel ist es, das Kochen als Ursprung jeder Kultur wieder in den Mittelpunkt gesellschaftlichen Lebens zu rücken.“

Ab sofort in meiner Blogroll.

Gefahr durch das Wasser

Dass die in Deutschland stehenden Atomkraftwerke von einem Tsunami heimgesucht werden ist ziemlich unwahrscheinlich. Aber vielleicht gibt es ja ein Restrisiko. Man weiss ja nie.

Zwei Atomkraftwerke stehen in unmittelbarer Nähe der Elbe, nämlich Brokdorf und Brunsbüttel. Sie sind durch Deiche vor Tsunamis und Sturmfluten geschützt. Aber da gibt es hundertprozentig ein Restrisiko, nämlich das einer Sturmflut.

Die Deiche entlang der Norsee und der Elbe werden zwar ständig gepflegt um eine Katastrophe, wie wir sie 1962 hatten, zu verhindern. Seitdem sind die Deiche verstärkt und erhöht worden. Aber was passiert, wenn ein Sturm das Wasser tagelang in die Elbe presst und an den Deichen nagt, sich eine kleine Schwachstelle bildet und das Wasser dann plötzlich den Deich aufbricht um sich dann über das dahinterliegende Land, auf dem die Atomkraftwerke stehen, zu ergiessen? An den Haaren herbeigezogen? Nein! Das kann durchaus passieren! Und dann könnte eine Situation entstehen, wie die armen Japaner sie zurzeit Fukushima haben!!!

Merkwürdig, dass ich über dieses Szenario noch nichts in den Medien gefunden habe.

Viel Lärm um nichts?

Schnell und großspurig verkündete die Kanzlerin ein Moratorium, d.h. die Laufzeitverlängerung der in Deutschland stehenden Atomkraftwerke wird für 3 Monate ausgesetzt und sieben von diesen Scheißdingern sollen erstmal abgeschaltet werden. So weit so gut – wer es denn glaubt.

Schnell stellte sich heraus, dass es für Aussetzung kaum eine Rechtsgrundlage gibt, es sei denn es gibt einen Notfall. Den haben wir glücklicherweise nicht.

Wie es scheint, wendet sich nun alles zum Guten – jedenfalls für die Betreiber von Atomkraftwerken. Wer den Schwachsinn, den sich die herrschende Kaste geleistet hat, mal nachlesen will, kann das gern hier tun. Frau Merkel hat wohl ihren Mund etwas zu voll genommen, als sie die Unterbrechung der Laufzeitverlängerung verkündete.

Ich glaube nichts

Frau Merkel verteidigt die 180-Grad-Wende bezüglich der Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken. Warum sollte ich ihr das wohl glauben? Es ist immerhin Wahlkampf und da macht es sich natürlich gut, wenn man dem Wählervolk jetzt ein paar Brocken hinwirft, die einen positiven Anschein haben. Und bislang hat sie sich gar nicht gewendet, räumt sie doch ein, dass einige Meiler nach Ablauf von 3 Monaten wieder ans Netz gehen könnten.

Positiv wäre, wenn sie verkündet hätte, die 7 AKWs und den Pannenmeiler Krümmel dauerhaft abzuschalten und nicht nur vorrübergehend für 3 Monate und die Laufzeitverlängerung rückgängig zu machen.

Ich kann nur allen Wählern, die in den nächsten Wochen anlässlich von Landtagswahlen zur Wahlurne gerufen werden, raten, NICHT die CDU zu wählen!!!

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