Archiv der Kategorie: gay

Konservatives Russland

In Moskau kam es zu Übergriffen der Polizei und von Rechtsextremisten gegen Schwule und Lesben anlässlich einer CSD-Demonstration. Unter anderem wurde Volker Beck verletzt. Einen ausführlichen Bericht mit Bildern gibt es hier.

Ich finde es bewundernswert, dass sich ein Deutscher Bundestagsabgeordneter in die Höhle des Löwen begibt. Er versucht wenigstens, was zu bewegen. Dagegen komme ich mir klein vor. Aber vielleich tragen schwule Weblogs, so wie dieses und noch viele mehr, auch etwas dazu bei, die Welt toleranter zu machen.

Auftakt

Traditionell läutet das Strassenfest an der Langen Reihe die Saison der Hamburger Strassenfeste ein. Und traditionell wird dieses Strassenfest vom Regen begleitet. Wer also, wie z.B. in diesem Jahr Sabine, Ende April der schönsten Stadt der Welt einen Besuch abstatten will, sollte sich rechtzeitig im Veranstaltungskalender informieren, wann das Lange-Reihe-Fest stattfindet. An diesem Wochenende sollte man tunlichst einen Besuch in Hamburg vermeiden. Und so haben wir auch gestern einigen lieben Leuten geraten, lieber zu Hause in Wismar oder in Big Aspe zu bleiben.

Aber was macht der schwule Hamburger wenn Lange-Reihe-Fest ist und es regnet? Er geht trotzdem. So auch wir, man könnte ja was versäumen. Und so machten wir uns gegen 18.00 Uhr auf den Weg.

Gleich am Anfang der Strasse war die „schwule Ecke“ mit drei Bierständen von schwulen Bars und einer kleinen Bühne, auf der gerade der Stargast des Abends, Peter Sebastian, deutsche Schlager zum Besten gab, gefolgt von einer Transenshow. Zum Glück konnten wir die Shows von unserem Platz beim „Willi’s“ nur hören.

Nach zwei Stunden und drei Alsterwasser war uns es uns trotz der warmen Atmosphäre zu kalt und wir machten uns auf den Heimweg. Während unseres Weges über das Strassenfest stellten wir fest, dass nur wenige Besucher dort waren, obwohl der Regen mittlerweile aufgehört hatte. Die meisten Besucher hatten sich tatsächlich rund um die drei schwulen Bierstände aufgehalten.

Ein Kreuz mit dem Kreuz

Wie bei SpiegelOnline berichtet wird, hat der Vatikan einen Schwulen- und Lesbengottesdienst in Augsburg untersagt, der dort seit 1999 anlässlich des CSD abgehalten wurde. Sterben denn die ewig Gestrigen nie aus? Werden denn die alten Männer im Vatikan nie ein wenig Akeptanz gegenüber Schwulen und Lesben zeigen?

Ich verstehe sowieso nicht, wie Männer, die im Zölibat leben, sich erdreisten können, über die Sexualität anderer Menschen zu entscheiden.

Eins zeigt dieses Verbot des Vatikans sehr deutlich: Die Aufgaben der weltweiten CSDs sind noch lange nicht beendet. Wir haben noch einen langen Weg vor uns bis wir so akzeptiert werden wie wir sind.

Schneechaos

Das Wetter ist derzeit in aller Munde. In Süddeutschland herrscht das Schneechaos, auch Schleswig-Holstein ist von heftigen Schneefällen heimgesucht worden. Wir hier in Hamburg sind – bis jetzt jedenfalls – verschont geblieben. Lächerliche 5 cm fielen heute Morgen innerhalb ca. 1 Stunde. Allerdings sind die wieder verschwunden. Aber man weiss ja nie, ob wir nicht eventuell auch noch was abbekommen. Zurzeit haben wir auch einen kräftigen Schneeschauer.

Christoph und Tim haben es sich unter der Decke gemütlich gemacht. Frank in München ist nicht mal zum Kieser gegangen. Er hat mir eben ein Foto aus seiner Strasse geschickt, dass er heute aufgenomem hat:

Wohl dem, der eine gemütliche und warme Wohnung hat und nicht stundenlang über die Autobahn fahren muss, wie Oliver, der im Moment von Lübeck nach Mönchengladbach unterwegs ist.

Passend zum Wetter fand ich heute ein neues Bild des Künstlers Michael Breyette, das er „Snow Day“ genannt hat. Der Typ auf dem Bild kann den Schnee wohl auch nicht mehr sehen, sonst würde andersherum liegen, was auch für den Betrachter des Bildes sicher reizvoller wäre.

Wahrscheinlich träumt er von „Afternoons in Anguilla“. Es muss ja nicht Anguilla sein, aber an einem ähnlichen Ort wäre ich jetzt auch gern.

Slip für 2!


Was es nicht alles gibt: Einen Herrenschlübber, in den zwei Personen passen. Nicht das das Teil so gross ist, also eine Übergrösse, ein sogenannter Schinkenbeutel, nein, das Ding ist tatsächlich für zwei Personen konstruiert. Die Bewegungsmöglichkeiten scheinen meiner Meinung nach aber ziemlich eingschränkt zu sein. Was hat man noch für Möglichkeiten damit? Na, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ach ja, kaufen kann das tatsächlich auch, und zwar hier.

Unterwäsche mit Vitaminen


Der neueste Schrei aus Australien: Aussiebum, ein Herrenausstatter für „drunter“ und Strand, bietet Unterhosen an, die beim Tragen Vitamin C oder Gingseng über die Haut an den Körper abgeben. Bis zu 15 Mal können die Höschen gewaschen werden bevor die Wirkung nachlässt. Und das Tolle ist, man(n) kann die Wirkstoffe wieder auffüllen. ESSENCE – so heisst das neue Produkt, gibt es in den Farben weiss und schwarz.

Aussiebum wirbt für die Wäsche wie folgt:
ESSENCE enthält besonders ausgesuchte, organische Stoffe, die erfrischende Öle abgeben.

Na, da spart der Mann von Welt in Zukunft das Erfrischungstuch im Schritt.

Kulturelles Wochenende – 2. Abend

„Willkommen im Club“ – so der Name der neuen Show des Schwulen Männerchor Hamburg Schola Cantorosa, die am Freitag Abend Premiere hatte. Bernd und ich sahen uns die Show gestern Abend in der mit 600 Gästen ausverkauften Hamburger Markthalle an.

Ironisch nimmt der Chor das Leben in einem Urlaubsclub in einem fiktiven Urlaubsort, der sich überall auf der Welt befinden könnte, auf’s Korn. Die Schlacht um’s Buffet wird ebenso wenig ausgelassen wie das Reservieren der Liegen am Pool mit Handtüchern oder die Animation der Urlaubsgäste mit albernen Tänzen.

Die 35 Sänger kommen stimmgewalting und mit perfekt einstudierten Choreographien daher. Ein paar kleine gesangliche Unsicherheiten beeinträchtigen nicht den positiven Gesamteindruck. Alles in allem ein vergnüglicher Abend. Das Publikum dankte am Schluss verdient mit standig ovations.

Interessierte im Raum Köln sollten sich die Termine 13. und 14. Januar nächsten Jahres merken, an denen Schola Cantorosa bei den Kölner Zauberflöten als Gastchor auftreten wird.

Den ersten Teil des gestrigen Abends gestalteten die Schwulen Berner Sänger, kurz Schwubs, mit Auszügen aus ihrem Programm „Wenn die Musi spielt“, eine Auswahl von internationalen Evergreens und Deutschen Schlagern, humorvoll miteinander verbunden.

Nach dem offiziellen Chorprogramm fand wieder eine der legendären Aftershowdanceparties von Schola Cantorosa statt. Nach anfänglichem Zögern, was die Tanzfreudigkeit betrifft, wurde die Tanzfläche gestürmt, als Holger den neuesten Hit von Modanna, Hung Up, einspielte. Von da an hatte Holger, der mit Solotanzeinlagen auf der Bühne die TänzerInnen animierte, mit seiner Musikmischung die Gäste im Griff und konnte von seinem Pult ständig auf eine volle Tanzfläche herabblicken.

Zusammen mit den letzten Gästen verliessen Bernd und ich die Tanzfläche heute morgen gegen drei Uhr. Dann gingen wir durch die kalte Winternacht nach Hause.

Manche haben’s schwer

Leider gibt es immer noch Menschen unter uns, die mit Homosexualität nichts zu tun haben wollen. Nicht nur, dass sich gewisse religöse und politische Kreise homophob verhalten, nein, oft ist es selbst das allerengste Umfeld inklusive der Familie, die das Leben betroffener junger Menschen durch ihre Ansichten schwer machen.

Beim Lesen der bedtimestories wurde mir wieder mal bewusst, wie viel Überzeugungsarbeit auf diesem Gebiet noch notwendig ist um klar zu machen, dass wir auch Menschen sind, die es wert sind, geliebt und akzeptiert zu werden.

Be gay


Bernie kenne ich schon ein paar Jahre, nicht persönlich, aber aus dem Internet. Er betreibt eine sehr persönliche und umfangreiche Homepage, die jetzt durch ein Weblog ergänzt worden ist. In seinen ersten Beiträgen zeigt Bernie uns ein paar nette „eyecandies“. Ich bin sicher, dass wir in Zukunft weitere interessante optische Eindrücke zu sehen bekommen.