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Ausgeschlafen?

Der Wecker weckte mich nicht mehr, er erinnerte nur daran, dass es Zeit war, aufzustehen. Die Nacht war nicht besonders gut. Unruhiger Schlaf, lange Zeiten des Wachliegens, Gedanken über dies und das. Das Ergebnis war, dass ich heute morgen ziemlich kaputt und müde war. Gern wäre ich zu Hause geblieben. Auch der Fussweg ins Büro machte meinen Kopf nicht frei. Zum Glück war der Bürotag normal, besondere Anstrengungen waren nicht notwendig.

Die Frage tauchte auf, ob ich mit zur Chorprobe gehe oder nicht. Einerseits wollte ich, andererseits auch nicht. „Nicht“ behielt die Oberhand, mein Schatz ist dann alleine gefahren. Ich freu mich darauf, wenn er nach Hause kommt.

Vertrauen

Montag Abend = Probenabend von Schola Cantorosa. Meine Teilnahme ist heute nicht notwendig. Es fällt mir nicht ganz leicht, alleine zu Hause zu bleiben. Aber Liebe bedeutet auch, vertrauen zu können. Und ich habe grosses Vertrauen.

Liebe

Liebe ist etwas sehr sehr schönes. Sie kann aber auch anstrengend sein, besonders wenn man im Grunde seines Herzens weiss, dass man zusammengehört und auch will, dass es so ist – man andererseits aber von Gedanken und Gefühlen übermannt ist. Liebe kann auch einengen, den Partner erdrücken. Warum nur ist Liebe so kompliziert – liebe ich doch von ganzem Herzen.

Der Weg nach Hause ist heute ein Stück kürzer geworden!

Homonale

Das MHC wird 20 Jahre alt. Aus diesem Anlass gibt es dort eine Veranstaltungsreihe mit „Perlen der Kleinkunst“. Da Schola Cantorosa im MHC jeweils am Montag die Proben abhält, war es für den Chor eine Selbstverständlichkeit, der Einladung zur Teilnahme zu folgen.

Um 18.30 Uhr wollten wir uns dort treffen zum Vorbereiten und Einsingen. Bernd und ich waren viel zu früh dort – wie immer wenn wir einen Termin haben. Und dann kam er. Mein Magen verkrampfte, mein Herz raste. Ich weiss nicht, ob ich ihn hassen soll.

Der Veranstaltungsabend wurde mit unserem Beitrag eröffnet. Wir brachten eine gekürzte Fassung unseres aktuellen Programms „Piraten“ auf die kleine Bühne. Sie ist wirklich viel zu klein für unsere ausgefeilte Choreographie. Zum Glück waren nur 18 aktive Sänger auf der Bühne. Für den gesamten Chor wäre kein Platz gewesen.

Nach dem Auftritt sassen wir noch im Café Feelgood, ein kleines Café, dass zum MHC gehört. Eigentlich wollte ich nur noch nach Hause. Aber vielleicht war es ganz gut, dass ich es ausgehalten habe.

Magenschmerzen

Ein einziges Ereignis kann die Welt auf den Kopf stellen, vermag es, an Zukunftsträumen zu zweifeln. Ich will aber daran arbeiten, die Zukunft zu erreichen, so wie sie gedacht war.
„Der längste Weg kann der kürzeste sein, wenn er nach Hause führt“ – dieser Spruch war heute in einem Glückskeks – tröstend und hoffnungsvoll. Ich hab Dich lieb!

Er ist da

Kurz vor 3 hörte ich das Schloss der Wohnungstür – *freu* – . Mein Schatz war wieder zu Hause. Müde und abgespannt stand er da. Begrüssung, Umarmung, aufs Sofa setzen und ein wenig erzählen. Kann ich was für Dich tun? Möchtest Du was trinken? Nein, nichts. – Das Wochenende muss sehr anstrengend gewesen sein. Vielleicht taut er ja nachher noch ein wenig auf.

Warten

Wieder war ich früh wach und müde war ich auch noch. Ich bemerkte, dass ich fast an der Wand lag, und zwar auf der Seite, wo Bernd immer liegt. Ich musste schmunzeln. Ich versuchte, noch ein Weilchen zu schlafen, aber es ging nicht mehr. Der Wecker zeigte kurz vor sieben. Immer noch müde stand ich auf und duschte erst Mal, danach war ich ein wenig munterer.

Um neun rief Bernd an. Er erzählte mir vom gestrigen Abend und dass er erst um 3 Uhr ins Bett gegangen ist. Dementsprechend müde hörte er sich auch an. Bis 13.00 Uhr sollten noch Proben sein, danach aufräumen, saubermachen und dann geht’s ab nach Hause, d.h. wenn alles klappt wird er zwischen 15.00 und 16.00 Uhr wieder bei mir sein.

Den Vormittag verbrachte ich damit, endlich das Schubfach mit dem Papierkram aufzuräumen. An Hand der gefundenen Belege musste ich feststellen, dass ich das ein Jahr nicht mehr gemacht habe. Lohnabrechnungen, Kontoauszüge, Rechnungen, Schreiben und Abrechnungen der Hausverwaltung und die Kontoauszüge für unser Grundstück in Lübeck, alles musste sortiert und abgelegt werden. Der Papierkram für Lübeck wächst mir bald über den Kopf, ich hab keinen Platz mehr dafür. Vielleicht kann ich einen Teil davon mal einscannen. Noch ein Jahr kann ich nicht unterbringen.

Den Rest der Zeit beschäftigte ich mich wieder am Rechner. Auf Grund des Wetters konnte ich leider nicht auf dem Balkon sitzen.

Der Beginn eines ungewöhnlichen Wochenendes

Durch die Nachlässigkeit eines Kapitäns hatten wir heute sehr viel Arbeit, die absolut vermeidbar gewesen wäre. Statt pünktlich Feierabend zu machen bzw. sogar, wie es am Freitag bei uns üblich ist, bereits um 1700 h, bin ich erst kurz vor 18.00 Uhr weggekommen. Und ich wollte doch noch zum Fischwagen auf dem Parkplatz bei MiniMal. Der macht nämlich um 18.00 Uhr seine klappen dicht. Also war es zu spät und es würde nichts bringen, hektisch nach Hause zu gehen. So machte ich mich ganz gemütlich und entspannend auf den Heimweg. Mein Schatz ist sowieso nicht da. Er ist bereits heute Mittag zum Chorwochenende in Lütjenweststedt gefahren. Bei 1000Töpfe kaufte ich für die Reparatur eines unser Balkonstühle eine kleine Schraubzwinge und wasserfesten Holzleim. Beides legte ich in unseren Briefkasten und ging weiter zu MiniMal. Ich brauchte ja noch was zu essen für Samstag. Fisch sollte es schon sein. Da Bernd keinen Fisch mag nutze ich die Gelegenheit welchen zu essen, wenn er nicht da ist. Ich entschied mich für Lachsfilet und die entsprechende Sauce zum überbacken von Maggi Fix. Auf dem Parkplatz wurden Sommerpflanzen angeboten, die meine Aufmerksamkeit fanden. Einige Stämmchen erregten mein besonderes Interesse. Da ich mich damit noch Mal an der Kasse hätte anstellen müssen, beschloss ich, morgen noch Mal hinzugehen.

Endlich zu Hause war es ziemlich ungewohnt, dass die Wohnungstür abgeschlossen und die Wohnung leer war. Erst Mal verstaute ich die Einkäufe – dann fühlte ich mich alleine. Ich hatte mir vorgenommen, ein paar Dinge zu erledigen, wie z.B. endlich mal das Schubfach mit den Papieren aufzuräumen. Da es mittlerweile aber 19.00 Uhr war, hatte ich dazu keine Lust mehr. Ich setzte mich also an den Rechner, machte ein paar Gewinnspiele und las Weblogs. Um selbst zu schreiben fehlte mit der Drive, das Wochenende würde noch lang genug sein, um an meinem Tagebuch zu arbeiten. Anschliessend installierte ich meinen neuen Palm Zire und freute mich, dass alles problemlos klappte. Mit Oliver und Holli wechselte ich ein paar Worte in ICQ. Bei Gay Royal traf ich auch ein paar nette Leute zum Chatten. Gegen Mitternacht ging ich schlafen – mit der Aussicht, am nächsten Morgen alleine aufzuwachen, ohne zu kuscheln.