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Dekadent?


Ist es dekadent, eine Flasche Champagner zu öffnen um ein Glas Champagner zu trinken? Nein! Wenn ich gerade Lust darauf habe, mach ich das. Und heute Abend hatte ich Lust auf ein Glas Champagner.

Weiss ich, ob ich morgen noch Champagner trinken darf oder kann, ob ich dafür nicht eine Schnabeltasse benötige? Weiss ich, ob ich mir morgen noch Champagner leisten kann? Weiss ich, ob ich morgen überhaupt noch lebe?

Lebe heute und tu das, was du gerade möchtest und was du dir leisten kannst!


Bernd hatte Appetit auf ein Glas Pina Colada und ich auf ein Glas Champgner. Cheers!

Den Punkt getroffen

Die heutige Sitzung bei der Krankengymnastik war sehr erfolgreich. Auf die Frage seitens der „Gymnastikerin“, wie es denn heute gehe, berichtete ich von den kleinen Problemchen, die noch da sind. Daraufhin begann sie damit, einen Punkt links neben der Wirbelsäule im Bereich des Pos zu drücken, und sie drückte so was von, dass ich vermute, ich hab da nun einen blauen Fleck. Bernd muss da nachher mal nachschauen.

Danach musste ich noch eine kleine Übung machen bei der sich in der Wade ein kleiner Schmerz offenbarte, der gleiche Schmerz, den ich manchmal nachts hatte – auch schon vor der akuten Erkrankung – ich aber dachte, es sei ein Krampf. Diese Übung muss ich nun auch morgens und abends zu Hause machen.

Nach der „Drucksache“ und der kleinen Übung waren die leichten Problemchen verschwunden. Die Dame hatte erkannt, wo der SchuhNerv drückt.

Nach der Erfahrung mit dem Schmerz in der Wade bei der Übung setzt sich nun das ganze Mosaik zusammen. Kleine Dinge, die ich schon seit einiger Zeit festgestellt hatte, waren sozusagen die Vorboten des plötzlichen Auftretens der grossen Schmerzen. Aber ich bin nicht der Typ, der gleich zum Arzt rennt. Es waren ja auch keine Schmerzen, es war ja ein „Krampf“, manchmal ein Druck im Schienenbein und andere Kleinigkeiten mehr.

Ich bin wohl an eine sehr gute Krankengymnastikerin geraten, die ihr Fach versteht und weiss, was zu tun ist und welchen Punkt sie treffen muss. Während es Tages waren jedenfalls kaum noch irgendwelche Beschwerden zu merken.

Einfach nur so

Gestern hat die Terrasse für diesen Sommer die endgültige Bepflanzung bekommen, es sei denn, es geht was ein. Als alles fertig war, hab ich mich hingesetzt und den Blick schweifen lassen, im Hintergrund plätscherte der Brunnen leise vor sich hin.

Wie ich da so sass, überkam mich ein unsagbares Glücksgefühl. Und mir wurde wieder mal klar, wie gut wir es haben. Es sind nicht nur die grossen Dinge, die das Leben schön machen. Ausschlaggebend sind die kleinen Dinge, wie ein Platz in der Sonne, Brunnengeplätscher, Blumen, Bäume, die im Wind rauschen und Vögel, die ihre Laute von sich geben – und das grosse Glück, einen lieben Menschen an seiner Seite zu haben!

Ich weiss nicht, wie lange ich da gesessen habe – einfach nur so – und habe alles auf mich wirken lassen. Und ich war glücklich, nein, ich bin glücklich!

Schatz im Schrank


Kennt ihr das?: Man kauft sich was weil man es gern haben möchte – aus welchen Gründen auch immer. Man benutzt es anfangs auch – und dann liegt es rum. Es landet immer weiter hinten im Schrank. Man vergisst es. Manchmal erinnern wir uns, dass es da ist. Ist es überhaupt noch da? Und schon ist der Gedanke daran wieder verflogen.

Anlässlich der Übungen, die ich am Mittwoch bei der Krankengymnastik machen musste, fiel mir ein, dass ich mir vor vielen vielen Jahren, damals wohnte ich noch in Lübeck, ein Gymnastiggerät zugelegt hatte. Lifeline heisst das Teil. Eine Art Expander, mit ein paar Zusätzen, die das Lifeline für viele Übungen einsetzbar macht.

Die Übungen, die ich am Mittwoch gemacht hatte, kann ich mit dem Grundgerät auch machen. Es wird in eine Tür eingeklemmt, entweder oben oder seitlich in der Mitte, je nach Übung. Tja, nun habe ich gerade damit eine kleine Trainingseinheit gemacht. Das Ding ist zwar nicht so stark, wie das im Gymnastikstudio, aber das spielt auch nicht die grosse Rolle. Ich spürte jedenfalls nach der Übungseinheit, dass ich was getan hatte, genau so, wie es am Mittwoch war.

Ab sofort wird die Krankengymnastik zu Hause unterstützt!

Persönliches Bulletin VIII

So, ab Montag darf ich wieder ins Büro. Aber vorher muss ich montagmorgen noch zur Krankengymnastik. Ich werde mir dafür ein T-Hemd mitnehmen, da die Übungen doch ein wenig schweisstreibend sind, wie ich Mittwoch feststellen musste. Wer will denn schon einen verschwitzten Kollegen um sich haben?!

Ich werde versuchen, die weiteren Termine auf nachmittags/abends zu legen, das wäre praktischer. Da ich aber während der Dauer der Anwendungen von der selben Therapeutin betreut werde – der Chefin herself -, muss ich mich danach richten, wann diese Dienst hat. Die Praxis arbeitet nämlich im Zweischichtensystem.

Privates Bulletin VII

Es scheint so, als würde es wirklich bergauf gehen. Gestern habe ich mir beim Doc eine weitere Spritze abgeholt. Danach ging es mir schon recht gut. Heute wurde ich kurzfristig bei der Krankengymnastik eingschoben. Es war aber „nur“ eine Art Bestandaufnahme: Seit wann? Wo? Wie? Die Chefin der Praxis stellte mir viele Fragen bevor sie mich vor- und zurückbog, nach links und rechts drehte, hier und dort drückte. Und jedesmal stellte sie mir die Frage, ob es zieht, schmerzt oder sonstwas tut. Sie notierte sich alles. Ich hatte den Eindruck, dass sie sehr sorgfältig war. Sie möchte auch noch den schriftlichen Befund des MRT haben. Davon muss ich morgen beim Doc eine Kopie anfordern.

Morgen Abend haben wir Eigentümerversammlung vom ElbePenthouse. Ich habe das abgesagt und eine Vollmacht erteilt. Ich habe Angst, dass nach etwa 2 Stunden sitzen am Tisch wieder Schmerzen im Bein auftreten könnten.

Wenn ich weiter so gute Fortschritte mache, steht wohl einer Arbeitsaufnahmem in der nächsten Woche nichts im Wege.

Die MRT-Geschichte


Ich dachte, die Geschichte um mein MRT hatte in der letzten Woche ein Ende. Heute morgen ging es weiter. Hier nochmal in Tabellenform die ganze Geschichte:

6. Mai
Erster Besuch beim Orthopäden. Die Praxis vereinbart telefonisch in meinem Beisein bei einer Radiologie in Bergedorf einen Termin für den 24. Mai (frühester freier Termin). Ein Kollege nennt mir ein anderes Institut. Ich vereinbare dort einen Termin für Montag den 9. Mai.

9. Mai
Das MRT wird gemacht. Ich bekomme einen verschlossenen Umschlag, adressiert an den behandelnden Orthopäden. Ich vermute, dass sich in dem Umschlag eine CD und Fotos befinden.

10. Mai
Per Kontaktformular storniere ich den Termin in Bergedorf

11. Mai
Nächster Termin beim Orthopäden. Ich nehme den Umschlag mit. Der Orthopäde wundert sich, dass er nur eine CD enthält, schaut sich aber die Aufnahmen nicht an. Er handelt nach dem ihm zugesandten schriftlichen Befund. Die CD bekomme ich mit. Ich stecke sie zu Hause in das Laufwerk und stelle fest, dass sie nicht für mich sondern für einen anderen Menschen ist.
Ich rufe das Instut an und teile das mit. Wir vereinbaren, dass die richtige CD an mich geschickt wird und ich die falsche abgebe.

13. Mai
Ich gebe die falsche CD persönlich in der Radiologiepraxis ab. Die Dame entschuldigt sich nochmal. Ich frage, ob ich denn keine Fotos bekomme. Sie wundert sich, dass mir keine ausgehändigt wurden und dass der grosse Umschlag tatsächlich nur die CD enthiel. Sie sichert zu, mir Fotos zu schicken.

16. Mai
Auf dem Weg zum Orthopäden bekomme ich einen Anruf von der Praxis, bei der das MRT ursprünglich durchgeführt werden sollte (nach fast einer Woche!): Sie finden den Termin nicht, den ich stornieren will. Da sich die Sache eh erledigt hat, nehmen beide Seiten das nun so hin.
In der Orthopädiepraxis frage ich bei der Dame am Empfang nach, ob sie das notiert hatte. Hatte sie und sie bestätigt mir den vereinbarten Termin, der angeblich nicht existiert.
Tja, da hat man wohl in Bergedorf vergessen, den Termein einzutragen. Ist ja eh egal, ich hab ja meine CD. Ich warte nun noch auf die Fotos und hoffe, dass die Sache damit dann ein Ende findet.

Privates Bulletin VI

Nachdem ich mir heute wieder die magnetischen Wellen und eine Spritze abgeholt hatte, wurde mir eröffnet, dass ich noch eine Woche zu Hause bleiben muss. Ich soll mich viel bewegen, also z.B. spazierengehen. Toll, wo das Wetter jetzt schlechter geworden ist.

Desweiteren bekam ich Krankengymnastik verordnet. Praktisch, auf der gleichen Etage wie mein behandelnder Arzt ist eine Praxis für Krankengymnastik. Ich also da rein. Während ich die Tür öffnete, wurde eine Glocke betätigt. Ich stand dann da ganz allein im Anmelderaum und wunderte micht, dass keiner kam. Dann entdeckte ich ein Schild mit dem Hineweis, dass, wenn keine da ist, die Angestellten in einem der Therapieräume sind und man jeweils „kurz vor voll“ oder „kurz vor halb“ erscheinen würde. Na gut, irgendwie hatte ich Verständnis dafür. Nun war es aber gerade „kurz nach voll“. Ich wartete also so still vor mich hin, hörte aber derweil aus einem der Räume eine sehr laute Frauenstimme plappern und ab und zu einen Männerstimme.

Ein Raum, an dem „privat“ stand, war offen. Ich schaute hinein und was ich entdeckte, war nicht sehr vertraueneinflössend: Ein Tisch voll mit Geschirr und einem offenden Marmeladenglas. Und auch sonst sah es in dem Raum nicht gerade sehr aufgeräumt aus. Mein Vertrauen war vollends dahin.

Zum Glück hatte ich das Handy dabei. Ich rief bei unseren Nachbarn an, und fragte, ob sie eine gute Praxis wüssten. Als eingeborene bzw. langjährige Geesthachter wussten sie natürlich eine, und zwar ganz in der Nähe. Leider sind die für die nächste Woche schon ausgebucht. Ich werde aber reingenommen, wenn sich eine Möglichkeit ergibt. Vier Termine für die Woche danach habe ich so gelegt, als wenn ich dann wieder arbeiten müsste.

Ich hoffe nun also weiter vor mich hin, dass es bergauf geht.