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Das Aufbäumen des Winters


Gestern war Winter. Na ja, Winter ist ja offiziell eh seit dem 21. Dezember. Aber gestern hat er gezeigt, dass es ihn noch gibt nachdem er sich jahrelang versteckt hat. Die Jüngeren wissen vielleicht noch gar nicht, was Winter, also richtiger Winter, eigentlich bedeutet.

Der Wetterwarnungen waren viele zu lesen, auf allen Kanälen, die man so abonniert hat. Es war ein wenig beängstigend wenn man Winter nicht mehr gewohnt ist. Wahrscheinlich wurden auch mindestens stündlich im Radio (sagt man das noch?) Winterwetterwarnungen verbreitet. Wir hören schon lange kein Radio mehr.

Als ich so gegen 7 Uhr die wärmenden Pfühle verliess, begann der Wind gerade damit, ein paar Umdrehungen zuzulegen. Als ich eine Weile später aus dem Fenster schaute, hatte der Schneefall eingesetzt. Leichte Flocken wehten dicht zwischen den Stadtvillen, es hätte auch starker Dunst sein können, so eine Vorstufe zum Nebel.
Der Verkehr auf der Strasse entlang der Elbe lief flüssig, aber dezent vorsichtig, nicht so rasend, wie das sonst dort üblich ist.

Der Wind wurde stärker, die unbelaubten Bäume wiegten sich im Wind, und das will was heissen, nämlich starker Wind, wenn nicht Sturm. Es schneite mal dicht, also dunstig, mal weniger dunstig, also weniger dicht. Es wirkte aus der warmen Etage nicht besonders beeindruckend auf mich. Auf der Strasse entlang der Elbe fuhr ab und zu mal ein Schneeschieber entlang. Wann hat man sowas schon mal gesehen? Sorgen machte ich mir nur um meinen Schatz, der in aller Frühe zur Arbeit gefahren war. Wie würden die Strassenverhältnisse auf seiner Strecke sein wenn er am frühen Nachmittag auf dem Heimweg ist. Die Bundesstrasse 404 führt fast durchgehend durch freies Feld, also anfällig für Schneewehen. Was, wenn er nicht mehr weiterkäme?

Eine Freundin, ebenfalls Penthouse-Bewohnerin, aus dem Nebenhaus rief an. Sie sorgte sich um die Stabilität des Flachdaches und der grossen Terrasse. Darüber hatte ich mir bislang keine Gedanken gemacht. Nach ihrer Beschreibung sah es nebenan aber etwas anders aus als bei uns. Ich suchte im Blog mal nach Schneefotos. Ich musste lange suchen, bis ich was gefunden hatte, was er aktuellen Situation entspricht. Im März 2010 hatte ich dieses Foto von unserer Dachterrasse aufgenommen:

Gegen 14 Uhr hörte es auf zu schneien. Der kräftige Wind blies losen Schnee von den Dächern. Erste Personen waren zu sehen, die ihre Hunde endlich mal dringende Geschäfte erledigen liessen. Die standen wohl schon stundenlang mit zusammengekniffenen Beinen vor der Tür und warteten sehnlich darauf, dass sich diese endlich öffnete. Eine Schneekatastrofe war ausgeblieben. Mein Schatz traf heil und gesund, wenn auch leicht verspätet, zu Hause ein. Und alles war gut.

Die intensiven Warnmeldungen des Vortages hatten wohl dafür gesorgt, dass viele Menschen ihr wohliges Heim nicht verlassen haben. Auf den Nachrichtenseiten war darüber zu lesen, dass in den Verbrauchermärkten Hamsterkäufe gemacht waren. Brot, Obst und Gemüse war aus, auch Salz. Wollte man mit Speisesalz die Gehwege passierbar machen? Klopapier war nicht begehrt. Die privaten Lager sind wohl seit 2020 noch gut gefüllt.

Lübeck wurde ziemlich verschont vom Schnee. Auf meiner bevorzugten Lübeck-Seite sind einige hirnlose Kommentare zur Wetterberichterstattung zu lesen, weil nicht das eingetreten ist, vor dem gewarnt wurde. Die Meteorologen sollten sich ihr Studiengeld wiedergeben lassen, vereinfacht gesagt. Was wäre wohl gewesen, wenn man nicht gewarnt hätte und Lübeck wäre im Schneechaos versunken?

Der Blogger Maximilian Buddenbohm wohnt mit seiner Familie in Hamburg-St. Georg. Er berichtet auch über die Snowpocalypse und wie er diese erlebt hat. Sehr lesenswert.

Wie geht es jetzt weiter?: In der kommenden Nacht wird wohl der Tiefstwert für diesen Winter erreicht. -13 Grad sind vorhergesagt, tagsüber morgen -7 Grad. In der Nacht zum Montag dann nur noch -10 Grad, aber tagsüber wird es frostfrei, wie auch die folgenden zwei Wochen, und zwar auch nachts. Und wehe, das trifft so nicht ein, dann werde ich sauer und schimpfe auf die Meteorologen, die eh keine Ahnung haben.

Schneebilder

Alle posten heute Schneebilder, jedenfalls dort, wo es geschneit hat. Das wird jetzt ein paar Tage so weitergehen. Eigentlich weigere ich mich, das auch zu tun. Weil, ich hatte es schon erwähnt, ich Schnee hasse. Grün ist mir lieber. Ich freue mich schon auf den ersten traditionellen Espresso auf der Terrasse, dazu ein Glas Brandy. Nun ja, was will man machen. Wir hätten noch Glögg im Schrank.

Jetzt aber zu den Bildern, die ich soeben aufgenommen habe (vorn/hinten/seitwärts:

Blick von unserer Dachterrasse/Wohnzimmer/Wintergarten:

Blick aus dem Arbeitszimmer aus dem Fenster neben meinem Platz:

Blick aus dem Arbeitszimmer meinem Platz gegenüber:

Unser Eingangsbereich, die Raketenwachholder biegen sich unter der Schneelast:

Ich werde mich bemühen, in diesem Winter keine weiteren Schneebilder zu zeigen. Für die nächsten drei Tage sind weitere Schneefälle angekündigt.

Vorhin hatte ich eine Warnung vor kräftigen Gewittern auf dem Handy. Das ist kein Scherz. Ich hatte heute morgen schon kleine Gewitterzellen auf dem Wetterradar entdeckt. Es bleibt spannend.

Ja oder nein?


Die Frage könnte auch lauten: Raus oder nicht?

Wenn ich die Katzen frage „Wollt ihr raus?“ rennen sie schon zur Terrassentür, sie können es kaum erwarten, mal frische Luft zu schnuppern. So auch heute. Aber als ich dir Tür öffnete, blieben sie davor stehen. „Das ist ja ein Unding, da gehen wir doch nicht raus!“

Na ja, Glinda liess sich dann doch herab, ganz schnell durch den Schneematsch zum Tisch zu laufen und sich unter den Tisch zu legen. Elphie blieb lieber drin. Ihr Fell ist auch wesentlich dünner als das von Glinda. Man merkt das auch an anderen Dingen, dass sie es lieber warm mag.

Für die nächsten beiden Tage ist weiterhin Schneefall angesagt. Und in der zweiten Hälfte der nächsten Woche sollen es bis zu minus 10 Grad werden, aber nur für zwei Tage.

Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich Schnee hasse und dass mir grün viel lieber ist? Aber bevor es soweit ist, muss ich erstmal durch die kalte Durststrecke.

Heiss war’s


Der 2. Juli diesen Jahres war der heissteste Tag des Sommers, bisher. Was noch kommt, das müssen wir abwarten. Angenehm war es gestern nicht. Und drinnen war es kühler als draussen. 28.1 Grad zeigte das Thermometer.

Wenn ich auf die Terrasse ging, was es unangenehm, auch später im Schatten. also blieb ich lieber in der Wohnung. Erst gegen 18 Uhr liess ich mich dazu hinreissen, den Sommertag auf der Terrasse zu geniessen. Na ja, Genuss ist was anderes. Aber als ich länger da so rumsass stellte ich fest, dass ich mich daran gewöhnte.
Die Katzen lagen auch träge rum.

Wie so oft wurde die kleine Stadt an der Elbe von Gewitter und Starkregen verschont. Ein paar Minuten gab es heftige Sturmboen, es fielen auch ein paar Tropfen, die aber nicht der Rede wert waren. Donna Summer kam nicht zum Zug. Das Sommergewitter blieb aus, was ja auch nicht verkehrt ist. Auf der Grafik bei Wetteronline war tagsüber schon zu erkennen, dass wir wieder gerade an der Grenze zwischen Unwetter und „normal“ lagen – wie so oft.

aus – an – aus


Vor etwa 3 Wochen habe ich die Heizung ausgestellt, es war schön muggelig hier in der Wohnung. Und dann kamen die Eisheiligen, von denen keiner mehr weiss, wann die in der Realität heutzutage eintreffen. Jedenfalls war die Sonne nur noch selten zu sehen und es wurde windig. Es wurde wieder kalt in der Wochnung.

An einem Abend ging ich zitternd ins Bett, das kann ich ja nun gar nicht vertragen. Als das Zittern sich nicht legte, stand ich wieder auf, startete meinen PC und nach zwei Klicks lief die Heizung wieder. Bei einer Fussbodenheizung dauert es immer etwas länger, bis die Räume warm sind, aber am nächsten Morgen würde alles gemütlich sein.

Dann kam die Sonne wieder und es gab wenig Wind. Natürlich wird die Heizung mit Raumcontrollern geregelt, aber sicherheitshalber, damit nicht doch noch irgendwo Heizungswasser verbraucht wird und durch den Zähler fliesst, schaltete ich die Heizung wieder ab.

Seit vorgestern stehe ich wieder vor der Frage „an?“. Aus Gründen gab es heute Suppe, heisse Suppe, das tat soooo gut. Aber die Heizung wieder anstellen? Solange ich nicht wieder zitternd in die Pfühle steigen muss, bleibt die Heizung jetzt bis zum Herbst ausgestellt.

Regen?

Das, was heute vom Himmel fiel, nennt sich Regen. Es waren nasse Tropfen, mal mehr mal weniger intensiv. Es war, bzw. ist, nicht der Rede wert. Gerade mal die Oberfläche wird benetzt, das Wasser dringt gar nicht erst in die Erde ein. Der langersehnte und notwendige Regen war es nicht. Es war nichts Halbes und nichts Ganzes.

Wenn es so richtig regnet, ein sogenannter Landregen, stundenlang, dem kann ich ja noch was abgewinnen. Und das ist auch wirklich mal notwendig. Aber das, was heute passierte, hätte gar nicht erst nötig getan.

Die nächsten Tage sollen nicht wesentlich anders werden, zu wenig Regen und zu kalt, um auf der Terrasse zu sitzen.

Grün ist mir lieber


Es hat geschneit in Hamburg und drumherum. Ischa auch Winter, kann dann ja mal passieren. Bisher gibt es in der kleinen Stadt an der Elbe eine fadenscheinige Schneedecke. Es ist mit weiteren Schneeschauern zu rechnen. Da die Temperatur in den Minusbereich sinken soll, wird die Schneedecke dann wohl dichter und dicker werden.

Am Montag werden dann frühlingshafte 12 Grad erwartet, 12 Grad plus! Man könnte überlegen, die Grillsaison zu eröffnen. Passend dazu werden nämlich im Lebensmittelmarkt unseres vertrauens Cevapcici angeboten.

Das obige Foto habe ich fast auf den Tag genau vor einem Jahr aufgenommen, nämlich am 9. Januar. Es muss schon eine längere Frostperiode gegeben haben, die Katzen sitzen nämlich auf dem Eis im Brunnen.

Das Foto ist das erste Kalenderblatt unseres diesjährigen Kalenders mit Schnappschüssen aus dem vergangenen Jahr unserer beiden Fellnasen.

Es ist kalt geworden

Vor einer Woche noch erledigte ich meine Besorgungen gleich morgens umrum 8 Uhr, weil ich mich nicht der Wärme, nein, der Hitze aussetzen wollte. Jetzt ist es so, dass ich morgens erstmal nachgucke, wie warm es da draussen ist. OK, es ist eher kalt mit 7 Grad. Die Temperatur soll bis auf 17 Grad steigen. Also kann ich auch noch damit warten, meine Besorgungen zu machen.

In der Wohnung hatten wir 28 Grad, was sportlich warm war. Erstmal durchlüften nach dem Aufstehen. Und jetzt?: 20.1 zeigt der Thermostat an. Man denkt darüber nach, die Heizung anzustellen. Aber erstmal alle Fenster schliessen. Auch die Terrassentür darf für die Katzen jetzt nicht mehr den ganzen Tag offen bleiben. Ich schreibe hier mit eiskalten Fingern. Der Ehering rutscht fast alleine ab.

Die Abkühlung hat aber auch was Gutes: Es ist wieder Kuschelzeit wenn wir schlafen gehen oder wenn einer von uns nachts mal wach wird. Während der heissen Tage lagen wir auf Abstand auf der Matratze: Bleib weg, fass mich ja nicht an!

Das Draussen geniessen


Spätsommerliche warme Tage, fast schon heiss. In der Sonne zu sitzen, das geht nicht. Ich muss warten, bis die Pappeln ihren jetzt schon frühen Schatten werfen. Die Sonne steht nicht mehr so hoch am Himmel, deshalb erreicht sie die oberen Ende der Bäume nicht mehr wenn sie weiter gen Westen wandert.

Obwohl unsere Freundin Claudia nicht mehr Übungsleiterin im schönsten Studio der Stadt ist, bin ich dabeigeblieben. Es ist schnell zu erreichen, es gibt kein schöneres Gymnastikstudio und an die neue Übungsleiterin habe ich mich inzwischen gewöhnt. Sie gestaltet die Kurse etwas sachlicher, aber langsam taut sie etwas auf und wird auch persönlicher.

Gestern war ich der erste Teilnehmer, der eintraf. Emma fragte mich, wie ich es finden würde, wenn wir draussen sporteln würden. Ohne lange darüber nachzudenken, stimmte ich zu. Die folgenden Teilnehmerinnen waren auch nicht abgeneigt, die anderen wurden gar nicht erst gefragt. Wir trugen die Matten nach draussen auf das nahe Anlegerdeck eines dort vertäuten Fahrgastschiffes – und dann ging es los.

Ich habe es genossen! Auf den Rücken liegend Übungen zu machen, dabei in den blauen Himmel zu schauen, den Schwalben zuzusehen, den Flugzeugen hinterherzuschauen, ab und zu ein Platschen eines Fisches, der wohl eine Mücke fangen wollte. Es war sehr sehr schön und nach einer Stunde ging ich heiter und erfüllt nach Hause. Dass da inzwischen drei Hausfrauen auf den Balkons tätig waren, um Spinnennetze wegzufegen, war wohl eher Zufall – oder war das nur ein Alibi um uns zuzuschauen?

Nachdem ich noch ein paar Dinge erledigt hatte, setzte ich mich auf unsere Terrasse, wo die Pappeln auf unsere Sitzecke schon Schatten warfen. Ich ging erst wieder rein als Schatz nach Hause kam. Nachdm wir gemeinsam gegessen hatten, setzte ich mich wieder raus.

Diese letzten Tage, an denen es möglich ist, draussen zu sitzen, geniesse ich sehr. Ich sage jedes Vitamin-D-Atom auf, dessen ich habhaft werden kann. Um mich herum herbstelt es schon. Flecken in den Bäumen mit gelben Laub sind nicht mehr zu übersehen. Die Flecken werden täglich grösser. Vorn an der Strasse, dort wo Linden stehen, ist der Gehweg schon mit gelbem Laub übersät. Die Zeit, die uns jetzt bevorsteht, ist nicht meine Zeit.

Noch kann ich mit kurzer Hose und T-Hemd einkaufen oder ins Studio gehen, noch, wer weiss, wie lange noch. Der Blick auf die Temperaturvorschau für die nächsten Tage zeigt eine Achterbahnfahrt an. Heute 28 Grad, morgen 29 Grad, Freitag runter auf 23 Grad, Samstag 21 Grad, am Sonntag geht es langsam wieder rauf bis 27 Grad mitte der Woche.

Aber eins ist gewiss: Ich werde jede Minute ausnutzen, und das Draussen geniessen.

Das heisst aber auch, dass ich wenig in den Blogs lese und noch weniger kommentieren werde als eh schon.

Knapp daneben


Bei der Überschrift könnte man denken, es geht um was anderes, aber darum geht es nicht. Es geht um das Wetter.

Aus meinem Fenster konnte ich dunkle Wolken ziehen sehen, begleitet von einer typischen Wolke, die sich oft bei Gewittern bildet und mit einer Sturmbö heranbraust. Wie so oft, flog das hier vorbei. Es kamen ein paar Regentropfen, entfernter Donner war zu hören. Aber das war es mal wieder. Die dicke Gewitterzelle, aus Süd-West kommend, trieb über „die DDR“ der Ostsee entgegen. Hier kratzte nur die Spitze entlang.