Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Muttertag …


… ist erst morgen. Wir haben diesen Tag heute schon zelebriert und hatten unsere Mütter zum Spargelessen bei uns. Der Spargel wurde wieder im Bratschlauch gegart. Er hat dann ein intensiveres Aroma. Es lässt sich ja denken, dass der Spargel einen Teil seines Aromas abgibt, wenn er in Wasser gegart wird.

Heute Nachmittag gab es dann noch Kaffee und Kuchen – obwohl wir ja eigentlich satt waren. Komisch, dass trotzdem immer noch was reinpasst. Allerdings mochte ich bei meiner Blogrunde heute Abend keine Fotos in Kochblogs mehr sehen.

Die Zeiten ändern sich: Früher war es meist so, dass die Kinder von den Müttern Reste mitbekamen. Und heute bekamen unsere Mütter die Reste mit: Kartoffeln für Bratkartoffeln, Schinken, ein wenig Spargel und Sauce Hollandaise.

Aus’m Schneider

Wie ich hier berichtet hatte, habe ich eine Wohnung gekauft, und zwar zum 1. Mai diesen Jahres. Den Kaufpreis wollte ich rechtzeitig bezahlen, jedoch wusste die Bank des Eigentümers nicht, wo und wie sie den Betrag verbuchen sollte. Ich musste also warten, bis ich über den Notar ein Schreiben der Bank erhielt, wohin das Geld zu überweisen sei.

Am 30. April hatte ich das Schreiben im Briefkasten als ich abends nach Hause kam, zu spät also, um die Überweisung ausführen zu können und sowieso zu spät, dass das Geld vor dem 1. Mai auf dem Konto des Verkäufers bzw. seiner finanzierenden Bank ist. Am Sonntag wollte ich das Überweisungsformular ausfüllen. Dabei stellte ich dann fest, dass die Darlehensnummer nicht mit der Darlehenskontonummer übereinstimmt, was normalerweise der Fall sein soll. Da Bernd die Überweisung am Montag zur Bank bringen sollte, füllte ich 3 Formulare aus in der Hoffnung, dass eins davon dann richtig ist.

Am 3. Mai, also Montag, hielt ich dann Rücksprache mit dem Notariat. Die Sachbearbeiterin meldete sich dann und gab mir die richtige Darlehenskontonummer durch, es hatte sich bei Bank ein Zahlendreher eingeschlichen. Ich rief Bernd an und sagte ihm, welchen Überweisungsträger er zur Bank bringen sollte.

Heute nun, wir haben immerhin den 6. Mai und ich bin seit fast einer Woche der Eigentümer einer unbezahlten Wohnung (ich hab sogar schon die Miete auf dem Konto), meldete sich die Bank des Verkäufers bei meiner Bank und teilte mit, dass sie den Betrag nicht zuordnen können weil das Konto nicht existiert. Und man möge die Sache doch bitte bis morgen mittag klären, andernfalls würde das Geld zurücküberwiesen werden. Meine Banksachbearbeiterin nahm Kontakt mit der Empfängerbank auf, die dann eine ganz andere Kontonummer aufgab.

Nun kann ich aber nicht so ohne weiteres den Kaufpreis auf das andere Konto überweisen. Ich habe es immerhin schriftlich und die Anweisung vom Notar, nur auf das genannte Konto zu zahlen.

Die Sachbearbeiterin beim Notariat war begeistert. Sie wurde nämlich bei dem ersten Gespräch ziemlich unfreundlich behandelt, obwohl es ein Fehler der Bank war. Frau P. freute sich darauf, der Bankangestellten die Sache um die Ohren hauen zu können.

Ich hoffe jetzt, dass die 3 Damen, also die Sachbearbeiterin meiner Bank, die Sachbearbeiterin des Notariats und die der Empfängerbank die Sache miteinander klären können und die grosse Sparkasse in Hamburg dann endlich mein Geld will. Zum Glück ist das Dilemma nicht mein Fehler, den hat einzig und allein die Sparkasse in Hamburg zu vertreten.

Nachtrag um 17.00 Uhr:
Anruf der Sachbearbeiterin meiner Bank: Die Sparkasse in Hamburg hat nun eine dritte Kontonummer aufgegeben, die dann jetzt auch durch das Notariat bestätigt wurde. Dann bin ich mein Geld ja wohl nun los.

Junge Mode


Nicht alles, was in ist, ist auch schick. Das, was die jungen Mädchen heute tragen, ob sie es tragen können oder nicht, sieht total bescheuert aus. Sowas und schlimmeres muss ich täglich auf meinen Spaziergängen durch die Stadt ertragen.

Ganz schlimm ist es, wenn richtig dicke Oberschenkel und ein dementsprechend breites Fahrgestell durch eine Art Minikleid oder -rock oder was auch immer, so richtig schön betont werden. Hauptsache ich trage das, was die anderen auch tragen, ob es mir steht oder nicht.

Schwach geworden

Ich wollte standhaft bleiben, heute Mittag auf meinem Spaziergang um die Binnenalster. Doch dann kam ich an einer Eisbude vorbei. Die stand da so einsam und einladend. Und schon schaute ich mir die Sorten an, die es da gab. Und alsbald zog ich mit 2 Kugeln Eis im Becher vondannen.

Da, an der Reesendammbrücke, werde ich mir aber kein Eis mehr holen. Die beiden Sorten Banane und Kaffee, die ich mir bestellt hatte, schmeckten ziemlich fade. Vielleicht war das der Grund, warum da niemand war und Eis haben wollte.

Vom Feinsten

Die Spargelsaison wird bei uns tradtionell am 1. Mai eröffnet. Das war schon so, als ich noch in Lübeck wohnte. Ich erinnere mich da an eine Geschichte:

Eins der Schiffe der kleinen Familienreederei war offensichtlich auf See verschwunden. Der Kapitän hatte sich mehrere Tage nicht gemeldet. Das löste natürlich grosse Bedenken aus. Mein damaliger Chef wollte eigentlich mit einer Reisegruppe unterwegs sein, aufgrund der unsicheren Situation blieb er lieber erreichbar. Es war zu der Zeit, in der es noch keine Mobiltelefone gab.

Ich sass mit Frau und Kind am 1. Mai beim Mittagessen, Spargel, neue Kartoffeln und Schinken. Mittendrin das Telefon, mein Chef. Das Schiff hatte sich wieder angefunden. Ob ich ihn denn nun zum Flughafen nach Hamburg bringen könnte damit er seiner Reisegruppe nachfliegen konnte. Für mich war es selbstverständlich, das zu tun, hatte ich doch mitgebangt, was dem Schiff und seiner Besatzung zugstossen sein könnte. Mitten beim Essen machte ich mich dann auf den Weg damit er seinen Flug noch bekommen konnte. An diese kleine Geschichte erinnere ich mich nun immer, wenn ich am 1. Mai die Spargelsaison eröffne,…

… heute mit Bernd. Wir verspeisten ca. 1 kg neue Kartoffeln, ca. 1,5 kg deutschen Spargel, fast 2 Päckchen Sauce Hollandaise, 3 Scheiben Katenschinken und dazu 1 Flasche Wein Weisser Burgunder. Nebenbei hörten wir Belcanto. Und alles ungestört. Ein Essen vom Feinsten.

Übrigens: Der Spargel wurde ca. 45 Minuten bei 180 Grad Umluft im Bratschlauch gegart, mit etwas Butter drauf. Herrlich, vom Feinsten!

Feiertag

Wenn ein Feiertag auf einen Samstag fällt, hat man als Büroangestellter nicht viel davon, eher gar nichts. Ich hab dann sowieso frei. Und trotzdem – irgendwie ist das anders, vom Gefühl her. Draussen ist es ruhiger, weniger Autoverkehr. Es ist so, als wenn der Tag weiss, dass dieser Tag ein Feiertag ist.

Steinschlag

Erst dachte ich, da wäre ein Fussel auf der Windschutzscheibe. Da keine Notwendigkeit bestand, den Scheibenwischer zu betätigen, bekam ich auch keine neuere Erkenntnis darüber, was es denn nun war. Gestern im Regen fuhr ich so still vor mich hin von der Arbeit nach Hause. Und plötzlich wurde ich gewahr, dass der Fussel da immer noch klebte. Beim nächsten Wisch bewegte sich das Ding auch nicht. Ich stutzte und machte mir so meine Gedanken, und dachte so, wenn das man nicht ein Steinschlag ist. Zu Hause angekommen kontrollierte ich das, und siehe da, in der Frontscheibe befindet sich eine kleine Delle, die an den Rändern ein paar feine Risse aufweist.

Carglass war mein nächster Gedanke. Kennt man ja aus der Radiowerbung. Kostet ja nichts sagen die da. Online kann man sich da informieren und sogar einen Termin machen. Nach der Eingabe aller abgefragten Einzelheiten kamen mir erste Zweifel, ob nicht doch die ganze Scheibe ausgewechselt werden müsste. Obwohl die eine 24-Stunden hotline haben, hatte ich keine Lust mehr, da gestern Abend anzurufen.

Heute Vormittag rief ich denn nun da an, bei Carglass mit 2 s. Die telefonsiche Abfrage war etwa die gleich wie online. Mir wurde dann auch gesagt, dass wohl die Scheibe erneuert werden müsste, aber ein Mitarbeiter vor Ort würde das dann anschauen und endgültig entscheiden.

Tja, und da war ich dann heute Nachmittag in der Carglasswerkstatt. Ein Blick seitens des Mitarbeiters – und es war klar: Der Wagen braucht eine neue Windschutzscheibe. Auf meine Frage, warum das denn sein müsse, bekam ich zur Antwort, dass der Gesetzgeber nicht erlaubt, Steinschlag im Sichtbereich des Fahrers zu reparieren. Die Scheibe muss komplett erneuert werden wozu der Wagen einen halben Tag in der Werkstatt sein muss weil die Scheibe geklebt wird.
Man würde mir auch kostenlos einen Smart zur Verfügung stellen, so er denn frei wäre.

Da das logistisch aber nicht ganz einfach ist, überlege ich nun, ob ich das bei einer anderen Werkstatt machen lasse. Eine Frontscheibe austauschen muss doch fast überall machbar sein.