Ein einziges Ereignis kann die Welt auf den Kopf stellen, vermag es, an Zukunftsträumen zu zweifeln. Ich will aber daran arbeiten, die Zukunft zu erreichen, so wie sie gedacht war.
„Der längste Weg kann der kürzeste sein, wenn er nach Hause führt“ – dieser Spruch war heute in einem Glückskeks – tröstend und hoffnungsvoll. Ich hab Dich lieb!
Archiv der Kategorie: persönlich
Er ist da
Kurz vor 3 hörte ich das Schloss der Wohnungstür – *freu* – . Mein Schatz war wieder zu Hause. Müde und abgespannt stand er da. Begrüssung, Umarmung, aufs Sofa setzen und ein wenig erzählen. Kann ich was für Dich tun? Möchtest Du was trinken? Nein, nichts. – Das Wochenende muss sehr anstrengend gewesen sein. Vielleicht taut er ja nachher noch ein wenig auf.
Warten
Wieder war ich früh wach und müde war ich auch noch. Ich bemerkte, dass ich fast an der Wand lag, und zwar auf der Seite, wo Bernd immer liegt. Ich musste schmunzeln. Ich versuchte, noch ein Weilchen zu schlafen, aber es ging nicht mehr. Der Wecker zeigte kurz vor sieben. Immer noch müde stand ich auf und duschte erst Mal, danach war ich ein wenig munterer.
Um neun rief Bernd an. Er erzählte mir vom gestrigen Abend und dass er erst um 3 Uhr ins Bett gegangen ist. Dementsprechend müde hörte er sich auch an. Bis 13.00 Uhr sollten noch Proben sein, danach aufräumen, saubermachen und dann geht’s ab nach Hause, d.h. wenn alles klappt wird er zwischen 15.00 und 16.00 Uhr wieder bei mir sein.
Den Vormittag verbrachte ich damit, endlich das Schubfach mit dem Papierkram aufzuräumen. An Hand der gefundenen Belege musste ich feststellen, dass ich das ein Jahr nicht mehr gemacht habe. Lohnabrechnungen, Kontoauszüge, Rechnungen, Schreiben und Abrechnungen der Hausverwaltung und die Kontoauszüge für unser Grundstück in Lübeck, alles musste sortiert und abgelegt werden. Der Papierkram für Lübeck wächst mir bald über den Kopf, ich hab keinen Platz mehr dafür. Vielleicht kann ich einen Teil davon mal einscannen. Noch ein Jahr kann ich nicht unterbringen.
Den Rest der Zeit beschäftigte ich mich wieder am Rechner. Auf Grund des Wetters konnte ich leider nicht auf dem Balkon sitzen.
Der Beginn eines ungewöhnlichen Wochenendes
Durch die Nachlässigkeit eines Kapitäns hatten wir heute sehr viel Arbeit, die absolut vermeidbar gewesen wäre. Statt pünktlich Feierabend zu machen bzw. sogar, wie es am Freitag bei uns üblich ist, bereits um 1700 h, bin ich erst kurz vor 18.00 Uhr weggekommen. Und ich wollte doch noch zum Fischwagen auf dem Parkplatz bei MiniMal. Der macht nämlich um 18.00 Uhr seine klappen dicht. Also war es zu spät und es würde nichts bringen, hektisch nach Hause zu gehen. So machte ich mich ganz gemütlich und entspannend auf den Heimweg. Mein Schatz ist sowieso nicht da. Er ist bereits heute Mittag zum Chorwochenende in Lütjenweststedt gefahren. Bei 1000Töpfe kaufte ich für die Reparatur eines unser Balkonstühle eine kleine Schraubzwinge und wasserfesten Holzleim. Beides legte ich in unseren Briefkasten und ging weiter zu MiniMal. Ich brauchte ja noch was zu essen für Samstag. Fisch sollte es schon sein. Da Bernd keinen Fisch mag nutze ich die Gelegenheit welchen zu essen, wenn er nicht da ist. Ich entschied mich für Lachsfilet und die entsprechende Sauce zum überbacken von Maggi Fix. Auf dem Parkplatz wurden Sommerpflanzen angeboten, die meine Aufmerksamkeit fanden. Einige Stämmchen erregten mein besonderes Interesse. Da ich mich damit noch Mal an der Kasse hätte anstellen müssen, beschloss ich, morgen noch Mal hinzugehen.
Endlich zu Hause war es ziemlich ungewohnt, dass die Wohnungstür abgeschlossen und die Wohnung leer war. Erst Mal verstaute ich die Einkäufe – dann fühlte ich mich alleine. Ich hatte mir vorgenommen, ein paar Dinge zu erledigen, wie z.B. endlich mal das Schubfach mit den Papieren aufzuräumen. Da es mittlerweile aber 19.00 Uhr war, hatte ich dazu keine Lust mehr. Ich setzte mich also an den Rechner, machte ein paar Gewinnspiele und las Weblogs. Um selbst zu schreiben fehlte mit der Drive, das Wochenende würde noch lang genug sein, um an meinem Tagebuch zu arbeiten. Anschliessend installierte ich meinen neuen Palm Zire und freute mich, dass alles problemlos klappte. Mit Oliver und Holli wechselte ich ein paar Worte in ICQ. Bei Gay Royal traf ich auch ein paar nette Leute zum Chatten. Gegen Mitternacht ging ich schlafen – mit der Aussicht, am nächsten Morgen alleine aufzuwachen, ohne zu kuscheln.
Ein Tag der Muße
Dies ist mein letzter Urlaubstag und im Grunde auch mein erster Urlaubstag. Endlich ein Tag, an dem es nichts zu überlegen gibt, an dem keine Einkäufe und Behördengänge notwendig sind. Einfach ein Tag zum Faulenzen. In aller Ruhe habe ich mich mit der holländischen Bedienungsanleitung für unseren Wagen beschäftigt und dabei noch ein paar Funktionen entdeckt. Wie man allerdings das Dach im Notfall mit der Hand schliesst, wenn es zu einem Ausfall der Systeme kommt, blieb mir verborgen. Also ist es doch besser, wenn wir uns eine deutsche Anleitung besorgen. Zu dem Zweck habe ich bei Peugeot Deutschland angerufen. Der nette Mensch sagte mir, dass ich mich doch an einen örtlichen Händler wenden soll, er wird es uns besorgen – das Heft. Es kostet allerdings ca. 10,00 / 15,00 Euro. Ich habe nun einem Hamburger Händler über seine Homepage eine Anfrage geschickt. Mal sehen, ob er sich meldet.
Mit den neuen technischen Erkenntnissen haben wir uns in den Wagen gesetzt und in aller Ruhe ausprobiert, was wichtig und was weniger wichtig, aber praktisch zu bedienen ist, z.B. die Radiofunktionen mit dem Hebel am Lenkrad. Wichtig ist natürlich auch, wie das Nebelschlusslicht und die Nebelscheinwerfer angestellt werden. Wenn man es benötigt und dann erst herumexperimentiert kann es gefährlich werden. Von den Anzeigen des Bordcomputers sind nützlich die Hinweise, wie hoch der momentane Benzinverbrauch und der verbleibende Radius gemäss Tankinhalt ist. Es gibt noch ein paar Funktionen mehr, aber ob man die benötigt bzw. ob man sie nutzt wird sich im Laufe der Zeit ergeben.
Ein Jahr älter
Es war eine gemütliche kleine Feier: Meine Eltern, Bernds Mutter, Oliver und Melli und natürlich Bernd und ich. Das Essen hat gereicht und ich hab natürlich wieder viel zu viel gemacht. Gut, dann haben wir morgen noch was zu essen. Getränke sind auch noch da. Die bekommen wir mit der Zeit auch weg, muss ja nicht alles auf ein Mal sein.
Unser neues knuffiges Auto steht genau vor der Tür. So bot es sich an, bei der Verabschiedung noch eine kleine Besichtigung und Vorführung zu machen. Meine Mutter war, wie erwartet, enttäuscht, dass wir mit dem Wagen zu viert nicht Oliver in Flensburg besuchen können. Es ist zwar offiziell ein Viersitzer. Ich würde sagen, es reicht für 3 Personen für eine kurze Strecke, z.B. wenn ich meine Eltern mal vom Bahnhof abhole.
Bernd fuhr dann seine Mutter „offen“ nach Hause. Die anderen 4 fuhren zurück nach Lübeck. Und ich begann mit den Aufräumungsarbeiten.
Steuererklärung
Am 9. Februar habe ich die Steuererklärung für Bernd gemacht und online abgeschickt. Sein Steuerbescheid, ausgestellt am 28.2., war heute in seinem Briefkasten. Ich habe daraufhin gleich meine Steuererklärung online gemacht. Montag muss ich dann noch die Anlagen kopieren und alles an das Finanzamt schicken. Ich bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis ich meinen Steuerbescheid erhalte, besonders auch deshalb, weil ich einen erheblichen Betrag erstattet bekomme.
Mein lieber Dresser
Sie ist vor 91 Jahren gesunken. Sie sinkt an 6 Tagen acht Mal in der Woche im Flora Theater, und sie begleitet unserer Leben: Die Titanic.
Gestern Mittag rief Thomas, der Chefdresser, an und fragte, ob Bernd aushelfen könnte. Bernd schaute mich fragend an und ich nickte zustimmend, weiss ich doch, dass ihm der Job viel Spass macht. Ich hab mir zwar den Sonntag ein wenig anders vorgestellt, aber was soll’s. Meine Meinung ist, dass ich Bernd da nicht im Wege stehen will. Warum soll er nicht das machen, was ihm Spass macht und Geld gibt es auch noch dafür.
Nun hab ich ihn eben zum Theater gefahren. Ihm geht’s nicht gut, er hat Probleme mit dem Kreislauf. Ich habe Bernd gesagt, wenn es nicht geht und er nach der Nachmittagsvorstellung nicht weitermachen will, soll er mich anrufen, dann hole ich ihn ab. Und wenn er die Abendvorstellung auch noch macht soll er heute Nacht mit dem Taxi nach Hause fahren – bevor er mir vor die U-Bahn fällt.
Auf dem Rückweg hab ich mir vom Bahnhof eine Pizza und ein Stück Kuchen geholt.
Es hat auch etwas Gutes wenn man Mal alleine ist, ich mach ein wenig in der Wohung: abwaschen, staubwischen, aufräumen. Und gleich mach ich meine Steuererklärung.
Erkältet
Sonntag dachte ich noch, es wäre alles in Ordnung. Aber das war ein Trugschluss. Ich plage mich seit Tagen mit einer ausgewachsenen Erkältung herum. Ein schrecklicher Husten geht mir und meinen Mitmenschen auf die Nerven. Wenn sich der doch nur bald lösen würde. Ich könnte natürlich zum Arzt gehen. Aber wenn ich mir nur das Wartezimmer vorstelle, voll mit anderen Menschen, die ebenfalls erkältet sind und ihre Viren in die Luft schleudern. Nein, ich hab mir was von der Apotheke geholt und hoffe, dass es bald hilft.
Die Tatsache, dass ich heute was in das Tagebuch schreibe, scheint mir zu zeigen: Es geht wohl wieder bergauf. In den letzten Tagen war ich nämlich ziemlich lustlos.
Mir geht es gut
Die Sonne scheint wieder, es ist eigentlich „Alsterwetter“. Vorsichtshalber wollen wir uns heute lieber noch schonen. Dank Schwedenbitter, Meditonsin sowie Husen- und Bronchialtee fühle ich mich fit. Mich reizt es, die Fenster zu putzen oder sonst irgendwas auf den Kopf zu stellen – wie das halt so üblich ist, wenn Besuch erwartet wird. Aber alles, was ich heute machen würde, müsste zum Wochenende wieder gemacht werden – ausser Fensterputzen. Vielleicht mach ich nur das grosse Fenster im Wohnzimmer und die Balkontür. Ach ja, einen Stuhl muss ich auch noch leimen.
