Archiv der Kategorie: Allgemein

Bin ich zu dick?

Nein, es ist viel schlimmer: Eine Frau sagt über sich selbst, dass sie fett ist. Und das sagt sie sogar öffentlich in ihrem neuen Blog Gut gehen. In diesem Blog schreibt sie über ihre Erkenntnis, fett zu sein und darüber was sie tut, ihren Zustand zu ändern.

Allein den Mut zu haben, sich öffentlich als fett zu bezeichnen, finde ich ziemlich beeindruckend. Viele Menschen, die es nötigen hätten, was gegen ihren Leibesumfang zu tun, benutzen diverse Alibis: Die Gene, die Drüsen, das Klimakterium, die Midlifecrisis. Ich denke, im Erfinden von Alibis sind diese Menschen ganz groß. Worin sie nicht groß sind ist zu erkennen, dass sie was ändern können, ja, vielleicht sogar müssen.

Ich selbst weiss, dass ich ein paar Kilo zu viel auf den Rippen habe. Es gibt aber keine körperlichen Einschränkungen. Ich benutze die Treppen um in unsere Wohnung in der 3. Etage zu gelangen, ich brauche 30 Minuten vom verlassen des Büros bis zur Rückkehr und habe zwischendurch 1 x die Binnenalster umrundet, zu Fuß! Ich kann mich ohne Probleme bücken um meine Schuhe anzuziehen und zuzubinden. Trotzdem möchte und sollte ich ein paar Kilo abnehmen, und zwar nicht vom Teller sondern von Rippen und Hüften. Und damit werde ich nach Ostern beginnen.

Jeder, der Gewicht verlieren möchte, muss selbst einen Weg finden, wie es am Besten für ihn ist. Bei früherer Gelegenheit hielt ich es so, dass ich alles gegessen habe, was mir geschmeckt hat, habe aber aufgehört zu essen wenn ich satt war, es nicht so gehalten: Ach, das schmeckt so gut, ich ess noch was. Begleitet wurde diese Art von Diät von intensivem schwimmen 2 – 3 Mal in der Woche.

Ich wünsche Ina viel Erfolg bei ihren Bemühungen, ihr Gewicht zu reduzieren. Ihr Blog habe ich bei mir in der Rubrik „Livestyle“ verlinkt. Ina hat mir die Genehmigung dafür erteilt, auch dafür dass ich schreiben darf, dass sie von sich sagt: Ich bin fett. Für diese Erkenntnis hat sie meine Hochachtung!

Reisevorbereitungen

Im Sommer geht es auf auf „Große Fahrt“. Dieses Mal werden wir 17 Übernachtungen auf „Mein Schiff 1“ haben und eine Reise machen, die für uns wohl einmalig bleiben wird. Um möglichst viele Eindrücke zu sammeln, haben wir uns eine Videokamera zugelegt. Da die Reise erst im Juli beginnt, haben wir die Kamera jetzt schon mal gekauft um uns damit vertraut zu machen. Es wäre ja ärgerlich wenn man meint, man hat tolle Aufnahmen im Kasten und später stellt man fest, dass alles nichts geworden ist. Bernd wird sich während der Reise um die bewegten Bilder kümmern, ich mache, wie bisher, die Standfotos.

Die Kamera ist klein und handlich, wie auf dem Vergleichsfoto mit einem Päckchen Papiertaschentücher zu sehen ist. Die bisherigen Testserien zeugen von guter Qualität der Aufnahmen. Das eine oder andere Filmchen wird sicherlich nach der Reise hier im Weblog zu sehen sein.

Das neue Handy

Ein eigenes Mobiltelefon, neudeutsch Handy, hatte ich noch nie. Bei meinem vorigen langjährigen Arbeitgeber bekam ich eins von der Firma gestellt. Mein erstes Handy war eins, welches die Form und das Gewicht eines Briketts hatte und womit ich ein Sakko ruinierte weil die Taschen ausbeulten. Wir alle wissen, dass im Lauf der Jahre die Dinger immer kleiner und damit sakkofreundlicher wurden. Inzwischen passen die in jede Tasche.
Der Trend geht zurzeit dahin, dass die Handys wieder grösser werden, was mit Sicherheit dem grösseren Bildschirm und der vielen Funktionen geschuldet ist, die heute üblich sind. Ein Handy nur zum telefonieren? Man kann ja so vieles damit machen, sich sogar bei Tisch im Restaurant per Chat unterhalten, was übrigens eine Unsitte ist, die ich nie verstehen werde.

Von meinem derzeitigen Arbeitgeber bekam ich ein IPhone gestellt, welches ich zwar behalten könnte, ich bräuchte aber eine neue Nummer. Die bisherige Nummer übernimmt meine Nachfolgerin. Die Zeit ist gekommen, mir ein eigenes Handy anzuschaffen.

Die Frage für mich war, was ich mit den anschaffen soll. Mit dem IPhone konnte ich mich nie so richtig anfreunden, ich kann nicht erklären warum. Ich sag mal so: Wir harmonieren nicht miteinander, die Chemie stimmt nicht. Es mag viele Leute geben, die das gar nicht verstehen können, für die ein IPhone das non plus ultra ist. Für mich nicht – Punkt und aus!

Der Handymarkt ist gross und die Auswahl ist nicht einfach. Man sollte schon wissen, worauf man Wert legt. Für mich ist so ein Teil nach wie vor hauptsächlich ein Telefon, welches ich eh äusserst selten benutze. Alles andere, was man damit heute anfangen kann, ist für mich Spielkram, der zwar dabei ist und manchmal auch ganz nützlich sein kann. Wenn ich unterwegs bin, benötige ich keinen Zugriff auf meine Emailaccounts und ich muss nicht im Internet surfen oder chatten. Ein paar praktische Apps, wie z.B. für das Wetter, Fahrpläne oder zum Einchecken bei Flügen – das reicht mir schon.

Ende letzten Jahres begann ich damit, mich für Handys zu interessieren. An erster Stelle stand für mich der Preis. Ich sehe nicht ein, dass ich viel Geld dafür ausgeben soll. Aber gut aussehen soll es natürlich auch. Alles weitere ergibt sich dann von selbst. Und so landete ich beim Samsung S5. Ich entdeckte dann noch, dass es beim Kauf bis zum 6. Dezember eine Rückerstattung von 100 Euro gab wenn man sich registrierte. Ich haderte mit mir selbst – soll ich oder doch nicht? Schliesslich gab mein Mann den entscheidenden Anstoss, das Gerät zu kaufen. Ich registrierte mich bei Congstar für eine Nummer, die ich mir in Teilen auch noch selbst aussuchen konnte und wo mir ein Startkapital gutgeschrieben wurde. Da Bernd mich geworben hatte, bekam er auch eine Werbeprämie.

Inzwischen hatte ich ausreichend Zeit, mich mit dem neuen Spielzeug zu beschäftigen. Ein paar Apps sind inzwischen drauf. Telefoniert habe ich bisher noch nicht damit. Die Nummer ist auch noch nicht bekanntgemacht worden weil das ungeliebte andere Gerät noch in Betrieb ist. Bisher habe ich nichts negatives festgestellt. Es sieht so aus, als würde die Chemie stimmen. Ab Ende März wird das Handy offiziell in Betrieb genommen werden – und eh kaum benutzt werden.

Countdown

Jetzt sind es nur noch 2 Monate bis zur Rente! Ich könnte schon die Tage zählen. Aber nee, das mach ich nicht. Vielleicht ganz zum Schluss, die letzte Woche oder so.

Jetzt habe ich eine Woche Urlaub. Am Freitag hab ich den letzten Urlaubskuchen in der Firma ausgegeben. Es wird jetzt immer öfter vorkommen, dass irgendwas „das letzte Mal“ ist.

Grün ist mir lieber!

Nun hat es uns auch erwischt: Es schneit! Tja, was soll man da machen? Man kann nur hoffen, dass es ein schnell vorübergehendes Wetterphänomen ist. Zum Glück ist Wochenende, da ist es mir so ziemlich egal, wegen der Straßen und so. Aber wer weiss schon, was uns noch bevorsteht. Nützt ja nicht – wir müssen es nehmen wie es kommt.

Die Quengelkasse

Das hat wohl schon jeder von uns erlebt: Kleine Kinder, die im Kindersitz des Einkaufswagens sitzen, zusammen mit der/dem Erziehungsberechtigten an der Supermarktkasse in der Schlange wartend. Das Kind schreit, bestenfalls nörgelt oder quengelt es, weil die Begleitperson nicht darauf eingeht, dass das Kind Süssigkeiten verlangt, welche in Drahtregalen an der Kasse ausgestellt sind und das Interesse des Kindes weckten.

Es gibt aber auch die Kinder, die mit einem Auge auf die bunten Verpackungen schielen, wissend, was sich darin verbirgt, aber ruhig sind.

Die Koalition in Berlin möchte nun die sogenannten Quengelkassen abschaffen. Muss eigentlich alles in Deutschland gesetzlich geregelt werden? Selbst so kleine Nebesächlichkeiten wie Quengelkassen? Ich finde, es gibt durchaus wichtigere Dinge, als sich darum zu kümmern, was an einer Supermarktkasse zu stehen hat.

Im übrigen obliegt es den Eltern, ihre Brut dergestalt zu erziehen, dass sie an der Kasse eben nicht rumschreien oder quengeln. 2 oder 3 Mal konsequent sein und „nein“ sagen, und das Thema ist durch. Sich also nicht von den lieben Kleinen auf der Nase rumtanzen lassen nur um das eigene Nervenkostüm und das der Mitwartenden zu schonen.

Bei Paddy im Pub

Natürlich waren wir gestern nicht zum Tanztee. Aber es ging immerhin ums Tanzen bei der Veranstalung, die wir gestern besucht haben: Irish Celtic.

Wer kennt sie nicht, die Shows von Riverdance und Lord of the Dance?! Riverdance hatten wir uns, es ist schon ein paar Jährchen her, mehrmals angeschaut. Auch Lord of the Dance hatten wir gesehen. Ziemlich beeindruckende Shows, Irisher Steptanz mit einer unglaublichen Perfektion auf die Bühne gebracht, ziemlich uniformiert.

Wie anders ist da doch die Show Irish Celtic: Sie spielt im Pub von Paddy, der mit launigen Worten durch die Show führt. Es wird getanzt, gestept und gesungen. Ob gewollt oder ungewollt – die Tänzer und Tänzerinnen agieren nicht so perfekt in ihrer Haltung. Dadurch wirkt diese Show natürlicher und volkstümlicher als die grossen Darbietungen von Riverdance.

Paddy erzählte natürlich auch ein paar historische Dinge über Irland, über Hunger, Landschaften, über das Leben im Pub und den Tanz. Kurz vor der Pause erwähnte er auch das Unlück der Titanic, bei dem viele Irishe Auswanderer ums Leben kamen weil sie in der 3. Klasse, tief unten im Bauch des Schiffes, keine Chance hatten, der Katastrophe zu entkommen. Und ich saß da, emotional ziemlich berührt, mit Pipi in den Augen während die Truppe auf der Bühne dem Untergang entgegentanzte.

Durch einen roten Faden wird die Show zu einer kleinen Geschichte damit die Tanz- und Gesangsdarbietungen nicht nur eine Aneinanderreihung von Musik ist, sehr kurzweilig. Die Zeit verging wie im Flug. Gern hätten wir noch länger zuschauen und zuhören können.

Ein erstes good bye

Wer regelmässig hier liest weiss, dass ich nur noch 2 Monate und dem Rest von diesem arbeiten muss. Heute musste ich mich das erste Mal von jemandem Verabschieden, es war ein Kapitän unserer Flotte.

Auch Kapitäne haben natürlich Urlaub. Abhängig von der Zeit, während der sie an Bord waren, und abhängig von persönlichen Bedürfnissen, wie z.B. Konfirmation der Kinder, Silberhochzeit usw., betragen die Urlaubszeiten zwischen etwa 2 – 3 Monaten – je nach Abstimmung mit ihrem Ablöser.

Heute eröffnete mir am Telefon ein Kapitän, dass er am Wochenende im nächsten Italienischen Hafen abgelöst werden würde. Ich fragte ihn, wann er denn zurück an Bord käme. Das wird erst in 3 Monaten, ca. Mitte April sein. Ich erzählte ihm dann, dass ich dann nicht mehr in der Firma sein werde. Als wir uns dann verabschiedeten, verursachte das bei mir schon eine Gänsehaut.

In den nächsten Wochen wird das vermutlich so weitergehen, sozusagen ein Abschied auf Raten.

abgetakelt – eingepackt – leergeräumt


Der letzte noch verbliebene Weihnachtsmarkt in Hamburg, der am Jungfernstieg, ist nun auch Geschichte. Gestern bin ich in der Mittagspause noch durchgebummelt, völlig unbehelligt von Menschenmassen. Heute wird er abgebaut. Auch der Alsterweihnachtsbaum wurde ausgeschwommen und lag bereit zum Abtakeln.


Das Miniriesenrad war schon weitgehenst abgebaut, die Gondeln fest verstaut zum Abtransport.


Von den Pagodenzelten waren teilweise schon die Dächer demontiert und beiseite gelegt.


Die Verkaufs- und Verzehrzelte waren alle ausgeräumt.


So ein abgetakelter Weihnachtsmarkt hat eine gewisse Ähnlichkeit mit der Reeperbahn bei Tageslicht: Völlig trostlos und desillusioniert.