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Ohrenwaschen

Es war mal wieder soweit: Mein linkes Ohr war verstopft und benötigte eine Reinigung. Ich bekam sogar noch einen Termin beim Ohrenarzt. Aber wie das immer so ist, eine Wartezeit von ca. 45 Minuten musste ich über mich ergehen lassen. Die Sache selbst ist eine Angelegenheit von nur wenigen Minuten. Die Dauer der Behandlung steht in keinem Verhältnis zur Wartezeit. Zum Glück war das Wartezimmer nicht überfüllt und die Zeitschrift war relativ neu.

Es war bereits dunkel als ich mich auf den Heimweg machte. Die Hamburger City erstrahlte im weihnachtlichen Lichterglanz. Ich habe mir vorgenommen, einen Abend nach Dienstschluss einen kleinen Stadtbummel zu machen. Bernd wird die nächsten Tage immer bis spät abends arbeiten müssen. Zu Hause wartet also niemand auf mich.

Veränderungen

Unser Leben hat sich ein bisschen verändert seit Bernd Arbeit hat. Es sind vor allem die Abende, die sich etwas anders gestalten. Ich will es mal so ausdrücken: Wir kriechen etwas näher zusammen. Die Zeit, die wir gemeinsam verbringen, ist intensiver geworden. Es gibt z.B. mehr Kuschelabende vor dem Fernseher, die Onlinezeiten sind kürzer.

Niemand da

Bisher war es immer so, von wenigen Ausnahmen abgesehen, dass Bernd mich an der Wohnungstür begrüsste wenn ich nach Hause kam.

Heute Abend kam ich nach Hause und die Wohnung war leer. Keine Musik, kein Radio und kein Bernd. Es ist sein erster Arbeitstag, ich weiss nicht, wann er nach Hause kommen wird. Wir hatten tagsüber keinen Kontakt. Sein Handy darf er im Theater nicht angeschaltet haben, ein eigenes Büro hat er dort nicht. Es war schon ungewöhnlich, tagsüber nichts voneinander zu hören. Es ist gleich 19.30 Uhr. Ich warte, ich bin neugierig zu hören wie sein Tag war.

Ein Job für Bernd

Bernd hat einen Job, wenn auch vorerst nur begrenzt für 4 Wochen: Er wird Dresser beim Musical „Titanic“, das hier am 8. Dezember Premiere hat. Es besteht aber die Möglichkeit, dass er übernommen wird.

Seine Aufgabe wird es sein, den Darstellern bei notwendigen Kostümwechseln zu assistieren. Tagsüber muss er die Kostüme auf Beschädigungen durchsehen und notwendige kleine Reparaturen daran durchführen. Er freut sich und ich freu mich auch. Theater, Musical, dass ist eine Welt, an der er sehr interessiert ist. Erblich vorbelastet? Vielleicht. Ein Onkel von ihm hat ein Instrument gespielt und ist in den 60er Jahren mit einer damals – zumindest hier im norddeutschen Raum – bekannten Band aufgetreten. Damals sagte man wohl Tanzkapelle.

Montag ist sein erster Arbeitstag. Es wird sicher eine ziemlich anstrengende Zeit bis zur Premiere und ich werde wohl abends einen müden Mann zu Hause haben, wenn er denn schon hier ist, wenn ich nach Hause komme. Egal, die Hauptsache ist, dass es ihm Spass macht.

Hunger!

Im Moment muss ich wieder ein Mal an mein Gewicht denken. Es schmeckt einfach alles so gut. Ich muss aufpassen, dass ich nicht zu viel Hüftgold ansetze. Bernd würde es zwar nicht stören, aber ich selbst soll mich ja auch wohlfühlen. Ausserdem wäre es teuer, wenn ich mir neue Hosen kaufen müsste.

In den nächsten Tagen wird es auch noch genügend Gelegenheiten geben, etwas mehr zu essen als gewöhnlich: Am Freitag feiern meine Eltern ihren 55. Hochzeitstag, der ihm Rahmen eines Familienfestes gefeiert wird. Am Wochenende kommt uns Frank aus München besuchen. Besuch ist auch immer wieder ein Anlass, etwas mehr zu essen. Am Montag haben wir Schiffstaufe mit einem Festessen im Hotel Atlantic. Na ja, mal sehen, wie dort die Portionen sind, aber wie ich meinen Chef kenne, lässt er sich nicht lumpen.

Also heisst es jetzt schon etwas aufpassen, damit ich die aussergewöhnlichen Dinge geniessen kann. Und jetzt sitzt ich hier am Rechner und von irgendwoher dringen leckere Gerüche in die Wohnung. Ich bekomme Hunger und der Kühlschrank ist leer. Aber das ist auch besser so.

warum …

… schläft man immer dann gerade wieder ein, wenn der Wecker klingelt? Aber von vorne:

Ich wachte irgendwann auf, es war noch dunkel. Wie spät es war, wusste ich nicht. Am Wecker wollte ich nicht nachsehen. Wenn ich nämlich auf die Taste drücke, gibt es einen Piepton – Bernd wollte ich damit aber nicht aufwecken, auch wenn der Ton nicht laut ist.

So lag ich wach im Bett, war zwar müde, aber konnte nicht wieder einschlafen. Ich kuschelte mich an Bernd, aber das half nichts. Stellungswechsel – ich schlief nicht wieder ein. Wieder drehte ich mich zu Bernd, eine Hand landete – huch – genau da. Oh! Ich „parkte“ an besagter Stelle meine Hand, kuschelte mich ganz eng an – vergebens. Ich hatte eine Idee, was ich nun machen könnte, da ich sowieso nicht schlafen konnte. Vielleicht würde ich ja hinterher einschlafen. Und da Bernd zu Hause bleiben kann, würde es ihm nichts ausmachen, wenn er tagsüber etwas müde werden sollte. Einen Moment überlegte ich noch: Soll ich oder soll ich nicht? Und ich entschloss mich für „ich soll“…… Als ich später auf den Wecker schaute, war es kurz vor halb sechs – in ca. 90 Minuten würde der Wecker klingeln. Wir kuschelten uns aneinander, aber auch jetzt war an Schlaf nicht zu denken, ich hatte jedenfalls das Gefühl, ich würde nicht schlafen. Und dann ging der Wecker los: piep piep – piep piep – piep piep. Mist, und ich war gerade richtig eingeschlafen.

Urlaubsfeeling

Blauer Himmel, ich sitze in der Sonne, ein leichter Wind umstreicht meinen nackten Oberkörper und meine Beine. Um mich herum Sommerblumen, teilweise exotisch. Ein Windspiel schickt sein „döng döng döng“ in die Welt hinaus. Ich höre ein Flugzeug, das von irgendwoher nach irgendwohin fliegt. Wo ich bin? Ich sitze mal wieder auf dem Balkon. Eigentlich brauche ich nicht wegfahren. Aber das Einzige, was ich vermisse, ist das Meer, das Rauschen der Wellen. Ich möchte Mal wieder im Meer baden, das Salzwasser schmecken, mich von der Sonne trocknen lassen. Stattdessen bau ich den Tischstaubsauger wieder zusammen, den ich von innen gründlich gereinigt habe.

Aber trotzdem bin ich glücklich. Ich habe alles, was ich mir wünsche – nur das Meer fehlt.

Alles ist wieder anders

Ich war gerade in Büro als ich schon unser Hausverwalter anrief. Er hat jetzt von unserem neuen Mieter eine offizielle Einladung für sich und uns zu einem Sektempfang am Donnerstag um 19.30 Uhr erhalten. Das ist nun eine ganz andere Situation. Eine Konfrontation mit der Tante lässt sich wohl jetzt vermeiden.

Ich rief Andrea an. Sie meinte, sie würde mit Manfred gerne dort hingehen. Dann rief ich meine Eltern an. Sie würden also auch dort hingehen. Nur ich hab keine Lust, abends noch nach Lübeck zu fahren. Wir bleiben bei unserem Plan: Oliver und Melli sowie Bernd und ich werden uns Donnerstag Nachmittag in Lübeck treffen, Herrn P. die Hand geben und alles Gute wünschen.

Alte Tanten!

Andrea rief heute an. Sie hatte sich bei unserer Tante für die nette Feier bedanken wollen. Bei dieser Gelegenheit fragte sie, wer denn am Donnerstag mit zur Geschäftseröffnung kommt. Andrea erzählte ihr, dass Oliver und Melli und ich mit Bernd hingehen werden. Das passte Tantchen nun gar nicht. Sie ist der Meinung, dass nur die Grundstückseigentümer dort hingehen sollten und natürlich Oliver als Erbe. Bernd und Melli hätten dort nichts zu suchen. Was bildet sie sich eigentlich ein? Es gibt keine offizielle Einladung und deshalb kann dort jeder hingehen und sich den Laden ansehen. Ich bin total sauer! Ich kümmere ich mich um alles und mache die Koordination zwischen Hausverwalter und Familie. Deshalb kann ich mitnehmen wen ich will.

Geldregen

Mein Konto ist im Plus – das erste Mal seit 5 Jahren! Meine Eltern hatten mir in der vorigen Woche einen netten Betrag aus dem Verkauf ihrer Yacht überwiesen und heute habe ich meine Steuerrückzahlung für das vergangene Jahr bekommen. Es geht bergauf!