Das neue Handy

Ein eigenes Mobiltelefon, neudeutsch Handy, hatte ich noch nie. Bei meinem vorigen langjährigen Arbeitgeber bekam ich eins von der Firma gestellt. Mein erstes Handy war eins, welches die Form und das Gewicht eines Briketts hatte und womit ich ein Sakko ruinierte weil die Taschen ausbeulten. Wir alle wissen, dass im Lauf der Jahre die Dinger immer kleiner und damit sakkofreundlicher wurden. Inzwischen passen die in jede Tasche.
Der Trend geht zurzeit dahin, dass die Handys wieder grösser werden, was mit Sicherheit dem grösseren Bildschirm und der vielen Funktionen geschuldet ist, die heute üblich sind. Ein Handy nur zum telefonieren? Man kann ja so vieles damit machen, sich sogar bei Tisch im Restaurant per Chat unterhalten, was übrigens eine Unsitte ist, die ich nie verstehen werde.

Von meinem derzeitigen Arbeitgeber bekam ich ein IPhone gestellt, welches ich zwar behalten könnte, ich bräuchte aber eine neue Nummer. Die bisherige Nummer übernimmt meine Nachfolgerin. Die Zeit ist gekommen, mir ein eigenes Handy anzuschaffen.

Die Frage für mich war, was ich mit den anschaffen soll. Mit dem IPhone konnte ich mich nie so richtig anfreunden, ich kann nicht erklären warum. Ich sag mal so: Wir harmonieren nicht miteinander, die Chemie stimmt nicht. Es mag viele Leute geben, die das gar nicht verstehen können, für die ein IPhone das non plus ultra ist. Für mich nicht – Punkt und aus!

Der Handymarkt ist gross und die Auswahl ist nicht einfach. Man sollte schon wissen, worauf man Wert legt. Für mich ist so ein Teil nach wie vor hauptsächlich ein Telefon, welches ich eh äusserst selten benutze. Alles andere, was man damit heute anfangen kann, ist für mich Spielkram, der zwar dabei ist und manchmal auch ganz nützlich sein kann. Wenn ich unterwegs bin, benötige ich keinen Zugriff auf meine Emailaccounts und ich muss nicht im Internet surfen oder chatten. Ein paar praktische Apps, wie z.B. für das Wetter, Fahrpläne oder zum Einchecken bei Flügen – das reicht mir schon.

Ende letzten Jahres begann ich damit, mich für Handys zu interessieren. An erster Stelle stand für mich der Preis. Ich sehe nicht ein, dass ich viel Geld dafür ausgeben soll. Aber gut aussehen soll es natürlich auch. Alles weitere ergibt sich dann von selbst. Und so landete ich beim Samsung S5. Ich entdeckte dann noch, dass es beim Kauf bis zum 6. Dezember eine Rückerstattung von 100 Euro gab wenn man sich registrierte. Ich haderte mit mir selbst – soll ich oder doch nicht? Schliesslich gab mein Mann den entscheidenden Anstoss, das Gerät zu kaufen. Ich registrierte mich bei Congstar für eine Nummer, die ich mir in Teilen auch noch selbst aussuchen konnte und wo mir ein Startkapital gutgeschrieben wurde. Da Bernd mich geworben hatte, bekam er auch eine Werbeprämie.

Inzwischen hatte ich ausreichend Zeit, mich mit dem neuen Spielzeug zu beschäftigen. Ein paar Apps sind inzwischen drauf. Telefoniert habe ich bisher noch nicht damit. Die Nummer ist auch noch nicht bekanntgemacht worden weil das ungeliebte andere Gerät noch in Betrieb ist. Bisher habe ich nichts negatives festgestellt. Es sieht so aus, als würde die Chemie stimmen. Ab Ende März wird das Handy offiziell in Betrieb genommen werden – und eh kaum benutzt werden.

6 Gedanken zu „Das neue Handy

  1. ossi1967

    Ich glaub, das war eine gute Wahl. Ich hab das Vorgängermodell in einem Preisausschreiben gewonnen und verwende es als Firmenhandy. Eigentlich ziemlich OK. Google halt, das muß man akzeptieren bzw. darf eben nix dagegen haben. Aber abgesehen von diesem Minus (das ein rein ideologisches ist und nichts mit Leistungsumfang, Verarbeitungsqualität oder Benutzerfreundlichkeit zu tun hat) ist’s sehr in Ordnung.

    Hat es Dich nie gestört, daß Du nur ein „gemischtes“ Firmen-/Privathandy hattest? Ich halt die zwei möglichst auseinander. Keine privaten Anrufe im Büro, keine Firmenmails am Wochenende. (Mit Betonung auf „so gut wie möglich“, immer geht das nicht.)

    Ach ja, und: Ich habe vollstes Verständnis dafür, wenn zwei Menschen im Restaurant sitzen und sich per Chat unterhalten: Die machen sich wahrscheinlich gerade über die peinlichen Leute vom Nebentisch lustig. Oder sie schwärmen von dem geilen Typen, der dort sitzt, und gehen im Details seine körperlichen Vorzüge durch. Beides funktioniert hervorragend, wenn man keine Angst haben muß, daß die auf diese Weise „Besprochenen“ es hören. 🙂

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    1. Hans-Georg

      Bei uns in der Firma dürfen Privatgespräche geführt werden, damit hat niemand ein Problem. Da wir ständig telefonisch erreichbar sein müssen, dürfen wir das Handy als Ausgleich auch privat nutzen, alles im Rahmen natürlich.
      Emails werden nicht auf das Handy übertragen. Wer was von uns will kann uns ausserhalb der Bürozeiten anrufen. Das kommt zum Glück selten vor.

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      1. ossi1967

        Privatgespräche gehen eh auch bei uns. Ein paar Leut kennen ja auch die Nummer von meinem Diensthandy oder von meinem VoIP-Anschluß hier, ganz abgeschnitten bin ich also nicht – und meine Privatgespräche erheitern regelmäßig das ganze Büro. 😉

        Aber es hat schon was Gutes, wenn z.B. meine Eltern mich nicht jedes Mal erreichen, wenn ihnen grad fad ist. 😆

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  2. Elvira

    Na, dann viel Spaß mit dem neuen Spielzeug – denn das wird es irgendwann. Ich dachte anfangs auch, dass ich mein iPhone (habe meine immer ((gebraucht)) geschenkt bekommen und bin sehr zufrieden. Vielleicht, weil ich als Rechner auch einen Mac habe) nur zum Telefonieren bräuchte. Mittlerweile ist es mein Unterwegsrechner geworden. Chatten im Restaurant oder überhaupt in einer Runde mit anderen Menschen mag ich eher auch nicht. Obwohl das Argument von Ost nicht ganz von der Hand zu weisen ist.
    Liebe Grüße
    Elvira

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  3. Jane Blond

    Watsapp find ich schon toll. Alles andere brauche ich auch nicht. Neulich hab ich mir die WordPress-App geladen. Begehe bloß nicht den gleichen Fehler. Wenn es nachts um drei bimmelt, weil man ein Like oder einen Kommentar bekommen hat … Ich bin dagegen!

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