Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Wir wandern aus!

Während es hierzulande nicht genehm ist, dass ein schwuler Schützenkönig offizielle öffentliche Auftritte zusammen mit seinem Partner macht, hat Dänemark den Weg dafür frei gemacht, dass Schwulen das Recht zusteht, sich kirchlich trauen zu lassen. Wir gehören zwar Beide keiner Kirche an. Aber allein die Tatsache, dass in Dänemark soetwas möglich ist, macht das Land sehr sympathisch!

Übrigens: Dänemark war weltweit das erste Land, das schwule Partnerschaften zugelassen hat, und zwar bereits 1989!!!

Ich hab schon immer gesagt, dass ich mal nach Dänemark auswandern werde. Das würde auch meinem Mann entgegenkommen. Die südländische Sonne mag er nämlich nicht so gern.

1. Proberunde

Heute Vormittag hatte ich meine erste Proberunde im Fitnessstudio, in dem ich mich vorläufig angemeldet habe. Ohne Wartezeiten konnte ich die Geräte benutzen, die mir der Trainer „verordnet“ hat. Es ist aber samstagsvormittag wohl eher nicht so gut besucht wie wochentags nach Feierabend. Aber das werde ich in der kommenden Woche testen.

Die Sauna habe ich auch ausprobiert. Allerdings ist es dort etwas einfach gehalten. Aber wegen der Sauna gehe ich dort ja auch nicht hin. Wobei ein wenig saunieren nach dem Training ganz entspannend ist wie ich heute gemerkt habe.

Protestanten – Protestierer – Prostituierte

Gestern Abend nahm das Drama um den Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff nun endlich ein unrühmliches Ende. Der Grosse Zapfenstreich wurde begleitet von einem Konzert eines Orchesters aus Vuvuzelas, Trillerpfeifen und anderen lauten Blasinstrumenten.

Heute Morgen in den 7-Uhr-Narichten von Radio Hamburg kam eine Reporterin zu Wort, die das Theater live miterlebt hatte und darüber berichtete. Den genauen Wortlaut kann ich nicht mehr wiedergeben, aber sie erzählte von „Protestanten“ am Rande der Verabschiedung. Sie meinte sicher Protestierende. In den Nachrichten um 7:30 Uhr war diese Passage rausgeschnitten.

Protestanten waren sicher auch unter den Protestierenden. Vielleicht waren auch Prostituierte dabei, die womöglich geblasen haben, die Vuvuzelas oder Trillerpfeifen – oder so.

VIP-Mitglied

Heute vor 1 Woche hatte ich meine letzte Trainingseinheit in meiner heissgeliebten Tagesklinik in Lüneburg. Da ich am Ball bleiben will, muss eine Alternative her. Wie ich schon sagte: Lüneburg kostet zu viel Zeit. Aber wie es scheint, gibt es keine bessere Alternative, räumlich jedenfalls.

Seit heute bin ich nun für 2 Wochen VIP-Mitglied eines hier im Ort ansässigen Fitnessstudios. Bereits beim Vorgespräch in der vorigen Woche war mir klar, dass es in Lüneburg weitaus grosszügiger ist. Das hat sich heute bei meinem Einführungstraining bestätigt. Der Trainingsraum ist geschätzt nicht mal halb so gross wie der in Lüneburg. Nun ja, es nützt ja nichts. Ich muss bzw. will weitermachen. Und ich würde mich wohl auch im Lauf der Zeit an diese neue Möglichkeit gewöhnen.

Es ist halt nur schwer, einen Schritt zurückmachen zu müssen.

Schwul in Südafrika

Es ist immer wieder erstaunlich, was in anderen Erdteilen, die bisher nicht dadurch auffielen, dass sie besonders schwulenfreundlch sind, bezüglich Homosexualität passiert. Südafrik ist diesbezüglich eine Ausnahme, dort gibt es sogar die Ehe für Schwule und Lesben.

In Johannesburg wird demnächst „Mr. Gay World“ gewählt. Für diese Veranstaltung wurde ein grosses Werbeplakat aufgestellt. Ich bin beeindruckt! Sowas wünschte ich mir auch für schwule Veranstaltungen in Deutschland, z.B. eine Aufgestellte Plakatwand, auf der für den CSD in Hamburg geworben wird.

Ich schaff es nicht


Einhergehend mit meiner Reha und der nachfolgenden 24maligen Nachsorge hatte ich beschlossen, mein Gewicht zu reduzieren. Der Entschluss war auch eine Folge der Reha, die ja nicht nur darin bestand, Muskeltraining zu machen. In diversen kleinen Seminaren wurden wir über Ernährung, Bewegung und Körperbau aufgeklärt, im Grunde alles Dinge, die man weiss, aber doch immer vernachlässigt hat.

Am 22. November, dem Beginn der Reha, hatte ich mich morgens zu Hause auf die Waage gestellt, die mir 88 kg anzeigte bei einer Grösse von 178 cm. Bei der Eingangsuntersuchung am gleichen Tage wurde ich verwogen und vermessen mit dem Erfolg, dass in meinem Therapieplan als Ziel u.a. stand „Gewichtsreduzierung“.

Tatsächlich reduzierte ich mein Gewicht während der 3-wöchigen Reha unwesentlich um ca. 1.5 kg. Das war mir aber nicht genug. Deshalb entschied ich: Da muss noch mehr runter. Mein Ziel war es, dass vor dem Komma eine 3 steht, nämlich 83 kg.

Durch bewusstes essen während der Woche (tagsüber Obst und Joghurt und abends einen Salatteller) gelang es tatsächlich, die 3 zu sehen, aber eben nicht glatt 83. Es sind immer noch ein paar Gramm hinter dem Komma.

Heute Morgen sagte ich mir mein erreichtes Gewicht voraus bevor ich mich auf die Waage stellte: 83,2 kg (gestern waren es 83,6 kg). Ich aktivierte die Waage und stellte mich drauf. Und was zeigt das Ding?: 83,2 kg! Mist, wieder nicht das Ziel erreicht.

Ich muss dazu sagen, dass wir am Wochenende normal essen, d.h., dass es auch eine Flasche Wein gibt. Ich halte nichts davon, sich zu kasteien bzw. 7 Wochen lang irgendwas nichts zu essen/trinken oder auf was zu verzichten. Wenn man dauerhaft was bewirken möchte, muss man grundsätzlich über seine Ernährung nachdenken, unterstützt von Bewegung. Diesen Anstoss hab ich in der Reha bekommen.

Da ich demnächst 3 Mal in der Woche ein noch auszusuchendes Fitnessstudio aufsuchen möchte, bin ich frohen Mutes, dass ich die glatte 83 schaffen werde, womöglich noch darunter. Mein nächstes Ziel wäre dann, vor dem Komma eine 0 zu sehen. Aber dann ist Schluss. Ich möchte nur ein wenig Reserve nach oben haben.