
Heute vor 4 Wochen sind Elphi und Glinda bei uns eingezogen. Für uns bedeutete das doch gewisse Umstellungen im täglichen Leben. So müssen wir z.B. darauf achten, Dinge für den menschlichen Genuss nicht offen stehenzulassen. Weiterlesen
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Leben mit Katzenkindern

Langsam spielt sich alles ein. Wichtig ist es, daran zu denken, nichts stehen zu lassen, was essbar ist oder was kaputtgehen könnte. Eine Leuchte ist dem Spiel schon zum Opfer gefallen, sie war nicht wertvoll. Ein – hoffentlich – katzengerechter Ersatz wurde schon bestellt.
Unsere Wäsche wird zum Trocknen immer auf einen Wäscheständer gehängt. Die Katzen haben natürlich schon herausgefunden, dass sie hinaufspringen können. Und herunterbaumelnde Wäsche, wie z.B. T-Shirts ist tolles Spielzeug. Zurzeit erübrigt es sich wetterbedingt, den Wäscheständer auf die Terrasse zu stellen. Im Wohnzimmer für die Terrassentür ist katzenbedingt keine gute Lösung. Also kommt das Teil ins Schlafzimmer, Fenster auf, Tür zu. Nur ist da leider keine gute Luftzirkulation und es dauert ewig, bis die Wäsche trocken ist.

Irgendwann möchte man ja mal schlafengehen aber dabei nicht über den Wäscheständer klettern (wir haben das Kinderzimmer ja zum Schlafzimmer gemacht und ist deshalb recht klein). Also muss die feuchte Wäsche irgendwo hin zum Trocknen. Unsere Gesichts-BHs wurden gestern Abend über die Ecken des an der Wand hängenden Fernsehers gehängt. Meine Jeans trocknete im Badezimmer über der Duschkabine, ein Poloshirt auf einem Bügel am Einbauschrank im Flur. Hauptsache, es hängt hoch genug, damit die Katzen sich nicht dran festkrallen können.
Das Badezimmer ist der einzige Raum, der tabu für die Katzen ist. Da steht ja viel rum, was „mann“ so braucht. Duftwässerchen, Badezusätze, Zahnbürste und Dekoartikel stehen in spielbereiter Nähe für Katzen. Einmal mit der Pfote dagegen – und es würde auf den Fliesen zerschellen. Also bleibt die Tür zum Badezimmer zu.
Aber die 2 sind ja so niedlich und lassen uns immer wieder schmunzeln, ja, manchmal sogar lauthals lachen.
Eine neue Kaffeemaschine

Am vorigen Wochenende hatten wir Besuch. Einer der Gäste äußerte den Wunsch nach einem Cappuccino. Wir starteten unseren Vollautomaten, stellen „Cappuccino“ ein, und nach wenigen Sekunden gab es einen fürchterlichen Knall. Die Katzen verflüchtigten sich, wir zuckten zusammen, unsere Gäste, die bereits auf der Terrasse saßen, ebenfalls. Ein weiterer Versuch, Cappuccino zu zapfen, blieb erfolglos. Die Maschine tat gar nichts mehr, kein Wunder, der FI-Schalter war rausgeflogen. Als der wieder eingeschaltet war, konnten wir wenistens noch normalen Kaffee zapfen. Das Heißwasserdings in der Maschine hatte seinen Geist aufgegeben. Eine neue Maschine musste her.
Nach tagelanger Suche und Vergleiche war ein neuer Kaffeevollautomat gefunden. Als das schwere Teil aus dem Karton gehoben war, kamen erstmal die Katzen und inspizierten beschnüffelten das Ding.
So ist das mit allem, was neu ist. Da sind z.B. die Unterlagen, die ich von der Steuerberaterin abgholt hatte. Die liegen jetzt hier an meinem Arbeitsplatz weil auch die Rechnung dabei ist. Katze kommt auf den Tisch gesprungen, tapert über die Tastatur und schnüffelt erstmal an der Akte.
Wenn wir unsere Einkäufe verstauen, sitzen die Katzen sprungbereit mit langem Hals vor der Arbeitsplatte. Ein lautes „nein“ hält sie davon ab, wirklich raufzuspringen. Wenn gar nichts hilft, drohen wir mit der Spritzflasche. Sobald sie das Ding entdecken, lassen sie von ihrem Vorhaben ab. Und da sag noch einer, Katzen lassen sich nicht erziehen.
Wir wurden gefunden

Es heißt, dass Katzen sich ihre Dosenöffner selbst aussuchen. Möchte man eine Katze haben und man hat die Auswahl zwischen mehreren, sollte man warten, bis ein von den auf einen zukommt, dann hat man die für sich perfekte Katze gefunden.
Wir hatten diese Möglichkeit nicht. Aus einem Wurf von 4 waren 2 übriggeblieben. Den kleinen getigerten Kater wollten die Nachbarn gern haben, den kleinen schwarzen Kater wollte die Familie gern selbst behalten. Also blieben für uns nur die beiden weißgrundierten Katzen übrig. Wir hatten keine Chance zu prüfen, ob sie uns mögen würden.
Inzwischen haben die Katzen uns gefunden. Elphi scheint sich mehr zu mir hingezogen zu fühlen. Sie ist eh sehr anhänglich und bettelt geradezu ständig um Knuddel- und Streicheleinheiten.
Glinda ist etwas zurückhaltender und weicht meistens aus wenn ich sie streicheln möchte. Bernd hat bei ihr größere Chancen. Sie liegt auch lieber bei Bernd als bei mir.
Wenn sie allerdings merken, dass es was zu futtern gibt, sind wir beide gleich gut. Dann kommen sie angerannt und belagern uns. Bernd und ich bleiben eben die Dosenöffner.
PS
Ich müsste mal die Tastatur entstauben. Aber wie soll das gehen wenn Elphi sie ständig okkupiert.
Die 1. Woche zu viert

Seit einer Woche leben wir nun zu viert im Elbe-Penthouse. Und es funktioniert ziemlich unproblematisch. Für „Erziehungsmaßnahmen“ haben wir uns ein lautes und langgezogenes „neeeiiin“ angewöhnt. Das scheint, bis auf wenige Ausnahmen, auch zu funktionieren. Weiterlesen
