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Was Süßes


Wir beide lieben Süßigkeiten, ich mehr als mein Schatz. An manchem Abend taucht von dem einen oder anderen die Frage auf: Möchtest du noch was Süßes? Selten kann ich dazu nein sagen. Selten? Ich glaube, ich muss sagen NIE.

Es gibt eine Süßigkeit, die es nur in den Wintermonaten gibt. Und es gibt Menschen, die lehen sie grundweg ab, die anderen lieben sie, so wie ich. Ich würde es schaffen, eine ganze Schachtel davon in wenigen Minuten zu vertilgen.

Während meiner Tätigkeit in einer kleinen Reederei bat mich eine Kollegin 1 x im Jahr um einen Gefallen. Ich musste aus dem Positionsbuch für ein gewisses Schiff die Zeiten heraussuchen, während der das Schiff in einem Deutschen Hafen lag. Als Dank erhielt ich eine Schachtel mit meiner Lieblingssüßigkeit, Mon Cherie, 3 Reihen a 5 Stück enthielt diese Schachtel, ich glaube, das ist heute noch so. Und da stand die Schachtel auf meinem SChreitisch. In wenigen Minuten war die Schachtel leer. Ein paar Minuten später ergab es sich, dass ich ein dienstliches Gespräch mit besagter Kollegin führen musste. Und was warf sie mir an den Kopf?: Du hast eine Fahne! Ich grinste sie nur an. Sie konnte nicht glauben, dass die Schachtel schon leer war.

Habe ich Mon Cherie kann ich nicht an mich halten. So wie gestern. Ich holte mir 2 Stückchen aus der Schachtel, die im Kühlschrank steht. Wie? Nur 2? Klar, ich brauchte auch die restlichen 3 aus der Reihe. Ich weiß schon, warum die Schachtel im Kühlschrank steht, weit weg von meinem Arbeitsplatz zu Hause. Würde die Schachtel hier auf dem Tisch stehen – ich könnte für nichts garantieren, und mir wäre nicht mal schlecht wenn die Schachtel leer ist. 30 Stück, eins nach dem anderen, so schnell kann man gar nicht gucken.

Was übrigbleibt

Im vorigen Jahr starb meine Schwiegermutter kurz vor ihrem 80. Geburtstag. Bei uns im Keller stand noch ein Karton mit ihrem „Büro“, allerhand Papierkram. Um sowas zu sortieren und ggf. zu entsorgen, bedarf es Lust darauf, das endlich zu erledigen. Das ist so ähnlich wie mit der Steuererklärung.

Gestern habe ich mich dazu durchgerungen, den Papierkram zu sichten. Es ist nicht mehr übriggeblieben als ein schmaler Ordner, der jetzt nur noch ein paar Urkunden und die Rechnung vom Bestatter enthält. Alles andere bringen wir demnächst zum Schreddern. Versicherungspolicen, Rentenbscheid, Rechnungen, Kontoauszüge usw.gehören nicht in den Altpapiercontainer.

Das „Büro“ meiner Mutter, die ebenfalls im vorigen Jahr gestorben ist, ist etwas umfangreicher. Dazu bedarf es etwas mehr Zeit, das erledigen.

Verstöpselt und verkabelt


Aus Gründen hielt es meine Hausärztin für ratsam, dass ich mich einem Langzeit-EKG unterziehe. Gesternmorgen wurde ich in der Praxis des Kardiologen verkabelt, mit der Auflage, nicht zu baden und nicht zu duschen.

Das Aufzeichnungsgerät ist etwa so groß wie eine Zigarettenschachtel, nur hing mir das ganze Genök mitsamt den Kabeln vor meinem Bauch. Ich hatte mir zum Glück meinen Hoodie angezogen, da fällt das nicht so auf, wenn der Bauch etwas weiter vorwölbt.

Gespannt war ich auf die Nacht. Und was soll ich sagen: Eigentlich war das überhaupt nicht störend. Trotzdem habe ich nicht so gut geschlafen, wohl eher oberflächlich, im Unterbewusstsein immer die Taschache, dass da was ist, was da nicht hingehört und was eventuell abreißen könnte.

Seit 9 Uhr heute morgen bin ich befreit. Nach dem Auslesen der Daten bestätigte mir der Kardiologe, dass alles in Ordnung sei. Perfekt!

Auf dem Heimweg habe ich dann noch schnell ein paar Zutaten für unser Essen für morgen besorgt. Zu Hause habe ich dann erstmal ausgiebig geduscht. Jetzt bin ich sauber und wach und kann den Tag genießen.

Eine 2

Nein, das ist keine Zensur aus einem Zeugnis, das ist die Ziffer vor dem Komma auf der Waage.

Vor unserer kleinen Ostseekreuzfahrt stellte ich erschreckt fest, dass einige meiner Hosen, die ich geplant hatte, mit auf Reisen zu nehmen, nicht mehr passten. Mit Ach und Krach, oder mit hängen und würgen, bekam ich den obersten Knopf einer kurzen Hose zu, die anderen mussten zu Hause im Schrank bleiben. Mir war bewusst, dass ich in den vergangenen Monaten zuviel Süßkram gegessen und zuviel Wein zum Essen getrunken hatte. Aber dass die Auswirkungen derart krass waren, damit hatte ich nicht gerechnet.

Am 18. Juni war die kleine Reise beendet. Am Montag, den 21. Juni, also nach dem Wochenende, stieg ich auf die Waage und kriegte einen Schock. Soviel Lebendgewicht hatte ich noch nie: 89,7 kg. Das musste ein Ende haben.

In der ersten Zeit verzichtete ich auf Süßkram. Vormittags aß ich Trauben oder anderes Obst. Wenn mein Schatz am Nachmittag von der Arbeit kam, gab es 2 Toastbrötchen mit Käse, Aufschnitt und Fleisch- oder Krabbensalat – alles normales Zeugs, nichts fettreduziertes. Am Wochenende aßen wir normal und tranken Wein. Wenn Schatz seinen freien Tag in der Woche hatte, bestellten wir auch Croque und tranken eine Flasche Wein dazu. Ich war schon immer der Meinung, man soll sich nicht kasteien um abzunehmen. Man soll alles essen und trinken wonach einem der Sinn steht. Dann ist die Gefahr des Yo-Yo-Effekts nicht so groß.

Jeden Tag prüfte ich in den vergangenen Wochen mein Gewicht. Stetig ging es bergab, besonders in den Wochen, in denen Schatz in der Woche durcharbeiten musste und erst am Samstag seinen freien Tag hatte.

Sehnsüchtig wartete ich auf die 2 vor dem Komma. Heute Morgen war das der Fall: 82,7 kg zeigte die Waage an. Das sind 7 kg in 7 Wochen. Na ja, stimmt nicht so ganz, denn das Ausgangsgewicht war das Gewicht an einem Montag.

Gehungert habe ich wirklich nicht. Obst und Wasser waren bis nachmittags ausreichend. In den letzten 3 – 4 Wochen gingen wir auch wieder dazu über, abends noch Eis zu schleckern, mit Eierlikör obendrauf! Wie ich weiter oben schon sagte: Man sollte wirklich alles essen. Aber man muss es in Maßen tun.

OK, jetzt ist Wochenende. Heute gibt’s Schatzis Lieblingsnudelauflauf + 1 Flasche Wein, morgen gibt’s Pizza vom Pizzastahl + 1 Flasche Wein. Sonntag probieren wir ein neues Rezept aus + 1 Flasche Wein. Ein Digestif nach dem Essen darf auch nicht fehlen. Klar, Montag wird die 2 vor dem Komma im Eimer sein. Aber da ich jetzt nicht anfangen werde, in der Woche alles in mich hineinzustopfen, bin ich guter Dinge, dass die Waage demnächst eine 2 vor dem Komma und eine 0 dahinter anzeigt. Das reicht mir dann auch. Ab einem gewissen Alter sollte man darauf achten, nicht zu wenig zu wiegen, dann sieht man nämlich ganz schön alt aus.

Ich bin durch

Heute vor 2 Wochen habe ich die 2. Impfung bekommen, die mit dem zentrfugierten Extrakt von in dunklen Höhlen gefangengehaltener Kinder. Mir geht es blendend!

Mein Schatz hat sich für die Firmenimpfung angemeldet. Er bekommt Bescheid, wenn der Termin feststeht.

Kiel statt Hamburg

Nach ein paar Irritationen, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte, ist nun klar, dass wir am Montag eine Kurzreise antreten werden. Dazu müssen wir allerdings nach Kiel fahren. Die Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein liegt ja nun nicht gerade nebenan.

Der Parkplatz ist gebucht, die Testtermine sind gebucht, es kann also losgehen – hoffentlich.

Pieks

Ein dezenter Pieks verpasste mir heute Morgen die 2. Impfspritze. Ich hatte kaum was davon gemerkt. Beim ersten Mal tat es noch weh. Jetzt wird es spannend, ob und welche Nachwirkungen ich bekomme. Man hört ja soviel unterschiedliches.

Eine Freundin hatte nur 2 Stunden Kopfschmerzen am Abend und einen dicken Arm. Eine andere Freundin dagegen lag danieder mit grippeähnlichen Symptomen, die in der Nacht nach der Impfung einsetzten. Vor dem Schlafengehen werde ich nachher prophylaktisch eine Ibu schlucken – so es denn hilft. Morgen früh bin ich schlauer. Auf jeden Fall habe ich für Morgen schon mal was vorbereitet für dieses Blog.

Es passt perfekt

In der vorigen Woche wurden von TUICruises sogenannte Blaue Reisen von Hamburg aus angekündigt. Wir wollten ja im vorigen Jahr schon sowas machen, 2 aufeinanderfolgende Reisen, aber das war damals noch nicht möglich. Stattdessen waren wir 1 Woche auf Santorini.

Heute wurden die Blauen Reisen ab Hamburg mit Zeiten und Preisen angeboten. Und da mein Schatz demnächst Urlaub hat, haben wir zugeschlagen. Weil es gerade passt. Am 14. Juni geht es ab Hamburg los. Hamburg ist wirklich hervorragend geeignet, um eine Kreuzfahrt zu beginnen. Und der Vorteil für uns ist, dass Hamburg ein Katzensprung von der kleinen Stadt an der Elbe entfernt ist.

Die Reise führt uns nach Götborg, wo wir am übernächsten Tag eintreffen werden. Nach 30 Minuten Aufenthalt, technischer Stopp nennt sich das, geht es zurück nach Hamburg. Wir sind 3 volle Tage an Bord und haben 2 volle Seetage. Und der Tag mit Ankunft in Göteborg ist ja auch fast ein ganzer Seetag. Wir werden es genießen.

Hoffen wir mal, dass die Izidenzzahlen nicht wieder ansteigen und dass die Reise ausgeführt werden kann.

1. Dose

Heute habe ich meine erste Anticoronaimpfung bekommen. Nach dem Pieks muss man ja 15 Minuten warten bevor man gehen darf. Damit will man eventuellen Unpässlichkeiten vorbeugen. Unpässlich war ich nicht, aber es war schon merkwürdig.

Als ich da so saß und auf eventuelle Unpässlichkeiten wartete, spürte ich plötzlich ganz was anderes: Wenn ich meinen Kopf oder meine Arme bewegte, konnte ich Stimmen hören und Bilder sehen. Auch die Bewegung meiner Augen beeinflussten das, was ich bemerkte. Plötzlich konnte ich meinen Lieblingsradiosender hören, nicht aus irgendeinem Lautsprecher im Warteraum, nein, das Radio war in mir drin. Eine andere Bewegung meiner Körperteile startete plötzlich einen Browser vor meinen Augen und ich konnte im Internet surfen und Blogs lesen. Es war ein heilloses Durcheinander in mir.

Auf dem Heimweg setzten sich diese Wahrnehmungen fort und ich versuchte, mich sehr kontrolliert vorwärts zu bewegen. Die erstaunten Blicke der Passanten, die mir begegneten, versuchte ich zu ignorieren. Zum Glück war ich zu Fuß unterwegs. Hätte ich einen Wagen gehabt, unser Impfzentrum liegt ca. 30 Gehminuten von unserer Wohnung entfert, hätte es leicht zu einem Unfall kommen können.

Zum Glück ist jetzt Wochenende und ich kann versuchen, meine Bewegungen in den Griff zu bekommen, vielleicht kann ich damit auch alles ausschalten, wie soll ich sonst schlafen? Ich vermute, man hat mir einen Chip von Bill Gates eingespritzt, der sogleich seinen vorgesehenen Platz in meinem Gehirn gefunden hat.

Im Juni bekomme ich die 2. Impfung. Wer weiß, was ich da gespritzt bekomme. Vielleicht den zentrifugierten Extrakt enführter und in tiefen Gewölben unter der Erde gefangengehaltener Kinder und ich werden dann ein Teil der Weltherrschaft.