Archiv der Kategorie: persönlich

Es geht wieder los


Gestern spürte ich es schon: Die Bandscheibe meldet sich wieder. Mist. Na, vielleicht wird es ja nicht so schlimm und sie beruhigt sich wieder. Ich war noch guter Dinge obwohl ich schon Schmerzen im Bein hatte.

Dann kam die Nacht. Was für eine Nacht! Ja, ich habe wohl geschlafen, aber eher weniger. Wegen der Schmerzen. Mir wurde klar, dass ich heute Morgen gleich den Arzt aufsuchen müsste.

Ich schleppte mich mehr schlecht als recht zur Praxis. Kurz vor acht Uhr stand ich vor der Tür. Erster! Das war schon mal ein gutes Zeichen. Nach und nach versammelten sich mehr Patienten. Aber ich war Nr. 1, wissend, dass ich ganz sicher nicht als Nr. 1 zum Doc reinkommen würde.

Doch nach 30 Minuten (!) wurde ich schon aufgerufen. Ein kurzer Test des Docs (er hat mich irgendwie verbogen) verursachte den Schmerz, der bestätigte, dass es die Bandscheibe ist. Spritze, Rezept für Tabletten, neuer Termin (Montag).

Ich schleppte mich unter Schmerzen wieder nach Hause. Zum Glück sind es nur wenige Meter, die ich unter normalen Umständen in etwa 5 Minuten zurücklege. Heute brauchte ich die doppelte Zeit.

Es hat sich herausgestellt, dass die Wahl des Standortes unseres Domizils perfekt ist. Seinerzeit, als wir uns darüber Gedanken machten, diese schöne Wohnung zu kaufen, war eins meiner Argumente dafür: Das DorfStadtzentrum ist in wenigen Minuten mit dem Rollator zu erreichen – was ich vor 6 Jahren eher scherzhaft meinte.

Nacktscan

Über die sogenannten Nacktscanner, die die Sicherheit auf Deutschen Flughäfen fördern sollen, ist lang und breit diskutiert und sich aufgeregt worden. Ich musste mich heute völlig nackt machen und wurde von oben bis unten und von vorn und hinten gescannt – von meinem Hautarzt.

Im vorigen Jahr wurden mir ja kurz vor meinem Geburtstag 2 schwarze Flecken entfernt, die zum Glück nicht bösartig waren. Aber besser isses ja, nun regelmässig kontrollieren zu lassen, ob nicht doch irgendwo was entstanden ist, was da nicht hingehört. Das Ergebnis des heutigen Scans war negativ, also positiv weil nichts gefunden wurde.

Demnächst werde ich mich aber eines kleinen Eingriffs unterziehen lassen. Unter der Kopfhaut hat sich eine Talgansammlung gebildet, die eine unschöne Beule verursacht. Da ich die Haare ja sehr kurz trage, fällt das Ding auf. Deshalb muss es weg. Kostet auch nichts hat der Doc gesagt, also ist es keine Schönheits-OP.

Dekadent?


Ist es dekadent, eine Flasche Champagner zu öffnen um ein Glas Champagner zu trinken? Nein! Wenn ich gerade Lust darauf habe, mach ich das. Und heute Abend hatte ich Lust auf ein Glas Champagner.

Weiss ich, ob ich morgen noch Champagner trinken darf oder kann, ob ich dafür nicht eine Schnabeltasse benötige? Weiss ich, ob ich mir morgen noch Champagner leisten kann? Weiss ich, ob ich morgen überhaupt noch lebe?

Lebe heute und tu das, was du gerade möchtest und was du dir leisten kannst!


Bernd hatte Appetit auf ein Glas Pina Colada und ich auf ein Glas Champgner. Cheers!

Den Punkt getroffen

Die heutige Sitzung bei der Krankengymnastik war sehr erfolgreich. Auf die Frage seitens der „Gymnastikerin“, wie es denn heute gehe, berichtete ich von den kleinen Problemchen, die noch da sind. Daraufhin begann sie damit, einen Punkt links neben der Wirbelsäule im Bereich des Pos zu drücken, und sie drückte so was von, dass ich vermute, ich hab da nun einen blauen Fleck. Bernd muss da nachher mal nachschauen.

Danach musste ich noch eine kleine Übung machen bei der sich in der Wade ein kleiner Schmerz offenbarte, der gleiche Schmerz, den ich manchmal nachts hatte – auch schon vor der akuten Erkrankung – ich aber dachte, es sei ein Krampf. Diese Übung muss ich nun auch morgens und abends zu Hause machen.

Nach der „Drucksache“ und der kleinen Übung waren die leichten Problemchen verschwunden. Die Dame hatte erkannt, wo der SchuhNerv drückt.

Nach der Erfahrung mit dem Schmerz in der Wade bei der Übung setzt sich nun das ganze Mosaik zusammen. Kleine Dinge, die ich schon seit einiger Zeit festgestellt hatte, waren sozusagen die Vorboten des plötzlichen Auftretens der grossen Schmerzen. Aber ich bin nicht der Typ, der gleich zum Arzt rennt. Es waren ja auch keine Schmerzen, es war ja ein „Krampf“, manchmal ein Druck im Schienenbein und andere Kleinigkeiten mehr.

Ich bin wohl an eine sehr gute Krankengymnastikerin geraten, die ihr Fach versteht und weiss, was zu tun ist und welchen Punkt sie treffen muss. Während es Tages waren jedenfalls kaum noch irgendwelche Beschwerden zu merken.

Einfach nur so

Gestern hat die Terrasse für diesen Sommer die endgültige Bepflanzung bekommen, es sei denn, es geht was ein. Als alles fertig war, hab ich mich hingesetzt und den Blick schweifen lassen, im Hintergrund plätscherte der Brunnen leise vor sich hin.

Wie ich da so sass, überkam mich ein unsagbares Glücksgefühl. Und mir wurde wieder mal klar, wie gut wir es haben. Es sind nicht nur die grossen Dinge, die das Leben schön machen. Ausschlaggebend sind die kleinen Dinge, wie ein Platz in der Sonne, Brunnengeplätscher, Blumen, Bäume, die im Wind rauschen und Vögel, die ihre Laute von sich geben – und das grosse Glück, einen lieben Menschen an seiner Seite zu haben!

Ich weiss nicht, wie lange ich da gesessen habe – einfach nur so – und habe alles auf mich wirken lassen. Und ich war glücklich, nein, ich bin glücklich!

Schatz im Schrank


Kennt ihr das?: Man kauft sich was weil man es gern haben möchte – aus welchen Gründen auch immer. Man benutzt es anfangs auch – und dann liegt es rum. Es landet immer weiter hinten im Schrank. Man vergisst es. Manchmal erinnern wir uns, dass es da ist. Ist es überhaupt noch da? Und schon ist der Gedanke daran wieder verflogen.

Anlässlich der Übungen, die ich am Mittwoch bei der Krankengymnastik machen musste, fiel mir ein, dass ich mir vor vielen vielen Jahren, damals wohnte ich noch in Lübeck, ein Gymnastiggerät zugelegt hatte. Lifeline heisst das Teil. Eine Art Expander, mit ein paar Zusätzen, die das Lifeline für viele Übungen einsetzbar macht.

Die Übungen, die ich am Mittwoch gemacht hatte, kann ich mit dem Grundgerät auch machen. Es wird in eine Tür eingeklemmt, entweder oben oder seitlich in der Mitte, je nach Übung. Tja, nun habe ich gerade damit eine kleine Trainingseinheit gemacht. Das Ding ist zwar nicht so stark, wie das im Gymnastikstudio, aber das spielt auch nicht die grosse Rolle. Ich spürte jedenfalls nach der Übungseinheit, dass ich was getan hatte, genau so, wie es am Mittwoch war.

Ab sofort wird die Krankengymnastik zu Hause unterstützt!

Persönliches Bulletin VIII

So, ab Montag darf ich wieder ins Büro. Aber vorher muss ich montagmorgen noch zur Krankengymnastik. Ich werde mir dafür ein T-Hemd mitnehmen, da die Übungen doch ein wenig schweisstreibend sind, wie ich Mittwoch feststellen musste. Wer will denn schon einen verschwitzten Kollegen um sich haben?!

Ich werde versuchen, die weiteren Termine auf nachmittags/abends zu legen, das wäre praktischer. Da ich aber während der Dauer der Anwendungen von der selben Therapeutin betreut werde – der Chefin herself -, muss ich mich danach richten, wann diese Dienst hat. Die Praxis arbeitet nämlich im Zweischichtensystem.

Privates Bulletin VII

Es scheint so, als würde es wirklich bergauf gehen. Gestern habe ich mir beim Doc eine weitere Spritze abgeholt. Danach ging es mir schon recht gut. Heute wurde ich kurzfristig bei der Krankengymnastik eingschoben. Es war aber „nur“ eine Art Bestandaufnahme: Seit wann? Wo? Wie? Die Chefin der Praxis stellte mir viele Fragen bevor sie mich vor- und zurückbog, nach links und rechts drehte, hier und dort drückte. Und jedesmal stellte sie mir die Frage, ob es zieht, schmerzt oder sonstwas tut. Sie notierte sich alles. Ich hatte den Eindruck, dass sie sehr sorgfältig war. Sie möchte auch noch den schriftlichen Befund des MRT haben. Davon muss ich morgen beim Doc eine Kopie anfordern.

Morgen Abend haben wir Eigentümerversammlung vom ElbePenthouse. Ich habe das abgesagt und eine Vollmacht erteilt. Ich habe Angst, dass nach etwa 2 Stunden sitzen am Tisch wieder Schmerzen im Bein auftreten könnten.

Wenn ich weiter so gute Fortschritte mache, steht wohl einer Arbeitsaufnahmem in der nächsten Woche nichts im Wege.