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Was passiert mit mir?

Gestern Abend begann es: Kratzen im Hals und ich habe gefroren! Vor dem Schlafengehen habe ich noch mit Schwedenbitter gegurgelt, mein Allheilmittel für innerliche und äusserliche Anwendungen. Heute Morgen war das Kratzen noch immer da. Also noch Mal gegurgelt. Meistens macht sich dann eine Besserung bemerkbar. Aber nein, es wurde nicht besser, schlimmer allerdings auch nicht. In der Mittagspause habe ich mir Hexoralspray gekauft. Das hat bisher auch nicht geholfen. Eben habe ich ein Erkältungsbad genommen und gleich werde ich noch Mal mit Schwedenbitter gurgeln. Ich hoffe, dass ich die Erkältung im Zaum halten kann.

Die innere Uhr

Während der Woche gehen wir so ca. um 23.00 Uhr schlafen. Der Wecker sorgt dann kurz vor 07.00 Uhr dafür, dass der Alltagstrott seinen Lauf nimmt.

Am Wochenende wird es schon mal später, abhängig vom Fernsehprogramm oder sonstigen Aktivitäten. Und manchmal wird die Nacht durch angenehme Aktivitäten auch unterbrochen. Doch spätestens um 08.00 Uhr bin ich wach. Wenn Bernd noch schläft kuschle ich mich an ihn. Meist dauert es nicht mehr lange und er wird auch wach. Zum Glück sind wir beide Frühaufsteher. Erstaunlich ist, dass ich am Wochenende oder an anderen freien Tagen immer so ca. um 08.00 Uhr aufwache – so wie auch heute morgen.

Liegt es am Mond?

Kurz nach Mitternacht waren wir aus Lübeck zurück und gingen gleich schlafen – ich versuchte jedenfalls zu schlafen, konnte aber nicht. Lag es daran, dass ich es nicht gewohnt bin abends viel zu essen? Lag es am Kaffee, den ich spät abends zum Butterkuchen getrunken habe? Selbst das Ankuscheln an Bernd liess mich nicht zur Ruhe kommen. Plötzlich wurde mir bewusst, dass ich geträumt hatte. Es war in wirrer Traum, allerdings mit Personen aus dem realen Leben. Was genau ich geträumt hatte wusste ich nicht mehr. Wieder lag ich da, mehr oder weniger wach. Und dann merkte ich etwas, das kein Traum war. Sofort war ich hellwach und gab mich dem ganz entspannt hin, was mit mir passierte. Es war sehr real und es war sehr schön! Es war noch dunkel, also war es noch früh. Danach?: Ich schlief weiter unruhig, träumte wieder wirres Zeug.

Ich wurde wach und realisierte, dass ich tatsächlich geschlafen hatte. Bernd war noch nicht wach. Ich kuschelte mich an ihn und genoss es, seine warme Haut zu spüren – Skin on Skin! Als wir aufstanden war es etwas später als gewöhnlich. War der Mond an allem schuld – Träume und was sonst noch passierte?

Skin on skin

Dieser Song von Sarah Connor erinnert mich ans Schlafengehen. Oder andersrum: Wenn wir schlafen gehen, fällt mir der Song ein. Nicht, dass ich mit Sarah Connor ins Bett gehe oder gehen möchte. Aber wenn wir uns aneinanderkuscheln, ohne irgendwelche störenden Stoffteile dazwischen, wenn ich seine kuschelige, warme Haut spüre, das ist eben skin on skin.

Silvester 02/03

Wieder ist ein Jahr vergangen. Ich habe das Gefühl, dass die Jahre immer kürzer werden je älter ich werde. Viele Gedanken gehen mir durch den Kopf, das wird wohl vielen Menschen so gehen.

Warum eigentlich? Warum beziehen wir alles was passiert ist auf ein bestimmtes Jahr? Die Zeit nimmt keine Rücksicht auf uns. Und die Dinge geschehen wann immer sie geschehen sollen. Kinder werden geboren, Menschen sterben, Kriege, Wirtschaftsflauten – wir können alles zwar an festen Daten fixieren. Aber letztendlich ist es doch egal, wann etwas geschehen ist.

Trotzdem wünsche ich uns allen, das wir ein schönes und gutes 2003 haben werden. So ganz frei machen kann ich mich von dem oben Gesagten auch nicht.

Kompliment

Bernds Mutter hat mir heute ein grosses Kompliment gemacht:
Sie berichtete uns von einem Telefongespräch mit der Mutter von Bernds Halbbruder, der übrigens auch schwul ist. Im Verlauf dieser Unterhaltung fragte die Dame: Bis du eigentlich traurig, dass Bernd schwul ist? Bernds Mutter hat dann geantwortet: Ich habe zwar keine Enkelkinder und keine Schwiegertochter – aber ich habe den besten Schwiegersohn, den ich mir wünschen kann. – Danke Margreth!

Weichnachten

Kurz nach 06.00 Uhr wurde ich durch Fluglärm aus meinen Träumen gerissen. Durch den starken Südost-Sturm wurde von der üblichen Startbahn abgewichen und die Weihnachtsflieger starteten in unsere Richtung. Na ja, egal, ich muss ja sowieso noch ins Büro heute.

Die Strassen waren leer, die wenigen Leute, die zu Fuss unterwegs waren, konnte ich zählen.

Bis 11.00 Uhr war ich damit beschäftigt, die aktuellen Schiffspositionen an die Hafenagenten weiterzuleiten. Unsere Inhaber gaben ein Frühstück mit Brötchen aus. Na ja, es hat ihnen nicht viel gekostet, es war ja nur die halbe Belegschaft.

Inzwischen hatte es zu regnen angefangen! Und ich wollte noch mit dem Wagen nach Lübeck zu meinen Eltern. Ich entschloss mich mit der Bahn zu fahren. Im Internet informierte ich mich über den Fahrplan: Um 14.02 Uhr wollte ich fahren, bis 12.00 Uhr musste ich aber arbeiten.

Da ich mir auf meinem Heimweg auf den vereisten Strassen nicht die Ohren brechen wollte fuhr ich mit der U-Bahn nach Hause. Auf dem Hauptbahnhof kaufte ich noch meine Fahrkarte nach Lübeck. Ich schaffte es sogar, mir eine Karte aus dem Automaten zu besorgen. Da sag noch einer „Tunten und Technik!“.

Zu Hause angekommen hatte ich nur kurz Zeit mich ein wenig frisch zu machen. Zum Duschen reichte es nicht, ein Erfrischungstuch im Schritt musste genügen. Dann ging es schon wieder los, mit der U-Bahn zum Hauptbahnhof. Bernd beleitete mich, er wollte zu seiner Mutter.

Einige Züge hatten erhebliche Verspätung, wahrscheinlich auf Grund der Wettersituation. Zum Glück fuhr mein Zug pünktlich ab. Er war relativ voll. Viele Weihnachtsreisende waren mit Taschen und Paketen unterwegs – so wie ich auch. Irgendwie war es nett, das zu beobachten. Und es machte sich jetzt endlich ein wenig Weihnachtsstimmung bei mir bemerkbar.

Die kam dann endgültig auf als ich bei meinen Eltern in der Stube sass, bei Kaffee und Gebäck, Kerzenlicht und netten Gesprächen. Wir verteilten unsere Geschenke. Danach gab es den traditionellen Weihnachtskarpfen.

Ein Geschenk bekam ich, dass für Bernd und mich zusammen bestimmt war. Ich packte es also nicht aus, das wollte ich abends mit Bernd machen. Kurz nach 21.00 Uhr fuhr ich mit der Bahn zurück nach Hamburg.

Ich war glücklich gegen 22.15 Uhr zu Hause. Endlich konnte ich mit Bernd Weihnachten feiern. Da ich mich kurz bei meinen Eltern melden wollte, packten wir zuerst das gemeinsame Geschenk aus. Es dauerte einige Sekunden bis wir realisiert hatten, was es war: Sie hatten uns einen Ständer geschenkt, und zwar zum trocknen von Tagliatelle. Also das Ding ist der Knaller schlechthin. Vorbei sind die Zeiten, in denen wir Stühle und Tisch mit Bandnudeln zum trocknen belegt hatten. Nächste Woche habe ich Urlaub, dann gibt es Tagliatelle vom Ständer!


Wir riefen meine Eltern in Lübeck an, bedankten uns und freuten uns gemeinsam über diese Überraschung.

Danach machten Bernd und ich es uns gemütlich. Bei Sekt und der Maxiversion (30 Minuten) von Last Christmas feierten wir Weihnachten. Ich hab mich riesig gefreut über sein Geschenk:


Er hat sich über meine Geschenke auch gefreut: Eine Eintrittskarte für ein Konzert der Ten Tenors, einen Badezusatz und ein kleines Steiff-Bärchen. Frohe Weihnachten!

Traurig

Heute morgen war es sehr schön, zusammen ausschlafen zu können und ein wenig zu kuscheln.

Bernd ist ein wenig traurig, dass es sein letzter Arbeitstag ist. Er mag die Menschen, mit denen er zu tun hat, die Arbeit macht ihm Spass. Nur hat er leider keine Chance, fest übernommen zu werden. Vor 2 Wochen hat er den Job verflucht, heute, wo alles Routine geworden ist, sieht die Welt ganz anders aus. Vermutlich wird er in den nächsten Tagen etwas niedergeschlagen sein. Ich hoffe, ich kann ihn aufmuntern.

Geburtstag

Es ist nicht Bernds Geburtstag und meiner auch nicht. Heute hat Oliver Geburtstag. 22 Jahre alt ist er geworden. Und es ist fast so, als sei es erst gestern gewesen. Ich habe den Ablauf des Tages noch genau in Erinnerung: Eine schlaflose Nacht weil meine Frau die Wehen bekam. Morgens in aller Frühe ins Krankenhaus gefahren, Kreisssaal, Wehen, Schmerzen und dann doch ein Kaiserschnitt und kurz nach 13.00 Uhr brachte mir die Schwester das kleine Bündel. Ob ich ihn denn jetzt baden wolle fragte mich die Schwester. Ja – nein, ich war so überwältigt, ich konnte nicht. Sie liess mich ein paar Minuten mit Oliver allein. Ich knuddelte ihn ein wenig, ich weinte ein wenig – vor Glück. Ich werde es nie vergessen. Ich weiss nicht, wie lange wir da gesessen hatten als die Schwester wieder hereinkam. Ja, jetzt konnte ich ihn baden – unter Anleitung!

Oliver – Du bist noch immer das Liebste was ich habe!