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Die X-Akten

Sie sind wieder da: Special Agent Scully, Special Agent Mulder, Assistent Director Skinner und der geheimnisvolle Raucher, dem man für seine Nikotinsucht eine Zigarette in das Loch im Kehlkopf steckt. Mulder besichtigt mit Skinner sein altes Büro, in dem sogar noch die Bleistifte in der Decke stecken, die er mal in einem Anflug von Langeweile in die Luft geworfen hat.

Es war ein geheimnisvoller Start gestern Abend für vorerst 6 neue Folgen der X-Files. Am Ende blieb alles offen, ausser der Tatsache, dass die X-Akten wieder geöffnet worden sind, wie der Raucher am Ende der ersten Folge verkündete. Wir sind auf die 5 weiteren Episoden sehr gespannt.

The truth is out there!

Schwerhörig

Mutter ist schwerhörig, ganz stark schwerhörig. Vater war auch schwerhörig. Aber er hatte sich rechtzeitig dazu entschlossen, sich ein Hörgerät anzuschaffen – wie seine Schwester auch. Warum Mutter das versäumt hat – keine Ahnung. Vielleicht hat sie gedacht, dass sie es nicht mehr braucht weil so nicht so lange leben würde.

In den letzten Wochen ist das immer schlimmer geworden mit der Schwerhörigkeit. Da sie körperlich ziemlich eingeschränkt ist, scheut sie auch davor zurück, einen HNO aufzusuchen. Alles, was außer Haus ist, ist beschwerlich für sie. Und es führt wohl kein Weg daran vorbei, dass sie zu einem Facharzt muss bevor sie zu einem Hörgeräteakustiker geht um sich ein Gerät auszusuchen und anpassen zu lassen.

Im Moment ist Mutter ja das dritte Mal in der Klinik wegen ihres Beines. Telefonieren ist ein Drama weil sie nichts versteht und dauernd nachfragt. Morgen soll sie in eine Rehaklinik verlegt werden. Diese Klinik hat 2 Häuser von denen eins an der Wakenitz liegt, ein Nebenfluss der Trave, der zum Teil wie ein See ist, ähnlich wie die Alster in Hamburg. Das andere Haus liegt am Stadtpark. Mutter weiß das.

Ich rief Mutter also heute an und sagte mit einfachen Worten: Du kommst an die Wakenitz! – Wie??? – Du kommst an die Wakenitz! – Ich komm auf die Warteliste? – Nein, du kommst an die Wakenitz!!! – Ach, ich komm an die Wakenitz!

Puh, geschafft!

Ich hatte ja im Job oft mit Kapitänen zu tun, die aus Russland oder benachbarten Staaten kommen, z.B. aus der Urkaine. Diese Kapitäne können nicht immer gut englisch sprechen bzw. verstehen. Wenn man mit denen telefoniert merkt man, ob sie eine Anweisung oder Information verstanden haben oder nicht. In der verbalen Kommunikation mit diesen Kapitänen habe ich gelernt, mit einfachen und präzisen Worten etwas zu sagen. Genau so mach ich es mit meiner Mutter. Nur kommt sie nicht aus Russland, sie ist einfach ziemlich schwerhörig.

Kleine Überraschung


Heute war Markttag in der kleinen Stadt an der Elbe. Ich musste unbedingt ein paar Farbflecken für unsere Terrasse haben, Hornveilchen, Primeln und eine Mininarzisse. Grau war lange genug, jetzt kommt bunt und hoffentlich bald grün. Am Waldmeister und an der Minze sind schon kleine grüne neue Triebe zu sehen.

Für unseren Arbeitsplatz entdeckte ich Tulpen in einer Farbe, die mir gefiel. Sobald ich sie in die Vase gestellt und diese auf dem Arbeitsplatz dekoriert hatte, öffneten sich die Blüten. Man weiss ja, wie Tulpen innen aussehen, aber der Kontrast der orangefarbenen Blütenblätter mit den schwarzen Staubblättern war dann doch überraschend anzusehen.

Mafiatorte mit Tante Fanny


Mein Mann ist zu Hause und nach der langen Zeit, in welcher er darben musste, darf er sich wünschen, was wir essen wollen. Ich mache zwar Vorschläge, doch wenn er mit einem Vorschlag kommt, den ich gutheiße und der praktikabel ist, kommt das auf den Tisch des Hauses.

Heute war Besuchstag bei Muttern in der Klinik. Da ist keine Zeit – und auch keine Lust – großartig zu kochen wenn der halbe Tag schon rum ist wenn man nach Hause kommt. Bernd machte den Vorschlag, Pizza zu essen. Da haben wir dann gleich 2 Tage was von. Die schmeckt morgen auch kalt, sogar noch etwas besser.

Auf dem Rückweg von Lübeck fix im Supermarkt eingekehrt, eine XXL-Rolle Tante Fanny Pizzateig gekauft sowie die persönlichen Zutaten für jeden von uns. Lässt sich ja gut machen bei einem Blech, eine Hälfte für Bernd und eine Hälfte für mich. Dann noch Streukäse obendrauf und und rein damit in den Ofen. Wein mussten wir leider noch weglassen wegen der Medis, die mein Mann noch schlucken muss. Aber zum Wochenende ist er damit durch, dann können wir wieder alles trinken. Und ich trink doch nicht allein Wein oder Bier wenn mein Mann zugucken muss, nee, sowas geht nicht!

Wieder komplett

Unser kleiner Haushalt ist wieder komplett: Heute Mittag konnte ich meinen Mann aus dem Krankenhaus abholen. Bei einigen Bewegungen zwackt es noch im Bauch, auch wenn er mal husten muss. Aber das wird schon noch, da habe ich keine Bedenken. Jedenfalls können wir jetzt unbesorgt im August die nächste Kreuzfahrt machen ohne befürchten zu müssen, dass Bernd eine Gallenkolik bekommt.

Wir sind beide sehr froh, dass wir wieder zusammen sind!

Schwarze Olive

Wie ich schon berichtet hatte, sind 2 meiner Lieben derzeit im Krankenhaus. Gestern gab es demzufolge wieder eine Krankenhausralley. Es ist ja alles nicht so einfach:

Es hieß ja Mittwoch, das Bernd am nächsten Tag an der Galle operiert werden sollte. Nachdem er irgendwann sein sexy OP-Hemd schon bekommen hatte, wurde alles wieder auf Null gedreht. Er sollte dann Freitag, also gestern operiert werden. Bevor ich nach Lübeck zu meiner Mutter fuhr, schickte Bernd mir morgens noch eine Mitteilung, dass er nun auf der Pooleposition sei und alles ganz schnell gehen könnte. Dann wurde es aber doch 11 Uhr, jedenfalls war das Bernds letzte Mitteilung. Zu der Zeit war ich noch in Lübeck. Gegen 12:30 Uhr bin ich da weg und rechnete mir aus, dass ich dann gegen 13:30 Uhr bei Bernd sein könnte. Bei einer normalen Gallenoperationszeit von ca. 30 Minuten könnte er dann wieder auf dem Zimmer sein, vielleicht auch etwas später, aber das könnte so passen.

Ich fuhr also von Lübeck direkt zum Krankenhaus durch. Als ich ins Zimmer kam, war sein Platz noch leer. Sein Bettnachbar erzählte mir, dass „mein Sohn“ erst um 12:30 Uhr abgeholt wurde. Wohlweislich hatte ich meinen Kindle mitgenommen, setzte mich im Krankenzimmer an den Tisch und las. Irgendwann wurde ich dann doch unruhig und erkundigte mich im Schwesternzimmer. Nach Rücksprache mit dem Aufwachraum wurde mir mitgeilt, dass er dort noch nicht sei. Na gut, dann gab es ja wohl noch eine Verzögerung.

Es muss so gegen 17 Uhr gewesen sein, als Bernd endlich ins Zimmer geschoben wurde. Er hatte ein Döschen in der Hand, welches er mir gab. In dem Döschen waren die beiden Steinchen, die man ihm zur mitgegeben hatte. Etwa eine halbe Stunde war ich noch bei Bernd und fuhr dann nach Hause.

Heute habe ich ihn wieder besucht. Er konnte mir bezüglich der Verzögerung berichten, dass die OP 90 Minuten gedauert hätte und der Chefarzt ganz schön geschwitzt hat, so wurde ihm heute erzählt. Es musste ganz vorsichtig in seinem Bauchraum hantiert werden da die Blase noch entzündet ist. Wenn nun alles zufriedenstellend verläuft, wird er Montag aber entlassen werden können.

Verzögerungen bei einer bevorstehenden Operation sind für die Patienten sicher unangenehm, das haben wir ja nun selbst erlebt. Wenn dann eine OP 3 x so lange dauert wie normal ist es ja klar, dass es zu Verzögerungen kommt. Man kann also nicht meckern, dass Bernd warten musste. Sowas passiert halt mal.

Auf dem Foto sieht man die beiden Steine, die bei Bernd herausgefriemelt wurden. Der große Stein hat wirklich die Größe und Form einer schwarzen Olive. Zum Größenvergleich habe ich eine 2-Centmünze daneben gestellt.

Thema Flüchtlinge

Liebe Bürgerinnen und Bürger! Bitte sorgt dafür, dass die AfD NICHT in die Deutschen Landtage und den Bundestag einzieht!!! Es ist erschreckend, was die Parteiführung von sich gibt! Ich bin ehrlich entsetzt.

Zum Thema Flüchtlinge passen auch die Anmerkungen von Ossi:

Was sich da am rechten Rand unserer Gesellschaft zusammenbraut, ist eine einzigartig gefährliche Mischung von Bösartigkeit und Dummheit. Das läßt sich nirgendwo so schön beobachten wie in den sogenannten „sozialen“ Netzwerken. Zwar konnten mich die Zuckerbergs und Dorseys dieser Welt noch nicht davon überzeugen, mit ihnen Verträge abzuschließen. Ich komme also nicht in die dreckigen Kellerlöcher hinein, in denen sich der rechte Pöbel unbeobachtet fühlt und so richtig zur Sache kommt. Aber: Ich werde hin und wieder auf ganz entsetzliche „Vorfälle“ aufmerksam gemacht, die in öffentlichen Facebook-Gruppen verbreitet und dort -zigtausendfach geteilt werden. Auf diese öffentliche Gruppen kann auch ich zugreifen. Und es wird mir schlecht dabei.

Seit 2015 kämpft ja der Abschaum nicht mehr gegen Homosexuelle, Feministen, die Kirche, die EU, Juden oder Obdachlose. Nein, seit letztem Jahr stecken diese Kreaturen ihre gesamte Engerie in die Hetze gegen den Islam. (Was, ganz nebenbei, zu höchst verwunderlichen Ergebnissen führt: Die gleichen Leute, die gestern noch Obdachlose als Sozialschmarotzer und „Volksschädlinge“ verachtet und ihnen mit Springerstiefeln die Schädel zu Brei getreten haben, sehen in diesen ärmsten Existenzen nun plötzlich die Märtyrer des sogenannten „deutschen Volkes“, Opfer des angeblich für die Verpflegung muslimischer Zuwanderer ausgehöhlten Sozialsystems. Die gleichen Leute, die gestern noch schwule Männer blutig geprügelt und Feministinnen mit Vergewaltigung bedroht haben, kämpfen nun im Namen der Frauen- und Schwulenrechte gegen den Islam. Und sie sind so leer im Kopf, daß ihnen der Widerspruch gar nicht auffällt.)

Diese Konzentration des stumpfen Hasses auf nun nur mehr einen Feind läßt eine völlig neue Art von Propaganda blühen. Weil es nun mal einfach nicht genug Schreckensgeschichten über Moslems gibt, mit denen man seinen heiligen Krieg rechtfertigen könnte, werden diese (mal mehr, mal weniger kunstvoll) auf dem Reißbrett konstruiert. Da sitzen Menschen am PC, die offenbar nichts anderes zu tun haben, als Raubersgschichten zu erfinden. Zu Hilfe kommen ihnen dabei die freie Verfügbarkeit unendlich vieler Fotos und Videos im Internet sowie die guten Ergebnisse, die man auch schon mit einfacher Bild- und Videobearbeitung am PC erzielt. Keine Geschichte ist zu unglaubwürdig, um erfolgreich verbreitet zu werden:

Die Kärntnerin, die von einem muslimischen Asylwerber überfallen und beraubt wurde;
Die muslimische Familie, die in einem Streichelzoo vor den Augen der entsetzten Besucher Ziegen geschlachtet und gleich gegessen haben;
Ebenfalls muslimische Flüchtlinge, die Pferde am Reiterhof verspeisten;
Die vor Freude über die Pariser Anschläge jubelnden und feiernden Moslems in London;
Die tagelange Gruppenvergewaltigung eines deutschen Mädchens durch muslimische Jugendliche;
Die systematische Kündigung von Mietern, um Platz für muslimische Flüchtlinge zu machen;
Die Aufforderung an Mieter städtischer Gemeindebauten, in ihren Wohnungen kein Schweinefleisch mehr zuzubereiten, um die religiösen Gefühle muslimischer Nachbarn nicht zu verletzen;
Die Demonstrationen von muslimischen Flüchtlingen mit Plakaten, auf denen sie „Frauen zum Ficken“ in ihren Unterkünften fordern;
Die Behauptung, muslimische Flüchtlinge würden (deutsche Variante) in Supermärkten über ein geheimes Gutscheinsystem gratis einkaufen oder (österreichische Variante) über eine geheime Aktion der Caritas in jedem Elektrogeschäft kostenlose Smartphones erhalten;
Die regelmäßige Veröffentlichung von Fotos beliebiger muslimischer Menschen aus unseren Städten gemeinsam mit Fotos von IS-Terroristen, die als „Beweis“ gelten, daß es sich bei den zwei abgebildeten Menschen um die gleiche Person handelt (immerhin sehen ja beide südländisch aus, nicht wahr?);
Die -zigtrillionen Euro, die jeder Moslem (egal ob Flüchtling oder nicht) aus den Sozialsystem schöpft, während der arbeitslose FPÖ-Wähler von seiner eigenen Hände Arbeit – äh, ja, also zumindest viel, viel weniger bekommt;
Wegen der Moslems hat nicht nur der Nikolo Hausverbot in unseren Kindergärten, nein, man entläßt auch jede Kindergärtnerin, die den Kindern von Weihnachten erzählt.
Immer wieder: Jedes einzelne Fotos einer verprügelten Frau, das jemals im Internet veröffentlicht wurde, zeigt jetzt plötzlich eine „von einer Gruppe Moslems vergewaltigte und mißhandelte Deutsche“.

Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Ich habe nur die Beispiel aufgeführt, auf die ich persönlich aufmerksam gemacht wurde und bei denen sich sehr schnell herausgestellt hat, daß sie einfach frei erfunden sind. (Wenn auf einem Foto von einer Demonstration die Transparente „weißer als weiß“ erscheinen und die in Comic Sans „aufgemalten“ Sprüche nicht dem Faltenwurf dieser Transparente folgen, hat man eigentlich genug gesehen.)

Die eine Frage ist: Was sind das für kranke, haßerfüllte Menschen, die sich solche Dinge ausdenken und dann extra noch passende Bilder und Videos fälschen? Sind das wirklich nur ein paar Verrückte, die vergessen haben, ihre Medizin zu nehmen? Oder steckt dahinter das bösartige Kalkül einer politischen Bewegung, die die Wählerschaft so lange durch Hetze und Lügen in den Extremismus treiben will, bis sie eine reelle Chance auf die Macht im Land hat? Ich glaube (leider) an Letzteres. Der plötzliche gemeinsame Schwenk, das orchestrierte Vorgehen in dieser Sache, das ist kein zufälliges Zusammenspiel einiger Deppen. Da haben sich einige sehr bösartige Menschen schon was überlegt dabei. In welchen Parteizentralen die sitzen (AfD? NPD? FPÖ? …?), darüber kann man spekulieren. Sicher ist nur, daß der Trick hat schon einmal funktioniert hat: Jörg Haider hat seine FPÖ von 5% auf 27% gebracht, indem er einfach nur einen zuvor nicht existierenden Haß gegen Ausländer zuerst erzeugt und ihn danach instrumentalisiert hat. Er hatte kein darüber hinaus gehendes politisches Programm. Seine Strategie war die Spaltung der Gesellschaft und der offen zur Schau gestellte Haß, sein Ziel die persönliche Macht. Wir befinden uns auch jetzt wieder in der ersten Phase von Haiders Strategie: Haß säen, wo keiner war. Muslime verunglimpfen, die seit 50 Jahren friedlich unter uns leben, unsere Kollegen und Freunde sind. Der zweite Schritt wird wieder gelingen: Die Gesellschaft tief zu spalten und den Haß in Wählerstimmen umzuwandeln.

Daneben stellt sich natürlich die andere Frage nach dem Geisteszustand jener, die diese Falschmeldungen glauben, „liken“ und an ihre 2.865 engsten Facebook-Freunde weiterleiten, sodaß sich die Gerüchte schneller verbreiten, als der Staatsanwalt den PC einschalten. Das ist nämlich genau das Pack, das jede recherchierende und medienrechtlich verantwortliche Redaktion als „Lügenpresse“ bezeichnet. Wenn dann aber auf Facebook quasi als Quellenangabe steht, daß „meine Arbeitskollegin diese Geschichte von einer Nachbarin erzählt bekommen hat, deren Freund Polizist ist“, dann wird das zur unumstößlichen, in Stein gemeißelten Wahrheit. Immerhin „will ja auch dieser Polizist nicht namentlich genannt werden, weil er damit seinen Job riskieren würde“. Wenn dann auch noch sowohl die Pressestelle der Polizei als auch die „Lügenpressehaltdiefresse“ übereinstimmend berichten, daß das Gerücht frei erfunden ist – na hallo!? Was mehr will man denn noch als endgültigen Beweis, daß es eben doch stimmt?

Man kann diesen Menschen nicht in erster Linie vorwerfen, daß sie ein verqueres, von Angst und Haß zerfressenes Weltbild haben, wenn sie sich ausschließlich über die einschlägigen Facebook-Gruppen mit diesen Falschmeldungen informieren. Man kann ihnen aber sehr wohl vorwerfen, daß sie sich ausschließlich über diese Kanäle informieren und völlig unkritisch alles glauben, was ihnen dort vorgesetzt wird – auch wenn es noch so offensichtlich gefälscht ist. Natürlich sind auch ORF, Kronen Zeitung die Wiener Bezirksblätter nicht immer nur die Horte der Wahrheit und des objektiven Journalismus. Aber mehr gelogen als auf Facebook wird dort sicher nicht … und informiert ist nur, wer eine Geschichte von möglichst vielen Seiten erzählt bekommen hat. Informiert sein wollen die Facebook-Fans von Pegida, FPÖ, AfD, den Identitären, NPD, etc. aber wahrscheinlich gar nicht. Das macht nicht so viel Spaß wie sich als Meute gemeinsam stark zu fühlen.

Dummheit ist gefährlich. Bösartigkeit ist gefährlich. In den „sozialen“ Netzwerken verschmelzen beide zu einer bestialisch stinkenden Bühe, aus dem die rechten Feinde unserer seit nunmehr 70 Jahren doch recht friedlichen Gesellschaft die Kraft zu neuer Gewalt und Zerstörung schöpfen. Es wäre höchst an der Zeit, hier energisch einzuschreiten.

Krankenhaustag

Vorab: Mir geht es gut, ich selbst bin direkt nicht betroffen. Ich fang einfach mal irgendwie an zu berichten, was Sache ist:

Bernd klagte seit Sonntagabend über eine Gallenkolik. Normalerweise dauert die ein paar Stunden und dann ist es vorbei. Es war schon ungewöhnlich, dass die am frühen Abend eintrat, mein Mann sich dann ins Bett legte und später ins Gästezimmer umzog um mich mit seiner Wühlerei nicht zu stören. Montag hatte er seinen freien Tag und er hatte immer noch Probleme. Vorsorglich liess er sich für Dienstag, also gestern, einen Urlaubsttag geben. Da es ihm immer noch nicht gut ging, schickte ich ihm zum Arzt. Er kam mit einer Einweisung ins Krankenhaus nach Hause. Heute sollte er aufgenommen werden. Wir informierten uns also gestern noch über die umliegenden Krankenhäuser. Das örtliche hat keinen so guten Ruf.

Meine Mutter sollte heute zur Kontrolluntersuchung ihres Beines in der Uniklinik erscheinen. Es war geplant, dass ich nach Lübeck fahre und mit ihr dann da hinfahre. Natürlich wollte ich meinen Mann gern höchstselbstpersönlich im Krankenhaus abliefern. Leider aber hatte unsere gute Freundin selbst Termine und konnte meine Mutter nicht begleiten.

Holger, unser lieber Nachbar, hatte sich dann heute morgen bereiterklärt, Bernd ins Krankenhaus zu fahren. Ich fuhr also nach Lübeck und mit Mutter im Taxi in die Uniklinik.

Das, was ich schon befürchtet hatte, bewahrheitete sich: Mutter musste gleich dableiben! Ihre Stelle am Bein ist auf dem Weg der Besserung, aber sie hat viel Wasser im Körper. Natürlich hatten wir für einen Krankenhausaufenthalt nichts dabei. Unsere liebe Freundin Karin war mittlerweile wieder daheim. Ich rief sie an und bat sie, die Tasche für meine Mutter zu packen. Da mein Wagen bei der Wohnung meiner Mutter stand, liess ich mir ein Taxi bestellen in welches ich den Rollstuhl verfrachtete, fuhr zur Wohnung meiner Mutter. Karin hatte alles vorbereitet. Mit den notwendigen Sachen und dem Rollator fuhr ich wieder in die Klinik und liess alles bei meiner Mutter im Zimmer. Und weiter ging es zum nächsten Krankenhaus in Hamburg-Bergedorf.

Mit Bernd hatte ich währenddessen ein paar Mal Kontakt. Erst hiess es, er könnte vielleicht wieder nach Hause, es sei nicht so dringend, aber das Ergebnis einer Untersuchung müsste noch abgewartet werden. In der nächsten Info hiess es, es wurde ausser „Galle“ auch Gelbsucht diagnostiziert, eine Folge der „Galle“ und er müsste im Krankenhaus bleiben. Voraussichtlich würde er Freitag an der Galle operiert werden. Als ich endlich bei meinem Schatz am Bett saß war der neueste Stand, dass er morgen operiert werden würde.

Ich war inzwischen ziemlich platt von den ganzen Vorgängen und war froh, endlich mal sitzen zu können. Am liebsten wäre ich gar nicht wieder aufgestanden. Aber irgendwie hatte ich doch das Gefühl, nur noch nach Hause zu wollen. Bernd wusste ich nun gut aufgehoben, meine Mutter sowieso.

Was nun morgen ist, müssen wir mal abwarten. Entweder kriege ich von Bernd den aktuellen Stand oder ich bekomme vom Krankenhaus einen Anruf, dass Bernd wieder im Zimmer ist. So ist es vereinbart. Es bleibt spannend. Die Geschichte mit meiner Mutter ist mit dem erneuten Krankenhausaufenthalt noch nicht ausgestanden, da bin ich mir sicher.

Wenn ich noch hätte arbeiten müssen, wäre das alles gar nicht so gegangen. Aber ich habe die Zeit, mich problemlos um meine Lieben kümmern zu können.

Die Kölner Botschaft

Wenn man über die Geschehnisse der Silvesternacht 2015/2016 spricht und liest, steht an erster Stelle Köln, danach erst kommt Hamburg. In Köln war es wohl am schlimmsten und Köln stand als erste Stadt im Fokus der Medien.

Die Geschhenisse in jener Nacht haben 18 Prominente aus Köln und Umgebung dazu veranlasst, einen Brief zu veröffentlichen, eben jene „Kölner Botschaft“. Da man alles daran setzen muss, Politik und Deutsche Bürger wachzurütteln sowie zu versuchen, Pegida und AfD das Wasser abzugraben, sollte die „Kölner Botschaft“ eine weite Verbreitung finden, wozu ich hiermit meinen Beitrag leiste. Leider werden die, die es angeht, die „Kölner Botschaft“ kaum lesen. Aber wir können mit der Verbreitung des Briefes versuchen, etwas gegen Flüchtlings- und Fremdenhass zu tun.

Entdeckt habe ich die Botschaft bei Ingrid.

Ein Lob

Mit Kritik ist man immer schnell bei der Hand. Und wenn es ganz schlimm ist, dann schimpft man wie ein Rohrspatz in die Hotline obwohl man ganz genau weiss, und das auch sagt, dass die Person am anderen Ende des Telefons gar nichts für das Dilemma kann. Wenn man allerdings ein Problem vorbringt und das wird schnell und elegant gelöst, hält man das für selbstverständlich, was es auch sein sollte. Trotzdem sollte man mal überlegen, sich nett zu bedanken und auch, so wie ich das heute tue, mal darüber im Blog zu schreiben, allerdings doch mit einer kleinen Einschränkung.

Was war los?:
Seit ein paar Wochen, passierte es, dass unsere Verbindung in das große Netz zu unregelmäßigen Zeiten unterbrochen wurde. Meist nur für wenige Sekunden, ab und zu auch mal für ein paar Minuten, gelegentlich mehrmals hintereinander. Ein Muster war nicht erkennbar. Da es nicht so wirklich richtig störte, schob ich einen Anruf immer wieder hinaus. Wenn ich gerade eine Onlinezeitung oder in Blogs gelesen habe, hatte ich ja die Seite geöffnet und konnte erstmal lesen. Wenn ich dann weiterklicken wollte, passierte manchmal nichts. Ein Blick zum Kabelmodem bestätigte dann, dass die Verbindung weg war. Statt der notwendigen 5 LEDs leuchteten nur 3.

Vor einer Woche nahm ich mir ein Herz und rief die Störstelle von Vodafon/KabelDeutschland. Es begann wie üblich mit einer automatischen Ansage: Wollen sie dies, dann sagen oder drücken sie die 1, wollen sie jenes, dann sagen oder drücken sie die 2, usw. man kennt das. Ich musste schon mal tief durchatmen und mich beruhigen. Aber schneller als ich damit gerechnet hatte, hatte ich einen biologischen Menschen an der Strippe.

Die Dame prüfte erstmal die Aktenlage und meinte dann, dass wir veraltete Hardware hätten, die vielleicht defekt wäre. Sie würde uns was neues schicken, dann würden wir sogar ein Gerät, nämlich das Kabelmodem sparen. Toll dachte ich, das ging ja problemlos.

Ein paar Tage später kam dann das Paket mit der neuen modernen Hardware. Gleichzeitig traf ein Brief ein, und hier jetzt die kleine Einschränkung für das Lob:
„Wir freuen uns, dass Sie sich entschieden haben…. Die Tauschgebühr von Eur 29,99 …. Zukünftig zahlen Sie Eur 5,00 zusätzlich pro Monat ….“

Und nun wieder Lob:
Huch! Von Geld war in dem Gespräch keine Rede! Ich griff also zum Telefon, drückte mich durch die Anweisungen bis wieder einen biologischen Menschen am anderen Ende hatte und ich erklärte, was passiert war. Die Dame bot mir an, dass Gerät zu behalten. Man würde auf die Tauschgebühr verzichten, die Eur 5,00/Monat zusätzlich müsste ich aber bezahlen. Alternativ würde man das Kabelmodem kostenfrei tauschen.
Da ich das erst mit Bernd besprechen wollte, wurde mir angeboten, dass ich abends zurückgerufen werden würde. Ob mir 20:15 Uhr recht wäre?

Zwischenzeitlich beriet ich mich mit unserem Nachbarn. Oh Wunder, die haben das gleiche Problem, dass die Verbindung hin und wieder unterbrochen ist. Nach unserem laienhaften Verständnis konnte das also nicht an der Hardware liegen, zumal unsere Nachbarn das All-In-One Modell in Betrieb haben.

Als abends der Rückruf kam klärte ich die Dame auf. Ich wurde dann zur Technik verbunden. Ohne langwierige Fragerei und Anweisungen (schalten sie mal / machen sie dies / machen sie das) wurde mir ein Techniker für den nächsten Tag angekündigt. Ich konnte sogar zwischen 3 Zeitfenstern wählen.

Am nächsten Tag kam der Techniker und hatte gleich ein neues Kabelmodem dabei. Er hatte schon versucht, sich auf die Leitung zu wählen und festgestellt, dass da gerade in dem Moment keine Verbindung war. Das Modem wurde getauscht, ohne Tauschgebühren und ohne monatliche Extrakosten. Und nun warten wir mal die nächsten Tage ab, ob alles funktioniert.

Ich muss sagen, dass ich begeistert bin von dem guten Service von Vodafon/KabelDeutschland. Man liest ja viel, gerade über den Service, bzw. über den „Nichtservice“, von Internetprovidern. Dementsprechend hatte ich meine Befürchtungen. Das war auch der Grund, warum ich den Anruf so lange hinausgezögert hatte. Nun wird sich in den nächsten Tagen zeigen, ob es an dem Kabelmodem lag. Wenn sich das bewahrheiten sollte, wird unser Nachbar ebenfalls den Service kontaktieren.