Allen Lesererinnen und Lesern und sonstigen Besuchern dieses Weblogs wünsche ich „Frohe Weihnachten“!

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Sehens- und hörenswert und mir aus der Seele gesprochen:
Entdeckt bei den Momos
Josef und Maria sind auf Herbergssuche. Leicht genervt klopft Josef an die zwölfte Tür.
Der Wirt öffnet, es entsteht folgender Dialog:
Josef: „Habt Ihr Quartier für mich und meine Frau?“
Wirt: „Nein, alles ausgebucht.“
Josef: „Aber seht doch, meine Frau ist hochschwanger!“
Wirt: „Da kann ich doch nichts für…“
Josef: „Ich doch auch nicht!“

Nein, es geht in diesem Fall nicht um mich sondern auch wieder um eine Mitpatientin, die heute mit im Bewegungsbad war. Solange wir unsere Übungen machten, war ja nichts ungewöhnliches zu sehen. Aber als sie aus dem Wasser stieg! Also – bei so einer Figur sollte man keinen so knappen Bikini mehr tragen. Vorn, unter dem Hängebauch, war nur ein kleines Stoffdreieck zu sehen.
Ich weiss nicht, wer oder was diese Dame dazu bewogen hat, sich in dieses Teil zu zwängen. Unmöglich! Es gibt auch Zweiteiler, die bei entsprechender Größe nett aussehen können. Aber das, was ich da heute gesehen habe, wäre echt zum abgewöhnen – wenn ich es nicht schon getan hätte.
Heute morgen bin ich beim „Abwärmen“ vom Fahrrad geflüchtet.
Ich hatte einen Termin in der Tagkesklinik zur Nachsorge, d.h. Muskelaufbautraining. Nach dem Training geht es auf das Fahrrad, zum „Abwärmen“. Während der Reha hatte ich mir ein „Stammfahrrad“ ausgesucht, welches ich auch – bis auf wenige Ausnahmen – benutzen konnte. Direkt daneben steht ein „Liegefahrrad“ für stark gehbehinderte Personen.
In diesem Fahrad lag heute ein älterer Herr. Soweit – so gut. Während ich auf meinem Fahrrad meine Kilometer zurücklegte, gewahrte ich einen nicht unerheblichen Nikotingeruch. In der ganzen Tagesklinik wird nicht geraucht. Wer der Nikotinlust fröhnen muss, geht halt vor die Tür.
Ich schnupperte so still fahrradfahrend vor mich hin, woher denn der kalte Rauch kommen könnte. Es gab nur eine Möglichkeit: Der Herr neben mir im Liegefahrrad verpestete die Luft. Der ganze Mensch inklusive seiner Sportkleidung muss ganz schrecklich diese Gerüche abgesondert haben.
Ich habe dann die Konsequenz gezogen und mir ein anderes Fahhrad gesucht. Soll der Kerl doch sonstwas von mir gedacht haben. Mir tun nur die Therapeuten leid, die mit dem Typ arbeiten müssen.
Eine sehr nette junge Familie wird morgen ausziehen – leider! Die Hausbewohner waren heute zum Abschiedsumtrunk eingeladen. Sehr rustikal sassen wir zwischen Wänden von gepackten Umzugskartons.
Unter anderem wurde Eierpunsch angeboten. Eierpunsch?! Das wollte ich schon immer mal probieren, gibt’s ja auch fertig in Flaschen im Supermarkt zu kaufen. Doch ich wurde positiv überrascht: Der Eierpunsch war selbstgemacht auf eine ganz simple Art und Weise: Eierlikör zusammen mit Weisswein heissmachen – die Mischung so nach Gefühl. Serviert bekam ich den Eierpunsch mit einer Sahnehaube und Schokospänen. Sünde pur war das und Hüftgold pur. Ein Hammer schlechthin. 3 Stück hab ich davon gehabt. Und nun bin ich satt, aber sowas von satt!
Ihr 3 – schade, dass ihr uns nun verlasst und alles Gute für euch drüben auf der anderen Seite!
Das diesjährige traditionelle familiäre Vorweihnachten wurde in diesem Jahr in der kleinen Stadt an der Elbe ausgerichtet. Traditionell wird diese kleine Feier mit Glögg und Gebäck eingeläutet. Zwischendurch fragt immer einer: Und wann ist Bescherung? Es ist eben wie bei kleinen Kindern. Und das macht auch den Spass dieser Feier aus. Wir sind alle locker drauf und freuen uns einfach nur, dass wir einen schönen Nachmittag und Abend haben.



Die Bescherung ist immer nach dem Glögg. Jeder schleppt seine Geschenke an und verteilt sie, was immer recht spannend ist und Berge von Papier hinterlässt.

Auspacken macht hungrig. In diesem Jahr hatten wir uns für Fondue entschieden. Unsere edlen Fonduegabeln sind aus Edelstahl und nicht farblich gekennzeichnet sondern mit feinen eingravierten Ringen, die man bei gemütlicher Beleuchtung gar nicht richtig erkennen kann. So kam es denn am Anfang zu einigen Verwechslungen: Ich hatte aber einen Pilz auf der Gabel und kein Fleisch! Gerade als wir anfangen wollten zu essen, schaltete sich durch einen Telefonanruf Oliver aus Mönchengladbach zu und übermittelte uns Grüsse von ihm und seiner süssen Frau, wprüber sich alle sehr gefreut haben.
Nach dem Fondue gab es ein kleines Dessert: Champagnereis. Die Portion ist gerade richtig für eine kleine Erfrischung, aber nicht gross den Magen belastend.
Erst nach Mitternacht brachten wir unsere Gäste aus Lübeck ins nahegelegen Hotel, in dem wir uns heute morgen recht müde zum Frühstück trafen.

Zwei-, höchstens Dreimal in der Woche darf ich zur Nachsorge in die Tagesklinik. Ich war Dienstag und Mittwoch dort. In den Tagen dazwischen mach ich, solange ich noch nicht wieder ins Büro gehe, ein wenig Hausarbeit, kaufe ein – und schreibe und lese Weblogs, in denen ich manchmal blöde Kommentare hinterlasse. Jedenfalls ist es so, dass ich mehr sitze als während der dreiwöchigen Reha. Und das merke ich an leichten Rückenschmerzen.
Deshalb ist es gut, dass wir morgen unser kleines familiäres „Vorweihnachten“ haben. Es gibt Fondue. Und es gibt eine Premiere: Ich habe alle Fonduesaucen das erste Mal selbstgemacht, 5 an der Zahl! Also hatte ich genug abwechslungsreiche Bewegung.

Weihnachten naht mit grossen Schritten. Heute habe ich unsere Krippe aufgestellt, die „etwas andere Krippe“, die wir seit 3 Jahren haben.
Als ich einen der Drei Heiligen Könige in die Hand nahm um ihn an seinen Platz zu stellen, bemerkte ich auf dem „Präsent“ einen Schriftzug, der mir bisher noch nie aufgefallen war. Meine Brille musste her, um zu entziffern, was darauf steht: Basic Set – Build a cross.
Die 3 Könige waren wohl in der Tat sehr weise und haben vorausgesehen, was Jesus eines Tages benötigen würde.