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Was ist denn das?


Ein Karton! Ein Karton!

Heute wurde die neue Servierpfanne geliefert. Die Katzen waren natürlich äußerst interessiert. Nicht an der Pfanne sondern an der Verpackung. Nachdem ich endlich in der Lage war, Olav aus dem Karton zu werkeln, fanden die Katzen gleich ein neues Spielzeug.

Heute Abend wird die neue Pfanne ausprobiert. Ich bin sehr gespannt.

Ungewohnt

Seit Anfang Februar war der Liebste zu Hause. Die Hintergründe zu erklären würden den Rahmen hier sprengen. Nur so viel sei gesagt: Hätte man damals schon was von Corona bzw. über die Folgen geahnt, hätte er der Vereinbarung nicht zugestimmt. Egal, wir hatten eine tolle gemeinsame Zeit, ohne Probleme, ohne Zank und Streit, sehr harmonisch – wie es seit 23 Jahren der Fall ist.

Seit heute hat der Liebste einen neuen Job, zwar befristet bis Ende des Jahres, aber immerhin. Das bedeutet für ihn frühes Aufstehen, keine Pause zu Hause auf ein Käffchen, dafür aber schon am Nachmittag wieder bei mir. Hoffen wir, dass ihm die neue Arbeit gefällt.

Nachdem Schatz das Haus verlassen hatte, bin ich für ca. 2 Stunden wieder eingeschlafen. Als ich wach wurde, spürte ich Elphi auf dem Bett tapsen und gucken ob ich nun endlich wach bin. Glinda lag, mich beobachtend, auf dem Nachttisch von Bernd. Ich knuddelte sie an einer Hinterpfote worauf sie meine Hand mit einer Vorderpfote leicht anstupste. Diese Geste hatte irgendwie etwas tröstendes, so als wollte sie mir sagen: Du bist nicht allein. Den ganzen Vormittag waren die beiden Samtpfoten viel zutraulicher als sonst. Vielleicht merkten sie, dass da jemand fehlte.

Ja, sie hatten auch ihre wilden Minuten während der Elphi es schaffte, das Insektenrollo an der Terrassentür zu öffnen. Schwupps, waren beide Katzen auf die Terrasse entwischt. Jetzt aufgeregt rauszugehen um sie wieder einzufangen, bringt nichts. Sie sind lernfähig und verstecken sie dann hinter den Blumenkübeln. Verschrecken will ich sie ja auch nicht. Einen Sturz von der 3. Etage oder einen Sprung in die nahen Bäume wollen wir ja vermeiden. Mit Geduld und Katzenspielzeug gelang es mir, die 2 wieder in die Wohnung zu locken. Wie ich schon sagte, sie sind lernfähig. Ich bin gespannt, wie lange mir das auf diesem Weg noch gelingt.

So allein in der Wohnung, von den Katzen mal abgesehen, ist es doch recht ungewohnt für mich. Erstmal hab ich ein wenig Ordnung geschafft. Für die nächsten Tage habe ich mir diesbezüglich noch einiges vorgenommen. In den letzten Tagen haben wir nicht viel gemacht.

Seit Wochen haben wir kein Radio mehr angehabt. So ruhig konnte ich das nicht aushalten. Unser Haus- und Hofsender beschallt jetzt wieder die Wohnung.

Ein paar Termine muss ich noch arrangieren. Schatz wird wohl heute seinen Dienstplan mitbringen. Danach werde ich die Termine abmachen. Denn wenn er zu Hause ist will ich nicht unbedingt weg sein, auch wenn es nur kurze Zeit sein wird.

Nach 8 Monaten 24 Stunden täglich zusammen zu sein, gemeinsam Einkäufe machen, wichtige Dinge erledigt bezüglich unserer Mütter – und nun wieder stundenlang allein in der Wohnung zu sein, das ist eine Umstellung. Und ich freu mich auf nachher, wenn Schatz nach Hause kommt und mir hoffentlich positive Dinge von seinem neuen Arbeitsplatz erzählt.

So süß


Natürlich beobachten wir unsere beiden Familienmitglieder nicht ununterbrochen. Wir fragen uns schon mal, wo sie sich denn nun gerade aufhalten. Und dann machen wir uns auf die Suche. Einen Schnappschuss zu bekommen wie oben ist schon Zufall. Eine Sekunde später – und sie haben sich bewegt weil sie was gehört haben.

So erging es Bernd heute. Er wollte noch eine Aufnahme mit seinem Handy machen. Als er zurückkehrte sah alles wieder ganz anders aus. Und dann hatten wir plötzlich eine Katze mit 3 Ohren.

Seit zweit Monaten sind die 2 jetzt in unserem Haushalt. Gut, manchmal sind sie schon ein wenig nervig. Aber sie sind auch ganz lieb und zutraulich.

Wer war das denn?


Bernd und ich sitzen im Arbeitszimmer und lesen das Internet leer. Die Katzen sind irgendwo in der Wohnung unterwegs oder sie liegen irgendwo, es ist jedenfalls ruhig. Manchmal ist das ein gutes Zeichen – manchmal fressen sie auch was aus.

Plötzlich poltert es. Ich gehe der Sache auf den Grund, im wahrsten Sinn des Wortes. Denn auf dem Grund, sprich Boden, liegt der Kräutertopf, der oben auf der Dunstesse stand. OK, das Ding sollte eh entsorgt werden, also der Kräutertopf.

Besser, ich lasse die Kräuter auch zukünftig im Kunststofftopf und ohne Übertopf aus Keramik. Sonst könnte es Scherben geben oder Schaden an der Arbeitsplatte und/oder den Bodenfliesen.

Wer von den beiden den Topf da runtergeholt hat, entzieht sich unserer Kenntnis. Zuzutrauen ist es Elphi wie auch Glinda.

Pfötchenknoten


Wenn Elphi und Glinda auf dem Kratzbaum im Wintergarten ihre Auszeit nehmen, lassen sie sich von uns überhaupt nicht stören. Wenn man in der Küche was zu tun hat, heben sie manchmal kurz das Köpfchen, blinzeln einen an und schlafen weiter. Es kann auch passieren, dass sie überhaupt nicht reagieren, wenn wir in die Küche kommen.

Gelegentlich stehen die beiden kurz auf, wechseln die Positon und fallen wieder in tiefen Schlaf. Manchmal kommen die abstraktesten Positionen zutage. Da muss man erstmal gucken, welches Pfötchen zu welcher Katze gehört. Bislang haben sie ihre Gliedmaßen immer noch sortieren können.

Knuddelstunde

Können Katzen sprechen? Ja, auf ihre Weise schon. Jedenfalls machen sie mit Lauten auf sich aufmerksam. Nehmen wir als Beispiel Elphi. Wenn sie ein paar Knuddeleinheiten haben möchte, schaut sie mich an und mauzt. Natürlich spreche ich dann mit Elphi und frage, was sie möchte: „Möchtest knuddeln?“ – „Mauz!“, und dann geht sie ins Schlafzimmer, springt auf das Bett und legt sich auf die Seite oder auf den Rücken. Ich lege mich daneben und knuddel sie. Dabei schnurrt sie kräftig. Höre ich auf, stupst sie mit ihrem Köpfchen gegen meine Hand, ein Zeichen, dass ich fortfahren soll. Hat sie genug Knuddeleinheiten bekommen, steht sie auf und springt vom Bett.


Wenn Glinda geknuddelt werden möchte, schubbert sie um meine Beine und sie legt sich dann auf die Seite auf den Boden. Tja, das ist für mich nicht ganz so bequem. Ich habe nämlich keine Lust, mich auf die Fliesen zu legen. Ich beuge mich also runter zu ihr und komme meiner Knuddelpflicht nach. Leider hat Glinda die Angewohnheit, die Krallen in meine Füße zu graben. Das ist mitunter sehr unangenehm. Und den Socken ist das auch nicht zuträglich. Ich achte jetzt immer darauf, dass ich meine Füße so positioniere, dass sie außer Reichweite der Krallen sind.

Ein Fuß wurde schon arg in Mitleidenschaft gezogen. Musste die Stellen sogar mit Schwedenbitter betupfen. Die Katzen haben herausgefunden, dass sie Schwedenbitter mögen und lecken dann gerne meine Wunden. Also kommt da dann ein Pflaster drauf.

Morgenroutine


Als erstes nach dem Aufstehen wird die Tür zur Terrasse geöffnet. Glinda und Elphi folgen mir ins Wohnzimmer. Sie setzen sich vor die geöffnete Tür, schnuppern Frischluft und gucken interessiert durch das vertikale Insektenschutzrollo.

Gestern hat es doch eine der beiden tatsächlich geschafft, das Rollo zu lösen. Durch Federkraft öffnet es sich dann automatisch zur Seite. Tja, so schnell kann man gar nicht gucken wie die beiden Mädels auf der Terrasse waren und dort rumschnüffelten. Da es ein wenig regnete, waren sie auch schnell wieder in der Wohnung.

Einfach nur gucken

Ich brauche keine Action. Ich muss nicht jeden Tag Leute treffen oder irgendwo hinfahren. Ich kann stundenlang auf der Terrasse sitzen – so das Wetter es den zulässt – und lesen, den Vögeln lauschen oder in den Himmel gucken.

Ich brauche keine Onlinespiele, keine langen Telefonate, keine täglichen Joggingrunden. Einfach nur sitzen und gucken, das reicht mir völlig und ist auch nicht langweilig. Vielleicht liebe ich es deshalb, auf dem Meer mit Kreuzfahrtschiffen unterwegs zu sein, den E-Reader in der einen, ein Glas Champagner in der anderen Hand.

Letztens, im Urlaub auf Santorini, gab es keinen Champagner und den E-Reader habe ich nur kurz vor dem Schlafengehen benutzt um das noch zu Hause angefangene Buch zu beenden. Sonst habe ich dort den lieben langen Tag auf der Terrasse gesessen und auf das Meer geschaut, wo überhaupt nichts los war. Und das war so beruhigend und entspannend.

Wir sind nun nicht am Meer und schon gar nicht auf dem Meer. Aber wir haben Elphi und Glinda, unsere beiden Katzenkinder. Stundenlang kann ich denen zugucken, wie sie miteinander ringen, wie sie durch die Wohnung wetzen, wie sie sich mit dem Katzenspielzeug beschäftigen – oder einfach nur schlafen. Auch das ist beruhigend und entspannend anzusehen.

Für viele Menschen mag es ja langweilig sein, was ich mache, bzw. eher nicht mache. Aber ich kann damit gut leben, sehr gut leben – mit Meer und mit Katzen.

Milchzahn

Eins der beiden Mädels hat heute einen Milchzahn verloren. Wenn es ein Zahn von Elphi ist, erklärt es sich vielleicht, dass sie im Moment keinen großen Appetit hat.

Kommt bei Katzen auch die Zahnfee?