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Obenrum

Zu meinen heutigen hausmännlichen Tätigkeiten gehörte es, auch mal wieder den Staub hier und da und dort zu entfernen, besonders auch deshalb, weil morgen Besuch erwartet wird. Mann will ja nicht als Schlampe dastehen. So ein Staubtuch gehört ab und zu auch mal mal ausgeschlagen. Das kennt man.

Viele machen das auch auch aus dem zwecks Lüftung offenen Fenster. Das haben wir alle schon mal beobachten müssen. Und der Staub rieselt dann auf die Passanten auf der Straße. Wir haben ja eine Dachterrasse, da rieselt nichts nach unten. Wenn ich aber nicht aufpasse passiert es schon mal, dass der Staub hinter mir wieder durch die offene Terrassentür in die Wohnung getrieben wird, besonders bei kräftigem Westwind.

Heute weht nur ein leichtes Lüftchen aus östlichen Richtungen, d.h. dass ich dann auf der Terrasse beim Staubtuchauswedeln im Windschatten stehe. Heute scheint auch die Sonne vom blauen Winterhimmel. Und dann muss man auch mal nach oben schauen. Blauer Himmel, das haben wir ja lange nicht gesehen. Tja, und da oben sind die Pappeln mit einer Schicht Raureif überzogen. Untenrum ist nichts dergleichen zu sehen. Da spenden die Häuser genügend Schutz.

Die Sonne wird in Kürze den Reif von den Bäumen vertreiben. Also wurden die hausmännlichen Tätigkeiten unterbrochen, die Kamara geholt und ein paar Fotos gemacht. In den nächsten Tagen soll es ja mit 11 Grad geradezu Frühlingshaft warm werden. Da ist dann nichts mit Raureif. Wie so oft, muss man die Gelegenheit nutzen und mal den Plan über den Haufen werfen und das tun, was der Augenblick bereithält, und sei es, nur ein simples Foto zu schießen.

Ölpreis zum 3.

Mir kommen die Tränen:
Shell hat im 4. Quartal 2015 nur noch halb so viel verdient wie zuvor. Der Französische Ölkonzern Total warnt vor einem Gewinneinbruch. Die Armen. Jahrelang, ach was, Jahrzehnte, haben sich die Ölkonzerne dumm und dösig verdient während andere Branchen unter den hohen Ölpreisen leiden mussten, z.B. die Fluggesellschaften und die Reeder.

Aber so ist das immer im Leben: Des Einen Freud – des Anderen Leid!

Und die Banken natürlich, die stöhnen nun auch, weil sie der Ölindustrie viel Geld geliehen haben. Die Banken haben auch den Reedern viel Geld geliehen, damit sie neue Schiffe bauen konnten. Damit waren dann auch die Werfen gut beschäftigt. Tja, und dann brach der Schifffahrtsmarkt ein, was u.a. den hohen Ölpreisen geschuldet war. Die Reeder konnten ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen. Die HSH-Nordbank steht immer noch am Rande des Abgrunds. Diese Bank war eine der führenden im Sektor Schiffsfinanzierungen.

Wobei ich eh Hass auf die Banken habe. Die Deutsche Bank soll 6000 Rechtsverfahren laufen haben. Geschieht ihr recht, Banker konnten noch nie den Hals voll bekommen.

Wenn der Ölpreis fällt …

… müsste sich die Wirtschaft doch freuen: Preise für Energie zu Herstellung von diversen Produkten fallen, Kosten für Transporte zu Land und zu Wasser fallen, aber es heisst, die Börsen gehen in den Keller. Verbraucher freuen sich über geringere Heizkosten und über sinkende Benzinpreise und haben mehr Geld übrig, um es für andere Dinge ausgeben zu können, aber die Börsen gehen in den Keller.

Ich war ja Jahrzehnte in der Seetransportwirtschaft tätig. Für uns waren hohe Ölpreise ein Dilemma. So ein Schiff, und wir hatten nur relativ kleine Schiffe in der Flotte verglichen mit Containerriesen, hat einen Verbrauch von ca. 5 – 12 Tonnen pro Tag – da kommt einiges zusammen bei einer Flotte von 20 Schiffen. Es gab Zeiten, da wurde die Geschwindigkeit gedrosselt um den Verbrauch zu senken um dadurch Geld zu sparen.

Wie das alles zusammenhängt – fallender Ölpreis und fallende Börsen – keine Ahnung. Vermutlich sind das wieder irgendwelche Spekulationsgeschäfte. Aber vermutlich kann man das auch irgendwo nachlesen. Vielleicht finde ich da was in den Tiefen des WWW.

Der Ölpreis

Täglich können wir lesen, dass der Ölpreis fällt und fällt. Von einem Preis von $ 10,00 pro Barrel ist schon die Rede, und sogar noch darunter.

Wenn ich mit dem Wagen unterwegs bin, was nicht mehr allzu oft der Fall ist, und ich auf die angezeigten Preise bei den Tankstellen schaue, denke ich immer, dass doch der Benzinpreis viel niedriger sein müsste. Gut, der Kurs des Euro zum Dollar ist ein Faktor, der eine Rolle spielt. Denn Öl wird nun mal in Dollar gehandelt

Heute habe ich gelesen, dass der Ölpreis in der Nacht so tief gewesen ist, wie seit 12 Jahren nicht mehr. Vielleicht gibt es ja irgendwo eine Tabelle, in welcher der Benzinpreis von vor 12 Jahren und von heute zu vergleichen ist.

Wie oben gesagt, der Kurs des Euro spielt eine Rolle. Aber die Ölkonzerne sind sicher ziemlich schnell damit, den Benzinpreis nach oben zu schrauben wenn die Märkte so sind. Anderseits hinken sie sicher ziemlich hinterher wenn es darum geht, den Benzinpreis zu senken. Hauptsache erstmal kassieren.

Webzeitungen

Einige Zeitungsverlage bieten seit geraumer Zeit an, dass man einiges, was in der gedruckten Ausgabe zu lesen ist, auch online lesen kann. So nach und nach wird dazu übergegangen, dass man nur noch lesen kann, wenn man ein Onlineabo abschließt. Bei anderen Verlagen ist es so, dass einzelne Artikel gegen einen Obulus von 10 Cent zu lesen sind. Das Meiste kann man aber nach wie vor umsonst lesen, äh, kostenfrei. Wobei – es ist eigentlich umsonst, weil es nicht wichtig ist. Selbst die Artikel, für die man löhnen soll, sind es im Grunde nicht wert.

Mit einem Trick, und wann man schnell klicken kann, lässt sich die Bezahlsperre umgehen:
Den entsprechenden Artikel aufrufen – auf den Link klicken – ganz schnell im Browser auf „Datei“ klicken – ganz schnell im Browser auf „offline arbeiten“ klicken … und schon kann man lesen, wofür der Verlag gern Geld haben möchte. Von Browser zu Browser mag das Verfahren und die Bezeichnung etwas unterschiedlich sein.

Natürlich könnte man jetzt sagen: Wer ein bestimmtes Angebot nutzen möchte, soll doch auch dafür bezahlen. Aber warum lockt man die User erst mit einem kostenfreien Angebot und plötzlich will man Geld dafür? Das ist so wie mit den Gehaltskonten: Erst mussten wir uns alle ein Konto einrichten, kostet ja auch nix, und plötzlich sahen die Banken eine Einnahmequelle. Gut, das ist heute schon wieder ein wenig anders. Vielleicht sehen das die Zeitungsverlage eines Tages auch wieder anders.

Eine andere Seite, auf der ich ständig Neuigkeiten aus meiner alten Heimat Lübeck lese, wird durch Werbung finanziert. Der Fuchs bietet ein Add-on an, welches Werbebanner unterdrückt. Plötzlich wird das Lesen der Veröffentlichungen dieser Seiter unterbunden wenn das Add-on eingeschaltet ist. Also wird es kurzzeitig ausgeschaltet damit ich lesen kann, was in meiner alten Heimat so passiert. Zum Glück ist die Werbung sehr zurückhaltend und nicht störend. Wobei – mich interessiert die Werbung ganz und gar nicht. Ich werfe nicht mal einen Blick auf die Anzeigen resp. Banner. Wenn ich irgendwas benötige, weiss ich mich auch anders zu behelfen als auf irgendwelche Banner zu klicken.

Manchmal vergesse ich, das Add-on wieder einzuschalten. Und dann stelle ich fest, dass es Seiten gibt, auf denen Werbung die ganze Homepage verunstalten. Aber dann bin ich ganz schnell dabei den Werbeblocker wieder einzuschalten.

Und jetzt erst recht!

Wie zu lesen ist, hat die Gemeinde Rheinberg den diesjährigen Karnevalsumzug abgesagt – wegen der Vorfälle in der Silvesternacht in Köln, Hamburg und anderswo.

Ganz ehrlich: Ich kann das nicht verstehen! Sicherheitskräfte und Frauen sind nach der Silvesternacht sensibilisiert.

Die Gründe für die Absage sind meiner Meinung nach an den Haaren herbeigezogen: In der Nähe der Zugstrecke befindet sich eine Flüchtlingsunterkunft mit ca. 500 Personen. „Die Menschen in der Flüchtlingsunterkunft würden keinen Karneval kennen und sich möglicherweise „falsch“ verhalten“ – so der Leiter des Fachbereichs für Sicherheit und Ordnung. Dann müssen sie Karneval eben kennenlernen!

Wie sollen die Menschen, die aus fremden Ländern zu uns kommen, dann bitte schön lernen, was Teil unserer Kultur ist, wenn sie nicht mit unserer Kultur konfrontiert werden??? Ich bin einfach nur fassungslos!

Eine wahre Freundin!

Karin heisst sie, die Freundin. Sie ist 1 Jahr älter als ich, sie könnte also die Tochter meiner Mutter sein. Scherzhaft sagen wir auch Bruder und Schwester zueinander. Karin und ihren Mann Wolfang kennen wir schon seit 46 Jahren. Die beiden haben schon auf meiner ersten Hochzeit getanzt. Karin und ihr Mann wohnen im selben Haus wie meine Mutter. Sie gehören quasi zur Familie.

Meine Mutter wird im Mai 92 Jahre alt, ist fit im Kopf aber ihr Körper ist nicht mehr fit. Nach 2 Klinkiaufenthalten war sie nicht mehr draussen. Selbst in ihrer Wohnung bewegt sie sich nur äusserst mühsam mit ihrem Rollator vorwärts. Manchmal denken wir, sie wäre besser in einer Seniorenresidenz untergebracht. Aber verpflanze mal einen alten Menschen aus seinem Elternhaus in ein Heim! Es wäre das Ende für meine Mutter.

Karin ist die gute Fee. Sie schaut jeden Tag nach Mutter, versorgt sie zurzeit noch täglich mit einer warmen Mahlzeit (demnächst gibt es aber Essen auf Rädern), assistiert ihr beim Duschen, ist dabei wenn der Hausarzt reinschaut. Karin umsorgt meine Mutter als wäre es ihre eigene. Karin hat meine Mutter kürzlich auch zur Aufnahme zum letzten Klinikaufenthalt begleitet.

Wolfgang erledigt die Einkäufe für Mutter und geht für sie zur Bank. Auch kümmert er sich sonstmal um Mutter wenn Karin keine Zeit hat. Ausserdem achtet er darauf, dass im Haus alles in Ordnung ist. Aber Karin ist einfach Karin, ohne sie wäre meine Mutter vermutlich schon lange im Heim. Es ist gut, solche Freunde zu haben! Ich sag einfach auch hier im Blog mal „Danke!“

Selbstjustiz?

Was in der Silvesternacht in Köln und anderswo passiert ist, kann man natürlich nicht gutheißen. Ebensowenig kann ich es gutheißen, dass sich jetzt Männer zusammenrotten und jagd auf Ausländer machen. Der Zentralrat der Muslime hat seine Telefonanlage stillgelegt wegen der vielen Drohanrufe. Die Deutschen, die sowas tun, stellen sich auf eine Stufe mit denen, die junge Frauen begrapschen.

Wenn ich sowas lesen muss, überkommt mich Angst, mehr Angst als vor kriminellen Imigranten und Flüchtlingen. Jagd auf andere Menschen ist das Ergebnis der Parolen von AfD und Pegida. Selbstjustiz darf es nicht geben. Auch diese Menschen muss die volle Härte unserer Gesetze treffen!

Diesen Beitrag habe ich bereits gestern verfasst und er sollte heute morgen automatisch online erscheinen. Und kurz vor der Veröffentlichung muss ich das lesen. Warum die das machten ist egal, aber das ist es, was mir Angst macht.

Über Zigeuner

Zigeuner – eine Bezeichnung, die schon vor Jahren zum Unwort gestempelt wurde. Zigeuner, das sagt man nicht, das ist diffamierend, abwertend, so versucht man uns das zu verstehen zu geben. Von der vielzitierten political correctness ist die Rede wenn man das Wort „Zigeuner“ in den Mund nimmt. Womöglich wird man böse angeschaut wenn man über Zigeuner redet.

Und doch gibt es tatsächlich einen Zigeuner, ein Patriarch aus dem Volk der Sinti, der sagt, dass sie stolz darauf sind, Zigeuner zu sein.

Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, in der die Zigeuner noch von Haus zu Haus gingen und versucht haben, Teppiche zu verkaufen. Wir sprachen ganz harmlos über Zigeuner, es war einfach eine Bezeichnung für diese Menschen, ohne dass sie abwertend gemeint war, ohne zu wissen, ob es sich um Roma oder Sinti handelte. Vermutlich wusste in den 50er Jahren des vorigen Jahrhundert der normale Bürger noch gar nichts von Roma oder Sinti. Ich manchmal den Eindruck, irgendwelche Menschen, die nichs besseres mit sich anzufangen wissen, setzen eine Diskussuion um irgendwas in die Welt und stellen Behauptungen auf, die dann plötzlich das non plus ultra sind.

Wer kennt noch Alexandra? Zigeunerjunge war eins ihrer schönsten Lieder. Undenkbar, heute über Zigeuner zu singen wo es selbst um Zigeunerschnitzel und Zigeunersauce Diskussionen gibt. Darf eigentlich noch die Operette „Der Zigeunerbaron“ aufgeführt werden?

Urlaubsplanung

Heute in 7 Monaten geht es wieder auf Große Fahrt mit unserem Traumschiff, MS „Mein Schiff 1“. Langsam wird es Zeit, sich um die entsprechende Garderobe zu kümmern. Ein neues Kleines Schwarzes muss her. Wäre ja peinlich, wenn uns jemand im gleichen Outfit wiedererkennt, welches wir im vorigen Jahr getragen haben. Das geht ja ganz und gar nicht. Da nützt auch kein neuer Hut. Natürlich braucht es noch sportlich-elegante Garderobe für das Lustwandeln und das Shuffleboard auf dem Promenadendeck.

Auf unserer privaten Veranda sind wir ja ganz unter uns. Da darf es dann auch etwas legerer zugehen. Mal sehen, was unser Kleiderschrank noch so hergibt. Und es wäre nicht verkehrt, ein paar Hutnadeln mitzunehmen. Auf See kann es ganz schön stürmisch zugehen.