Selten hat ein Prozess so grosse Aufmerksamkeit bekommen wie der gegen den Exwettermoderator Kachelmann. Viele Leute haben sich während des Prozesses – und nun auch danach – gefragt oder ungefragt zu Wort gemeldet. In diesem Moment, in dem ich diese Zeilen schreibe, melde ich mich auch ungefragt zu Wort, und zwar mit meiner ganz persönlichen Meinung.
Zuallererstmal muss ich sagen, dass mir der Fall und der Prozess total egal war. Solche Sachen, weswegen der Herr Kachelmann angeklagt war, geschehen mehrmals im Jahr ohne dass die Welt davon erfährt. Einzig und allein die Popularität des Angeklagten hat den Fall in die Medien gebracht.
Und nun nach dem Freispruch zerreissen sich Medien, Anwälte, Feministinnen und viele mehr die Mäuler darüber. Klar ist, dass Herr Kachelmann vermögend genug ist, sich gute Anwälte leisten zu können. Klar ist auch, dass jede düpierte Frau in der Lage ist, zu versuchen, Rache zu nehmen.
Herr Kachelmann war mir übrigens auch schon vor dem Prozess egal. Seine Wettermoderation in der ARD habe ich nur selten gesehen und über seine Talkshow bin ich allenfalls mal beim Zappen gestolpert. Ich kann nicht sagen, dass ich ein Fan von Herrn Kachelmann war oder bin. Deshalb habe ich die Einzelheiten des Prozesses auch nicht verfolgt, sofern es überhaupt möglich war, sich diesem durch die Präsenz in den Medien zu entziehen.
Und jetzt hat er einen Freispruch sogenannter zweiter Klasse bekommen. Soll er doch. Mir doch egal. Egal ist mir auch, ob seine Ex die Vergewaltigung oder versuchte Vergewaltigung – oder was immer da vorgefallen oder nicht vorgefallen ist – vorgetäuscht hat oder nicht. Mir ist es auch egal, ob er wieder das Wetter in der ARD präsentieren soll. Das interessiert mich alles nicht die Bohne.
Ich hoffe sehnlichst, dass das Thema Kachelmann nun in Kürze vom Tisch ist. Es nervt – so wie damals der Tod von Micheal Jackson.
So, nun habe ich ungefragt meine Meinung zu diesem Thema gesagt.