Manche mögen’s heiss – wir auch. Wir mögen nämlich gerne scharf essen. Oliver hat mir da einen Tipp gegeben: Der Pepperworld Hot Shop. Das scheint eine ziemlich heisse Sache zu sein. Es gibt dort eine Sauce „Vicious Vampire“. Ein Kommilitone von Oliver hat einen winzigen Tropfen auf der Spitze einer Gabelzinke probiert und ist danach sofort zum Getränkeautomat gelaufen! Es war mir doch klar, das Bernd das haben muss. Na, da hab ich dann eben online bestellt. Dazu noch ein nettes Tontöpfchen, gefüllt mit „hochbrisantem Pulver aus original kalabrischen Chilis“. Da drin können wir gut unsere getrockneten Chilischoten aufbewahren. Heisser bzw. schärfer geht es wohl nicht.
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Der Küchenwagen

Endlich hab ich einen Küchenwagen. Ich habe ihn heute bei Ebay ersteigert. Seit 2 Wochen versuche ich, einen von den Wagen zu ergattern, aber immer waren andere Bieter schneller oder haben höher geboten. Heute war ich dran!
Es war das erste Mal, dass ich etwas ersteigert habe. Irgendwie war es aufregend, besonders deshalb, weil ich das Teil gerne haben wollte. Es war das letzte Stück dieser Art, das bei Ebay angeboten wurde. Jetzt gibt es endlich mehr Stauraum in unserer kleinen Küche.
Backabend
Nein, hier soll nicht die Rede sein von Weihnachtsbäckerei. Ich habe ein neues Rezept ausprobiert: Pikante Törtchen. Ich will sie am Samstag mit nach Flensburg nehmen zu Oliver. Dazu später mehr.
Das Rezept soll für 12 Törtchen reichen, was für 5 Personen zu wenig ist, auch wenn es nur ein kleiner Imbiss sein soll. Also hatte ich alle Zutaten doppelt eingekauft. Da ich aber ein vorsichtiger Mensch bin (manchmal) wollte ich vorerst nur eine Portion zubereiten und das Ergebnis abwarten.
In der Firma war es heute ruhig, deshalb nahm ich meinen Bummeltag und war bereits um 16.15 Uhr zu Hause. Sofort machte ich mich an die Arbeit und bereitete den Teig. Der musste dann eine Stunde in den Kühlschrank. Währenddessen kümmerte ich mich um die anderen Zutaten.
Der Teig musste ausgerollt werden, was in unserer Winzküche ein Problem ist da nur eine sehr kleine Arbeitsfläche zur Verfügung steht. Das Ausrollen und Ausstechen der Teigplatten nahm die meiste Zeit in Anspruch. Die Küche sah aus wie ein Schlachtfeld. Waage, Küchenmaschine, Handmixer und diverse Rührgefässe standen herum. Ich brauchte ja alles noch für die 2. Portion und konnte deshalb nichts wegräumen. Immer stand ein Gerät im Weg und dauernd musste ich hin- und herräumen um überhaupt arbeiten zu können. Aber das Endergebnis konnte sich sehen und auch schmecken lassen. Lecker! Nichts wie ran an die zweite Portion. Bernd kam um 21.00 Uhr nach Hause und ich holte gerade in dem Moment die Produktion aus dem Backofen. Bernd wollte gleich probieren. Er war genau so begeistert wie ich. Ich musste aufpassen, dass für Samstag noch genügend Törtchen übrigbleiben.
Hier das Rezept:
Zutaten für 12 Törtchen:
250 g Mehl
¼ TL Salz
125 g kalte Butter
1 Frühlingszwiebel
2 Tomaten
100 g Fetakäse
3 Eier
160 ml Milch
60 g geriebener Käse
Salz, Pfeffer
1 TL gehacktes Basilikum
½ TL getrockneter Thymian
Mehl, Salz und Butter mit 3 EL Wasser zu einem Teig verkneten, 1 Stunde kühl stellen. Frühlingszwiebel in Ringe schneiden, Tomaten in Würfel schneiden.
Fetakäse zerbröckeln und mit Frühlingszwiebel und Tomaten mischen.
Teig ausrollen, 12 Kreise von ca. 11 cm ausstechen, gefettete Förmchen damit auslegen, Tomaten-Feta-Mischung auf die Törtchen verteilen.
Eier, Milch und Käse verquirlen, mit Salz, Pfeffer und Kräutern würzen, die Mischung in die Förmchen füllen.
Backofen auf 220 Grad vorheizen, die Törtchen auf der untersten Schiene ca. 20 – 30 Minuten backen.
Improvisation
Unser Kühlschrank ist meistens ziemlich leer. Das hat natürlich seinen Grund: Es hält uns davon ab, ständig etwas zu essen. Wir würden dann nämlich Probleme haben, unser Gewicht zu halten. Wenn wir Hunger bekommen, ist eben nichts da. Meistens kommen wir auch damit zurecht. Es ist dann wohl weniger Hunger sondern eher Appetit.
Manchmal bleibt aber etwas übrig, das nicht verwendet werden konnte. Da war also noch eine Dose geschälte Tomaten und eine kleine Dose Mais. Und heute hatten wir Appetit – oder war es Hunger? Mir fielen die beiden Dosen ein. Was kann man daraus machen? Tomatensuppe!
Man nehme:
1 Dose geschälte Tomaten
1 kleine Dose Mais
Olivenöl, diverse Kräuter und Gewürze (was der Gewürzschrank so hergibt), Knoblauch oder Knoblauchöl.
Öl im Topf erhitzen, den Mais kurz darin andünsten, dann die Tomaten dazu und mit einen Kochlöffel zerdrücken. Mit den Kräutern und Gewürzen abschmecken, wenn vorhanden, etwas scharfes verwenden, z.B. Chilipfeffer. Alles erhitzen und zum Schluss ein Schuss Gin dazu oder Sherry oder Rotwein, was die Hausbar so hergibt.
Ergibt 4 Teller, geht schnell und schmeckt!
Ab sofort werden wir wohl für den kleinen Hunger immer je eine Dose geschälte Tomaten und Mais im Haus haben.
Nun denn, für den ganzen Tag reichte es nicht. Wir bestellten wir uns zum Fernsehabend noch einen Croque.
Bella Italia
Nach dem Aufstehen bin ich sofort zum Kühlschrank gegangen und hab das Pannacotta kontrolliert. Alles ist fest! Aber es ist wohl nicht genug, es sieht etwas geizig aus in den Dessertschalen. Eigentlich soll es auch gestürzt werden, aber dann haben wir nicht genug kleine Teller, denn die werden für die Vorspeise benötigt. Ausserdem haben wir festgestellt, dass unser Kühlschrank nicht gerade steht. Die Oberfläche in den Schalen ist nämlich nicht waagerecht.
Bernd ist dann noch mal losgegangen und hat 3 Becher Sahne gekauft und 2 Vanilleschoten. Davon haben wir dann noch eine Mischung gemacht und auf die Schalen verteilt. Nun ist es ok.
Die Saucen für die Pasta haben wir auch schon zubereitet, der Tisch ist gedeckt, der Prosecco steht kühl. Die Wohnung ist sauber. Unsere Gäste können kommen. Ein paar Kleinigkeiten müssen noch erledigt werden, z.B. den Rotwein dekantieren. Und eine Sorge bleibt: Haben wir genug? Wolfgang ist ein guter Esser. Nun, vielleicht essen die Damen dafür etwas weniger. Bin ich nervös? Etwas vielleicht!
Es wurde ein schöner Abend. Das Essen war reichlich, anders gesagt: Wir hatten natürlich viel zu viel. Aber besser so, als wenn es zu wenig gewesen wäre. Die Damen konnten gar nicht glauben, dass wir die Nudeln selbst hergestellt hatten. Wir mussten ihnen die Nudelmaschine zeigen. Ganz besonders gefiel ihnen der Nachtisch. Das jeder einen Becher Sahne gegessen hat, haben wir ihnen aber erst erzählt, als die Schüsseln leer waren.
Gegen Mitternacht verabschiedeten sich unsere Freunde. Bernd und ich haben anschliessend noch das Chaos in der Küche beseitigt. In unseren Haushalt gibt es keine Spülmaschine. Die Küche ist zu klein. Somit hatten wir noch gut zu tun.
Zufrieden mit dem gelungenen Abend sind wir dann aneinander gekuschelt eingeschlafen.
Endspurt
Gegen 17.30 Uhr war ich vom Büro zu Hause. Wir sind dann sofort zum Einkaufen gefahren um die restlichen Zutaten, Getränke usw. zu besorgen. Entgegen unseren Erwartungen war es gar nicht so voll bei Aldi und Mini Mal. In weniger als einer Stunde waren wir wieder zu Hause.
Wir machten uns dann über die Produktion von Ravioli her: Teigplatten ausrollen (wie bei den Tagliatelle – nur nicht ganz so dünn), davon 2 in den Extravorsatz der Nudelmaschine legen, dazwischen etwas Füllung geben und dann durch die Maschine walzen. Unten kommen dann die fertigen Teigtaschen raus. Es ist wesentlich einfacher und schneller, als Tagliatelle zu machen. Bernde meinte, wir hätten nicht genug. Aber wir haben insgesamt 1 kg Mehl zu Nudeln verarbeitet. Ausserdem gibt es eine Vorspeise und Dessert. Ich denke, das sollte reichen.
Anschliessend hab ich noch das Dessert, Pannacotta, gemacht. Das erste Mal in meinem Leben, dass ich mit Gelatine gearbeitet habe! Wie es aussieht, ist es was geworden. Mein erster Weg morgen früh wird zum Kühlschrank führen um nachzusehen.
Morgen muss dann noch die Wohnung auf Vordermann gebracht werden, wie es halt so üblich ist, wenn Besuch erwartet wird. Im Laufe des Tages werden wir dann den Tisch herrichten. Ich hoffe, dass ich alles so arrangieren kann, wie ich es mir vorgestellt habe. Auf jeden Fall werde ich ein Foto machen.
Vorbereitungen
Mein Schatz war schon wach als ich aufwachte. Ich kuschelte mich an ihn – und der Tag begann auf eine sehr schöne Art.
Es heisst ja: Erst die Arbeit und dann das Vergnügen. Aber heute war es umgekehrt. Nach den üblichen Verrichtungen, die morgens im Allgemeinen und heute im Besonderen notwendig sind, machten wir uns an die Arbeit. Die Nudelproduktion begann: 500 g Mehl und 5 Eier zu einem Teig verkneten. Das machte die Küchenmaschine. Die Produktion läuft wie folgt ab: Aus dem Teig werden mehrere kleine Teigbällchen geformt, die dann auf verschiedenen Stufen durch die Nudelmaschine zu einer dünnen Teigplatte gewalzt werden. In einer anderen Vorrichtung werden die Teigplatten zu Bandnudeln bzw. Tagliatelle geschnitten. Die Nudeln müssen dann trocknen, möglichst einzeln, damit sie nicht zusammenkleben.
In unserer winzigen Küche ist kein Platz um die Nudeln zum trocknen auszulegen. Also wurde der Esstisch mit Geschirrtüchern abgedeckt und darauf wurden die Nudeln gelegt.
Der Arbeitsablauf war wie folgt: Ich fabrizierte in der Küche Teigplatten und Bandnudeln, die ich Bernd in die Stube brachte. Der legte sie dann ordentlich nebeneinander auf die Tücher.
Leider passt eine Portion aus 500 g Mehl nicht auf einen Tisch von 80 x 80 cm. Die Nudeln trocknen aber relativ schnell. Als die Tischplatte voll belegt war, war die erste Produktion schon so weit trocken, dass sie nicht mehr klebte. Aber wohin jetzt damit? Noch ein Tuch musste dran glauben und wurde über eine Stuhllehne gelegt und darauf kamen dann die Tagliatelle zum Fertigtrocknen. Und auf dem Tisch war wieder Platz für die nächste Portion.
Die getrockneten Nudeln haben wir zur Aufbewahrung auf 3 Dosen verteilt. Am nächsten Samstag sollen sie dann „al Arrabiata“ unseren Gästen serviert werden.
Bella Italia
In 3 Wochen haben wir Gäste, Freunde und eine Cousine aus Lübeck. Die Planung ist abgeschlossen, wir zelebrieren einen italienischen Abend. Das Menü steht fest. Die Dekoration ist auch fast fertig – im Kopf. Kleinigkeiten müssen wir uns noch überlegen. Auch die Tischmusik ist zusammengestellt und fertig gebrannt auf CD.
Allerdings möchte ich unseren Gästen einen perfekten Abend gestalten. Das Essen hat natürlich einen grossen Anteil daran.
Bernd hatte mir zu Weihnachten eine Nudelmaschine geschenkt. Bandnudeln haben wir schon mal gemacht. An diesem Wochenende waren die Teigtaschen dran, auch Ravioli genannt. Wir haben die Dinger schon gestern fabriziert und wollten sie heute essen.
Na, perfekt ist es nicht gelungen. Ein paar von den Ravioli haben sich in der Maschine verfangen und waren nicht mehr zu gebrauchen. Wir sind trotzdem satt geworden. Und wir wissen jetzt, worauf wir bei der Herstellung achten müssen. Nichts ist peinlicher, als wenn die Gäste nicht satt werden! Nun, es hat gerade gereicht für uns beide heute. Es war köstlich. Zu den Ravioli gab es eine Sauce aus Olivenöl, Knoblauch, Petersilie, Chilischoten, Salz und Pfeffer. Was meine Kollegen wohl morgen wieder sagen, ich meine wegen dem Knoblauch! Sie werden es überleben.
Wir wissen jetzt, dass unser Menü für unsere Freunde machbar ist und schmeckt. Also, es kann losgehen. Es wird bestimmt ein netter Abend. Schade, dass es noch 3 Wochen dauert bis es so weit ist.
