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Keine Erleuchtung

Die No Angels hatten uns gestern Abend schon nicht erleuchtet, die Er- bzw. ein Teil der Beleuchtung fehlte auch unserem Wagen, als wir uns auf den Heimweg machen wollten.

Wenn bei Dunkelheit der Motor gestartet wird, wird gleichzeitig die Fahrbeleuchtung eingeschaltet. So sollte es jedenfalls sein. War es aber nicht. Es glühten nur die Begrenzungsleuchten, im Sprachgebrauch Standlicht genannt, vor sich hin. Hinten war alles ok. Die Signallampe im Amaturenbrett signalisierte auch, dass das Fahrlicht eingeschaltet ist. War es aber nicht. Mehrmaliges Neustarten des Motors bzw. manuelles schalten am Beleuchtungschalter brachte keine Erleuchtung.

Wir erinnerten uns daran, dass unser Kfz-Versicherung einen Pannenbrief beinhaltet. Ich rief also die 24-Stunden-Hotline der Versicherung an und machte der Dame die abegfragten Angaben. Wenige Minuten später meldete sich die Dame eines Pannenservice. Nachdem ich ihr unseren Standort mitgeteilt und ihr unser Problem erklärt hatte, wollte sie jemanden schicken. Kurz darauf ein erneuter Anruf. Der Pannenmeister meldete sich persönlich und liess sich das Problem erklären. Er meinte, er hätte keine Glühlampen dabei und ich sollte mal zur Tankstelle und nach neuen Glühlampen fragen. Toller Service! Ich hatte den Eindruck, dass der Pannenmeister wegen so einer Lappalie keine Lust hatte, nachts um 2 Uhr uns zur Hilfe zu eilen.

Da die Nebelscheinwerfer einwandfrei funktionierten, machten wir uns ohne Pannenhilfe auf den Heimweg. Das ist zwar nicht ganz korrekt, aber was soll man machen? In Hamburg ein Hotelzimmer nehmen?

Die Sicherungen können es nicht sein. Das Fernlicht, dass ja von der gleichen Glühlampe ausgestrahlt wird, funktioniert nämlich. Entweder sind die Glühfäden von gleich beiden Lampen durchgebrannt oder es handelt sich im einen Schaltfehler. Morgen werde ich mal die Werkstatt aufsuchen müssen.

Landpartie

Donnerstag beging meine Mutter ihren 84. Geburtstag, ihr erster Geburtstag ohne ihren Mann, mit dem sie mehr als 60 Jahre verheiratet war. Kurz nach Vaters Tod erklärte sie mir, dass sie in diesem Jahr ihren Geburtstag nicht feiern wolle. Aber das wollte ich nicht so einfach hinnehmen. Wenn sie nicht feiern will – dann feiern wir sie! Zu diesem Zweck hatte ich mir freigenommen.

Ohne Mutter näheres zu erklären, erzählte ich ihr, dass wir sie an ihrem Geburtstag mittags abholen würden. Was sie nicht wusste:
1. Bernds Mutter würde mit uns fahren.
2. Da unser Wagen für 4 Personen nicht geeignet ist, würde ich mir einen Wagen leihen.
3. Wir würden zum Palmenhaus Café fahren.
4. Nach unser Rückkehr würden wir bei Freunden, die bei ihr im Haus wohnen, zusammen mit meiner Cousine und ihrem Freund eine kleine Überraschungsparty arrangieren.

Gestern morgen holten wir den vorbestellten Wagen ab. Statt eines Golf bzw. Peugeot bekamen wir ein upgrade. Uns wurde ein Audi A3 Diesel zur Verfügung gestellt. Über Hamburg, wo wir Bernds Mutter einsammelten, fuhren wir dann nach Lübeck zu meiner Mutter.

Ihr Erstaunen war gross als sie Bernds Mutter erblickte. Wie sie uns dann später erzählte, war ihre erste Überlegung: Wie kommen wir nur alle in Hans-Georgs und Bernds Wagen unter?. Das war dann die nächste Überraschung als wir alle in den Audi einstiegen.


Unser Fahrtzielt war das Palmenhaus Café in Sierhagen bei Neustadt an der Ostsee, was meine Mutter ja aber nicht wusste. Die Fahrt ging weitestgehend über Landstrassen Richtung Ostsee, vorbei an gelbstrahlenden Rapsfeldern, die einen schönen Kontrast zum blauen Himmel abgaben.

Während der Fahrt rätselte Mutter, wo wir denn nun hinfahren würden. Anfangs kannte sie die Gegend. Aber als wir uns in Neustadt von der Ostsee weg ins Landesinnere bewegten, musste sie passen.


Eine schmale Landstrasse mit vielen Kurven führte uns zum Gut Sierhagen. Blauer Himmel, grünes Gras und eine himmlische Ruhe empfing uns dort, unterbrochen nur durch das Geräusch, das ein Steinmetz mit Hammer und Meissel erzeugte, der im Garten sass und an einer Skulptur arbeitete.


Im Palmenhaus suchten wir uns am Tortentresen ein Stück Torte aus. Der Jahreszeit entsprechend entschieden wir uns für eine Erdbeertorte.


Danach suchten wir uns einen Platz auf der Terrasse des Cafés mit Blick auf die hügelige Umgebung. Unsere Mütter waren begeistert von diesem wunderschönen Fleckchen Erde. Nach und nach füllte sich die Terrasse mit weiteren Gästen und es wurde ziemlich interessant, diese zu beobachten. Leider liess es sich nicht vermeiden, einen Herrn zurechtzuweisen, der sehr laut mit seinem Handy telefonierte. Meine Bitte, er möge doch leiser sprechen, wurde von anderen Gästen positiv honoriert.


Nach einem Schnaps für meine Mutter, einem Eis für meine Schwiegermutter und einem Eiskaffee für mich machten wir einen Rundgang durch die Gutsgärtnerei. Wenn wir doch nur eine grössere Terrasse hätten! Ich hätte ein Vermögen dort lassen können! Und so liess es sich nicht vermeiden, dass ich mich mit nur 2 kleinen Kräutertöpfen zufrieden geben musste. Die Heimfahrt führte uns an der Ostseeküste entlang durch Sierksdorf, Haffkrug und Scharbeutz. In Lübeck machten wir noch einen kleinen Abstecher zum Friedhof.


Im Haus meiner Mutter – ein 3-Etagen-Wohnaus – drängte ich sie von der Treppe weg und klingelte bei den Freunden unser Familie im Erdgeschoss, wo auch meine Cousine wartete. Wir schoben Mutter in die Wohnung, wo schon der Abendbrottisch reichlich gedeckt war. Auch diese Überraschung war gelungen, sehr zur Freude von allen, die an diesem Tag mitgewirkt hatten. Gemütlich sassen wir noch ein paar Stunden beisammen. Mutter erzählte von ihrer Reise, von der sie am Tag vorher zurückgekehrt war. Und genug Gesprächsstoff finden wir sowieso immer, wenn wir alle zusammen sind, so dass die Zeit nie lang wird.

Doch auch ein schöner Tag geht mal zu Ende. In dem Bewusstsein, meiner Mutter einen schönen Geburtstag bereitet zu haben, machten wir uns auf den Heimweg über Hamburg nach Geesthacht, eine Strecke, wir in ca. 1 Stunde meisterten, ohne mit dem Bleifuss über die Autobahn gerast zu sein.

Luftiger Arbeitsplatz


Sohnemann ist mal wieder unterwegs um seinen Job zu machen, tagsüber in einer Firma, in der er – zusammen mit einem Kollegen – ein Programm installieren soll. Das derzeit in ganz Deutschland gute Wetter macht es möglich, dass die Beiden am späten Nachmittag jeweils auf ihrem zum Hotelzimmer gehörenden Balkon sitzen und programmieren. Ich kann ihnen nicht verdenken, sich das Leben so schön wie möglich zu machen wenn sie schon tagelang von zu Hause weg sind und im Hotel übernachten müssen.

Keine Brücke

Heute ist wieder Brückentag. Tausende werden heute einen Tag Urlaub genommen haben um vier Tage am Stücke frei zu machen. Da meine Kollegin zwei Wochen Urlaub hat, komme ich leider nicht in diesen Genuss.

Vermutlich wird es geschäftlich ein ganz ruhiger Tag werden, aber man soll den Arbeitstag ja nicht vor dem Feierabend loben.

Der Titel „Keine Brücke“ ist übrigens zweideutig:
Erstens weil der heutige Tag für mich kein Brückentag ist.
Zweitens weil die Abgebildete Brücke nicht mehr existiert. Es ist die Herrenbrücke, einstmals Europas grösste Klappbrücke, die die Trave bei Lübeck überspannte. Sie wurde durch einen umstrittenen Tunnel ersetzt, der sich teilweise durch eine Maut finanziert. Viele Einwohner aus Lübeck und dem Umland nehmen lieber einen Umweg in Kauf als die Maut zu bezahlen.

Heute wird über den Tunnel gemeckert – früher wurde über die Brücke gemeckert. Es konnte nämlich schon mal vorkommen, dass man bei einer Brückenöffnung für Frachtschiffe schon mal bis zu 30 Minuten warten konnte. Während meiner Lübecker Zeit musste ich täglich 4 Mal über die Brücke fahren. Wenn ich nur 5 Minuten später aus dem Büro kam, konnte ich mit Sicherheit darauf warten, dass 2 Finnlandfähren aus Lübeck endlich die Enge passiert hatten.

Starker Entschluss

Ich für meinen Teil habe beschlossen, dass jetzt Frühling ist. Seit ein paar Tagen habe ich morgens meine Sommerjacke an, etwa 3 – 4 Wochen später als sonst. Gut, es ist natürlich frisch, wenn ich mich morgens in den Wagen setze. Die Winterjacke hat für diesen Winter ausgedient – auch wenn es mich morgens gelegentlich fröstelt.

Sportstöckchen

Aufgesammelt bei Magic Volker:
1. Was für Sport machst Du?
2. Machst Du regelmäßig Sport?
3. Wann hast Du das letzte Mal Sport getrieben?
4. Wann hattest Du zum letzen Mal einen Muskelkater?
5. Wann bist Du zuletzt Fahrrad gefahren?

1. Matratzensport
2. ja
3. kürzlich
4. –
5. vor mehr als 10 Jahren

links oder rechts?

Nein nein, das hat jetzt nichts mit politischer Anschauung zu tun. Es geht darum, wie ich meine beiden Gehirnhälften einsetze.

Der Test schein ja ziemlich positiv ausgefallen zu sein. Allerdings sehe ich mich selbst nicht als kreativ. Vielleicht liegt dieses Talent eher im verborgenen. Fragt sich nur, in welcher Gehirnhälfte das Talent verborgen ist.

Gefunden bei Leben – usw..

Letzte Ruhe

Gestern Nachmittag haben wir meinen Vater zur letzten Ruhe geleitet, bzw. das, was nach der Kremierung von ihm übrig geblieben ist.

Die Urne, geschmückt mit einem Blumengesteck aus roten und weissen Rosen, so wie es der Sargschmuck bei der Trauerfeier auch war, Stand auf einem Podest, der mit einer roten, bodenlangen Samtdecke verhüllt war. Ich war eigentlich der Meinung, dass die Urnenbeisetzung für mich nur noch eine formelle Angelegenheit ist, dem ich ziemlich emotionslos beiwohnen würde. Aber bei diesem Anblick bekam ich doch noch mal feuchte Augen. Auch Mutter schluchzte.

Der Pfarrer zitierte aus der Bibel und sprach ein Gebet. Wir, d.h. meine Mutter, ich, Bernd, Oliver und seine Freundin sowie enge Freunde der Familie – also insgesamt 8 Personen, stellten uns ausserhalb der kleinen Kapelle auf. Ein Friedhofsangestellter – in schwarzem Cape und einem mit schwarzen Federn besetzten Dreispitz auf dem Kopf – trug die Urne durch unser Spalier und dann vor uns her zum vorbereiteten Familiengrab.

Wenige Meter bevor wir das Grab erreichten, befuhr ein Zug die neben dem Weg gelegene Gleisstrecke, wie zur Untermauerung, dass mein Vater nun die letzte Reise antritt. Es ist merkwürdig, dass das mit dem Zug immer geschieht, wenn in dem Familiengrab jemand von uns beerdigt wird. Angefangen hat das vor etwa 50 Jahren mit meinem Grossvater, bei meiner Grossmutter war es vor 30 Jahren ebenso. Auch als wir meine Tante zur letzten Ruhe betteten, kam ein Zug vorbei. Und nun auch bei meinem Vater. Jede dieser Personen war auch gern auf Reisen. Insofern ein idealer Platz für unsere Lieben.

Am Grab liess der Träger die Urne in die Erde. Danach sprach Pastor noch ein paar Worte und betete das Vater Unser. Anschliessend traten wir einer nach dem anderen an das kleine Loch, in dem die Urne stand. Wir warfen 3 mal Sand auf die Urne und verharrten dann jeweils ein paar Sekunden und nahmen endgültig Abschied.

Wirklich endgültig? Nein! Abschied schon, aber ich weiss, dass Vater, wie auch sein Vater, seine Mutter und seine Schwester in uns weiterleben. Sie sind für mich nicht tot solange wir uns an sie erinnern.

Bei einem gemütlichen – und auch fröhlichen – Kaffeetrinken im neben dem Friedhof gelegenen Restaurant Waldhusen sassen wir noch eine Weile zusammen. Besonders schön war es, dass nun auch Oliver mit seiner Freundin teilnehmen konnte, der ja bei der Trauerfeier krankheitshalber verhindert war. So hatte auch er die Gelegenheit, sich von seinem Opa zu verabschieden.

Pause beendet

Na ja, es war eher eine Zwangspause. Ich habe ja seit Donnerstag letzter Woche frei. Die Zeit war angefüllt mit Aktivitäten, es war einfach keine Zeit, euch darüber zu informieren. Jetzt noch 4 freie Tage, und am Montag nächster Woche geht es wieder ins Büro.

Was war denn nun los hier?:

Am Donnerstag, also heute vor einer Woche, hatten wir abends Besuch von einem sehr netten Mann. Ich hatte ihn vor einigen Jahren in einem einschlägigen schwulen Forum kennengelernt. Fast täglich „sprachen“ wir miteinander. Und ganz langsam fasste er Vertrauen zu mir. F. erzählte mir aus seinem Leben, dass er verheiratet sei und 2 Töchter habe, dass er sich aber auch zu Männern hingezogen fühlt. Diese Konfliktsituation kannte ich nur allzu gut. Vor 2 Jahren verliebte F. sich dann in einen anderen Mann. Seine Situation wurde dadurch nur noch schlechter. F. wusste nicht mehr ein und aus. Wenn er mir darüber erzählte war es so, als würde dort mein vergangenes Leben ablaufen. Inzwischen hat sich F. zu seiner Frau und zu seiner Familie bekannt. Nach wie vor ist es so, dass es eine Seite in ihm gibt, die ihn zu Männern zieht, aber nicht so stark, dass er mit ihnen in die Buntkarierten springt. Er steht voll und ganz zu seiner Familie.

F. hatte 3 Tage beruflich in Hamburg zu tun. Deshalb nahmen wir die Gelegenheit war, uns persönlich kennenzulernen. Bei uns im Elbe-Penthouse hatten wir einen gemütlichen Abend und haben tatsächlich einen sehr lieben und netten Menschen kennengelernt.

Am Freitagabend reiste unser Freund Frank aus München an. Es war das erste Mal, dass er im Elbe-Penthouse zu Gast war. Unser neues Domizil zu begutachten war nicht der einzige Grund seines Besuches, hatten wir doch auch eine persönliche Feier, zu der wir ihn eingeladen haben. Frank war, ebenso wie F., sehr angetan von unserer Wohnung.


Am Samstag machten wir einen langen Spaziergang zur Geesthachter Schleuse. Frische Luft macht bekanntlich hungrig. Die Frage, wo wir essen gehen wollten, wurde lange diskutiert. Schliesslich einigten wir uns auf die Erlebnisküche im Mongolischen Restaurant. Wir fragten unsere Nachbarn, ob sie Lust hätten, mit uns zu kommen. Hatten sie – und so machten wir uns gemeinsam auf den Weg zum Restaurant, nicht wissend, was uns dort erwarten würde.

Erstmal erwartete uns ein vollbesetztes Restaurant. Die nette Mongolin, die für die Platzvergabe zuständig war, meinte aber, dass sie in ca. 20 Minuten einen Tisch für uns hätte. Als wir uns dort wieder einfanden, war tatsächlich ein Tisch für uns frei. Uns wurde erklärt, wie das mit den Buffets funktioniert: Entweder man nimmt nur chinesisch, also fertig gegarte Speisen und Zutaten oder man macht auf mongolisch und nimmt rohes Fleisch oder Fisch und Gemüse, löffelt eine von vielen Saucen darüber und übergibt dem Koch seinen Teller. Der gart das dann in wenigen Minuten.

Anfangs wagten wir uns nicht so recht an die mongolische Variante und nahmen erst mal was fertiges vom chinesischen Buffet während wir beobachteten, wie das beim mongolischen Koch so vor sich geht.

Der nächste Gang trieb uns dann dazu, uns was frisches zubereiten zu lassen. Ich muss sagen, dass das war wirklich toll war. Und mit dieser Meinung stand ich nicht allein da. Selbst unser Nachbar, der, was essen betrifft, etwas konservativ sein kann, war sehr angetan.

Am Sonntag hiess es früh aufstehen. Um 9 Uhr mussten wir Tortenstücke vom Café Koch holen, um 10 Uhr sollte der Brunch geliefert werden. Zur gleichen Zeit sammelte Bernd unsere Mütter in Hamburg am Bahnhof ein. Um 11 Uhr kamen die geladenen Gäste aus der Nachbarschaft.


Bis in den Nachmittag hinein hatten wir eine sehr angenehme Feier mit interessanten Gesprächen. Ich musste aber leider feststellen, dass in der Nachbarschaft die Angst umgeht, sich hier im Weblog oder im Elbe-Penthouse wiederzufinden.

Am Montag war der Tag der Abreise von Frank. Wir brachten ihn zum Flughafen. Von dort fuhren wir weiter nach Lübeck. Meine Mutter hatte Termine bei 2 Banken um Konten auf ihren Namen umschreiben zu lassen und um sich zu informieren, was Vater dort angelegt hatte.

Wie ich nicht anders erwartet hatte, war das Gespräch bei der Deu….en Bank sehr merkwürdig. Der Berater nahm uns nicht die Jacken ab. Mehrmals musste er den Raum verlassen um an einem anderen Rechner zu arbeiten. Ein weiteres Mal sammelte diese Bank Minuspunkte bei mir.

Der Termin bei der Sp….sse verlief wesentlich netter und sachlich optimal. Der Sachbearbeiter hatte sich vorbereitet und alles notiert, was abgearbeitet werden musste. Wir wurden über Wertpapierhandel aufgeklärt und bekamen gleich einen Vorschlag bezüglich einer der Anlagen. Ich machte den Vorschlag, die Anlagen von der anderen Bank – falls möglich – zu dieser Bank zu übertragen, auch aus dem Grund, dass diese Filiale für meine Mutter besser zu erreichen ist als die der anderen Bank. Die Angelegenheit wird jetzt geprüft.

Montagabend hiess es dann für uns Koffer packen. Dazu mehr im nächsten Beitrag.

Nachtrag:
Ich vergass zu erwähnen, dass das leckere Buffet von der Landschlachterei Harms geliefert wurde.

Keine Ruhe

Ab morgen habe ich Urlaub, also 2 Tage in dieser Woche und die ganze nächste Woche. Wir freuen uns auf eine kleine Feier am Sonntag mit Besuch aus München und von der Familie. Wir freuen uns darauf, morgen Abend jemanden kennenzulernen, den ich bisher nur aus einem Chat kenne. Wir freuen uns darauf, in der nächsten Woche nach Stuttgart zu fliegen um uns dort das Musical „Wicked, die Hexen von Oz“ anzusehen. Ich freute mich auf ein paar Tage Entspannung. Aber wie sagte Holger: Irgendwas ist ja immer!:

Ich bekam heute Abend nämlich die Mitteilung, dass in unserem Familienhaus in Lübeck Veränderungen bevorstehen: Eine alte Dame, die sozusagen zur Familie gehört, muss aufgrund eines Sturzes ganz plötzlich in ein Pflegeheim. Sie wird auf keinen Fall wieder in ihre Wohnung zurückkehren können. Spätestens Ende April wird die Wohnung geräumt sein, eine ca. 80 qm grosse Altbauwohnung mitten in der City von Lübeck, mit mehr als 3 m hohen Räumen und Stuck an den Decken.

Es muss renoviert werden, es muss überlegt werden, ob die Wohnung als Wohn- oder Geschäftsraum vermietet werden kann. Gibt es überhaupt Interessenten, die mitten in Lübeck eine Wohnung mieten wollen, wo es keine Parkmöglichkeiten gibt? Wir haben für das Haus zwar einen Verwalter, der sich darum kümmern soll und hoffentlich auch kann. Nur ist es letztendlich unsere Entscheidung, was wir dort machen wollen bzw. können. Ein Leerstand über mehrere Monate ist zu erwarten, was Einkommensverlust bedeutet. Dieser ist zwar nicht existenzbedrohend, aber unangenehm.

Egal, wir werden es schon auf die Reihe bringen, dass die Wohnung wieder vermietet wird. Nur wird es mir in den nächsten Wochen, und damit für die paar freien Tage, keine Ruhe bringen. Gedanken über eventuelle Möglichkeiten werden mir durch den Kopf schwirren. Nicht, dass ich da alleine vorstehe, ich habe natürlich Unterstützung durch die Familie. Aber trotzdem ist es ein Thema, das mich sehr beschäftigt.