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Der Neue


Seit ein paar Wochen beschäftigen wir uns damit, einen neuen Wagen zu kaufen. Auf jeden Fall sollte es wieder ein Cabrio sein – und wenn der Geldbeutel es zulässt, eine Nummer grösser als unser jetztiges Fahrzeug. Wir schauten uns den EOS von VW an und den 308cc von Peugeot und verglichen Ausstattung und Preise.

Beide Autos haben Vor- und Nachteile. So gibt es beim EOS z.B. keine Nackenheizung aber eine Einparkautomatik. Die hat der 308cc nun wieder nicht, sondern nur eine Einparkhilfe.

Beim Peugeothändler stand ein 308cc mit Tageszulassung, Farbe dunkelbraun metallic, dazu graue Ledersitze und ausgestattet mit allen Extras, die zur Verfügung stehen. Für etwa den gleichen Preis gibt es auch ein Neufahrzeug – dann aber nicht mit den ganzen Extras, wie z.B. Xenonlicht, welches auch „um die Ecke schauen kann“.

Gestern telefonierte ich nochmal mit dem Verkäufer wegen einer grundsätzlichen Frage. Dabei teilte er mir mit, dass der Preis für den ausgestellten Wagen nochmal reduziert wurde. Hm, nun wurde das interessant. Wir fuhren also heute nochmal hin um uns den Wagen nochmal anzuschauen. Die grauen Sitze wirkten auf uns gar nicht mehr so störend wie bei der ersten Besichtigung. Sehr intensiv schauten wir uns den Wagen an und gaben dann unser OK – gekauft!

Wir könnten den Wagen in der nächsten Woche bekommen. Aber terminlich passt es bei uns nicht, in der Woche danach auch nicht. Und dann hat der Verkäufer eine Woche Urlaub. Und da der sehr nett ist, würden wir den Wagen gern von ihm übernehmen. Wir einigten uns dann auf eine Übergabe ab dem 10. Oktober. Den Kaufvertrag werde ich aber in der kommenden Woche unterschreiben.

Es wird sicher eine Umstellung, plötzlich mit einem grösseren Wagen unterwegs zu sein. Aber daran werden wir uns gewöhnen.

Eigenmedikation


Als im Mai bei mir das erste mal die Probleme mit der Bandscheibe auftraten, bekam ich Tabletten verschrieben, die mir des nachts quälende Schmerzen lindern und mir zu einen entspannten Schlaf verhelfen sollten. Anfangs bekam ich die „milden“ mit der Einheit 50, die hatte mir noch die Hausärztin verschrieben. Der Orthopäde verschrieb mir dann die nächst stärkere Version mit der Einheit 100. Es hat in Verbindung mit anderen Behandlungen geholfen.

Medikamente nehme ich wirklich nur, wenn es notwendig ist. Nebenwirkungen – das Damoklesschwert, was über fast allen Medikamenten hängt.

Von den 100ern hatte ich noch recht viele. Keine Ahnung, warum ich die damals nicht vernichtet hatte. Jedenfalls hatte der Arzt in seiner Datei die Notiz, dass er sie mir verschrieben hatte und meinte beim erneuten Auftreten der Probleme, ich müsste davon ja noch eine ausreichende Menge haben.

Abend für Abend nahm ich eine von den Pillen. Nur richtig geholfen hatten sie nicht. Liebgen war nur auf der „guten“ Seite möglich, jede Lageveränderung bereitete Schmerzen. Dementsprechend schlecht habe ich auch geschlafen.

Gestern hatte ich die Idee, mal den Beipackzettel genauer zu lesen, ob nicht auch 2 von den Tabletten nehmen könnte. Zuerst stand da, ich sollte mich an die Anweisung des Arztes halten. Und dann der Satz, der damit anfängt: Falls vom Arzt nicht anders verordnet….

Und dann entdeckte ich, dass es von diesen Tabletten noch stärkere gibt, nämlich mit der Einheit 200. Tja, warum sollte ich dann nicht 2 von den Dingern nehmen? 100 plus 100 = 200! Muss doch gehen. Also rein damit. Und es ging wunderbar. Die Schmerzen waren nur noch ganz leicht zu spüren und ich habe endlich mal wunderbar geschlafen. Und da mein Mann auf der „schlechten“ Seite liegt, war es mir sogar möglich mich mal wieder an ihn zu kuscheln.

Ich hoffe, dass die kommende Woche nun die lang erwartete Linderung ohne Tabletten bringt. Ich hasse es, Medikamente nehmen zu müssen – wegen dem Damoklesschwert.

Auf der Durchreise

Auf der Fahrt von Mönchengladbach nach Lübeck machten Oliver und Sabrina heute Zwischenstation in der kleinen Stadt an der Elbe und erholten sich von der überlangen Anreise, verursacht durch Staus.

Das spätsommerliche Wetter machte es möglich, dass wir nochmal grillen konnten, was meinem Gesundheitszustand sehr entgegenkam, brauchten doch deshalb kaum Vorbereitungen getroffen werden. Allerdings kauften wir Fleisch, welches schon vom Schlachter mariniert worden war und fertige Salate, die aber sehr lecker sind. Es muss halt auch mal so gehen. Und es hat allen geschmeckt, jedenfalls den drei Männern. Meine kleine Freundin Sabrina hatte nämlich Magenprobleme. Für sie bereiteten wir eine Portion Kartoffelpürree (aus der Packung – ich geb’s zu). Dazu bekam sie ein mageres Stück gegrillte Hühnerbrust natur.

Schön war’s, die Beiden mal wieder um sich zu haben. Zuletzt hatten wir uns im Juni ja in Berlin gesehen.

Quälkram

Ab der 2. Wochenhälfte der letzte Woche ging es mir gut, sehr gut. Ich war sogar so frei, die Tabletten zu entsorgen. Dann, am Sonntag, ging es wieder los, zwar nicht so arg, aber ich hatte wieder Schmerzen. Montag war ich dann wieder im Büro. Es war auszuhalten. Immerhin würde ich zu Hause ja auch nur am Arbeitsplatz sitzen und ab und zu mal aufstehen für verschiedene leichte Verrichtungen. Tja, und da musste ich mir dann sagen lassen, dass man nicht verstehen könne, warum ein Arzt einen krankschreibt – Bewegung wäre doch sehr sinnvoll. Peng! Und das mir, der sich bislang noch mit jeder Erkältung ins Büro geschleppt hat, der jahrelang überhaupt keinen Zettel vom Arzt abgeliefert hat. Aber bei meiner Wirbelsäule hört der Spass auf! Und wenn der Arzt sagt, dass es besser sei, zu Hause zu bleiben, dann mach ich das.

Nun, seit gestern Abend sind die Schmerzen noch wieder stärker geworden. Tapfer fuhr ich heute ins Büro. Wie oben gesagt, zu Hause sitze ich ja auch am Arbeitsplatz. Da heute Nachmittag wieder Rendezvous mit 12 Nadeln bevorstand, war ich sehr positiv eingestellt. Ich merkte aber, dass aufgrund der nicht unerheblichen Schmerzen meine Konzentration stark vermindert war. Da kann man dann doch mal sehen, dass man einem Doc doch in gewissen Bereichen vertrauen kann. Am liebsten wäre ich bereits um 13:00 Uhr nach Hause gefahren um hier ganz entspannt auf meinen Termin zu warten.

Egal – wie man oben lesen kann, schlägt die Akupunktur wohl nicht an. Ich liess mir deshalb heute noch eine Spritze verpassen, um eine Linderung der Schmerzen zu erfahren, was aber nur teilweise gelang.

Ich habe aber heute Morgen einen Schritt in eine andere Richtung gemacht. Ich will zu einem anderen Arzt, den ich schon angerufen aber offensichtlich gestört hatte. Er wollte heute Nachmittag zurückrufen. Vermutlich hat er den Zettel, auf dem er meine Telefonnummer notiert hatte, vertrödelt. Morgen Vormittag mache ich einen 2. Versuch, einen Termin zu bekommen – trotz der Nachlässigkeit.

31. August 1997


Das war für viele Menschen sicher ein Sonntag wieder jeder andere auch. Für mich nicht. Es war Alstervergnügen, dass ich am Nachmittag allein besuchte und am Abend mit einem lieben Menschen Arm in Arm verließ. Dieser liebe Mensch ist Bernd, der heute, nach 14 Jahren immer noch an meiner Seite ist, mit dem ich aneinandergekuschelt einschlafe, an den ich mich kuscheln kann des nachts, wenn ich mal nicht schlafen kann. Und den ich unsagbar liebhabe!

Aber heute ist nicht der einzige wichtige Tag in unserem Leben.

An der Nadel

Nein, die Nadel war eher an mir. Genaugenommen waren es 12 Nadeln, mit denen ich heute Nachmittag gespickt war – und das freiwillig. Eine steckte in meiner Hand, jeweils ein paar im Fuss, Knie und Rücken. Dann wurde das Licht gelöscht. Ich lag entspannt auf der Seite und horchte und fühlte in mich rein.

Nach 25 Minuten wurden die Nadeln gezogen und ich musste weitere 20 Minuten ruhen. Ein schriller Wecker erinnerte mich dann daran, dass ich mich anziehen und gehen durfte. Zur Belohnung gönnte ich mir ein Eis.

Am Dienstag nächster Woche ist dann die 2. Sitzung.

Noch ’ne Woche

Unter normalen Umständen sässe ich jetzt wieder im Büro. Leider sind die Umstände nicht normal. Mein Arzt hat mich heute für eine Woche krankgeschrieben und ich muss zu Hause bleiben.

Die 2. Spritze, die ich heute verpasst bekam, hat scheinbar etwas Linderung gebracht. Ich werde versuchen, mich zusammenzureissen und nicht so viele Dinge machen, die eigentlich notwendig wären. Und vor allem: Immer mal ’ne kleine Pause einlegen.

Ich habe mich entschieden, begleitend zur normalen Therapie, Akupunktur machen zu lassen. Am Donnerstag Nachmittag habe ich die erste Sitzung.

Lebensqualität


Diese letzte Urlaubswoche verbringe ich vormittags allein zu Hause. Irgendwann erscheint der kleine Hunger und ich brauch ein wenig was für den Magen: Ein Toastbrötchen, eine Hälfte mit Fleischsalat, die andere Hälfte mit selbstgemachter Marmelade, die wir für’s Blumengiessen und Briefkastenausnehmen von Nachbarn bekommen haben.

Ich bereite mir das kleine Frühstück in der Küche zu und setze mich dann anschliessend in den Wintergarten. Während ich dem Regen und den sich im Wind wiegenden Pappeln zuschaue, verzehre ich die beiden vorbereiteten Brötchenhälften. Das dauert zwar nur ein paar Minuten, aber ich geniesse es, dort zu sitzen anstatt so nebenbei mir die Hälften am Rechner sitzend reinzuschieben.

Ebenso gehört es zu meiner Lebensqualität, Getränke immer in ein Glas zu füllen anstatt aus der Flasche zu trinken. Es soll ja sogar Menschen geben, die trinken Milch aus der Verpackung, ein absolutes no go.

Es geht wieder los


Gestern spürte ich es schon: Die Bandscheibe meldet sich wieder. Mist. Na, vielleicht wird es ja nicht so schlimm und sie beruhigt sich wieder. Ich war noch guter Dinge obwohl ich schon Schmerzen im Bein hatte.

Dann kam die Nacht. Was für eine Nacht! Ja, ich habe wohl geschlafen, aber eher weniger. Wegen der Schmerzen. Mir wurde klar, dass ich heute Morgen gleich den Arzt aufsuchen müsste.

Ich schleppte mich mehr schlecht als recht zur Praxis. Kurz vor acht Uhr stand ich vor der Tür. Erster! Das war schon mal ein gutes Zeichen. Nach und nach versammelten sich mehr Patienten. Aber ich war Nr. 1, wissend, dass ich ganz sicher nicht als Nr. 1 zum Doc reinkommen würde.

Doch nach 30 Minuten (!) wurde ich schon aufgerufen. Ein kurzer Test des Docs (er hat mich irgendwie verbogen) verursachte den Schmerz, der bestätigte, dass es die Bandscheibe ist. Spritze, Rezept für Tabletten, neuer Termin (Montag).

Ich schleppte mich unter Schmerzen wieder nach Hause. Zum Glück sind es nur wenige Meter, die ich unter normalen Umständen in etwa 5 Minuten zurücklege. Heute brauchte ich die doppelte Zeit.

Es hat sich herausgestellt, dass die Wahl des Standortes unseres Domizils perfekt ist. Seinerzeit, als wir uns darüber Gedanken machten, diese schöne Wohnung zu kaufen, war eins meiner Argumente dafür: Das DorfStadtzentrum ist in wenigen Minuten mit dem Rollator zu erreichen – was ich vor 6 Jahren eher scherzhaft meinte.

Nacktscan

Über die sogenannten Nacktscanner, die die Sicherheit auf Deutschen Flughäfen fördern sollen, ist lang und breit diskutiert und sich aufgeregt worden. Ich musste mich heute völlig nackt machen und wurde von oben bis unten und von vorn und hinten gescannt – von meinem Hautarzt.

Im vorigen Jahr wurden mir ja kurz vor meinem Geburtstag 2 schwarze Flecken entfernt, die zum Glück nicht bösartig waren. Aber besser isses ja, nun regelmässig kontrollieren zu lassen, ob nicht doch irgendwo was entstanden ist, was da nicht hingehört. Das Ergebnis des heutigen Scans war negativ, also positiv weil nichts gefunden wurde.

Demnächst werde ich mich aber eines kleinen Eingriffs unterziehen lassen. Unter der Kopfhaut hat sich eine Talgansammlung gebildet, die eine unschöne Beule verursacht. Da ich die Haare ja sehr kurz trage, fällt das Ding auf. Deshalb muss es weg. Kostet auch nichts hat der Doc gesagt, also ist es keine Schönheits-OP.