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Ein Tag der Muße

Dies ist mein letzter Urlaubstag und im Grunde auch mein erster Urlaubstag. Endlich ein Tag, an dem es nichts zu überlegen gibt, an dem keine Einkäufe und Behördengänge notwendig sind. Einfach ein Tag zum Faulenzen. In aller Ruhe habe ich mich mit der holländischen Bedienungsanleitung für unseren Wagen beschäftigt und dabei noch ein paar Funktionen entdeckt. Wie man allerdings das Dach im Notfall mit der Hand schliesst, wenn es zu einem Ausfall der Systeme kommt, blieb mir verborgen. Also ist es doch besser, wenn wir uns eine deutsche Anleitung besorgen. Zu dem Zweck habe ich bei Peugeot Deutschland angerufen. Der nette Mensch sagte mir, dass ich mich doch an einen örtlichen Händler wenden soll, er wird es uns besorgen – das Heft. Es kostet allerdings ca. 10,00 / 15,00 Euro. Ich habe nun einem Hamburger Händler über seine Homepage eine Anfrage geschickt. Mal sehen, ob er sich meldet.

Mit den neuen technischen Erkenntnissen haben wir uns in den Wagen gesetzt und in aller Ruhe ausprobiert, was wichtig und was weniger wichtig, aber praktisch zu bedienen ist, z.B. die Radiofunktionen mit dem Hebel am Lenkrad. Wichtig ist natürlich auch, wie das Nebelschlusslicht und die Nebelscheinwerfer angestellt werden. Wenn man es benötigt und dann erst herumexperimentiert kann es gefährlich werden. Von den Anzeigen des Bordcomputers sind nützlich die Hinweise, wie hoch der momentane Benzinverbrauch und der verbleibende Radius gemäss Tankinhalt ist. Es gibt noch ein paar Funktionen mehr, aber ob man die benötigt bzw. ob man sie nutzt wird sich im Laufe der Zeit ergeben.

Ein Jahr älter

Es war eine gemütliche kleine Feier: Meine Eltern, Bernds Mutter, Oliver und Melli und natürlich Bernd und ich. Das Essen hat gereicht und ich hab natürlich wieder viel zu viel gemacht. Gut, dann haben wir morgen noch was zu essen. Getränke sind auch noch da. Die bekommen wir mit der Zeit auch weg, muss ja nicht alles auf ein Mal sein.

Unser neues knuffiges Auto steht genau vor der Tür. So bot es sich an, bei der Verabschiedung noch eine kleine Besichtigung und Vorführung zu machen. Meine Mutter war, wie erwartet, enttäuscht, dass wir mit dem Wagen zu viert nicht Oliver in Flensburg besuchen können. Es ist zwar offiziell ein Viersitzer. Ich würde sagen, es reicht für 3 Personen für eine kurze Strecke, z.B. wenn ich meine Eltern mal vom Bahnhof abhole.

Bernd fuhr dann seine Mutter „offen“ nach Hause. Die anderen 4 fuhren zurück nach Lübeck. Und ich begann mit den Aufräumungsarbeiten.

Steuererklärung

Am 9. Februar habe ich die Steuererklärung für Bernd gemacht und online abgeschickt. Sein Steuerbescheid, ausgestellt am 28.2., war heute in seinem Briefkasten. Ich habe daraufhin gleich meine Steuererklärung online gemacht. Montag muss ich dann noch die Anlagen kopieren und alles an das Finanzamt schicken. Ich bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis ich meinen Steuerbescheid erhalte, besonders auch deshalb, weil ich einen erheblichen Betrag erstattet bekomme.

Mein lieber Dresser

Sie ist vor 91 Jahren gesunken. Sie sinkt an 6 Tagen acht Mal in der Woche im Flora Theater, und sie begleitet unserer Leben: Die Titanic.

Gestern Mittag rief Thomas, der Chefdresser, an und fragte, ob Bernd aushelfen könnte. Bernd schaute mich fragend an und ich nickte zustimmend, weiss ich doch, dass ihm der Job viel Spass macht. Ich hab mir zwar den Sonntag ein wenig anders vorgestellt, aber was soll’s. Meine Meinung ist, dass ich Bernd da nicht im Wege stehen will. Warum soll er nicht das machen, was ihm Spass macht und Geld gibt es auch noch dafür.

Nun hab ich ihn eben zum Theater gefahren. Ihm geht’s nicht gut, er hat Probleme mit dem Kreislauf. Ich habe Bernd gesagt, wenn es nicht geht und er nach der Nachmittagsvorstellung nicht weitermachen will, soll er mich anrufen, dann hole ich ihn ab. Und wenn er die Abendvorstellung auch noch macht soll er heute Nacht mit dem Taxi nach Hause fahren – bevor er mir vor die U-Bahn fällt.

Auf dem Rückweg hab ich mir vom Bahnhof eine Pizza und ein Stück Kuchen geholt.

Es hat auch etwas Gutes wenn man Mal alleine ist, ich mach ein wenig in der Wohung: abwaschen, staubwischen, aufräumen. Und gleich mach ich meine Steuererklärung.

Erkältet

Sonntag dachte ich noch, es wäre alles in Ordnung. Aber das war ein Trugschluss. Ich plage mich seit Tagen mit einer ausgewachsenen Erkältung herum. Ein schrecklicher Husten geht mir und meinen Mitmenschen auf die Nerven. Wenn sich der doch nur bald lösen würde. Ich könnte natürlich zum Arzt gehen. Aber wenn ich mir nur das Wartezimmer vorstelle, voll mit anderen Menschen, die ebenfalls erkältet sind und ihre Viren in die Luft schleudern. Nein, ich hab mir was von der Apotheke geholt und hoffe, dass es bald hilft.

Die Tatsache, dass ich heute was in das Tagebuch schreibe, scheint mir zu zeigen: Es geht wohl wieder bergauf. In den letzten Tagen war ich nämlich ziemlich lustlos.

Mir geht es gut

Die Sonne scheint wieder, es ist eigentlich „Alsterwetter“. Vorsichtshalber wollen wir uns heute lieber noch schonen. Dank Schwedenbitter, Meditonsin sowie Husen- und Bronchialtee fühle ich mich fit. Mich reizt es, die Fenster zu putzen oder sonst irgendwas auf den Kopf zu stellen – wie das halt so üblich ist, wenn Besuch erwartet wird. Aber alles, was ich heute machen würde, müsste zum Wochenende wieder gemacht werden – ausser Fensterputzen. Vielleicht mach ich nur das grosse Fenster im Wohnzimmer und die Balkontür. Ach ja, einen Stuhl muss ich auch noch leimen.

Was passiert mit mir?

Gestern Abend begann es: Kratzen im Hals und ich habe gefroren! Vor dem Schlafengehen habe ich noch mit Schwedenbitter gegurgelt, mein Allheilmittel für innerliche und äusserliche Anwendungen. Heute Morgen war das Kratzen noch immer da. Also noch Mal gegurgelt. Meistens macht sich dann eine Besserung bemerkbar. Aber nein, es wurde nicht besser, schlimmer allerdings auch nicht. In der Mittagspause habe ich mir Hexoralspray gekauft. Das hat bisher auch nicht geholfen. Eben habe ich ein Erkältungsbad genommen und gleich werde ich noch Mal mit Schwedenbitter gurgeln. Ich hoffe, dass ich die Erkältung im Zaum halten kann.

Die innere Uhr

Während der Woche gehen wir so ca. um 23.00 Uhr schlafen. Der Wecker sorgt dann kurz vor 07.00 Uhr dafür, dass der Alltagstrott seinen Lauf nimmt.

Am Wochenende wird es schon mal später, abhängig vom Fernsehprogramm oder sonstigen Aktivitäten. Und manchmal wird die Nacht durch angenehme Aktivitäten auch unterbrochen. Doch spätestens um 08.00 Uhr bin ich wach. Wenn Bernd noch schläft kuschle ich mich an ihn. Meist dauert es nicht mehr lange und er wird auch wach. Zum Glück sind wir beide Frühaufsteher. Erstaunlich ist, dass ich am Wochenende oder an anderen freien Tagen immer so ca. um 08.00 Uhr aufwache – so wie auch heute morgen.

Liegt es am Mond?

Kurz nach Mitternacht waren wir aus Lübeck zurück und gingen gleich schlafen – ich versuchte jedenfalls zu schlafen, konnte aber nicht. Lag es daran, dass ich es nicht gewohnt bin abends viel zu essen? Lag es am Kaffee, den ich spät abends zum Butterkuchen getrunken habe? Selbst das Ankuscheln an Bernd liess mich nicht zur Ruhe kommen. Plötzlich wurde mir bewusst, dass ich geträumt hatte. Es war in wirrer Traum, allerdings mit Personen aus dem realen Leben. Was genau ich geträumt hatte wusste ich nicht mehr. Wieder lag ich da, mehr oder weniger wach. Und dann merkte ich etwas, das kein Traum war. Sofort war ich hellwach und gab mich dem ganz entspannt hin, was mit mir passierte. Es war sehr real und es war sehr schön! Es war noch dunkel, also war es noch früh. Danach?: Ich schlief weiter unruhig, träumte wieder wirres Zeug.

Ich wurde wach und realisierte, dass ich tatsächlich geschlafen hatte. Bernd war noch nicht wach. Ich kuschelte mich an ihn und genoss es, seine warme Haut zu spüren – Skin on Skin! Als wir aufstanden war es etwas später als gewöhnlich. War der Mond an allem schuld – Träume und was sonst noch passierte?