Archiv der Kategorie: persönlich

Wieder zu Hause

Wie vorhergesagt und geplant wurde ich heute aus der Klinik entlassen. Die Freigabe bekam ich noch vor dem Frühstück, welches ich aber noch verspeist habe. Zu Hause hätte ich mir sonst noch was machen müssen.

Warum ich allerdings erst heute Morgen entlassen wurde statt bereits gestern Nachmittag? Gesundheitliche Gründe schliesse ich aus. Es ging mit gestern nicht schlechter als heute bzw. heute nicht besser als gestern. Es sind wohl eher finanzielle Gründe.

Der Aufenthalt in der Klinik war recht angenehm. Die Schwestern waren ausnahmslos sehr nett und ich habe mich mit einem Obulus für die Kaffeekasse bedankt.

Sehr glücklich war ich über meinen ersten Bettnachbarn, der ja gestern entlassen wurde. Der Herr, der mit gestern Nachmittag nach seiner OP ins Zimmer geschoben wurde, lag mir ganz und gar nicht. Heute Morgen fragte er mich, ob ich ihm helfen könnte, seinen Schlübber anzuziehen. Bevor mir eine Ausrede einfiel, meinte er dann aber, dass ich mich ja auch nicht bücken dürfe. Na, der Kelch ging nochmal an mir vorbei.

Am Donnerstag nächster Woche werden in der Praxis des operierenden Arztes, Dr. Klase die Fäden gezogen. Voraussichtlich in der Woche darauf beginnt die Reha.

Ich möchte mich bei allen Leserinnen und Leser bedanken, die während der letzten Tage meine kleine Krankengeschichte verfolgt haben und mir per Kommentar ihre Genesungswünsche übermittelt haben. Leider war es mir nicht möglich, auf jeden Kommentar einzugehen, es wäre etwas mühsam gewesen. Der kleine Tablet PC hat mir aber die Verbindung zur Aussenwelt ermöglicht.

Dr. Daniel Klase wird hier vermutlich nicht lesen. Trotzdem an dieser Stelle meinen Dank an ihn für die erfolgreiche Operation. Ich würde mich jederzeit wieder in seine Hände begeben.

Und nun habe ich genug gesessen und werde mich wieder in die Waagerechte begeben. Man soll ja nichts übertreiben.

Freigang

Mein netter Bettnachbar wurde heute aus der Anstalt entlassen. Schade, wir haben uns gut verstanden.

Nun, allein im Zimmer ist das doof. Immer nur liegen ist auch doof wenn man sich fit fühlt. Des alb drehte ich ein paar Runden auf dem Anstaltsflur. Eine Dame in Strassenkleidung sprach mich an, die ebenfalls eine Insassin war. Sie verschwand durch einen Nebenausgang.

Meine Gedanken machten Sprünge. Ich hatte nur noch ein Ziel: Ich will hier raus! Eine Schwester bestätigte mir, dass das erlaubt sei. Schnell war ich umgezogen und kurz darauf stand ich in der Fußgängerzone und konnte durchatmen.

Eine Stunde war ich unterwegs.Bei Butlers habe ich ein wenig Baumbehang gekauft. Wow, das tat gut. Statt des Anstaltslifts bin ich sogar die Treppen runter- und wieder raufgegangen.

Und jetzt liege ich auf dem Bett, schreibe diesen Post und warte auf das Mittagessen sowie auf meinen neuen Zellengenossen. Er soll eine Schnarchnase sein. Na, ich habe ja nur noch eine Nacht.

Mein Doc hat mir schon angekündigt, dass sei Stellvertreter morgen früh um etwa 7 Uhr hier ist und die Entlassungspapiere biringt, d.h dass ich mir den Wecker stellen muss. Als Plegeleichter darf man nämlich ausschlafen!

müde

Ich fühle mich gut – nur müde bin ich. Rückenlage bin ich ja nun gar nicht gewohnt. Nachdem ich gefühlte etliche Stunden gar nicht geschlafen hatte, habe ich mich doch auf die Seite gedreht, worauf ich dann auch eingeschlafen bin und ich nicht bemerkt habe, dass die biologische Nachtschwester min Wundpflaster kontolliert hat.

Nach dem Frühstück, welches im Stehen eingenommen wurde, sind mein netter Bettnachbar und ich wie die Tiger im Käfig im Zimmer hin- und hergegangen. Danach wurde ich noch müder und ich hab mich im Bett erholt.

Demnächst weiteres aus der Anstalt – ich muss jetzt ruhen.

Mittagessen fällt aus

Ich hab da mal was vorbereitet:
Wenn diese Notiz veröffentlicht wird, werde ich auf dem Weg nach Bergedorf zur Prasixklinik sein, wo ich mich um 10:00 Uhr einfinden soll.

Nachdem ich gestern recht entspannt war, habe ich heute morgen Pudding in den Beinen und in den Armen.

Nach der Vorbereitung für die OP werde ich die Narkose bekommen. Anschliessend werde ich auf den Bauch gedreht und mein Rücken wird ein Stückchen aufgeschnitten. Von einem Lendenwirbel wird was weggefräst, ein Muskel wird abgetrennt. Dann wird die Masse, die aus der Bandscheibe ausgetreten ist, entfernt und die, die sich noch in der Bandscheibe befindet, ausgeräumt. Danach werde ich wieder zugenäht, verpflastert und in den Aufwachraum geschoben. Die OP soll ca. 1 Stunde dauern.

Etwa 2 Stunden später dürfte ich aufstehen und am Freitag würde ich entlassen werden, wenn dann alles in Ordnung ist.

Ich melde mich wieder, sobald ich dazu in der Lage bin.

Lieber nicht


Gestern hab ich mich wohl ein wenig übernommen denn heute habe ich verstärkt Aua im Bein. Beim Putzen und bei den Vorbereitungen für ein nettes Essen hat mir mein Mann zwar sehr viel geholfen. Und ich hab mich zwischendurch auch immer mal wieder ausgeruht. Aber heute habe ich mit den Folgen zu kämpfen.

Deshalb ruhe ich mich heute lieber aus und wir werden bei dem supertollen Wetter nicht rausgehen, nicht mal die paar Minuten runter an den grossen Strom.

Die Herbstsonne scheint direkt seitlich auf meinen Arbeitsplatz. Das Fenster öffnen, ein paar Sonnenstrahlen einfangen, das Rauschen der Pappeln im Wind hören, einfach das Wetter auf diese Art geniessen, durch das lichter werdende Laub einen Blick auf die Elbe erhaschen –

und dabei diesen kleinen Eintrag erstellen. Ein Sonntag, an dem ich das Beste aus der Situation mache.


Übrigens: Ich habe zurzeit kein Problem damit, wenn es nicht immer perefekt aufgeräumt ist. Es gibt im Moment wichtigeres für mich. Da wird dies oder jenes schon mal vernachlässigt.

mulmig

Wegen der anstehenden OP musste ich heute zu einem Anästhesiegespräch. Mir wurde sehr genau erklärt, was bei der Narkose gemacht wird. Etwas mulmig wurde mir, als mir gesagt wurde, dass ich nicht selbstständig atmen könnte und ich deshalb künstlich beatmet werde. Schon sehr merkwürdig.

Da isser wieder


Ich hoffe jedenfalls, dass Oliver und seine Kollegen an Bord des A380 sind. Auf dieser Grafik ist die Maschine wenige Sekunden vor der Landung in Frankfurt in 130 m Höhe.

Vermutlich wird meine kleine süsse Freundin Sabrina, Olivers Frau, auch vor dem Bildschirm gesessen und den Flug verfolgt haben.

Mal wieder raus

Das letzte Mal war Anfang August vor meinem Urlaub in der Mittagspause mal draussen. Während meines Urlaubs bekam ich dann „Bein“ vom Rücken. Dann war ich 2 Wochen krankgeschrieben. Als ich die Arbeit wieder aufnahm, waren die Schmerzen sehr stark. Längere Wege waren mir nicht möglich. Also hielt ich mich durchgehend im Büro auf.

Als ich dann wieder gut zu Fuss war, hatte ich diverse Termine bei Ärzten. An jenen Tagen ging ich also auch nicht raus. Und an den anderen Tagen war schlechtes Wetter.

War ich froh, dass ich heute mal wieder kurz in die City gehen konnte!

Ja oder nein

Eine OP – gleich welcher Art – ist immer ein Risiko. Ein OP an der Wirbelsäule kann ganz fatale Folgen haben.

Tatsache ist, dass die Ursache der Schmerzen behoben werden muss. Eine Unterdrückung der Schmerzen beseitigt die Ursache nicht sondern kann diese eventuell auch veschlimmern ohne dass ich das merke.

Der Neurochirurg empfiehlt mir eine OP:
Die Bandscheibe ist bereits teilweise verkalkt. Je länger ich mit einer OP warte, umso mehr verkalkt der Bandscheibenvorfall. Je mehr Kalk – umso schwieriger die OP. Das hört sich für einen Laien logisch an.

Die OP würde in einer Praxisklinik durchgeführt werden. Dienstag rein und OP, Freitag wieder nach Hause. Dann 3 Wochen ambulante Reha. Hört sich soweit ganz gut an.

Der Orthopäde ist nicht der Meinung, dass die vom MRT-Institut vorgeschlagene Therapie mit den Spritzen an die Nervenwurzel helfen würde. Der Bandscheibenvorfall ist da, und das seit Mai. Keine Therapie hat bisher geholfen. Er rät auch zur OP. Allerdings will er mich noch einem Arzt in der Endo-Klinik vorstellen. Dort schickt er auch seine Privatpatienten hin. Eine Über- bzw. Einweisung habe ich bereits. Mir fehlt nur noch der Termin für ein Gespräch dort. Danach werde ich mich dann entscheiden müssen.

Die Tendenz ist jedenfalls eher in Richtung ja.