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Dr. Hans-Georg K.?

Meine Mutter liegt ja seit Freitag im Krankenhaus, in der Hautklinik. Sie hat eine Stelle am Bein, welche nicht heilen will. Am Samstag erklärte mir die Schwester, als sie mich „einkleidete“, dass ein Abstrich gemacht worden wäre, es könnte sich um den sogenannten Krankenhausvirus handeln. Deshalb diese Vorsichtsmaßnahme: Ein Einwegkittel, Gummihandschuhe und Mundschutz.

Gestern, vor unserer abgespeckten Familienfeier, war ich mit meiner Schwiegermutter bei meiner Mutter. Ich ließ sie ein Foto von mir machen. Wann hat man schon mal die Chance, einen Doktor zu mimen?!

Das Ergebnis des Abstrichs wird für heute erwartet. Mal sehen, wie es dann weitergeht.

Abgespeckte Tradition

Gestern fand sie also nun statt, unsere traditionelle Familienvorweihnacht, die mit den Schwedischen Plätzchen, die Feier, auf die sich alle Beteiligten schon wochenlang vorher freuen. Aber: Statt der geplanten 6 Personen waren wir nur zu viert.

Meine Mutter ist seit Freitag im Krankenhaus mit einer Hautgeschichte am Bein. Bei ihr sollte die Feier eigentlich stattfinden. Meine Cousine erklärte sich bereit, die Feier bei sich durchzuführen. Soweit – so gut. Und dann wurde mein Mann gestern von einer schmerzhaften Gallenkolik heimgesucht. Er hat alles versucht, die Schmerzen zu lindern, aber es wurde nicht besser. Wir haben dann einmütig beschlossen, dass ich mit Bernds Mutter alleine nach Lübeck fahre.

Wir habenn dann gemütlich Glögg getrunken und Gebäck genascht. Wir haben Bescherung gemacht und nach 2 Stunden bin ich wieder nach Hause gefahren. Das geplante Fondue fiel in diesem Jahr aus.

Tja, es gibt zwar was zu erzählen über unsere Traditionsfeier, aber nicht sehr positiv. Nächstes Jahr ist ja wieder Weihnachten. Es kann nur besser werden.

Backwahn

In vielen Haushalten schnellt der Strom- bzw. Gasverbrauch in der Vorweihnachtszeit sicherlich beachtlich in die Höhe: Backen ist angesagt, backen von Stollen und Weihnachtsplätzchen. Kann man natürlich auch alles kaufen. Manches schmeckt ja auch gar nicht so schlecht. Aber wenn man es selbst macht, weiß man, was drin ist und wenn man es selbst macht, hat man ja auch noch Spaß an der Backerei.

Gebacken wurde in der Adventszeit schon immer, früher sicher mehr als heute. Viele Frauen sind heute berufstätig und haben eventuell gar nicht die Zeit, für ihre Lieben Weihnachtsgebäck herzustellen. Bei mir war es jedenfalls so. Am Wochenende gab es anderes zu tun als zu backen. Früher war das eben anders: Der Mann ging arbeiten und die Frau kümmerte sich um Haushalt und Kinder.

Ich erwähnte kürzlich schon, dass Oma immer gebacken hat – früher, als es nur Ofenheizung gab und der Herd mit Gas betrieben wurde. Oma fing irgendwann in der Vorweihnachtszeit mit dem Backen an. Es gab immer einen riesigen Stollen, vermutlich aus 1 kg Mehl. Und Plätzchen, jede Menge Plätzchen, und noch mehr Plätzchen. Die wurden in Blechdosen verstaut, nicht so kurze, wie man sie heute überall gefüllt kaufen kann. Nein, die waren höher, mindestens 3 x so hoch. Und es wurde nicht eher aufgehört mit der Backerei bis die Dosen bis oben hin voll waren. Und dann wurden die Dosen neben den Ofen gestellt.

Oma und Opa hatten einen Hund, Bobby, ein Terrier. Und eine Katze, graugetigert, Petschi gerufen. Keine Ahnung, wer auf den Namen gekommen ist. Und sie hatten mich, ihren Enkel. Es wird erzählt, dass in der Adventszeit 3 Lebewesen in der Ecke beim Ofen vor den Keksdosen hockten: Bobby der Hund, Petschi der Kater und ich. An Bobby und Petschi kann ich mich noch erinnern, an die Keksdosen auch. Aber dass wir zu dritt vor den Dosen hockten in der Hoffnung, dass mal eine geöffnet würde, das weiß ich nicht mehr.

Übrigens: Die Kekse gab es immer noch bis weit in das neue Jahr hinein, fast bis Ostern. Wenn Oma mal in Fahrt war, dann hat sie gebacken und gebacken und gebacken. Und wenn sie nicht im hohen Alter von 88 Jahren gestorben wäre, würde sie vielleicht immer noch backen.

Ich hätte gern ein schönes Foto von der Backoma gezeigt. Gefunden habe ich nur eines mit meinen beiden Omas und mir im Alter von 4 Monaten. Die Backoma ist die Dame mit dem feschen Hut.

Auf zu neuen Ufern

„Suchtpotential“ – so äusserte sich kürzlich eine Dame, über ihre erste Kreuzfahrt, die sie mit TUI Cruises auf einem der Schiffe gemacht hatte. Dem können wir nur vorbehaltlos zustimmen, hatten wir doch jetzt schon drei Reisen auf MS Mein Schiff 1 gemacht. Für das nächste Jahr hatten wir uns ja auch schon eine Reise ausgeguckt. Das Problem ist nur, ob mein Mann zu der Zeit Urlaub bekommt oder nicht. Wir ließen eine Buchung immer noch in der Schwebe.

Und dann kam ein Newsletter, in dem eine Reise auf MS Mein Schiff 6 angeboten wird, ein Schiff, welches erst im Jahr 2017 in Dienst gestellt werden soll. Die Reise führt von Hamburg nach New York. Unterwegs werden die Häfen von Zeebrügge und Le Havre angelaufen sowie ein paar Häfen in Kanada. Sehr verlockend!

Allzugern würden ja mal eine Kreuzfahrt in einer Juniorsuite machen. Wir überlegten hin und her und hin, zählten das Geld und waren uns dann insofern einig, dass wir die für das nächste Jahr angepeilte Reise nicht machen und dafür in einer kleinen Suite im Jahr darauf nach New York reisen.

Am Tag nachdem der Newsletter eingetroffen war, standen nur noch einige wenige Juniorsuiten zur Verfügung. Ich griff zum Telefon und machte erstmal eine Optionsbuchung um eine Kabine zu sichern. Bis zum kommenden Montag müssten wir uns entscheiden ob „ja“ oder „nein“. Verrückte Welt kann man sagen wenn man jetzt schon Urlaub für 2017 buchen muss.

Dann heute morgen das Gespräch zwischen uns Zweibeiden:
„Ich würde die Reise ja gern machen.“ – „Ich auch, aber ich würde die andere auch gern machen.“ – „Ich auch!“ – „Ich kann ja mal gucken, was die Reise nach NY in einer Balkonkabine kostet. Vielleicht können wir dann beide Reisen machen.“ – „Ja, mach mal.“

Das Nachgucken ergab, dass die Reise natürlich erheblich preiswerter sein würde. Und da man bis 2017 ja auch noch was sparen kann …

Da ich mir bei einer Buchung über ein Reisebüro einen Preisvorteil erhoffte, ging ich also ins Dorf. Als ich mein Anliegen im Reisebüro vortrug, antwortete der nette Mann: Darüber können wir reden! Gutgelaunt verließ ich das Reisebüro mit zwei Buchungen, einem Kalender und 2 kleinen Flaschen Sekt. Die Option auf die Juniorsuite wird jetzt natürlich nicht wahrgenommen.

Beide Reisen haben ein besonderes Datum: Im nächsten Jahr wird mein Mann 50. Da er ein „Feiermuffel“ ist, hatten wir uns die Reise schon mal ausgesucht. Sie beginnt genau an seinem Geburtstag in Hamburg.
Während der Reise nach New York zelebrieren wir unser 20-jähriges. Das Datum fällt aber nur zufällig in die Reisezeit. Das war ja so nicht geplant. Aber wenn es denn schon mal so ist, werden wir an dem Abend sicher in einem der Restaurants nett essen gehen.

Winterfrage

Keine Frage, der Winter ist da, jedenfalls zurzeit. In der nächsten Woche soll es wieder um die 10 Grad werden, plus versteht sich. Wenn es kalt ist, so wie heute, ist der Himmel immer viel blauer als sonst.

Überall liest und hört man jetzt vom Wintereinbruch. Wieso eigentlich Einbruch? Bricht da jemand beim Winter ein oder bricht der Winter irgendwo ein? Ist der Winter vielleicht in durch eine dünne Eisdecke in einen See eingebrochen?

Wenn von einem Einbruch bezüglich des Wetters die Rede ist, geht es immer um den Winter. Ich habe noch nie von einem Sommereinbruch gehört oder gelesen. Auch andere Jahrszeiten brechen nie ein, immer nur der Winter. Ist der Winter besonders kriminell? Muss sich der Winter mit wärmenden Klamotten versorgen oder klaut er gar Glühwein? Diese Einbruchserie ist äusserst merkwürdig.

200 Euro gespart!

Gestern trudelte die jährliche Rechnung von unserer Kfz-Versicherung ein. Ich kriegte erstmal große Augen und Schnappatmung: Gegenüber diesem Jahr wollen die für 2016 100 Euro mehr haben. Hallo! Geht’s denn noch? Als Rentner hat man das nicht mehr so dicke. Sonst diente immer ein Teil des Weihnachtsgeldes dazu, die Rechnungen der diversen Versicherungen am Jahresanfang zu begleichen. Aber mein neuer Arbeitgeber zahlt kein 13. Monatsgehalt.

Jedenfalls wollte ich eine so große Erhöhung nicht auf mir sitzen lassen und bemühte das Internet, eine günstigere Versichung zu finden. Und siehe da, sowas gibt’s tatsächlich. Gegenüber der neuen Prämie für 2016 gibt es das auch für 200 Euro günstiger, was bedeutet, dass es sogar noch günstiger ist, als wir für dieses Jahr bezahlt haben.

Den neuen Vertrag habe ich gestern noch online abgeschlossen, die Kündigung für die alte Versicherung habe ich heute zur Post gebracht, sowas geht natürlich nicht online. Das wäre für die Versicherungsnehmer ja auch zu bequem.

Es geht los!

Sozusagen im Vorbeigehen entdeckte ich heute den rosa Weihnachtsstern, passend zum brombeerfarbenen Sofa. Somit ist die Weihnachtsdekosaison eröffnet.

Früher habe ich Weihnachtssterne gehasst. Bei meiner Schwiegermutter und bei meiner Oma standen die nämlich immer bis Ostern auf der Fensterbank. So lange krieg ich die zum Glück gar durch. Die sind schon immer früher hinüber.

Flüchtlinge willkommen!

Auch die kleine Stadt an der Elbe hat bereits Flüchtlinge aufgenommen, weitere werden folgen. Eine weitere Unterkunft, die Platz für 432 Flüchtlinge bereitstellen wird, ist derzeit in Bau. Während sich der Polinische Außenminister Witold Waszczykowski darüber echauffiert, dass die Flüchtlinge nach ihrer Ankunft erstmal danach fragen, wo sie ihr Handy aufladen können, stellen die Stadtwerke Geesthacht für die Unterkunft kostenloses WLAN zur Verfügung. Die Stadtwerke möchten den Flüchtlingen mit geringem Aufwand ein Stückchen Lebensqualität schenken.

Man sagt ja immer, dass man im Kleinen beginnen soll, die Welt ein wenig besser zu machen. Aber bevor das in Polen ankommt – wenn überaupt …

Zum Kotzen

Ich verstehe nicht, wie man solche Gedanken hegen kann, vielweniger, wieso man das als Politiker überhaupt aussprechen kann: Polens designierter Außenminister Witold Waszczykowski fordert, die Flüchtlinge aus Syrien sollen in ihre Heimat zurück und dort in einer Armee ihr Land befreien. Hat der Kerl noch alle Latten am Zaun?

Leute, ihr MÜSST das einfach lesen. Und ich garantiere euch, dass ihr nur noch mit dem Kopf schütteln könnt über das, was dieser Typ sonst noch so gesagt hat. Das ist reinste rechte Propaganda!

Typisch Französisch

„Es kann nicht sein, dass alle Stadiondurchsagen zur Sicherheit nur auf Französisch waren. Das war für mich erschütternd.“

Das hat Helmut Spahn, Generaldirektor des Internationalen Zentrums für Sicherheit im Sport, gesagt.

Wir haben ja vor ein paar Jahren Disneyworld bei Paris besucht, ein Vergnügungspark, der sicherlich überwiegend von Franzosen besucht wird, bestimmt aber auch Besucher aus dem übrigen Europa aufzuweisen hat. Seinerzeit ist uns dort aufgefallen, dass alle Ansagen nur auf Französisch gemacht wurden anstatt zweisprachig, nämlich auf Englisch und Französisch.

Selbst im geschäftlichen Bereich ist mir immer wieder aufgefallen, dass bei Telefonanrufen aus Frankreich wir auf Französisch begrüßt wurden. Die internationale Sprache in der Schifffahrt ist nun mal Englisch. Da kann man ja wohl erwarten, dass man auch auf Englisch begrüßt wird. Frech wie ich manchmal sein kann, habe ich dann auf Deutsch mit „Guten Tag“ geantwortet.

Bei aller Tragik dessen, was da vorgestern in Paris geschehen ist – könnte es sein, dass dieses falsche Selbstbewußtsein, dieser Nationalstolz, einer der Gründe ist, warum es ausgerechnet Frankreich getroffen hat? Natürlich ist die Tötung von unschuldigen Menschen mit nichts zu entschuldigen!

Ich möchte den obigen Gedanken und meine diesbezüglichen Erfahrungen einfach mal so hinwerfen.