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Rentnerfrühstück

Ein kleines Malheur mit grosser bzw. teurer Wirkung brachte es mit sich, dass unser Wagen heute in der Werkstatt unseres Vertrauens in Lüneburg angemeldet war, um dort ein paar Schönheitsreparaturen erledigen zu lassen. Um acht Uhr hatten wir Termin. Die Schönheitsop sollte etwa 4 Stunden dauern. Also machten wir uns auf den Weg in die kleine schöne Innenstadt, die wir in etwas 20 Minuten erreichten.

Nun, zu dieser Zeit ist wohl in keiner Stadt schon was los. Einzig die Bäckereien hatten schon geöffnet. Bei Café Senkrecht zu frühstücken ist dann aber etwas zu unbequem, zumal wir ja auch viel Zeit hatten, die es totzuschlagen galt. Wir wollten in der Cafeteria von Karstadt frühstücken, die wir früher schon mal aufgesucht hatten.

Gegen 9 Uhr ging es Richtung Karstadt. In der Cafeteria war schon richtig was los. Einen Fensterplatz, von wo aus man einen schönen Ausblick auf den Marktplatz hat, gab es nicht mehr, schade. Frühstück bei Karstadt war im Angebot: 5 Teile für 2,95. Wenn man es geschickt anstellt, bekommt man zu dem Preis 4 halbe belegte Brötchen (1 ganzes Brötchen = 1 Teil). Allerdings muss man dann mit dem Belag sehr sparsam umgehen. Da wir ordentlich frühstücken wollten, nahmen wir das, wonach uns der Sinn stand. Am Ende bezahlte ich 10 Euro für 2 x Frühstück inkl. je 1 Becher heisse Schokolade, die sehr wohlschmeckend war. Bei Vorlage des Kassenbon gibt es dann einen Nachschlag: 2 Becher heisse Schokolade für je 1 Euro.

Das Karstadtfrühstück scheint überwiegend bei den Lüneburger Rentnern sehr beliebt zu sein. Fast ausnahmslos bevölkerten sie die Cafeteria. Gehhilfen, wie Krücken und Gehwagen, waren kein Hinderungsgrund, sich dort zu verköstigen. Man kannte sich und grüsste hier und grüsste dort. Wir liessen uns Zeit, davon hatten wir ja reichlich, und beobachten das Treiben um uns herum. Nicht, dass frühstückende Renter besonders interessant sind, aber was sollten wir machen. Ich stellte mir vor, wie das bei uns in 10/15 Jahren sein wird. Hoffentlich können wir dann ohne Krücken und Gehwagen irgendwo zum Frühstück gehen wenn uns der Sinn danach steht.

Valentinstag


Vor nicht allzu langer Zeit, bei einem unserer wenigen Fernsehabende:
Werbung für irgendwas zum Valentinstag. Meine spontane Redaktion: Wir schenken uns doch nichts?! Aus der Reaktion meines Mannes konnte ich erkennen, dass er schon was für mich hat. Da ich nicht wieder ohne was dastehen wollte, wie im vorigen Jahr, wo ich das Triptichon bekommen habe, musste ich mir also was überlegen. Da Bernd gerne Thailändisch isst, bastelte ich ihm einen Gutschein für ein Essem im Restaurant SalaThai.

Von Bernd bekam ich den Bad Taste Bear „Freddie“. Wer nicht weiss, um wen es sich handelt, der schau sich doch mal dieses Video an:

Notfallbehandlung

Gestern Abend, ganz plötzlich ohne Vorankündigung war es wieder so weit: Mein linkes Gehörorgan gab seinen Geist auf aufgrund einer Verstopfung. Ich kenn das ja schon: Hören nur noch aus einer Richtung, Körpergeräusche im Kopf- und Nackenbereich sind plötzlich laut hörbar, ich beginne zu flüstern weil ich meine Stimme durch den Kopf überlaut höre, Druck auf dem Ohr – alles sehr unangenehm.

Ich könnte bis Montag warten und dann zum HNO meines Vertrauens gehen. Aber das ganze Wochenende mit eingeschränkter Hörfähigkeit zumhängen? Nein, das kann es doch nicht sein. Also fragte ich heute morgen die Nachbarin meines Vertrauens nach den Möglichkeiten, die Verstopfung zu entfernen. Ihr Vorschlag war, nach Winsen/Luhe (dort wo die Chinesen so gern hinfahren) ins Krankenhaus zu fahren. Dort gäbe es eine HNO-Abteilung. Während eines kurzen Anrufes dortselbst wurde mir bestätigt, dass ich gern vorbeikommen könne. Wenige Minuten späten sassen wir im Wagen und fuhren nach Winsen.

Die Klinik machte schon von aussen einen sehr freundlichen Eindruck. Das Personal war auch sehr nett. Die Räumlichkeiten modern-freundlich mit netten Drucken an den Wänden (ein Bild hätte ich am liebsten mitgenommen). Ich hatte allerdings nicht erwartet, dass wir dort gefühlte 2 Stunden warten mussten. Da war nämlich ganz normaler Klinikbetrieb, d.h. Patienten wurden postoperativ versorgt. Endlich war ich an der Reihe. Ein netter Arzt fragte mich nach meinem Begehr. Er schaute in das Ohr, entdeckte die Verstopfung, die er sehr vorsichtig zu entfernen begann. Leider liess es sich nicht verhindern, dass es bei Berührungen des Saugers im Innenohr empfindlich wurde und unangenehm schmerzte. Deshalb entfernte er nicht alle Rückstände sondern gab mit noch 2 Lösungen mit auf den Weg, mit denen ich im Laufe des Tages spülen soll.

Nach etwa 10 Minuten konnte ich wieder einwandfrei hören. An der Kasse löhnte ich dann 10 Eur Praxisgebühr für eine Notfallbehandlung.

Ich hasse Wartezimmer

Wenn es vermeidbar ist, gehe ich eher nicht zum Arzt und versuche, mir mit rezeptfreien Medikamenten oder mit Hausmitteln Linderung zu verschaffen. Leider lässt es sich manchmal nicht umgehen, doch einen Arzt aufzusuchen, und sei es nur der Vorsorge wegen.

Erblich vorbelastet mit Hautflecken aller Art suchte ich heute einen Hautarzt auf. Ich hatte einen Termin. Etwa 10 Minuten vor der Zeit war ich da. Karte einziehen, 10 Eurobezahlen – „Nehmen sie noch im Wartezimmer platz“. Ich steuerte das Wartezimmer an. Vier freie Plätze, immer zwischen 2 Personen, die zum Teil noch Mäntel bzw. Jacken trugen. Also kalt war es da nicht, die Heizung funktionierte gut.

Da ich einen Termin hatte, nahm ich mir keine alte Zeitschrift vom Tisch. Es musste ja bald losgehen. Einige Patienten wurden in Abständen herausgerufen. Endlich war auch ich an der Reihe, so ca. 20 Minuten nach meinem Termin. Ist wohl akzeptabel.

Frau Doktor betrachtete meine Haut von Kopf bis Fuss. Zwei kleine dunkle Flecken fand sie, die, wie sie meinte, besser entfernt werden sollten. Mitte März soll das dann gemacht werden. Dann sitze ich wohl wieder im Wartezimmer mit vielen Menschen, die in alten Zeitschriften blättern, blicklos vor sich hinstarren, mit ihren Kindern flüstern. Warum flüstern Menschen eigentlich in Wartezimmern? Man versteht doch eh alles.

Heute ist mir wieder bewusst geworden, warum ich es vermeide, zum Arzt zu gehen: Weil ich Wartezimmer hasse!

Eine runde Sache

Geld, welches einem in die Finger bzw. aufs Konto gerät, kann man entweder einfach so ausgeben, z.B. für einen neuen Wagen oder für Reisen. Man kann es auch anlegen, was zurzeit eher nicht so gewinnbringend ist. Man kann auch was dafür kaufen, was eine Wertanlage ist und wofür man sogar neues Geld bekommt. Und das haben wir gemacht, zumindest mit einem Teil des mir zustehenden Verkaufserlöses aus unserem Familienhaus in Lübec, der hoffentlich in der kommenden Woche auf meinem Konto landet. Wir haben eine Wohnung gekauft, die vermietet werden soll. Eigentlich habe ich sie gekauft weil der Verkaufserlös rein rechtlich gesehen mir zusteht. Da aber meine Mutter involviert ist (hierauf näher einzugehen würde diesen Rahmen sprengen), gehört die Wohnung moralisch ihr.

Der Kaufvertrag wurde am Freitag Mittag in der kleinen verschneiten Stadt an der Elbe unterschrieben. Meine Mutter war dabei weil sie und ich anschliessend einen notariellen Vertrag schliessen mussten bzw. weil ich das gerne wollte. Alles in einem Abwasch sozusagen.

Am Rande sei erwähnt, dass ich Mutter Freitag vormittag vom Hamburger Hauptbahnhof abgeholt habe. Ein Schneeproblem gab es nicht. Die Autobahn nach Hamburg war gut befahrbar. Auch in Hamburg und hier in Geesthacht gab es keine Probleme.

Meine Mutter hatte kürzlich erwähnt, dass sie noch nie in der Hamburgischen Staatsoper gewesen ist. Spontan hatte ich die Idee, ob wir anlässlich des Notartermins einen Opernbesuch machen sollten. Ein Blick in den Spielplan ergab, dass an diesem Abend die Oper Madama Butterfly gegeben werden würde, eine Oper, die wir im letzten Jahr in einer überaus schönen Inszenierung im Lübecker Stadttheater gesehen hatten.

Bereits Freitag Nachmittag machten wir uns auf den Weg nach Hamburg. Unsere Mägen mussten vor der Aufführung gefüllt werden sollte nicht ihr Knurren die leisen Töne der Musik übertönen. Zusammen mit Bernds Mutter waren wir im Restaurant Franziskaner ganz in der Nähe der Staatsoper. Alte Damen sind nämlich nicht mehr so gut zu Fuss.
Die Erfahrungen mit dem Franziskaner waren eher zwiespältig. Das Essen war nicht optimal, jedenfalls die Gemüsebeilagen. Sie kamen ganz eindeutig aus der Tiefkühltruhe. So war z.B. mein Rosenkohl von einer merkwürdigen Konsistenz und geschmacklich ein Reinfall. Mutters Blumenkohl war zu hart. Aber ansonsten hat’s geschmeckt. Für ein gemütliches Essen zu viert ist das Restaurant auch nicht geeignet. Es ist zu eng und zu laut. Na ja, es ist ja auch sehr rustikal dort.

Die Opernaufführung wurde getragen von der Hauptdarstellerin, der farbigen Sopranistin Latonia Moore. Figürlich ist sie zwar eher einer Wagnersängerin zuzuordnen. Aber das wurde wettgemacht durch ihre phantastische Stimme und ihre Spielfreude. Sogesehen eine Augen- und Ohrenweide. Ihr ebenbürtig agierte auf der Bühne der Rumäne George Petean in der Rolle des Konsul. Der eigentliche Gegenpart von Cio-Cio-San, der sie zum eigenenen Vergnügen und nur so zum Spass heiratende B.F. Pinkerton, gesungen vom Italiener Massimilano Pisapia, passte zwar figürlich zu Latonia Moore, aber gesanglich konnte er ihr nicht das Wasser reichen. Vielleicht war er an diesem Abend nicht so gut drauf.

Am Ende des 2. Aktes beginnt sich das Drama um Madama Butterfly zuzuspitzen. Sehnsüchtigt wartet sie mit ihrer Dienerin und ihem Sohn, der von Pinkerton gezeugt worden war, auf die Ankunft ihres vermeintlichen Mannes, der inzwischen in Amerika eine andere Frau ehelichte. Zu den Klängen des Summchores bricht die Nacht über die drei wartenden Personen herein – und bei mir rollten die Tränen.

Am Ende jubelnder Applaus für Latonia Moore. Ein dramaturgisch sehr sehr schöner Opernabend war zu Ende. Es war die 269. Vorstellung einer Inszenierung aus dem Jahr 1963.

Gestern, am Samstag stand wieder Kultur auf dem Programm. Unsere Mütter hatten zu Weihnachten ja von uns Karten für die Nachmittagsvorstellung von „Best of Musical Gala 2010“ bekommen, ein Weihnachtsgeschenk, dass wir bereits Mitte Januar vergangenen Jahres gekauft hatten. Nur das Beste ist gut genug für unsere Mütter. Unsere Plätze hatten wir in der 6. Reihe genau in der Mitte der grossen Bühne.

Im ersten Teil gab es jeweils kurze Ausschnitte aus Musicals, die Stage Holding derzeit nicht im Programm in Deutschland hat. Im zweiten Teil wurden dann die aktuellen Renner gebracht: König der Löwen, Wicked – die Hexen von Oz (unser derzeitiger Favorit), Der Schuh des Manitou, Tarzan und andere. Am Ende gab es einen kleinen Ausblick auf das im Herbst startende Musical Sister Act.

Aufgetreten sind die wohl zurzeit bekantesten Musicalstars in Deutschland: Pia Douwes, Patrick Stanke, Elisabeth Hübert, Anton Zetterholm und Frank Seibert. Patrick Stanke spielte beim glücklosen Musical Titanic den Heizer. Frank Seibert haben wir in Berlin als Ranger im Der Schuh des Manitou auf der Bühne erlebt.

Pia Douwes kann man ohne weiteres als Grand Dame des Musicals bezeichnen. Mit ihrem Alter von 46 Jahren ist sie nicht mehr die jüngste unter den Musicaldarstellern. Aber was hat die Frau für eine Ausstrahlung! Das erlangt man wohl erst in reiferen Lebensjahren. Und tanzen kann sie – das hätte ich nie gedacht. Die Frau ist Spitze!

Auch an diesem Abend gab es bei Bernd und mir feuchte Augen und mehrmals lief uns die Gänsehaut über den Rücken. Ein toller Abend, der auch unseren Müttern gefiel.

Am Hauptbahnhof in Hamburg verabschiedeten wir unsere Mütter. Zwei runde und schöne Tage fanden ihr Ende.

Natürliche Heilmittel

Es geht wieder. Wenn es so bleibt wie es jetzt ist, fahre ich morgen wieder ins Büro. Zwei gute Ratschläge bekam ich von Bloggerfreundinnen, die für Linderung bzw. für Genesung sorgen sollten. Das Rezept von Karin hört sich jedenfalls sehr schmackhaft an. Leider konnte mein Mann keinen Apfelwein auftreiben. Frau Momo gab den Tipp mit dem Holundergrog. Holunder- bzw. Fliederbeersaft hatten wir auch nicht im Haus.

Früher, als ich noch bei meinen Eltern die Füsse unter den Tisch strecken durfte, hatten wir immer Fliederbeersaft im Haus. Im Herbst ging es hinaus auf Feld und es wurden Fliederbeeren gepflückt. Später dann, als ich die Füsse unter meinen eigenen Tisch streckte, fuhr ich mit meiner Frau in die Feldkmark um nach den begehrten und heilsamen Beeren zu suchen. Die ältesten Klamotten wurden zu dem Zweck angezogen. Die Beeren sind nämlich ziemlich farbintensiv und die Flecken sind kaum zu entfernen. Die Küche sah dann immer aus wie ein Schlachtfeld. Die Vorbereitung der Beeren zur Entsaftung verursachte immer eine Art „Blutbad“ – Saftspritzer überall.

Wenn das Ergebnis der Mühe dann in Flaschen abgefüllt in den Regalen stand, waren wir irgendwie stolz darauf. Und der Winter mit seiner Grippe- und Erkältungszeit konnte kommen.

Aus dem Saft lässt sich aber auch eine schmackhafte Suppe zubereiten, in heisser Nachtisch, der in der kalten Jahreszeit besonders gut mundet.

Angeregt durch den Tipp von Frau Momo frage ich mich, wer heute noch im Herbst in die Knicks geht und Fliederbeeren pflückt um für den Winter gewappnet zu sein.

flachgelegt


Bereits gestern kündigte sich an, was tatsächlich eingetroffen ist: Eine Art grippaler Effekt hat mich erwischt. Zwar schob ich gestern meine Müdigkeit und das Frieren auf eine schlaflose Nacht, aber spätestens als ich nach Hause kam, war mir klar, dass mehr dahinersteckt: Schüttelfrost sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Nach einem Erkältungsbad und 2 ASS +C verschwand ich kurz nach 20 Uhr ins Bett. Leider fand ich keinen erholsamen Schlaf. Und als heute morgen der Wecker ertönte, schaltete ich ihn spontan aus und drehte mich nochmal um. Später meldete ich mich in der Frima telefonisch ab.

Nun, der Schüttelfrost ist einer ständigen Kälte gewichen. Auf dem Kopf lastet noch ein Druck. Und das Pappelwäldchen gleicht einem Wintertraum und ich kann nicht raus, bzw. ist es wohl besser, wenn ich das Haus hüte, noch ein Bad nehme und mich von meinem Mann pflegen lasse.

Das Jahr im Rückblick


Ich bin eigentlich kein Freund von Jahresrückblicken, aber dieses Jahr hatte zwei herrausragende Ereignisse, die erwähnt werden müssen.

2009 – ein Jahr, das 2/3 seiner Zeit so dahinplätscherte, ohne Hochs und Tiefs. Aber es gab die Vorfreude auf ein Ereignis im 3. Drittel, die Traumhochzeit von Sabrina und Oliver. Und die Vorfreude darauf war nicht vergebens, wie ich schon hier und hier berichtet hatte. Die Hochzeit war ein Ereignis, dass das Jahr zu einem ganz besonderen Jahr machte. Gerade haben wir neue Bilder bekommen, die uns das Fest noch mal in Erinnerung gerufen haben. Hier zwei bislang noch unveröffentlichte Fotos. Und ohne die Hochzeit gäbe es nicht so ein schönes Feuerwerkfoto zum Jahreswechsel.

Es gibt ganz am Ende diesen Jahres ein weiteres Ereignis, das sich im Stillen vollzogen hat, für unsere Familie aber eine grosse Veränderung mit sich bringt: Wir haben unser seit vielen Generationen im Familienbesitz befindliches Haus in der City von Lübeck verkauft. Wirtschaftliche Gründe hat das nicht. Manchmal gibt es aber Gründe zur Veränderung. Und deshalb war es gut, dass wir uns entschlossen haben, uns von dem Objekt zu trennen.

Und nun kann ich auch das Rätsel der roten Schachtel auflösen (die Untezeichnung des Kaufvertrages war nämlich erst vor 4 Tagen): Nachdem die Verhandlungen mit dem Käufer abgeschlossen waren, gab es einen weiteren Interessenten, der unter einigen Vorbehalten einen höheren Kaufpreis geboten hatte. Tja, und das bereitete mir dann doch einige Magenschmerzen. Meine Cousine, die mit an dem Haus beteiligt war, schenkte mir dann auf unserer Familienweihnachtsfeier die kleine rote Schachtel. Zu dem Zeitpunkt war zwar alles schon geklärt (wir haben uns dann doch für den ursprünglichen Käufer entschieden), aber als kleinen Gag bekam ich die Magentabletten mitgebracht.

Veränderungen ziehen weitere Veränderungen nach sich. Aber darüber werde ich dann erst berichten, wenn alles in den berühmten trockenen Tüchern ist, also erst im nächsten Jahr. Das neue Jahr bringt dann noch ein Ereignis mit sich, wieder ein Fest, das im grossen Kreis gefeiert werden soll. Auch dazu später im neuen Jahr mehr.

Wir wünschen nun allen Lesern dieses Blogs einen guten Rutsch und ein gutes neues Jahr. Wir lesen uns auch in 2010 wieder.

Die traditionelle Familienweihnachtsfeier


Der Kreis ist klein geworden. Trotzdem – oder gerade deswegen – halten wir jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit unsere traditionelle Familienweihnachtsfeier ab, deren Ursprünge in die Zeit zurückreicht, in der meine Grossmutter väterlicherseits noch lebte. Sie ist 1978 gestorben. Insofern kann man wirklich von einer Tradition sprechen.

In diesem Jahr fand die Feier bei uns im Elbe-Penthouse statt. Über das Menü hatte ich ja schon in Andeutungen berichtet. Hier nun die Auflösung:

Vorspeise:
Möhrencremesuppe mit Ingwer und Orangenfilets
Zwischengericht:
Frischgemachtes Limonenmascarponeeis in Prossecco
Hauptgericht:
Schweinefilet im Ofen gegart, dazu eine Fruchtsauce, Rotkohl und Kartoffelkroketten
Dessert:
Flüssige Schwarzwälderkirschtorte

Bis auf das Eis wurden alle Gänge von mir das erste Mal zubereitet, was gerade beim Schweinefilet eine gewisser Unsicherheit bezüglich des Garzustandes bei mir ausgelöst hatte. Meine Sorge erwies sich als unbegründet, das Fleisch war nämlich perfekt. Es war zart, saftig und in der Mitte noch rosa.

Ich war begeistert – und unsere Gäste auch. Ein paar Punktabzüge hätte allerdings das Timing verdient. Aber es hat allen geschmeckt.

Die Feier selbst war wieder sehr harmonisch und nett. Natürlich sprachen wir auch über die, die nicht dabei sein konnten und die, die gar nicht mehr unter uns weilen.

Gegen Mitternacht begleiteten wir unsere Gäste zum Hotel. Nach dem Aufräumen lagen Bernd und ich kurz nach 1 Uhr heute früh todmüde im Bett. Leider unterbrach der Wecker unsere süssen Träume schon um 8 Uhr heute morgen. Den Abschluss des Familientreffens bildete nämlich ein gemeinsames Frühstück im Hotel.