
Das Angebot vergünstigter Karten bescherte uns kurzfristig den Besuch einer Vorstellung des Musicals Sister Act im Operettenhaus in Hamburg. Der Film mit Whoopi Goldberg in der Hauptrolle ist vielen wohl bekannt. Inhaltlich geht es ja darum, dass eine Barsängerin mit ansieht, wie ihr Lover einen Mann mit einer Pistole ermordet. Deshalb muss sich die Dame verstecken, was in einem Nonnenkloster geschieht. Dort bringt sie den Nonnenchor zu einem unerwarteten Erfolg.
Ohne besondere Erwartungen besuchten wir das Operettenhaus … und wurden nicht enttäuscht.
Recht kurzweilig, ja, geradezu rasant, ist das Geschehen auf der Bühne. Ein grossartiges Bühnenbild mit vielen schnellen Szenenumbauten bei offener Bühne trägt zum Gelingen des Stückes bei. Genial die Verfolgungszene im Kloster, die in einer Art Labyrinth spielt. Tolle schmissige Musik, phantastische Kostüme, ein Ausstattungstück par excellence. Die Darstellerinnen sind allesamt toll und spielen ihre Rollen hervorragend – und tanzen können sie auch noch.
Es gibt allerdings auch negative Dinge anzumerken:
Die eingeflochtene Werbung für das Fastfoodrestaurant zum Goldenen M muss nicht sein.
Die Szenen mit den Ganoven und mit dem Polizisten wirken teils etwas albern.
Auf den positiven Gesamteindruck hat das aber keinen grossen Einfluss.
Am Ende gab es berechtig jubelnden Applaus und standig ovations.
Für uns war es ein vergnüglicher Abend. Sister Act ist ein Musical ohne persönliche oder zwischenmenschliche Probleme. Man kann sich ganz entspannt in seinem Theatersessel zurücklehnen und sich unterhalten lassen.
Wiederholgungsfaktor für uns: Sehr gross!