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Keine Brücke

Heute ist wieder Brückentag. Tausende werden heute einen Tag Urlaub genommen haben um vier Tage am Stücke frei zu machen. Da meine Kollegin zwei Wochen Urlaub hat, komme ich leider nicht in diesen Genuss.

Vermutlich wird es geschäftlich ein ganz ruhiger Tag werden, aber man soll den Arbeitstag ja nicht vor dem Feierabend loben.

Der Titel „Keine Brücke“ ist übrigens zweideutig:
Erstens weil der heutige Tag für mich kein Brückentag ist.
Zweitens weil die Abgebildete Brücke nicht mehr existiert. Es ist die Herrenbrücke, einstmals Europas grösste Klappbrücke, die die Trave bei Lübeck überspannte. Sie wurde durch einen umstrittenen Tunnel ersetzt, der sich teilweise durch eine Maut finanziert. Viele Einwohner aus Lübeck und dem Umland nehmen lieber einen Umweg in Kauf als die Maut zu bezahlen.

Heute wird über den Tunnel gemeckert – früher wurde über die Brücke gemeckert. Es konnte nämlich schon mal vorkommen, dass man bei einer Brückenöffnung für Frachtschiffe schon mal bis zu 30 Minuten warten konnte. Während meiner Lübecker Zeit musste ich täglich 4 Mal über die Brücke fahren. Wenn ich nur 5 Minuten später aus dem Büro kam, konnte ich mit Sicherheit darauf warten, dass 2 Finnlandfähren aus Lübeck endlich die Enge passiert hatten.

Starker Entschluss

Ich für meinen Teil habe beschlossen, dass jetzt Frühling ist. Seit ein paar Tagen habe ich morgens meine Sommerjacke an, etwa 3 – 4 Wochen später als sonst. Gut, es ist natürlich frisch, wenn ich mich morgens in den Wagen setze. Die Winterjacke hat für diesen Winter ausgedient – auch wenn es mich morgens gelegentlich fröstelt.

Sportstöckchen

Aufgesammelt bei Magic Volker:
1. Was für Sport machst Du?
2. Machst Du regelmäßig Sport?
3. Wann hast Du das letzte Mal Sport getrieben?
4. Wann hattest Du zum letzen Mal einen Muskelkater?
5. Wann bist Du zuletzt Fahrrad gefahren?

1. Matratzensport
2. ja
3. kürzlich
4. –
5. vor mehr als 10 Jahren

links oder rechts?

Nein nein, das hat jetzt nichts mit politischer Anschauung zu tun. Es geht darum, wie ich meine beiden Gehirnhälften einsetze.

Der Test schein ja ziemlich positiv ausgefallen zu sein. Allerdings sehe ich mich selbst nicht als kreativ. Vielleicht liegt dieses Talent eher im verborgenen. Fragt sich nur, in welcher Gehirnhälfte das Talent verborgen ist.

Gefunden bei Leben – usw..

Letzte Ruhe

Gestern Nachmittag haben wir meinen Vater zur letzten Ruhe geleitet, bzw. das, was nach der Kremierung von ihm übrig geblieben ist.

Die Urne, geschmückt mit einem Blumengesteck aus roten und weissen Rosen, so wie es der Sargschmuck bei der Trauerfeier auch war, Stand auf einem Podest, der mit einer roten, bodenlangen Samtdecke verhüllt war. Ich war eigentlich der Meinung, dass die Urnenbeisetzung für mich nur noch eine formelle Angelegenheit ist, dem ich ziemlich emotionslos beiwohnen würde. Aber bei diesem Anblick bekam ich doch noch mal feuchte Augen. Auch Mutter schluchzte.

Der Pfarrer zitierte aus der Bibel und sprach ein Gebet. Wir, d.h. meine Mutter, ich, Bernd, Oliver und seine Freundin sowie enge Freunde der Familie – also insgesamt 8 Personen, stellten uns ausserhalb der kleinen Kapelle auf. Ein Friedhofsangestellter – in schwarzem Cape und einem mit schwarzen Federn besetzten Dreispitz auf dem Kopf – trug die Urne durch unser Spalier und dann vor uns her zum vorbereiteten Familiengrab.

Wenige Meter bevor wir das Grab erreichten, befuhr ein Zug die neben dem Weg gelegene Gleisstrecke, wie zur Untermauerung, dass mein Vater nun die letzte Reise antritt. Es ist merkwürdig, dass das mit dem Zug immer geschieht, wenn in dem Familiengrab jemand von uns beerdigt wird. Angefangen hat das vor etwa 50 Jahren mit meinem Grossvater, bei meiner Grossmutter war es vor 30 Jahren ebenso. Auch als wir meine Tante zur letzten Ruhe betteten, kam ein Zug vorbei. Und nun auch bei meinem Vater. Jede dieser Personen war auch gern auf Reisen. Insofern ein idealer Platz für unsere Lieben.

Am Grab liess der Träger die Urne in die Erde. Danach sprach Pastor noch ein paar Worte und betete das Vater Unser. Anschliessend traten wir einer nach dem anderen an das kleine Loch, in dem die Urne stand. Wir warfen 3 mal Sand auf die Urne und verharrten dann jeweils ein paar Sekunden und nahmen endgültig Abschied.

Wirklich endgültig? Nein! Abschied schon, aber ich weiss, dass Vater, wie auch sein Vater, seine Mutter und seine Schwester in uns weiterleben. Sie sind für mich nicht tot solange wir uns an sie erinnern.

Bei einem gemütlichen – und auch fröhlichen – Kaffeetrinken im neben dem Friedhof gelegenen Restaurant Waldhusen sassen wir noch eine Weile zusammen. Besonders schön war es, dass nun auch Oliver mit seiner Freundin teilnehmen konnte, der ja bei der Trauerfeier krankheitshalber verhindert war. So hatte auch er die Gelegenheit, sich von seinem Opa zu verabschieden.

Pause beendet

Na ja, es war eher eine Zwangspause. Ich habe ja seit Donnerstag letzter Woche frei. Die Zeit war angefüllt mit Aktivitäten, es war einfach keine Zeit, euch darüber zu informieren. Jetzt noch 4 freie Tage, und am Montag nächster Woche geht es wieder ins Büro.

Was war denn nun los hier?:

Am Donnerstag, also heute vor einer Woche, hatten wir abends Besuch von einem sehr netten Mann. Ich hatte ihn vor einigen Jahren in einem einschlägigen schwulen Forum kennengelernt. Fast täglich „sprachen“ wir miteinander. Und ganz langsam fasste er Vertrauen zu mir. F. erzählte mir aus seinem Leben, dass er verheiratet sei und 2 Töchter habe, dass er sich aber auch zu Männern hingezogen fühlt. Diese Konfliktsituation kannte ich nur allzu gut. Vor 2 Jahren verliebte F. sich dann in einen anderen Mann. Seine Situation wurde dadurch nur noch schlechter. F. wusste nicht mehr ein und aus. Wenn er mir darüber erzählte war es so, als würde dort mein vergangenes Leben ablaufen. Inzwischen hat sich F. zu seiner Frau und zu seiner Familie bekannt. Nach wie vor ist es so, dass es eine Seite in ihm gibt, die ihn zu Männern zieht, aber nicht so stark, dass er mit ihnen in die Buntkarierten springt. Er steht voll und ganz zu seiner Familie.

F. hatte 3 Tage beruflich in Hamburg zu tun. Deshalb nahmen wir die Gelegenheit war, uns persönlich kennenzulernen. Bei uns im Elbe-Penthouse hatten wir einen gemütlichen Abend und haben tatsächlich einen sehr lieben und netten Menschen kennengelernt.

Am Freitagabend reiste unser Freund Frank aus München an. Es war das erste Mal, dass er im Elbe-Penthouse zu Gast war. Unser neues Domizil zu begutachten war nicht der einzige Grund seines Besuches, hatten wir doch auch eine persönliche Feier, zu der wir ihn eingeladen haben. Frank war, ebenso wie F., sehr angetan von unserer Wohnung.


Am Samstag machten wir einen langen Spaziergang zur Geesthachter Schleuse. Frische Luft macht bekanntlich hungrig. Die Frage, wo wir essen gehen wollten, wurde lange diskutiert. Schliesslich einigten wir uns auf die Erlebnisküche im Mongolischen Restaurant. Wir fragten unsere Nachbarn, ob sie Lust hätten, mit uns zu kommen. Hatten sie – und so machten wir uns gemeinsam auf den Weg zum Restaurant, nicht wissend, was uns dort erwarten würde.

Erstmal erwartete uns ein vollbesetztes Restaurant. Die nette Mongolin, die für die Platzvergabe zuständig war, meinte aber, dass sie in ca. 20 Minuten einen Tisch für uns hätte. Als wir uns dort wieder einfanden, war tatsächlich ein Tisch für uns frei. Uns wurde erklärt, wie das mit den Buffets funktioniert: Entweder man nimmt nur chinesisch, also fertig gegarte Speisen und Zutaten oder man macht auf mongolisch und nimmt rohes Fleisch oder Fisch und Gemüse, löffelt eine von vielen Saucen darüber und übergibt dem Koch seinen Teller. Der gart das dann in wenigen Minuten.

Anfangs wagten wir uns nicht so recht an die mongolische Variante und nahmen erst mal was fertiges vom chinesischen Buffet während wir beobachteten, wie das beim mongolischen Koch so vor sich geht.

Der nächste Gang trieb uns dann dazu, uns was frisches zubereiten zu lassen. Ich muss sagen, dass das war wirklich toll war. Und mit dieser Meinung stand ich nicht allein da. Selbst unser Nachbar, der, was essen betrifft, etwas konservativ sein kann, war sehr angetan.

Am Sonntag hiess es früh aufstehen. Um 9 Uhr mussten wir Tortenstücke vom Café Koch holen, um 10 Uhr sollte der Brunch geliefert werden. Zur gleichen Zeit sammelte Bernd unsere Mütter in Hamburg am Bahnhof ein. Um 11 Uhr kamen die geladenen Gäste aus der Nachbarschaft.


Bis in den Nachmittag hinein hatten wir eine sehr angenehme Feier mit interessanten Gesprächen. Ich musste aber leider feststellen, dass in der Nachbarschaft die Angst umgeht, sich hier im Weblog oder im Elbe-Penthouse wiederzufinden.

Am Montag war der Tag der Abreise von Frank. Wir brachten ihn zum Flughafen. Von dort fuhren wir weiter nach Lübeck. Meine Mutter hatte Termine bei 2 Banken um Konten auf ihren Namen umschreiben zu lassen und um sich zu informieren, was Vater dort angelegt hatte.

Wie ich nicht anders erwartet hatte, war das Gespräch bei der Deu….en Bank sehr merkwürdig. Der Berater nahm uns nicht die Jacken ab. Mehrmals musste er den Raum verlassen um an einem anderen Rechner zu arbeiten. Ein weiteres Mal sammelte diese Bank Minuspunkte bei mir.

Der Termin bei der Sp….sse verlief wesentlich netter und sachlich optimal. Der Sachbearbeiter hatte sich vorbereitet und alles notiert, was abgearbeitet werden musste. Wir wurden über Wertpapierhandel aufgeklärt und bekamen gleich einen Vorschlag bezüglich einer der Anlagen. Ich machte den Vorschlag, die Anlagen von der anderen Bank – falls möglich – zu dieser Bank zu übertragen, auch aus dem Grund, dass diese Filiale für meine Mutter besser zu erreichen ist als die der anderen Bank. Die Angelegenheit wird jetzt geprüft.

Montagabend hiess es dann für uns Koffer packen. Dazu mehr im nächsten Beitrag.

Nachtrag:
Ich vergass zu erwähnen, dass das leckere Buffet von der Landschlachterei Harms geliefert wurde.

Keine Ruhe

Ab morgen habe ich Urlaub, also 2 Tage in dieser Woche und die ganze nächste Woche. Wir freuen uns auf eine kleine Feier am Sonntag mit Besuch aus München und von der Familie. Wir freuen uns darauf, morgen Abend jemanden kennenzulernen, den ich bisher nur aus einem Chat kenne. Wir freuen uns darauf, in der nächsten Woche nach Stuttgart zu fliegen um uns dort das Musical „Wicked, die Hexen von Oz“ anzusehen. Ich freute mich auf ein paar Tage Entspannung. Aber wie sagte Holger: Irgendwas ist ja immer!:

Ich bekam heute Abend nämlich die Mitteilung, dass in unserem Familienhaus in Lübeck Veränderungen bevorstehen: Eine alte Dame, die sozusagen zur Familie gehört, muss aufgrund eines Sturzes ganz plötzlich in ein Pflegeheim. Sie wird auf keinen Fall wieder in ihre Wohnung zurückkehren können. Spätestens Ende April wird die Wohnung geräumt sein, eine ca. 80 qm grosse Altbauwohnung mitten in der City von Lübeck, mit mehr als 3 m hohen Räumen und Stuck an den Decken.

Es muss renoviert werden, es muss überlegt werden, ob die Wohnung als Wohn- oder Geschäftsraum vermietet werden kann. Gibt es überhaupt Interessenten, die mitten in Lübeck eine Wohnung mieten wollen, wo es keine Parkmöglichkeiten gibt? Wir haben für das Haus zwar einen Verwalter, der sich darum kümmern soll und hoffentlich auch kann. Nur ist es letztendlich unsere Entscheidung, was wir dort machen wollen bzw. können. Ein Leerstand über mehrere Monate ist zu erwarten, was Einkommensverlust bedeutet. Dieser ist zwar nicht existenzbedrohend, aber unangenehm.

Egal, wir werden es schon auf die Reihe bringen, dass die Wohnung wieder vermietet wird. Nur wird es mir in den nächsten Wochen, und damit für die paar freien Tage, keine Ruhe bringen. Gedanken über eventuelle Möglichkeiten werden mir durch den Kopf schwirren. Nicht, dass ich da alleine vorstehe, ich habe natürlich Unterstützung durch die Familie. Aber trotzdem ist es ein Thema, das mich sehr beschäftigt.

Stapelverabeitung

Das winterlich kalte Wetter mit Einlagen von Schneeschauern lockt uns heute nicht, an den grossen Strom zu gehen. Eine kleine Exkursion auf die Terrasse hinterliess den Eindruck, dass im Elbe-Penthouse viel angenehmer und gemütlicher ist als draussen.

Notwendig war es schon lange nur der Antrieb fehlte, den inneren Schweinehund zu überwinden: Sortieren von diversen Belegbergen und wenn möglich auch gleich verarbeiten.

Seit unserem Einzug vor etwas mehr als 6 Monaten wurden alle Rechnungen und Schreiben auf einen Stapel gelegt, und der wurde immer höher und höher. Das Wetter heute war ideal, um dieser Papierflut herr zu werden.

Kontoauszüge, Gehaltsabrechnungen, Rechnungen, Dokumente, Briefe – alles wurde sortiert, und zwar nach privat, Wohnung und Steuererklärung. Diverse Stapel türmten sich auf dem Tisch und auf dem Fussboden. Einiges wurde bei dieser Gelegenheit gleich weggearbeitet, d.h. in entsprechende Ordner abgelegt. Zum Schluss waren es noch 2 Stapel, die nach gewissen Kriterien sortiert waren. Diese beiden Stapel sind dann auch erst mal Stapel geblieben. Es kommen sicher noch mehr Tage mit schlechtem Wetter, an denen sie weiterverarbeitet werden können.

Aufgesammelt

Zugeworfen von Magic Volker:

1. Welche prominente Person würdest Du gern mal zum Kaffe zu Dir nach Hause einladen?
Tina Turner
2. Du darfst eine Person aus Deinem Umfeld mit einladen, wer wird das sein?
Meinen Mann
3. Wie bereitest Du Dich auf das Date vor?
Gar nicht – ich lass es auf mich zukommen
4. Was wäre Euer Gesprächsthema?
Ein Comeback
5. Welcher prominenten Person würdest Du die Tür (mit welchen Worten) vor der Nase zuschlagen?
Da gäbe es viele, aber 2 will ich herausgreifen:
George W. Bush: Hau ab du Kriegstreiber
Wolfang Schäuble: Die Stasi ist hier nicht willkommen