Gestern Abend fand in Wien das erste Semifinale des diesjährigen ESC statt. Der glückliche Umstand, dass der Gatte heute frei hat, machte es uns möglich, den Wettbewerb zu verfolgen.
Eigenlich ist darüber nicht viel zu sagen. Liesse man nämlich die ruhigeren Titel weg und reihte alle anderen Songs aneinander, würde es sich alles gleich anhören, man würde gar nicht merken, dass gerade ein neues Lied spielt. Einzig die Interpreten und die Shows sorgten für eine gewisse Auflockerung.
In diesem Jahr wurde mal wieder oft die Windmaschine eingesetzt. Für die meist äusserst knappe Bekleidung der Damen wäre das verlorene Liebesmüh gewesen. Aber das lange und gelockte Haupthaar der Sängerinnen liess sich damit vortrefflich in Szene setzen. Bevor jemand nachfragt: Trotz der knappen Bekleidung war auch anderes Haar nicht zu sehen, aber man konnte schon ängstlich sein. Wirklich jeder Beitrag wurde von viel Feuerfontänen begleitet. Zum Glück wurden die Feuer nicht vom Wind angefacht.
Als Moderatoren-Duo standen Victoria Swarovski und Michael Ostrowski auf der ESC-Bühne. Victoria Swarovski ist, wie der Nachname vermuten lässt, mit der Inhaberfamilie des Kristall- und Strasskonzerns verwandt. Sie machte einen tollen Job, aus meiner Sicht.
Weniger begeistert war ich von Michael Ostrowski. Er ist ein Österreichischer Schauspieler und Regisseur. Sein outfit gestern Abend wirkte auf mich äusserst albern. Manchmal hatte ich den Eindruck, er hätte ein Glas zu viel Obstler getrunken.
Die Moderation wurde komplett in Englisch gemacht. Zum Glück quatschte der Deutsche Moderator da nur ganz selten rein, so dass man auch verstehen konnte, worüber das Duo moderierte. Allerdings verstand ich die Victoria besser als den Michael.
Um nochmal auf die einzelnen Lieder zurückzukommen: Alles Einheitsbrei, und das was nicht dazu gehörte, war in meinen Augen Mist. Mehr kann ich darüber wirklich nicht sagen. Es war nichts dabei, was mich vom Sofa gerissen hat. Ich schaute lieber Glinda beim Schlafen zu, die neben mir auf dem Sofa lag.
Morgen findet das zweite Halbfinale statt. Da mein Schatz am Freitag arbeiten muss und er demensprechend früh aufsteht, werden wir uns das nicht antun. Aber Samstagabend sind wir dabei.

Ich überlege ja noch, ob ich mir das am Samstag angucke – was ich als Strohwitwer ja gut könnte, zumal meine Liebste so gar nichts dafür übrig hat.
Anderseits aber – und da gebe ich Dir völlig recht, nachdem ich mir einige der Kandidaten mal per Video angetan habe: Viel Einheitsbrei dabei und nichts, was wirklich heraussticht. Und deshalb tippe ich auch diesmal schon auf den vorletzten Platz, was den deutschen Beitrag angeht…
Es gab keinen kurzen Ausblick auf die Teilnehmer, die morgen im Wettbewerb stehen. Dänemark fand ich ganz nett. Es wurden aber immer nur ganz kurze Videoausschnitte gezeigt. Und man weiss ja auch nicht, ob DK ins Finale kommen wird.