Es war gestern schon da und heute ist es noch schlimmer: Mein Hals/Nackenbereich schmerzt bei bestimmten Bewegungen des Kopfes, und zwar nur auf der rechten Seite. Verlegen, verrenkt, Zug – ich weiss nicht was die Ursache ist. Heute ist es schlimmer als gestern. Einen Arzt aufsuchen, vielleicht sogar gleich zu einem Orthopäden? Erst Mal werde ich es mit Selbsttherapie versuchen: Massieren, heiss duschen mit Massagestrahl. Nach dem Duschen wurde es schon viel besser, nachher wird Bernd mir Japanisches Heilpflanzenöl einmassieren. Und nicht so lange vor dem Rechner sitzen heute. Er bleibt meinetwegen sogar heute zu Hause und geht nicht zur Chorprobe – obwohl ich gesagt hatte, dass er ruhig gehen kann. Lieb ist er.
Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen
Erfrischend
Nicht dass ich eine Erfrischung bräuchte, es ist ja wieder kühl geworden nachdem heute früh noch die Sonne schien und wir sogar auf dem Balkon sitzen konnten. Jetzt ist es elf Uhr, die Sonne ist weg, Oliver ist gerade aufgestanden und übermittelte mir per ICQ diese erfrischenden Witze:
Eine Türkin ist mit Zwillingen hoch schwanger. Alleine zuhause setzten plötzlich die Wehen ein. Sie weiß sich einfach keinen Rat und ruft deshalb die Polizei an. Der Polizist will sie zum Krankenhaus fahren, da geht es plötzlich schon los.
Der Polizist zur Türkin: „Kein Problem, meine Frau hat vor 14 Tagen ein Baby bekommen, ich weiß wie’s geht. Ich schau mal nach wie weit sie sind.“ Gesagt getan. Er sieht ein Köpfchen rausgucken und direkt wieder verschwinden. Er wundert sich….
Im Bauch der Mutter: Der „Rausgucker“ zu seinem Zwillingsbruder: „Ey, Murrat, hinten raus, vorne stehen die Bullen!“
* * *
Zwei Mexikaner laufen mit der Pistole schiessend durch ein kleines Dorf, der eine ruft: „Menstruation! Menstruation!“.
Schreit der andere: „Du Trottel! Das heißt Revolution“. – „Egal, ich will Blut sehen!“
Was denken die Amerikaner über ihren Präsidenten?
Vor ein paar Tagen bekam ich eine Mail von Freunden aus den USA. Neben Neuigkeiten aus dem Leben und dem üblichen small talk enthielt diese Mail eine sehr gravierende Aussage, wie dieses schwule Paar über ihren Präsidenten denkt. Hier die entsprechende Passage:
„Our unemployment rate is the highest it has been in many, many years. Thanks to our stupid Frikkin‘ President, G.W. Bush. Our President is the USA’s answer to your Hitler — and I feel he is actually much worse than Hitler could ever have been. Bush should be tried for War Crimes and executed — for he unilaterally invaded a Sovereign Nation with absolutely no cause. Other than, he wants to have control of all of the oil in the world, so he and his family and friends can reap millions and millions of dollars from his plundering. The only two Nations that had the Dick and Balls to stand up to him was France and your Germany — and it makes me want to move to Germany even more now than ever. If we could possibly find a place to live and could get the necessary passports, we would probably seriously consider moving to Germany and living on our retirement incomes.“
Ob dies die Meinung des grössten Teils der Amerikanischen Bevölkerung ist weiss ich nicht. Aber es macht Hoffnung.
Sommeranfang
Pünktlich zum Sommeranfang stellte sich das typische norddeutsche Sommerwetter ein: Temperaturen um die 20 Grad, windig, Regenschauer, zeitweise scheint auch Mal die Sonne. Ich bin glücklich, dass unser Urlaub in die Schönwetterphase gefallen ist.
Nachwehen
Die Nacht war unruhig, begleitet von wirren Träumen. Zeitweise lag ich wach mit einem Völlegefühl. Das kommt dabei raus, wenn man sich abends den Bauch so voll schlägt!
Wir waren wieder recht früh wach. Ein wenig kuscheln und noch mehr. Selbst danach waren wir noch satt. Was essen wir heute? Am besten gar nichts.
Eingelöst
Im vorigen August hatte ich Bernd einen Gutschein geschenkt für ein Essen in einem chinesischen Restaurant in Eutin. Wir hatten dort vor der Oper gegessen und waren von der Qualität positiv beeindruckt. Am Wochenende wird dort ein Buffet angeboten, dazu hatte ich Bernd eingeladen. Heute haben wir es endlich geschafft, das Geburtstagsgeschenk einzulösen, in 2 Monaten hat Bernd ja schon wieder Geburtstag.
Um sicher zu sein, dass das Buffet auch noch angeboten wird, hatte ich tagsüber dort angerufen und bei der Gelegenheit gleich einen Tisch zu 19.00 Uhr reserviert. Wir machten uns kurz nach 17.00 Uhr auf den Weg nach Eutin. Das Wetter war nicht so gut, auf den Strassen und Autobahnen waren verschiedene Staus gemeldet, wir konnten also nicht unbedingt damit rechnen, dass wir schnell und zügig nach Eutin kommen würden. Doch bereits nach einer guten Stunde Fahrt waren wir am Ziel. Das Restaurant war noch fast leer. Ein netter und auch noch niedlicher Chinese brachte uns zum Tisch und fragte nach unseren Wünschen. Dann servierte er uns einen Cocktail mit Pflaumenwein und sagte, dass wir uns am Buffet bedienen könnten.
Leckere Sachen wurden angeboten: Verschiedene Vorspeisen, mehrere Fleischsorten auf verschiedene Art zubereitet, alles sah sehr lecker aus und schmeckte auch sehr gut. Nur die knusprige Ente war ein wenig salzig. Die Teller wurden nach jedem Gang abgeräumt. Irgendwann ging nichts mehr rein. Der Kleine Chinese räumte ab und sagte, dass wir auch vom Dessertbuffet nehmen könnten. Bernd streikte aber ich ging dann doch noch Mal – schauen kann man ja Mal. Ich kam an den Tisch zurück mit ein paar Stückchen gebackene Banane mit Honig, dazu Vanilleeis. Danach war ich wirklich total dicht und wir machten uns auf den Heimweg.
Unser Haustier

Angeschaut hatte er mich schon lange, aus einem Schaufenster heraus. Es war der Preis, der mich zögern liess. In der Woche vor meinem Urlaub hatte ich mich endlich dazu durchgerungen, ihn zu kaufen. Er bekam sein neues zu Hause im Badezimmer, der Gecko. Und als ich da so sass und ihn betrachtete, wie er da so lieb mit seinen grossen Augen auf dem Boden lag, entdeckte ich einen Fehler. Nein, für diesen Preis kann man ordentliche Ware verlangen. Am nächsten Tag brachte ich ihn zurück. Es dauerte lange, bis ein fehlerfreies Exemplar geliefert wurde. Jetzt ist er da und wird uns die Füsse wärmen.
Müde
Ein Wochenende lang feiern fordert Tribut. Heute morgen sind wir erst um halb neun aufgewacht, was für unsere Verhältnisse sehr spät ist. Trotzdem waren wir noch müde und können uns zu nichts aufraffen. Selbst der letzte Tag des Strassenfestes am Alsteranlage lockt uns nicht aus der Wohnung. Wir bleiben schön zu Hause. Nachher bestellen wir uns Pizza, ausnahmsweise gibt es heute keinen Wein dazu. Dann werden wir es uns auf dem Sofa gemütlich machen und Formel 1 schauen.
Bärentanzen
Der Sommerabend war eigentlich viel zu schön, um sich in einem warmen, stickigem Raum auszutoben. Dementsprechend standen auch viele der Gäste mit ihrem Bier in der Hand auf der Strasse und unterhielten sich dort. Aber dafür hätten wir auch auf dem Strassenfest bleiben können, und dafür haben wir nicht 8 Euro Eintritt bezahlt. Also machten wir uns auf in die „Bärenhöhle“. Im Saal selbst war die Luft einigermassen erträglich. Nur die Musik war überhaupt nicht partygerecht. Ich hab die ganze Nacht kein Bein auf die Tanzfläche gesetzt. Selbst der Schola-Kultsong „Diva“ konnte mich nicht aus der Reserve locken. Auch Bernd war eher frustriert von der Musik. Ein paar Titel lockten ihn dann doch auf Tanzfläche. Ich schaute mir das Treiben der tanzenden Meute vom Rand aus an. Bernd meint dann immer, dass ich mich langweile. Das stimmt aber nicht, ich beobachte gerne andere Leute, egal wann und wo. Ich kann stundenlang irgendwo sitzen oder stehen und beobachten – wenn es denn nur interessant genug ist.
Gegen halb zwei hatten wir genug und fuhren wieder nach Hause. Bernd schlief ein, sobald er im Bett lag. Wenige Minuten später bin ich ihm in die süssen Träume gefolgt.
CSD Parade
Bereits vormittags machten wir uns auf den Weg zur Langen Reihe, dort wo die Wagen aufgestellt und für die Parade geschmückt werden. Von ein paar Neugierigen, so wie wir, abgesehen, war so gut wie nichts los. 3 Trucks waren erst dort. Luftballons wurden aufgeblasen und zu Girlanden zusammengeknotet, Getränke an Bord gebracht – und alle Beteiligten kamen sich furchtbar wichtig vor. Es war eine etwas verhaltene Stimmung, die Anzahl der Wagen schien geringer zu sein, als in den Jahren zuvor. Die Lange Reihe selbst war frei von irgendwelchen Gruppen und deren Wagen. Erst der sich an die Strasse anschliessende Bereich, diente als Aufstellplatz. Na, das sieht ja mickrig aus in diesem Jahr.
Kurz vor 12.00 Uhr, dem geplanten Beginn der Parade, trafen uns mit Holli und Gunnar. Einige unserer Chorkollegen waren natürlich auch anwesend. Der Zeitpunkt des Beginns der Parade war bereits um einige Minuten überschritten und noch immer tat sich nichts. 15 Minuten, 30 Minuten, erst mit einer Verspätung von mehr als 45 Minuten setzte sich der Zug in Bewegung. Die wartende Menge jubelte, Trillerpfeifen verursachten einen ohrenbetäubenden Lärm.

Widererwarten war die Länge der Parade doch grösser als wir ursprünglich angenommen hatten. Aber die Qualität war eher mittelmässig, ja einfallslos. Wie üblich hielten sich die aktiven Teilnehmer auf den Trucks auf und versuchten durch tanzen Stimmung zu erzeugen und liessen sich feiern. Die Qualität der Parade spiegelt sich in den ersten Bildern wieder. Es ist schon bezeichnend, dass die meisten Aufnahmen die am Strassenrand stehenden Menschen zeigt, die dann auch noch eher gelangweilt aussehen.
Nachdem wir alles gesehen hatten, setzten Bernd und ich uns ab und gingen beim Chinesen essen. Von dort machten wir uns auf den Weg zum Strassenfest. Unterwegs wurden wir von einer uns fremden Dame angesprochen: „Wo wahrt ihr denn in diesem Jahr, warum habt ihr nicht mitgemacht?“. Sie meinte natürlich nicht uns persönlich sondern den Chor. Ui, so was hört man doch gerne, wenn man vermisst wird. Wie wir später von anderen Chormitgliedern erfuhren, sind noch ein paar mehr von uns auf diese Art angesprochen worden. Na ja, vielleicht sind wir ja im nächsten Jahr zum Europride wieder dabei.
Am Alsteranleger auf dem Strassenfest war die Stimmung recht gut. Unter anderem trafen wir Holger und Jan aus dem Chor. Beide hatten sich für diesen Tag ein wenig austaffiert:

Gegen 20.00 Uhr fuhren wir nach Hause um uns dort für das später stattfindende Bärentanzen noch ein wenig frisch zu machen.
