Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Bikinifigur?

Nein, es geht in diesem Fall nicht um mich sondern auch wieder um eine Mitpatientin, die heute mit im Bewegungsbad war. Solange wir unsere Übungen machten, war ja nichts ungewöhnliches zu sehen. Aber als sie aus dem Wasser stieg! Also – bei so einer Figur sollte man keinen so knappen Bikini mehr tragen. Vorn, unter dem Hängebauch, war nur ein kleines Stoffdreieck zu sehen.

Ich weiss nicht, wer oder was diese Dame dazu bewogen hat, sich in dieses Teil zu zwängen. Unmöglich! Es gibt auch Zweiteiler, die bei entsprechender Größe nett aussehen können. Aber das, was ich da heute gesehen habe, wäre echt zum abgewöhnen – wenn ich es nicht schon getan hätte.

Mief

Heute morgen bin ich beim „Abwärmen“ vom Fahrrad geflüchtet.

Ich hatte einen Termin in der Tagkesklinik zur Nachsorge, d.h. Muskelaufbautraining. Nach dem Training geht es auf das Fahrrad, zum „Abwärmen“. Während der Reha hatte ich mir ein „Stammfahrrad“ ausgesucht, welches ich auch – bis auf wenige Ausnahmen – benutzen konnte. Direkt daneben steht ein „Liegefahrrad“ für stark gehbehinderte Personen.

In diesem Fahrad lag heute ein älterer Herr. Soweit – so gut. Während ich auf meinem Fahrrad meine Kilometer zurücklegte, gewahrte ich einen nicht unerheblichen Nikotingeruch. In der ganzen Tagesklinik wird nicht geraucht. Wer der Nikotinlust fröhnen muss, geht halt vor die Tür.

Ich schnupperte so still fahrradfahrend vor mich hin, woher denn der kalte Rauch kommen könnte. Es gab nur eine Möglichkeit: Der Herr neben mir im Liegefahrrad verpestete die Luft. Der ganze Mensch inklusive seiner Sportkleidung muss ganz schrecklich diese Gerüche abgesondert haben.

Ich habe dann die Konsequenz gezogen und mir ein anderes Fahhrad gesucht. Soll der Kerl doch sonstwas von mir gedacht haben. Mir tun nur die Therapeuten leid, die mit dem Typ arbeiten müssen.

Hüftgold zum Auszug

Eine sehr nette junge Familie wird morgen ausziehen – leider! Die Hausbewohner waren heute zum Abschiedsumtrunk eingeladen. Sehr rustikal sassen wir zwischen Wänden von gepackten Umzugskartons.

Unter anderem wurde Eierpunsch angeboten. Eierpunsch?! Das wollte ich schon immer mal probieren, gibt’s ja auch fertig in Flaschen im Supermarkt zu kaufen. Doch ich wurde positiv überrascht: Der Eierpunsch war selbstgemacht auf eine ganz simple Art und Weise: Eierlikör zusammen mit Weisswein heissmachen – die Mischung so nach Gefühl. Serviert bekam ich den Eierpunsch mit einer Sahnehaube und Schokospänen. Sünde pur war das und Hüftgold pur. Ein Hammer schlechthin. 3 Stück hab ich davon gehabt. Und nun bin ich satt, aber sowas von satt!

Ihr 3 – schade, dass ihr uns nun verlasst und alles Gute für euch drüben auf der anderen Seite!

Vorweihnachten

Das diesjährige traditionelle familiäre Vorweihnachten wurde in diesem Jahr in der kleinen Stadt an der Elbe ausgerichtet. Traditionell wird diese kleine Feier mit Glögg und Gebäck eingeläutet. Zwischendurch fragt immer einer: Und wann ist Bescherung? Es ist eben wie bei kleinen Kindern. Und das macht auch den Spass dieser Feier aus. Wir sind alle locker drauf und freuen uns einfach nur, dass wir einen schönen Nachmittag und Abend haben.



Die Bescherung ist immer nach dem Glögg. Jeder schleppt seine Geschenke an und verteilt sie, was immer recht spannend ist und Berge von Papier hinterlässt.

Auspacken macht hungrig. In diesem Jahr hatten wir uns für Fondue entschieden. Unsere edlen Fonduegabeln sind aus Edelstahl und nicht farblich gekennzeichnet sondern mit feinen eingravierten Ringen, die man bei gemütlicher Beleuchtung gar nicht richtig erkennen kann. So kam es denn am Anfang zu einigen Verwechslungen: Ich hatte aber einen Pilz auf der Gabel und kein Fleisch! Gerade als wir anfangen wollten zu essen, schaltete sich durch einen Telefonanruf Oliver aus Mönchengladbach zu und übermittelte uns Grüsse von ihm und seiner süssen Frau, wprüber sich alle sehr gefreut haben.

Nach dem Fondue gab es ein kleines Dessert: Champagnereis. Die Portion ist gerade richtig für eine kleine Erfrischung, aber nicht gross den Magen belastend.

Erst nach Mitternacht brachten wir unsere Gäste aus Lübeck ins nahegelegen Hotel, in dem wir uns heute morgen recht müde zum Frühstück trafen.

Bewegungstherapie


Zwei-, höchstens Dreimal in der Woche darf ich zur Nachsorge in die Tagesklinik. Ich war Dienstag und Mittwoch dort. In den Tagen dazwischen mach ich, solange ich noch nicht wieder ins Büro gehe, ein wenig Hausarbeit, kaufe ein – und schreibe und lese Weblogs, in denen ich manchmal blöde Kommentare hinterlasse. Jedenfalls ist es so, dass ich mehr sitze als während der dreiwöchigen Reha. Und das merke ich an leichten Rückenschmerzen.

Deshalb ist es gut, dass wir morgen unser kleines familiäres „Vorweihnachten“ haben. Es gibt Fondue. Und es gibt eine Premiere: Ich habe alle Fonduesaucen das erste Mal selbstgemacht, 5 an der Zahl! Also hatte ich genug abwechslungsreiche Bewegung.

Aufgestellt und entdeckt


Weihnachten naht mit grossen Schritten. Heute habe ich unsere Krippe aufgestellt, die „etwas andere Krippe“, die wir seit 3 Jahren haben.

Als ich einen der Drei Heiligen Könige in die Hand nahm um ihn an seinen Platz zu stellen, bemerkte ich auf dem „Präsent“ einen Schriftzug, der mir bisher noch nie aufgefallen war. Meine Brille musste her, um zu entziffern, was darauf steht: Basic Set – Build a cross.

Die 3 Könige waren wohl in der Tat sehr weise und haben vorausgesehen, was Jesus eines Tages benötigen würde.

Manipulation

„Diese Frau gab Wulff 500.000 Euro“ – so oder so ähnlich lautete heute die Titelschlagzeile der Blödzeitung.

Grundsätzlich ist die Behauptung, dass die Frau eines befreundeten Unternehmers Christian Wulff Geld gegeben hat, nicht falsch. Wenn man allerdings die Worte der Blödzeitung liest, könnte der gemeine Deutsche Stammtischler denken, die Dame hätte das Geld dem Herrn Wulff geschenkt. Dem ist aber nicht so, denn die Wulffens haben den Betrag als ein Darlehen, wenn auch zu günstigen Konditionen, erhalten.

Es scheint so, als würde die Blödzeitung versuchen, den Bundespräsidenten demontieren zu wollen. Wobei man nicht ausser Acht lassen sollte, dass
1. die Geschichte geschehen ist, als Christian Wulff noch Ministerpräsident in Niedersachsen war
und
2. Herr Wulff das Privatdarlehen in ein offizielles Bankdarlehen umgewandelt hat – auch noch zu der Zeit als er Ministerpräsident gewesen ist.

Es steht hier ganz ausser Frage, dass es im Moment nicht um die Person des Bundespräsidenten geht. Das sollten sich die Medien, allen voran die Blödzeitung, mal hinter die Ohren schreiben (!!!) und nicht versuchen, das Volk zu verdummen – egal wie man zu Herrn Wulff steht.

Wachsen lassen

Es geht hier um Behaarung, um Körperbehaarung.

„Wachsen lassen“ kann man auf zweierlei Arten verstehen. Wachsen bedeutet ja einmal, dass man sich mittels heissen Wachses die Haare an Stellen entfernen lassen kann, an denen sie unerwünscht sind, wobei ich dieses Verfahren für den Intimbereich als ungeeignet betrachte.

Die zweite Möglichkeit, was „wachsen lassen“ heisst, ist die, die Haare einfach wachsen zu lassen, wildwuchs sozusagen, was angeblich von Vorteil ist.

Findige Wissenschaftler wollen nämlich entdeckt haben, dass uns unsere Körperbehaarung vor lästigen Parasiten schützt. Na ja, irgendeinen Grund muss der Haarwuchs ja haben, ausser, dass es Menschen gibt, die ihn sexy findet. Beine und Arme rasieren wäre z.B. bei uns ein Scheidungsgrund. Es gibt allerdings auch Stellen bei uns, die rasiert sind (Wer hat beim Sex schon gern Zahnseide im Mund?!). Diese Stellen wären dann wohl ein willkommenes Angriffsziel für die Parasiten. Na ja, vielleicht ist es ja ganz reizvoll wenn’s ein wenig juckt.

The early bird …


Mein Wurm war heute Morgen um ca. 08:30 Uhr der Sonnenaufgang. Endlich, endlich hatte ich mal das Glück, eine Morgenstimmung einzufangen. Entweder bin ich an solchen Tagen mit dem Wagen unterwegs nach Hamburg ins Büro oder wir sind gerade aufgestanden.



Heute morgen hatte ich erst Bernd zur Schulung gefahren, danach war ich gleich weitergefahren und habe eingekauft. Auf dem Rückweg an der Elbe entlang sah ich voraus diese Himmelserscheinung. Ein Parkplatz am Hafen war schnell gefunden (die Kamera ist ja immer dabei). Für einen kleinen Spaziergang war ich zwar nicht gekleidet. Aber für die paar Minuten war es ausreichend. Denn diesen Augenblick einzufangen wollte ich mir nicht entgehen lassen.

Der Übergangsbaum

Klein aber fein! Anlässlich einer bevorstehenden traditionellen Familienfeier zu Weihnachten haben wir unseren kleinen Kunstbaum wieder aktiviert. Da, wo der jetzt steht, kommt dann nächste Woche der grosse echte Baum hin. Für den kleinen werden wir dann sicher einen anderen Platz finden. Der Trend geht nämlich zum Zweitbaum.