Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Was?

„Was?“ – diese auf einen einfachsten Nenner gebrachte Frage wird gern benutzt, wenn jemand was nicht verstanden hat. Ich konnte gerade gestern ein Gespräch zwischen einem Sohn und seinem schwerhörigen Vater mithören. Der Vater benutzte dieses eine Wort als Rückfrage. Davon abgesehen, dass ich eine derartige Rückfrage einfach nur scheusslich und gewöhnlich finde, fragte ich mich, warum sagen die Menschen einfach nur „was?“? Ich kam zu dem Ergebnis, dass es wohl die stark verkürzte Form der Frage „Was hast du gesagt?“ sein müsste.

Dabei kann die Frage nach dem Was recht vielseitig sein, um nur einige zu nennen:
Was kostet das?
Was machst du gerade?
Was kochst du heute?
Was ist das?

Welche Antwort würde wohl ein Verkäufer geben wenn ich in ein Geschäft gehe und wissen möchte, was ein Artikel kostet und einfach nur „was?“ sage?

Wir alle sind – aus verschiedenen Gründen – nicht immer in der Lage, alles akustisch zu verstehen, was uns jemand mitteilen möchte. Solchenfalls benutze ich immer die Nachfrage „Wie bitte?“. Das klingt doch viel höflicher und angenehmer als einfach nur „was?“.

Ungelesen

Vor ein paar Tagen bekam ich eine Mail, angeblich von Twitter, dass ich eine ungelesene Nachricht hätte. Da ich bei Twitter gar nicht angmeldet und tätig bin, kam mir die Sache sehr suspekt vor und ich verzichtete vorsichtshalber, den mitgschickten Link anzuklicken. Ein paar Zweifel blieben allerdings, wurde doch vor ein paar Wochen mein Reisebericht nach Oslo von der Colorline bei deren Twitteraccount erwähnt.

Eben sagte Bernd, er hätte eine Mail von Twitter bekommen, dass er noch eine ungelesene Nachricht hätte, mit einem Link dazu! Auch Bernd hat sich nie bei Twitter angemeldet! Tja – da war meine Intuition doch richtig, dem Link nicht zu folgen. Andernfalls hätte ich mir wohl was eingefangen.

Halber Preis

Animiert durch die Hasen hatte ich mich bei CityDeal angemeldet und einen Tankgutschein im Wert von 10 Euro für 5 Euro gekauft. Seitdem bekomme ich etwa täglich einen Newsletter mit Angeboten. Meist handelt es sich um Restaurantgutscheine für Menüs zum halben Preis. Aber auch Shoppinggutscheine kann man kaufen. Bernd hat sich für den Schuhversand Zalando einen Gutschein für 15 Euro gekauft, der einen Wert von 50 Euro hat.

Unser erster Deal nach dem Tankgutschein war allerdings ein Restaurantgutschein: 22 Euro für 2 Personen für ein Abendbuffet inkl. je ein Willkommensdrink im Hotel St. Raphael. Normalerweise würde der Restaurantbesuch das Doppelte kosten. Aber für 44 Euro hätten wir das sicher nicht gemacht.

Diesen Gutschein hatten wir am Freitag letzter Woche eingelöst. Von aussen sieht das Hotel, das zur Best-Western-Gruppe gehört, ziemlich einfach aus. Doch der Speiseraum ist sehr gemütlich. Zum Büffet gehört ein Rohkostteil, Räucherfisch und diverse Fischsalate und gehobener Aufschnitt. Warm wurde angeboten Fisch, Hähnchenbrust in Curry, kleine Kalbssteaks, Reis und Rosamarinkartoffeln. Zum Dessert dann ein kleines Käsebüffet, 4 Sorten Eis sowie 3 Sorten Cremespeisen, Rote Grütze und Vanillesauce. Alles war optisch nett angerichtet und qualitativ durchaus gut und schmackhaft, besonders das Kalbssteak hatte es mir angetan.
Ob ein Preis von 22 Euro pro Person angemessen gewesen wäre, möchte ich mal dahingestellt sein lassen. Für 44 Euro hätten wir das sicher auch nicht gemacht. Aber so hatten wir einen gemütlichen Freitagabend.

Wir werden die Angebote von CityDeal sehr genau beobachten. Und wenn wieder mal was dabei ist, was uns interessiert, werden wir wieder zuschlagen. Die Angebote von CityDeal gibt es nicht nur für Hamburg. Eine Städteliste gibt es auf der Homepage. Und wenn ich jemand dort anmelden möchte, möge er – oder sie – es doch bitte über diesen Link machen. Dann bekomme ich nämlich eine kleine Gutschrift für meinen nächsten Deal sobald ein Deal gemacht worden ist. Die Gutscheine lassen sich übrigens auch verschenken.

Alles Asche

Die Flugverkehr über Europa ist eingestellt wegen der Asche aus Island. Ich frage mich, wo kommt die ganze Asche her? Island ist doch pleite. Die habe wohl die ganze Asche in unterirdischen Bunkern heimlich gehortet und nun blasen die das Zeugs in die Atmosphäre und behaupten, das wäre ihr dämlicher Vulkan – nur um die Sache zu vertuschen.

Oder hat das mit der Asche vielleicht ganz andere Gründe? Gestern Abend zum Beispiel. Vor dem Schlafengehen mache ich noch meine allabendliche Fensterrunde. Ich schaue in einen frühlingshaften klaren Himmel, an dem die Sterne glänzend funkeln. Von Asche keine Spur. Wird ganz Europa vielleicht verarscht? Ist das eine Übung? Oder wird uns gar eine ernsthafte Bedrohung verheimlicht? Sind vielleicht Ausserirdische im Anmarsch deretwegen man die Flugverkehr gesperrt hat damit man sie besser beobachten kann? Oder haben die grünen Männchen die europäischen Regierungen aufgefordert, ihre Flugzeuge am Boden zu lassen damit die UFOS nicht mit unseren Fliegern kollidieren?

Fragen über Fragen – irgendwie alles Asche.

Einzahlung

Heute habe ich mein Geburtstagsgeld einem stählernen Bankangestellten übergeben. Es war das erste Mal, dass ich diese Möglichkeit genutzt habe. Ein wenig skeptisch war ich schon, aber es hat funktioniert.

Man geht wie bei einer Auszahlung vor: Karte einführen und die Taste des entsprechenden Service drücken, in diesem Fall „Einzahlung“. Nach der Eingabe der PIN-Nummer öffnete sich das Einzahlungsfach. Vorsorglich hatte ich die Scheine von 5 bis 50 Euro sortiert und packte dann den Stapel Banknoten das Fach. Dann musste ich auf „Fach schliessen“ drücken und das Geld war weg. Es ratterte hinter der Klappe, das Geld wurde gezählt, was auf dem Display auch angezeigt wurde. Der erzählte Betrag erschien auf dem Display und ich musste bestätigen, dass der Betrag stimmt. Der Automat spuckte eine Quittung aus und meine EC-Karte – fertig.

Als ich wieder im Büro war, loggte ich mich online auf meinem Konto ein. Und siehe da, das Geld war bereits gutgeschrieben. Tolle Sache!

Raus da

Vier deutsche Soldaten sind heute in Afghanistan ums Leben gekommen. Wie lange soll das noch gehen? Wieviele junge Männer sollen da noch sterben.? Es macht eh keinen Sinn, dort zu sein. Es wird dort niemals möglich sein, mittels ausländischer Soldaten Frieden zu stiften.

Holt unsere Männer endlich da raus!

Zurück aus Elbflorenz


Elbflorenz – so wird Dresden, die Landeshauptstadt von Sachsen, auch genannt. Ich war noch nie in Florenz. Was uns in Dresden erwartete, übertraf alle Erwartungen. Im 2. Weltkrieg wurde viel zerstört. Und es wurde inzwischen viel, sehr viel, wieder aufgebaut. Das aktuellste Beispiel ist ja die Frauenkirche. Es gibt aber auch noch grosse Lücken. Von der ehemaligen Orangerie in der Nähe des Hotels, in dem wir übernachtet haben, steht nur noch ein Fragment. Vielleicht gelingt es ja, auch diese Baulücke eines Tages wieder zu schliessen. Geld ist knapp, das wissen wir alle. Vielleicht gibt es ja doch eine Möglichkeit, dieses traurige Relikt eines verheerenden Bombenangriffs in neuem Glanz erstehen zu lassen. In Dresden ist viel geschafft worden, warum nicht auch die Orangerie zu neuem Leben zu verhelfen?

Warum mich das so interessiert? Weil wir dieses alte Tor auf dem Weg vom Hotel in die Altstadt und zurück mehrmals täglich passierten. Und es fiel uns eben auf, dass es so traurig da rumsteht.

Mehr als 260 Fotos haben wir gemacht. Vieles von dem, was wir gesehen und fotografiert haben, würde ich gern zeigen. Aber es reicht auch so, was ihr in meinem kleinen Reisebericht sehen könnt. Ich hoffe, ihr langweilt euch nicht.