Wer sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt, bei dem ist alles klar, bei dem ist alles in Butter. Wer stattdessen zur Margarine greift, oder zu irgendwelchen Streichfetten, weil die weniger Fett drin haben, weil die Werbung suggeriert, das sei alles gesund und überhaupt viel gesünder, wenn man solche Produkte kauft, dem ist nicht mehr zu helfen.
Der Wilhelm hatte kürzlich während eines Krankenhausaufenthalts keine Butter mehr auf sein Brot bekommen. Streichfett wurde ihm auf das Tablett gelegt. Seine liebe Frau hat ihn aber am Krankenbett mit guter Butter versorgt. Wie sich jetzt herausgestellt hat, war das eine gute Idee. Der Lebensmittelkritiker Sebastian Lege hat sich nämlich mit der Kunstbutterschmiere beschäftigt und mal genau nachgeschaut, was denn da alles drin ist. Da stehen einem die Haare zu Berge und kann sich diese gleich anschliessend mit der Margarine wieder in Form bringen. Denn zu mehr ist das Zeug nicht zugebrauchen (siehe obiges Video).
In unserem gemeinsamen Haushalt, der nun schon länger als 25 Jahre existiert, hat noch nie nie nie ein Topf Margarine auf dem Tisch gestanden. Wir haben noch nie nie nie Margarine zum Braten oder Backen verwendet. Irgendwie hatte ich immer ein schlechtes Gefühl, dieses Kunstprodukt zu verwenden. Mit meinem Gefühl stimmt alles, es hat mich nicht betrogen wie sich jetzt herausstellt.
Wie es in meiner ähnlich langen ersten Ehe war, kann ich nicht erinnern. Wohl aber an meine Kindheit. Da gab es Rama, die wohl bekannteste Margarine in Deutschland. Meine Mutter verwendete Rama jedenfalls zum Backen. Damals gab es Rama noch in Form eines Würfels. Sie war eingepackt in goldschimmerndem Papier. An dem Papier blieben ja immer Fettreste hängen. Es wurde verwendet, um damit die Kuchenform einzufetten. Wir hatten ja nichts. Später ging man dann dazu über, Margarine in Plastikbehältern zu verkaufen.
Heute gibt es sogar Fettspray, um die Kuchenform damit einzufetten. Wer’s braucht! Mit Haushaltspapier ein wenig von der Butter(!) abnehmen und damit dann die Form einfetten – klappt wunderbar.
Lieber Wilhlem, vielen Dank für die Veröffentlichung in deinem Blog. Für uns hier in der kleinen Stadt an der Elbe ändert sich dadurch ja nichts. Aber wir haben ja einen anderen Leserkreis als ihr. Vielleicht können wir den einen oder die andere ja aufwecken und dazu animieren, sich keine Haar-, Haut- oder Sonnenschutzcreme mehr aufs Brot zu schmieren.



Landausflüge und Wellnessanwendungen sind gebucht. Bis auf Kirkwall/Orkneyinseln werden wir in jedem Hafen eine kleine gebuchte Tour machen. Zwei Wellnessanwendungen habe ich für die Nachmittagsstunden gebucht. 





