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Wieder vorbei!

Ostern meine ich, was sonst. Vier Tage am Stück nicht in die Firma ohne dass es Urlaubstage kostet. Natürlich, wie ich es gewohnt bin, ist man als Schifffahrtsmann an den Feiertagen, die nicht überall Feiertage sind, wie z.B. Karfreitag und Ostermontag, immer ein wenig auf „Achtung!“ gepolt. An diesen Tagen habe ich mich auch mal in den Firmenrechner eingeloggt um zu sehen, ob irgenwelche ungewöhnlichen Dinge passiert sind. War aber alles ok.

Nun, diese vier freien Tagen haben mir ein weiteres Mal bewusst gemacht, wie sehr ich mich auf das Rentnerdasein im nächsten Jahr freue. Allein die Freiheit zu haben, ohne Termindruck irgendwas machen zu können, nicht immer alles auf die Feiertage oder Wochenende schieben zu müssen, Einkäufe dann zu erledigen, wenn es nicht so voll ist – ach, es gibt so viele Dinge, die das Leben dann einfacher machen. Ich muss dann nur noch Rücksicht auf meinen Mann nehmen.

Feiertage sind dann natürlich Tage, wie jeder andere auch. Sie sind dann nichts besonderes mehr da ich dann ja eh ständig frei habe. Ostern, Pfingsten, Weihnachten – natürlich sind und bleiben das Feiertage. Aber die Planung und Vorbereitung ist dann viel entspannter.

Ich freu mich drauf! Das soll jetzt aber nicht heissen, dass ich ungern in die Firma gehe. Wir sind ein tolles Team, die Arbeit ist interessant und macht Spass. Alles ist gut, sehr gut! Aber es ist Zeit, aufzuhören.

Unpassend

Seit Sonntag plagten mich bereits Halsschmerzen. Gurgeln mit dem Kleinen Schwedenbitter und lutschen von einschlägigen Lutschpastillen brachten nur kurzzeitig Linderung, wenn überhaupt. Tja, und nun hab ich den Salat: Seit gestern habe ich Schnupfen und ich fühle mich irgendwie und alles andere als gut. Die Halsschmerzen sind heute zwar merklich besser geworden. Aber alles in allem habe ich jetzt wohl eine richtig tolle Erkältung an der Backe.

Zum Glück haben wir heute und morgen keine Aktivitäten geplant und ich kann mich erholen. Später heute werde ich ein Erkältungsbad nehmen. Ein absolutes Muss bei der Planung des Elbe-Penthouse war ja, dass das Badezimmer eine Badewanne enthält. In Situationen wie der heutigen bin ich froh, dass wir die Wanne haben.

Eine Erkältung ist immer unpassend und unangenehem. Aber muss das gerade zu Weihnachten sein?

Ich danke euch allen für eure Weihnachtsgrüsse. Wegen meiner „Unpässlichkeit“ werde ich mir ausnahmsweise nicht die Mühe machen, die Grüsse jeweils in euren Blogs zu erwidern.

Peter

Soweit ich weiss, habe ich in diesem Blog noch nie über Peter geschrieben.

Ich habe Peter vor vielen Jahren über das Chatportal ICQ kennengelernt. Damals war er noch Schüler auf einem Gymnasium. Wir haben uns an vielen Abenden stundenlang unterhalten. Peter hat mir viel aus seinem Leben erzählt und hat mir einige sehr persönliche Dinge anvertraut. Peter war noch nicht volljährig und so bat ich ihn, mir die Emailadresse seines Vaters zu geben damit ich ihm erzählen kann wer ich bin und dass ich schwul bin, noch dazu weil Peters Vater Rechtsanwalt ist. Denn es hat schon einen etwas merkwürdigen Beigeschmack, wenn sich ein schwuler „alter“ Mann mit einem Jungen unterhält, der noch nicht volljährig ist. Peters Vater war sehr angetan von meiner Initative und so konnten Peter und ich unseren recht intensiven Kontakt weiter aufrechterhalten. Ja, ich wage zu behaupten, dass ich Peter in gewisser Weise auch eine kleine Lebenshilfe gewesen bin.

Im Lauf der Jahre wurde unser Kontakt weniger, ohne dass er ganz einschlief. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Gymnasiums begann Peter ein Jurastudium. Die Absicht war, später in die Kanzlei seines Vaters einzutreten. Auch während der Ausbildungszeit erzählte mir Peter ab und zu etwas über seine Mitmenschen. Erst vor wenigen Tagen hat er mir berichtet, dass er nun in der Kanzlei seines Vaters tätig sei.

Warum erzähle ich euch ausgerechnet heute über Peter?:
Ich bekam gestern Nachmittag die traurige Nachricht, die ich erst heute morgen lesen konnte, dass es Peter nicht mehr gibt. Er kam bei einem tragischen Unfall, den er nicht selbst verschuldet hat, ums Leben.

Ich konnte Peter leider nie persönlich kennenlernen, trotzdem hatten wir ein sehr intensives und schönes, vertrauensvolles Verhältnis zueinander.

Peter, ich nannte in Kleiner – er mich Vulki – mach’s gut! Ich werde dich nie vergessen!

Meine kleine Insel


In Hamburg findet an diesem Wochenende der CSD statt, dessen Höhepunkt die heutige Parade ist. Da Bernd arbeiten muss und ich keine Lust habe, alleine teilzunehmen, werde ich mich in meine Lese- und Kaffeeecke zurückziehen. Auf dem Kindle ist noch reichlich Lesestoff vorhanden, der erstmal abgearbeitet werden muss. Und kürzlich haben wir gerade Nachschub an Espressokapseln bekommen. Ich bin also gut versorgt.

Nice to have

Seit meinem Geburtstag Ende März bin ich ja stolzer Besitzer eines Kindles, von dem ich inzwischen reichlich gebrauch gemacht habe. Viele Menschen meinen ja, es wäre doch schöner, ein Buch in der Hand zu haben als ein Stück Technik. Das ist sicher eine Frage des persönlichen Geschmacks. Die Vorteile eines Kindles sind aber nicht von der Hand zu weisen, die ich gerade jetzt während meiner Krankheitsphase sehr zu schätzen gelernt habe.

So ein eReader ist praktisch im Wartezimmer. Ich hasse es z.B., die Zeitschriften dort anzufassen, an denen jeder Patient mit Schnupfen und Husten schon dranrumgegrabbelt hat. Mit dem Reader habe ich mein Buch dabei, ohne dass ich einen mehr oder weniger dicken Wälzer mit mir rumschleppen muss. Wenn ich aufgerufen werde, wird er zugeklappt und beim nächsten mal Aufklappen, also wenn ich weiterlesen will, ist die Seite wieder da, auf der ich aufgehört hatte.

Wenn ich meine Lesebrille nicht dabeihaben sollte bzw. wenn ich, so wie im Moment, zeitweise Sehprobleme habe, kann ich die Grösse er Buchstaben verändern, was sehr erholsam sein kann.

Sollte mal der Lesestoff ausgehen, findet sich im „Katalog“ schnell Ersatz. In Sekundenschnelle ist ein neues Buch heruntergeladen. Man muss nicht in die nächste Bibliothek gehen und ein neues Buch kaufen, welches womöglich erst bestellt werden muss. Man muss auch nicht mehrere Tage auf eine Onlinebestellung warten, die gerade dann geliefert werden soll, wenn man vielleicht gerade im Wartezimmer sitzt, d.h. persönliche Abholung im Postamt erst am nächsten Tag, was möglicherweise heisst, noch ein Tag ohne Buch zu sein.

Für unsere Reise im September werde ich reichlich Lesestoff runterladen. Ob ich dann auch tatsächlich zum Lesen kommen werde ist natürlich eine andere Sache. Aber ich brauch nicht Taschen voller Bücher mitschleppen und vielleicht ungelesen wieder nach Hause bringen.

Es gibt also eigentlich keine Nachteile, einen eReader zu besitzen.

Da bin ich froh

Mein Arzt sagt, ich brauche für 3 Tage nur noch 1/2 Tablette von Bomben nehmen. Ich hab’s ja schon öfter mal erwähnt, dass ich nicht gerne Medikamente nehme. Aber manchmal muss das wohl so sein. Dieses Zeugs ist wohl nicht von schlechten Eltern und ich bin froh, wenn ich sie ganz absetzen kann.

Medikamentreaktion

Seit etwa 2 Jahren bekomme ich in Abständen Tabletten verschrieben, bei denen mich die Ärzte fragen, ob ich einen empfindlichen Magen habe (Mai 2011 Wirbelsäule, Oktober 2012 Leistenbruch, danach undefierbare Schmerzen als Folge der Bronchitis).

Am Dienstag bekam ich Tabletten gegen die Nervenentzündung mit der Frage nach dem empfindlichen Magen. Gleichzeitig bekam ich eine Art Gegenmittel für den Magen, also gegen den empfindlichen Magen.

Nie hatte ich Probleme mit dem Magen. Ich dachte immer, ich hätte einen Magen wie eine Kuh oder ein Pferd – oder so. Ich nehme also derzeit morgens die Tabletten gegen die Entzündung und abends das Gegenmittel wegen des Magens.

Seit heute morgen weiss ich, was es die Frage nach dem Magen bedeutet: Die Tabletten haben einen durchschlagenden Erfolg. Zum Glück muss ich ab heute nur noch eine von den Bomben nehmen.

Zipperlein

Es ist wohl nicht von der Hand zu weisen: Wenn Mann älter wird, stellt sich dies und jenes ein. So begab es sich am vorletzten Wochenende beim Wochenendeinkauf, dass ich ein Sechserpack mit 6 1,5-Literflaschen Mineralwasser wohl mit einer etwas verdrehten Bewegung in den Einkaufswagen bugsierte. Das hatte zur Folge, dass ich tagelang stark bewegungseingschränkt war, d.h. jede Bewegung war mit Schmerzen in der Leistengegend verbunden, und zwar Schmerzen, die eingermaßen beunruhigend waren. Ich suchte also meine Hausarztpraxis auf. Die Ärztin drückte in der Leistengegend herum, aber sie konnte keine Diagnose stellen. Ich bekam eine Überweisung zu dem Chirurgen, der im vorigen Jahr meinen Leistenbruch operiert hatte.

Als gemeiner Kassenpatient bekommt man natürlich nicht sofort einen Termin. Und so war ich froh und glücklich, dass ich innerhalb einer Woche, nämlich heute, einen Termin bekam. Die Schmerzen waren inzwischen merklich abgeklungen, aber ich wollte sicher sein und nahm den Termin wahr.

Der Doc schmierte mich untenrum mit Gel ein und liess dann den Ultraschalldetektor auf mir kreisen. Das Ergebnis der Untersuchung: Es ist alles in Ordnung. Wir sprachen noch kurz über die Sache und mir wurde erklärt, dass immer wieder mal zu Zerrungen kommen kann. Allerdings gab er mit auf den Weg, dass ich nicht mehr der Jüngste sei und ich schon ein wenig vorsichtig agieren solle.

Ts ts – nicht mehr der Jüngste! Ich bin entsetzt!