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Drinnentag

Der diesjähre „Jesus take off day“ (gelernt von Gerrit) fiel zwar nicht ins Wasser, aber er reizte nicht dazu, heute auf der Terrasse zu sitzen – im Gegensatz zum Draussentag am letzten Sonntag. Trotzdem werden sicherlich Horden von Vätern, bzw. eher solchen, die es vielleicht mal werden wollen, torkelnd durch die Lande gezogen sein.

Und wir – ich von „wir“ darf ja den Vatertag feiern – waren brav zu Hause und haben gefaulenzt. Das Wetter war übrigens ideal, die Unterlagen für die Steuererklärung vorzubereiten (Termin beim Steuerberater im Juli). Wenn das Wetter wieder schöner ist, hält mich während der freien Zeit nichts mehr drinnen. Dann geht’s wieder raus auf die Terrasse – hoffentlich schon bald wieder.

Herrscher über die Welt?

Will Google die Welt beherrschen? Google Maps, Streetview, Handies, Tablets, Brillen, allen voran die Suchmaschine, die ich schon lange nicht mehr benutze. Hab ich irgendwas vergessen? Ich weiss es nicht. Nun will Google auch noch Autos bauen, ohne Lenkrad, ohne Gas- und ohne Bremspedal, selbstfahrend sozusagen. Alles, was die bisher auf den Markt gebracht haben, ist ja mehr oder weniger innovativ. Aber beängstigend finde ich das schon.

Wenn sich Google eines Tages tatsächlich zum real Herrscher der Welt entwickeln sollte, bräuchten wir vielleicht auch einen real James Bond, der versucht, möglichst erfolgreich, das zu verhindern.

Draussentag

Ein Traumwetter war’s heute – nicht zu heiss, aber doch so, dass wir teilweise ohne T-Hemd draussen sein konnten. Seit dem späten Vormittag war ich nur noch auf der Terrasse. Lesen, reden, schauen, den Vögeln zuhören, essen und trinken. Das Glas ist eines von denen, die wir im vorigen Jahr beim Glaspuster Christian in Kopenhagen gekauft haben.

Das Schirmchen dient dem Schutz vor hereinfallenden Pappelpollen, die heute wie leichte Schneeschauer durch die Lüfte flogen.

Duftstrauss

Gleich hinter dem Ortseingang – aus Richtung Hamburg kommend – von Geesthacht, ist das Frucht- und Pflanzenparadies Zillmann (eine Homepage gibt es nicht, aber das kleine Paradies kennt eh jeder). Dort sind wir mehrmals jährlich, besonders in der Plfanzsaison, und ergänzen unsere Terrassenbepflanzung. Ausserdem kaufen wir da unsere Adventsgestecke und unseren Weihnachtsbaum. Ausser Gemüse, Obst und Pflanzen gibt es auch eine vielerlei Dekozeugs und Floristik. Inhaber und Personal sind sehr nett und locker drauf: „Ach, heute allein? Muss er arbeiten?“ – so wurde ich letzens dort auf einem Samstag empfangen. Man kennt sich halt.

Gestern war ich dort weil ich noch was für die Terrasse benötigte. Nachdem ich fündig geworden war und ich an der Kasse stand, entdeckte ich die Pfingstrosen, auch Bauernrosen genannt. Dicke orangeroterosa kugelige Knospen weckten mein Interesse, ein Stiel 2 Euro. Ich orderte 5 Stiele, zum Strauss gebunden. Die Frage der Floristin, ob der Strauss in Folie oder Papier verpackt werden sollte, beantwortete ich etwa so: Papier bitte, ich beschenk mich selbst.

Die Knospen sind mittlerweile aufgegangen und verströmen einen leichten Duft hier im Arbeitszimmer, wo der Strauss jetzt steht. Hier halten wir uns am meisten auf und haben deshalb am meisten vom Anblick und vom Duft.

Selbst das Innenleben der Blüte ist sehenswert:

Schattenseite

Mittagspause, 28 Grad, in der Sonne sicher noch weit mehr obwohl der Himmel wieder leicht durch Saharastaub verschleiert ist. Wenn es morgen Regen geben sollte, haben wir wieder Schlieren vom Saharastaub auf der Terrasse.

Da Bewegung gut für den Rücken ist und ich nicht ständig im Büro sitzen will, mache ich trotz des warmen Wetters meine Runde um die Binnenalster, ganz langsam. Und obwohl ich mir, da wo es möglich ist, die Schattenseiten aussuche, gerate ich in Schweiss.

Gut haben es die Gäste eines Restaurants in der Europapassage. Sie sitzen sozusagen in der ersten Schattenseite, können einen Imbiss zu sich nehmen und ein kühles Getränk, garniert mit einem Blick über die Alster.

Heute undenkbar

In den Jahren von 1959 bis 1963 wurde die Vogelfluglinie erbaut, die der damals grössten Deutschen Insel Fehmarn einen Festlandanschluss bescherte, und zwar per Brückenschlag. Die fertige Brücke bekam schnell den Spitznamen „Kleiderbügel“. Wer die Brücke jemals gesehen hat, wird wissen warum.

Desweiteren wurde in Puttgarden auf Fehmarn ein Fährhafen gebaut für die kürzeste Seeverbindung nach Skandinavien mit dem Zielhafen Roedbyhavn auf der Dänischen Insel Lolland.

Über den Bau der Brücke über den Fehmarnsund und den Bau des Fährhafens gibt es eine Dokumentation im Internet, auf die mich Gerrit aufmerksam gemacht hat. Wer ca. 45 Minuten seiner Zeit erübrigen kann, sollte sich die Dokumentation einmal ansehen und auf ein paar Einzelheiten achten:

Schutzhelme sieht man nur vereinzelt bei den Arbeitern. Stattdessen werden Pudelmützen getragen. Gehörschutz – was ist das denn? Wenn die Nieter nicht taub geworden sind, haben sie sicher Tinitus bekommen. Dampfloks wurden zu Testzwecken auf die Brücke gefahren. Für die Rammarbeiten gab es noch Dampframmen. Und teilweise wurde – aus heutiger Sicht – mit recht primitiven Mitteln gearbeitet. Wirklich ein interessanter Film, den es sich lohnt, anzuschauen.

Heute ist eine Tunnellösung zwischen Fehmarn und Lolland in Planung. Ob der Fährbahnhof in Puttgarden dann eines Tages überflüssig ist, wird sich zeigen.

Der 90. Geburtstag

Es war kein Dinner for One! Wir waren 24-1/2 Personen auf dem Abendessen, zu dem Mutter anlässlich ihres 90. Geburtstag eingeladen hatte. Die ganze Familie war zusammengekommen und Freunde meiner Mutter. Sie war an diesem Abend natürlich die Älteste.

Das jüngste Familienmitglied, unsere Enkelin Ida, wird im August 2 Jahre alt. Vier Generationen unserer Familie haben sich gestern Abend getroffen. Ich hatte vor dem Geburtstag mal die Idee, ein gemeinsames Foto von den 4 Generationen zu machen, also Mutter, ich, Oliver und Ida, sowie ein Foto mit der gesamten Familie, also mit Nichten und Neffen und den dazugehörigen Partnern. Leider habe ich nicht mehr daran gedacht. Chance vertan – leider! Die nächste Möglichkeit würde am 19. September bestehen, vorausgesetzt, meine Mutter traut sich zu, in die kleine Stadt an der Elbe zu kommen.

Auch wir sind Conchita

Einer der Autoren des diesjähren ESC-Siegertitels „Rise like a Phoenix“ ist Alexander Zuckowski, Sohn des bekannten Komponisten und Kinderliederschreibers Rolf Zuckowski. Somit hat auch Deutschland einen Anteil am Erfolg Österreichs bzw. am Erfolg von Conchita Wurst. Und da Alexander Zuckowski Hamburger ist, hat auch Hamburg einen Anteil daran. Das schmälert aber nicht den Erfolg, den Conchita Wurst für Österreich hatte.