Heute war das erste Spiel, dass ich über beide Halbzeiten gesehen habe – freiwilliggezwungener Maßen sozusagen. Verbaredet wurde das Gemeinschaftsschauen Freitagabend auf einer Geburtstagsfeier in der Nachbarschaft. Da ich weiss, dass Bernd gerne Fussballschaut und das Schauen mit anderen fussballbegeisterten Menschen mehr Spass macht, bin ich dann mitgegangen, wohl auch deshalb weil ich wusste, dass mein Namensvetter Hans-Georg ein ähnlicher Fussballmuffel ist wie ich es bin.
Meine Hoffnungen für den Ausgang des Spiels heute Nachmittag waren jeweils 50 Prozent für Auscheiden und Weiterkommen. Natürlich gönne ich der Deutschen Mannschaft den Sieg. Hätten wir aber verloren, wäre dieser Hype endlich wieder vorbei.
Zu sechst haben wir und das Spiel heute angeschaut. Während die Tore unserer Mannschaft mit Freudentänzen bejubelt wurden sassen Hans-Georg und Hans-Georg halt da und freuten uns mehr oder weniger im Stillen. Na ja, wir haben dann auch mit einem Schnaps dazu angestossen. Wir sind ja gar nicht so.
Tja, nun geht der Hype also weiter. Und für den nächsten Samstag haben wir uns wieder verabredet. Erst das Spiel schauen und danach grillen. Ich werde es überleben.


In der gleichnamigen turbulenten Fernsehserie mit Unisextoilette, klappbaren Absätzen, Gesichts-BH und vielen andern bizarren Dingen, rannte sie den Männern hinterher um endlich den Richtigen fürs Leben zu finden. Manchmal war das geradezu tragisch-grotesk.



