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Aktivurlaub


Zuerstmal danke ich für die zahlreichen Geburtstagsgrüsse. Wie Barbara festgestellt hat, funktioniert das Kontaktformular nicht, welches sie zur Übermittlung ihrer Geburtstagsgrüsse benutzen wollte. Leider funktioniert hier das Archiv auch nicht. Ich hatte mich schon mal damit beschäftigt, mit dem Blog auf einen anderen Provider umzuziehen. Der Gedanke ist immer noch präsent. Es bedeutet aber ein wenig Arbeit – oder auch mehr. Und deshalb bin ich noch nicht so richtig weiter mit der Aktion. Ich hoffe immer noch, dass sich die Probleme anderweitig lösen lassen.

Nun, schon fast traditionell habe ich in der Woche, in der mein Geburtstag ist, Urlaub. Seit mehreren Jahren hat das auch immer geklappt, so auch in diesem Jahr.

Die Woche war nicht nur von meinem Geburtstag geprägt sondern von diversen notwendigen Aktivitäten:

Am Montag haben wir die Winter- gegen die Sommerreifen tauschen lassen. Die Wartezeit überbrückten wir, auch schon fast traditionell, mit einem Besuch im Blumenhof Kehr. Dort wird uns immer der Herz gross angesichts der vielfalt an Ideen für Dekorationen und Ausstattung. Leider sind Portemonnaie und Wohnung zu klein, um die Ideen zu verwirklichen. Aber mit einer neuen Giesskanne für die Terrasse marschierten wir wieder los um unseren Wagen abzuholen.

Auf Sommerreifen fuhren wir nach Lüneburg um dort bei einem Bäcker Brötchen für die Geburtstagsfeier zu bestellen. Brötchen extra aus Lüneburg? Es sind kleine Laugenbrötchen, Kastanien genannt, die wie dort mal entdeckt hatten und die extrem gut zum geplanten Fingerfoodbüffett passen.

Wieder zu Hause wurde die Terrasse feucht gewischt um sie von Moos und Ablagerungen zu befreien. Die Platten sollten nach zwei Jahren mal wieder mit einem Farbauffrischer versehen werden. Das passierte dann am Dienstag. Da das immer nur in Etappen geht weil ja ein paar Pflanzkübel immer umgestellt werden müssen, dauerte dies Aktion dann auch den ganzen Tag.

Mittwoch war dann die Geburtstagsfeier im kleinen intimen Rahmen mit unseren Müttern und abends bei einem Glas Wein mit unseren Nachbarn.

Der Donnerstag galt den den Vorbereitungen, d.h. einkaufen und saubermachen, für die am Freitag stattfindende grössere Feier mit Nachbarn und Freunden.

Morgens kam noch ein Elektriker, der einen neuen Stellmotor für das Oberlicht im Bad anschliessen sollte sowie eine Dame von der finanzierenden Bank für das Elbepenthouse. Der Bank fiel nach mehr als 3 Jahren ein, dass sie noch was für ihre Akten brauchten.

Freitag ergänzende Arbeiten für den Abend, wie u.a. ein Dessert machen, Tisch decken und dergleichen mehr. Und natürlich die 60 Kastanien aus dem Feuer holen, äh, aus Lüneburg abolen. Die Feier mit ingesamt 12 Personen war sehr nett. Alle wurden satt und waren zufrieden.

Heute morgen war dann das grosse Aufräumen angesagt sowie die Hardware (Platten und Teller) zum Büffeftlieferanten zurückbringen.

Und dann war es endlich soweit, dass wir uns zurücklehnen und ausruhen konnten, und zwar auf der sonnigen Terrasse. Ausser dass ich in den Blumenkästen ein wenig rumgezupft habe, haben wir nichts getan. Nicht mal den Laptop hatte ich draussen. Es war ein herrlicher Tag. Einfach da so sitzen, die Sonne geniessen, den Vögeln zuhören – und im Hintergrund plätscherte unser Brunnen leise vor sich hin. Das Leben ist schön!

Und alles, was noch getan werden muss, kann auch morgen noch gemacht werden wenn das Wetter nicht mehr ganz so gut ist.

Wunscherfüllung


Unser Sohn wohnt mit seiner süssen Frau nun schon etwa 10 Monate im eigenen Heim. Der Wunsch seiner Oma und meiner Mutter war es, dieses Heim mal mit eigenen Augen sehen zu können. Da sie nicht mehr in der Lage ist, die Reise allein zu unternehmen, hat sie uns eingeladen, sie zu begleiten. Vorab überwies sie mir einen Betrag X, von dem ich alle Kosten bestreiten sollte, d.h. Reisekosten, Verpflegung und eventuelle Unternehmungen vor Ort.

Am vergangenen Freitag machten wir uns zu dritt mit der Bahn auf den Weg. Ich hatte allerdings bei der Reiseplanung nicht bedacht, dass wir beim Umsteigen in Hannover nur 10 Minuten zur Vefügung hatten und dass sich die Wagen der 1. Klasse immer am Ende bzw. am Anfang eines Zuges befinden und dementsprechend weit entfernt von den Treppen halten bzw. abfahren. Ein Anruf im Banhof Hannover klärte schon mal vorab die Frage, in welchem Bereich denn der Wagen unseres weiterführenden Zuges halten würde. Ein paar Minuten vor der Ankunft machen wir uns schon mal auf den Weg in Richtung Zugmitte um etwas näher an den Treppen zu sein. Mutter ist nicht mehr die Jüngste und gar nicht mehr gut zu Fuss.

Unser Ausstieg war dann auch relativ nahe bei den Treppen. Leider hatte unser Zug 2 bis 3 Minuten bei der Einfahrt zum Bahnhof Hannover verloren. Desweiteren mussten wir von Gleis 4 zu Gleis 11 wechseln – für eine alte Frau doch ein langer Weg. Kaum hatten wir die Plattform von Gleis 11 erreicht, kam auch unser Zug schon an. Unser Wagen hielt natürlich ganz vorn, es war der erste des Zuges überhaupt. Nun hiess es, die Beine in die Hand zu nehmen und flink den Bahnsteig entlang zu gehen. Mutter gelang dies auch recht passabel. Bernd meinte später, dass ihre Beine sich schneller bewegten als ihr Stock. Na, zum Glück entstand kein Knäuel daraus.

Eine Minute vor Abfahrt enterten wir den nächstbesten Waggon, welcher schon zur 1. Klasse gehörte. Der nachfolgende war dann schon der, in dem unsere Plätze reserviert waren. Ein wenig erschöpft liessen wir uns – und speziell Oma – in die Sitze fallen.

Die Reise verlief weiterhin fahrplanmässig und entspannt. In MG wurden wir von Oliver in Empfang genommen. Im Wohngebiet am Stadtrand, wo dass Häuschen von seiner Frau und ihm steht, ging es durch schmale Strassen, links herum, rechts herum – und dann standen wir vor der niedlichen Hütte.

Zuerst wurde natürlich inwendig alles unter die Lupe genommen, jedenfalls soweit Omas Beine es zuliessen. Ein Haus auf 4 Etagen inklusive Keller und Schlafzimmer im Dachgeschoss war dann doch etwas zu viel für die Oma.

Inzwischen wurde in der Küche ein kleiner Imbiss vorbereitet, na ja, es war schon eher ein grosser Imbiss – und es gab sogar lecker Nachtisch. Den jungen und den halbjungen Leuten war dann noch danach, einen Verdauungspaziergang zu machen während Oma sich bereits in ihr Schlafgemach zurückzog.

Am nächsten Morgen gab es ein reichhaltiges Frühstück, dass den Vergleich mit einem Hotelfrühstück nicht zu scheuen brauchte. Da wir einen Ausflug in das nahe gelegene Holland planten, langten wir reichlich zu um so lange wie möglich über den Tag zu kommen.

Nach etwa einer Stunde Autofahrt, die teilweise sehr rasant und schneller als der ICE, in dem wir gereist waren, über die Autobahnen ging, erreichten wir die Stadt Maastricht. Dank eines ausgezeichneten Partleitsysstem der Stadt und des genialen Navigationssystem von Olivers Firmenwagen fanden wir ein zentrumsnahes Parkhaus.

Nach wenigen Schritten standen wir mitten im Stadtzentrum. Glöckchengebimmel ertönte vom Rathaus. Ich vermute, dass die Melodien manuel von Hand gespielt wurden.

Wir merkten, dass Mutter das Gehen schwer fiel. Alle paar Meter blieb sie stehen und schaute sich Gebäude und Geschäfte an. Vermutlich wollte sie damit überspielen, dass sie nicht so gut drauf war. Am Ende einer Seitengasse entdecken wir einen Schiffsanleger. Von dort aus unternahmen wir eine etwa einstündige Fahrt auf der Maas. Dabei wurden uns ein paar interessante Informationen über die Stadt und ihre Umgebung geliefert.

Während der Wartezeit am Anleger entdeckte ich am Ufer der Maas eine Schildkröte. Zuerst dachte ich, jemand hätte dort eine Attrappe deponiert. Doch dann stellte ich fest, dass sie ihren Kopf bewegte. Ob es wildlebende Schildkröten in oder an der Maas gibt, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich vermute, dass das Tierechen irgendwo die Flucht ergriffen hat.

Zurück mit festem Boden unter den Füßen suchten wir uns ein Café. Zur Stärkung verlangte uns nach einem Heissgetränk und Kuchen. Die schmackhafte Torte verzehrten wir mit Messer und Gabel – eben andere Länder – andere Sitten. Der Schwulenfaktor wurde drastisch erhöht als vier Lederschwestern eintrafen um sich leckeren Kuchen einzuverleiben.

Danach ging es ganz langsam mit Oma am Arm zurück zum Parkhaus und dann auf die Heimfahrt zurück nach Mönchengladbach.

Nach einer kurzen Erholungspause führten Sabrina und Oliver uns in ein italienisches Restaurant namens Scala. Auf unseren Wunsch wurde uns ein Vorspeisenteller zusammengestellt, der schon sehr vielversprechend war. Auch die Hauptgerichte, die wir uns ausgesucht hatten, waren sehr sehr lecker. Und teuer war es auch nicht. Mit Aperitif, Vorspeise, Hauptgericht, Wein, Wasser Digestif und Espresso kostete es für fünf Personen so ca. 150 Euro. Für ein Dessert hatten wir leider keinen Platz mehr im Magen.

Der Chef des Restaurants bediente selbst und wuselte nett anzusehen um die Tische herum. Hach, richtig knuffig ist der – ein Typ, an dem Bernd und ich gleichermaßen Gefallen finden – was recht selten ist.

Am Sonntag nach dem Frühstück traten wir dann die Heimreise an. Umsteigebahnhof war dieses Mal Wuppertal. Auch hier sollten wir 10 Minuten Zeit haben, zum Glück sollte der Zug nach Hamburg vom gleichen Gleis abfahren. Merkwürdig war, dass unser Zug gar nicht angezeigt wurde. Bei der Aufsicht erfuhr ich, dass er 30 Minuten später fahren sollte. Der Aufsichtsbeamte deute auf einen Aushang. Ich beschwerte mich darüber, dass es weder eine Lautsprecheransage noch einen Hinweis am Zuganzeiger gab. In Wuppertal hatten wir früher schon mal Probleme mit der Bahn beim Umsteigen. Es scheint dort wohl an der Leitung zu liegen, dass man in Wuppertal nicht so kundenfreundlich ist.

Die Heimfahrt verlief dann normal und pünktlich mit der geplanten Verspätung traf der Zug in Hamburg ein. Mutter gelüstete es noch nach einem gemeinsamen Essen, welches wir im Restaurant Schifferbörse gegenüber dem Hauptbahnhof einnahmen. Ich finde ja, dass das Restaurant eher was für Turis ist denn ein Restaurant mit qualitativ gutem Essen. Aber gut, es soll für Mutter gut zu erreichen sein und Italienisch hatten wir gerade am Abend vorher. Und wer bezahlt bestimmt was gespielt wird.

Ja, nun ist Oma zufrieden. Sie hat das Haus ihres Enkels und seiner Frau für gut befunden und sich dort wohlgefühlt. Vermutlich wird sie die Strapazen nicht noch einmal aufsich nehmen. Für sie sind es wirklich Strapazen.

Und Maastricht werden wir 4 uns noch mal allein anschauen. Es hat uns dort sehr gut gefallen. Und dann weiss Oma auch wovon wir reden wenn wir ihr von unserem Ausflug berichten.

Erinnerung


Manchmal ist es so – und das haben wir alle schon mal erlebt – dass alltägliche Kleinigkeiten uns an etwas erinnern, sei es an ein besonderes Erlebnis oder an eine bestimmte Person.

Bei den Damen in unserer Buchhaltung steht fast immer eine kleine Schale mit was zum Naschen. So im Vorbeigehen greift man da gern schon mal zu. Dazu ist das auch gedacht.

Heute steht da eine Schale voll mit Minidaim. Und Daim erinnert mich an einen Menschen, zu dem ich ein inniges Verhältnis hatte und der mein späteres Leben nachhaltig beeinflusst hat. Er liebte Daim. Daim, eigentlich etwas ganz banales. Aber es erinnert mich halt an diesen einen Menschen, der inzwischen nicht mehr unter uns weilt.

Vor einigen Jahren, ich lebte noch in Lübeck, erhielt ich von seinem Freund die Nachricht, dass er an Krebs gestorben ist. Wir hatten zu dem Zeitpunkt keinen Kontakt mehr. Aber aus meiner Erinnerung ist dieser Mensch nicht mehr wegzudenken. Und ich erinnere mich gern an ihn – und sei es auch nur durch Daim.

Unter Senioren


Vater würde am kommenden Montag Geburtstag haben. Meine Mutter ist zum Glück nicht so verbissen, dass sie genau an seinem Geburstag zum Friedhof muss und nimmt Rücksicht auf uns, nämlich wann wir Zeit und Lust haben, mit ihr zum Friedhof zu fahren. Zeitnah sollte es natürlich schon sein, dass ist auch unser Anliegen. Zwei Tage vor dem Tag – das ist schon in Ordnung. Also ging es heute nach Lübeck.

Mutter lässt es sich nicht nehmen, uns anlässlich dieser Besuche zum Essen einzuladen. Für heute Mittag hatte sie sich das Restaurant Rathaushof ausgesucht und dort einen Tisch reserviert. Als wir dort eintrafen, so kurz nach 12.00 Uhr, war es voll, sehr voll. Und fast überall sassen nur Seniorinnen und Senioren am Tisch. Graugelockte, dauergewellte Damen, graukopfbehaarte Herren – Bernd und ich senkten beim Betreten des Restaurants das Durschnittsalter erheblich.

Da wir spät erschienen waren, waren wir dementsprechend auch später mit dem Essen fertig und konnten viele Gäste beim Verlassen des Lokals beobachten. Fast jeder benötigte dazu eine Gehhilfe.

Das Essen selbst ist übrigens sehr gut, also in Richtung Hausmannskost/gutbürgerliche Küche. Ich habe seit vielen Jahren keinen Karpfen mehr gegessen und nutzte die Gelegenheit, mir Karpfen, 2 x gereicht, zu bestellen. Leider war der Meerrettich (für mitlesende Österreicher: Kren) recht milde, obwohl ich auf die separat gereichte Sahne verzichtete.

Bis auf die Tatsache, dass wir uns vorkamen, wie im Speisesaal einer Altenresidenz, war es ein gutes Mittagessen. Selbst meiner Mutter -sie wird immerhin im Mai 87! – war aufgefallen, dass überwiegend „alte Leute“ das Restaurant aufsuchen.

Morgen geht’s los

Das neue Jahr ist nun schon 5 Tage alt. Für mich beginnt es aber erst morgen. Ich hatte nämlich von Montag bis einschliesslich heute Urlaub – was man halt so Urlaub nennt: Der Wagen musste zur HU, AU und Inspektion. Ausserdem waren ein paar andere Dinge zu reparieren. Heute haben wir den ganzen Weihnachtsklimbim wieder eingepackt. Der Weihnachtsbaum steht jetzt nackt wie Gott in schuf im Wohnzimmer und wartet darauf, dass er Freitagabend fliegen lernt, nämlich von der Terrasse. Ein paar Dinge mehr waren zu erledigen.

Urlaub? Na ja, nicht so ganz. Man kennt das ja.

Tja, und morgen geht’s dann wieder an den Schreibtisch. Zum Glück sind es nur 2 Tage zum eingewöhnen, dann ist wieder Wochenende.

Weihnachtsresümee


Nun ist Weihnachten so gut wie vorbei. Weihnachten 2010 – fast wie ein ganz normales Wochenende. Viele Leute hatten ja am 24. Dezember frei. Ich habe bis mittags gearbeitet. Dafür habe ich Silvester frei.

Die letzten Wochen vor Weihnachten war ich etwas bedrückt bzw. nervös wegen des PSA-Wertes. Deshalb konnte ich mich auf Weihnachten auch gar nicht so richtig freuen und ich hatte auch keine Lust auf die Planung. Erst als ich das Ergebnis erfuhr, konnte ich entspannter sein. Doch dann ging der Stress im Büro los. Schlechtes Wetter (Stürme und Schnee) verursachten gewaltigte Verzögerungen in der Schifffahrt. Eine Vorausplanung war kaum möglich. Am Donnerstag vor Heiligabend war ich so genervt, dass ich kurz davor war, unsere Mütter für den 24. wieder auszuladen. Zum Glück entspannte sich die Situation am Nachmittag und ich konnte ein wenig durchartmen.

Am Abend haben wir dann unseren Weihnachtsbaum aufgestellt und Geschenke eingepackt. Freitag morgen ging es für mich dann wieder nach Hamburg ins Büro. Es waren dann doch entspannte Stunden ohne Probleme. Die Heimfahrt entpuppte sich dann als Schlitterpartie. Doch ich erreichte heil unser Elbepenthouse. Da es abends traditionell Fondue geben sollte, hielten sich die notwendigen Vorbereitungen in Grenzen.

Als Bernd mit unseren Müttern eingetroffen war, gab es etwas Gebäck und wir stiessen mit Champagner an bevor die Geschenke verteilt wurden. Es war ein „rolliger“ Abend: Wir hatten die Eintrittskarten für die Semperoper und eine zu Papier gebrachte kleine Reisebeschreibung für unsere Mütter in Papprollen verpackt. Bernd bekam von mir auch eine Papprolle mit Inhalt, den ich hier aber noch nicht verraten kann weil das gleiche Geschenk unsere „Kleinen“ in Mönchengladbach bekommen. Und ich bekam von Bernd eine Papprolle mit einer Eintrittskarte für die Hamburgische Staatsoper für das Ballett „Illusionen – Wie Schwanensee“ von John Neumeier.

Nachdem viel Fleisch beim Fondue vertilgt und 2-1/2 Flaschen Wein getrunken waren, sassen wir zu viert noch ein wenig zusammen bevor wir unsere Mütter ins Hotel brachten.

Zurück daheim gab es für Bernd und mich noch eine kleine private Bescherung. Bernd überreichte mir einen kleinen Karton, der eine neue Digicam enthielt, eine Canon Powershot 95s. Ich überreichte Bernd eine weitere Rolle, die aber grösser war als die andere vom Nachmittag. Sie enthielt einen Druck des Bildes „Rain“ von Steve Walker. Bernd hatte vor langer Zeit mal bemerkt, dass er das Bild so toll findet. In Deutschland ist es nirgends zu bekommen. Ich entdeckte es über die Homepage und konnte es dort bestellen.

Am 1. Weihnachtstag trafen wir uns zum Frühstück im Hotel. Danach ging’s heimwärts wo ich den weltbesten Schokokuchen, den es zum Nachtisch geben sollte, gebacken habe. Da ich auf dem Einkaufszettel die dafür notwendigen Eier vergessen hatte, musste ich im Hotel 3 Eier kaufen. Dann war es Zeit, die Putenbrust in den Ofen zu schieben. Etwa 2 Stunden muss die garen. Und wie die gegart hat. Supersaftig war sie und ganz zart – ein Traum. Zum Nachtisch gab es den Schokokuchen, den ich mit Goldstaub bestäubt hatte.

Später brachte Bernd unsere Mütter zurück nach Hamburg. Währenddessen machte ich Küchendienst und räumte auf. Abends kamen unsere Nachbarn zum Filmabend als Vorbereitung für unsere gemeinsame kleine Silvesterreise nach Oberhausen. Das Musical „Die Hexen von Oz“, das wir uns dort ansehen werden, basiert nämlich zum Teil auf dem Film „Der Zauberer von Oz“ aus dem Jahr 1939 mit Judy Garland. Ich glaube, dass wir Holger mit diesem Film total geschockt haben, wo sein einzig wahres Lieblingsmusical doch „Anatevka“ ist, aber nur mit Shmuel Rodensky, aber der ist ja eh schon lange tot. War der nicht beim Fiedeln vom Dach gefallen?

Am 24. und 25. Dezember hatten wir also kaum Zeit für uns. Aber den heutigen sonnigen Wintertag geniessen wir umso mehr. So haben wir bereits einen kleinen Spaziergang an die Elbe hinter uns, um mein neues Spielzeug zu testen. Danach gab es ein sonntägliches/weihnachtliches Frühstück im Wintergarten. Und dann machte ich mich auf die Blogrunde. Nun ist es schon nach Mittag. Sonne strahlt vom blauen Himmel auf denn weissen Schnee – und Weihnachten 2010 ist fast vorbei.

Vorweihnachten

Wie seit vielen vielen Jahren haben wir auch in diesem Jahr unser familiäres Vorweihnachten gefeiert. In diesem Jahr fand die Feier bei meiner Cousine und ihrem Mann in Lübeck statt. Zum Einheizen gab es traditionell Glögg und etwas Gebäck.


Traditionell ist auch die Frage meiner Base: Wann machen wir Bescherung? Worauf dann jeder nach seinen Taschen greift um die Geschenke zu übergeben, was immer mit viel Spass verbunden ist.

Im weiteren Verlauf des Abends kommt das Gespräch auch auf die Familienmitglieder die nicht mehr unter uns weilen. Sie sind also unvergessen in unseren Herzen.

1,89

1,89 – eine Zahl, die so, wie sie da steht nichtssagend ist. Sie kann für alles mögliche stehen.

Als ich diese Zahl heute am Telefon zur Kenntnis nahm, fiel mir ein grosser Stein vom Herzen, ein ganz grosser. Diese Zahl, 1,89, ist mein PSA-Wert. Dieser Wert sagt aus, ob ich eventuell Prostatakrebs haben könnte. Je niedriger der Wert ist, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich diesen Krebs habe. Eine Nachuntersuchung beim Urologen ist bei diesem Wert nicht notwendig.

Die Vorgeschichte:
Im Oktober war ich zum TÜV. Dazu gehörte die Blutabnahme zwecks Cholesterinbestimmung. Auch der PSA-Wert sollte festgestellt werden. Das haben die netten Damen in der Praxis aber vergessen. Da ich ich Anfang letzter Woche noch einen Termin hatte, sollte das dann nachgeholt werden. Als Kassenpatient ist der Test nicht kostenlos. Ich bezahlte also meine 19 Euro und sollte das Ergebnis dann am Freitag letzter Woche erfahren. Nachdem ich mein Belastungs-EKG auf dem Fahrrad gemacht hatte, ging es rein zum Doc, um alles zu sprechen. Er erzählte mir was von gutem und schlechtem Cholesterin und noch eine Sorte mehr und dass die Werte etwas zu hoch seien, aber nicht so hoch, dass sie mit Medikamenten behandelt werden müssen. Ich sollte versuchen, auf Fette und Milchprodukte zu verzichten. Als ich meinte, es sei alles gesagt, fragte ich ihn nach dem PSA-Wert. Tja, und der war zum 2. Mal nicht da. Die Dame, die dafür zuständig war, hatte es wieder versemmelt.

Der Doc wies sie dann an, mir meine 19 Euro wieder auszuzahlen. He, hat jemals schon mal einer Geld vom Arzt bekommen? Dann wurde noch mal Blut abgenommen um nun den Test zu machen. Nach einer kurzen Wartezeit war das Ergebnis da: Zwischen 5 und 10! Toll. Was soll ich denn damit anfangen? 5 Wäre gegebenenfallsunterumständen für meine Alsterklasse gerade noch so akzeptabel. 10 wäre höchst dramatisch. Da Fahrradfahren Druck auf die Prostata ausübt, wird dadurch der Wert negativ beeinflusst. Und auf dem Fahrrad hatte ich gerade eben vorher das Belastungs-EKG gemacht. Dieser Wert war also unbrauchbar. Auch Sex beeinflusst den PSA-Wert. Ich hatte zwar am Morgen des Freitags keinen Sex, aber am Tag vorher. Ausserdem hatte ich mich auf der Oslofahrt fast ausschliesslich von Fisch ernährt. Fisch enthält viel Eiweiss – für den PSA-Wert wird ein Eiweisstyp im Blut gemessen. Also war die ganze Sache sinnlos. Trotzdem machte mich der Wert zwischen 5 und 10 ganz arg nervös. Wenn dazu noch gewisse Beeinträchtigungen beim urinieren kommen, und seien sie auch noch so gering und die ab einem gewissen Alter eben eintreten können, kann man sich ja denken, dass mir nicht ganz wohl in meiner Haut war. Seit Wochen hatte ich eh schon mehr oder weniger schlaflose Nächte. Aber dies hier war der Hammer schlechthin.

Da das Ergebnis des Tests also total unbrauchbar und vor allem auch ungenau war, wurde bei einem Labor ein neuer Test gemacht. Tja, und das Ergebnis durfte ich mir heute anhören: 1,89 – und das ist total super!

Nun kann ich auch wieder beruhigt schlafen.

Schon 30

Am 4. Dezember 1980, heute vor 30 Jahren, um 13.01 Uhr wurdest du geboren. Wenige Minuten später hielt ich dich, eingehüllt in ein Frotteetuch, in meinen Armen und sagte: Hallo Oliver! Ich werde diesen Moment nie vergessen, der glücklichste Moment in meinem Leben.

Herzlichen Glückwunsch zum 30. und alles alles Liebe!

Ich habe Druck

Als ich in der vergangenen Nacht aufwachte, verspürte ich einen Druck am unteren Ende des Körpers. Mitten in der Nacht ist das schon ungewöhnlich. Sicherheitshalber suchte ich die sanitären Einrichtungen des Elbe-Penhouse auf. Das Ergebnis erspare ich euch lieber. Jedenfalls ist die Folge, dass ich heute nicht ins Büro gefahren bin. Ein unangenehmes Ereignis während der Anfahrt nach Hamburg hätte die Folge sein können.

Rein gefühlsmässig geht es mir gut, weder bin ich schlapp, appetitlos oder bettlägerig, sodass es mir schon fast peinlich war, mich im Büro abzumelden. Aber sicher ist sicher.