Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Lochpflege

Hm, also – na, lassen wir das (insider für Holger und für mich).

Also, was ich sagen wollte:
Heute war Lochpflege angesagt:
Erst beim Hautarzt zum Fadenex und danach beim HNO zum Ohrenwaschen.

Was erledigt man nicht alles arbeitgeberfreundlich während des Urlaubs.

Johanni


Der 24. Juni ist nicht nur der Tag 6 Monate vor Heiligabend. Der 24. Juni ist der Johannistag, auch kurz Johanni genannt. Hat natürlich was mit der Kirche zu tun, oder der Bibel – wie auch immer – nämlich mit Johannes dem Täufer.

Nach dem Johannistag soll man keinen Spargel mehr stechen. Das hat nun nichts mit der Bibel zu tun sondern damit, dass der Spargel sich erholen kann für das nächste Jahr. Man lässt ihn einfach ins Kraut schiessen.

Soweit ich weiss, ist es mit dem Rhabarber ebenso. Auch er soll nach dem 24. Juni nicht mehr geerntet werden, aus den gleichen Gründen wie beim Spargel.

Ob es noch mehr Dinge gibt, die man ab heute nicht mehr tun soll, entzieht sich meiner Kenntnis. Wir werden jedenfalls für den Rest des Jahres nicht enthaltsam leben um Kraft für das nächste Jahr zu tanken.

Bei uns gab es heute den letzten Spargel in dieser Saison, heute morgen – frisch geschält – beim Händler unseres Vertrauens auf Vorbestellung abgeholt.

Dazu gab es handgebürstete Kartoffeln aus eigener Ernte eines Markthändlers.

Und Holsteiner Katenschinken vom Hausschwein, wo immer das Schwein auch zu Hause gewesen ist.

Natürlich darf eine gutgekühlte Flasche Grauer Burgunder Spätlese trocken nicht fehlen, vom Weingut Martinshof, wo meine Tante seelig schon vor vielen vielen Jahren bestellt hat.

Das Wetter eignet sich eher für einen deftigen Eintopf – aber den kann man das ganze Jahr essen, leckeren Deutschen Spargel nur ein paar Monate.

Gestern so – heute so


Gestern konnte ich meinen Cappuccino in der Sonne geniessen, aus edlem Geschirr, mit einem Löffelbiskuit zum tunken und einem versilberten Löffel aus dem Café Florian in Venedig (gekauft, nicht mitgehenlassen!) zum Umrühren und Restschaum schlabbern.


Und heute? Regen! Nichts mit draussen sitzen und geniessen. Shit! Es war wohl zu viel des Genusses.

Paragraf 175

175er, das war zu meiner Jugend ein Ausdruck für Schwule, denn das Wort „schwul“ auszusprechen, das war unschicklich, das tat man nicht. 175er – jeder wusste, was gemeint war, aber man meinte, die Contance zu wahren.

Woher kam der Ausdruck 175er?: Der Paragraf 175 des StGB stellte Homosexualität unter Strafe. Er tauchte zum ersten Mal 1871 in der deutschen Rechtssprechung auf und wurde erst 123 Jahre (!) später aus dem Strafgesetzbuch gestrichen.

Unter diesem Gesetz sind zahlreiche Männer verfolgt und bestraft worden. Viele haben freiwillig den Tod gesucht. Noch lebende Männer, die unter dem Paragraf 175 bestraft worden sind, warten noch immer auf Rehabilitation und/oder Entschädigung. Bisher sind alle Bemühungen dieser Art erfolglos geblieben.

Jetzt gibt es die Möglichkeit zu versuchen, mit einer Petition die Gesetzgebung zu bewegen, die Opfer des Paragrafen 175 zu entschädigen, mindestens zu rehabilitieren. Es versteht sich von selbst, dass ich diese Petition unterschrieben habe, natürlich nicht anonym, wie es auch möglich ist, sondern mit meinem vollen Namen.

Es Wird Besser

In Amerika haben schon einige Jugendliche Selbstmord begangen weil sie nicht damit klar gekommen sind, dass sie schwul sind. Sie wurden gemobbt, sie fanden keine Unterstützung, sie fanden keine Hilfe. Als letzter Ausweg erschien ihnen nur, ihrem Leben selbst ein Ende zu setzen. Als diese Fälle bekannt wurden, hat Dan Savage die Aktion It Gets Better ins Leben gerufen. Jugendliche, die festgestellt haben, dass sie sich zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlen, können auf dieser Seite sehen, dass sie nicht allein auf der Welt sind mit ihrer Homosexualität. Das Projekt wird mittlerweile von zahlreichen Prominenten unterstützt, u.a. auch von Barack Obama.

Jetzt wurde dieses Projekt auch in Deutschland ins Leben gerufen. Hier heisst es: Es Wird Besser. Mittels Videobotschaften oder einfach nur schriftlich können Schwule und Lesben über ihr coming out berichten. Jedere – ob schwul, lesbisch oder heterosexuell – kann dort auch mit kleinen Statements seine Meinung kundtun.

Ich freue mich sehr, dass es diese Aktion jetzt auch bei uns in Deutschland gibt. Danke an Lutz und Tommy für den Hinweis in ihrem Blog zu dieser Aktion.

Wer war eigentlich Herr Gottschalk?

Thomas Gottschalk führte einst die Samstagabendshow beim ZDF zu neuer Grösse. Nach dem tragischen Unfall während seiner Show kündigte er seinen Rückzug an – was auch gut war. Sein Stern war langsam am sinken. Und es ist immer besser, einen guten Abgang zu machen als irgendwann den Abgang gemacht zu bekommen. So weit -so gut. Seine letzten Shows haben wir uns schon gar nicht mehr angesehen.

Als er sich dann entschloss, im Vorabendprogramm bei der ARD aufzutreten, war mir schon klar, dass das ein Flop werden würde. Wir haben zwar nicht eine seiner Sendungen gesehen und ich kann mir deshalb kein persönliches Bild davon machen. Aber von der Samstagabendshow ins Vorabendprogramm – das ist schon ein sozialer Abstieg und ich fragte mich: Warum macht er das? Der Kerl hat doch Geld wie Heu. Der einzige Grund kann höchstens sein, dass er eine grosse Rampensau ist. Wie ich es mir gedacht hatte, ist er mit der Geschichte bei der ARD dann ja kläglich gescheitert.

Nun tauchen Gerüchte auf, dass er zu RTL wechselt und dort gemeinsame Sache mit Dieter Bohlen machen wird. Kriegt der Kerl denn den Hals gar nicht voll?! Er soll von der Mattscheibe verschwinden und gut ist. Er hat sich sozusagen selbst überlebt. Seine Zeit im Showgeschäft ist nun mal abgelaufen.

Spontangrillen


Das Wetter in unseren Breitengraden muss man ausnutzen, speziell das Sommerwetter. In meinem Urlaub, der sich nun schon wieder dem Ende zuneigt, war der heutige Tag der bisher einzige Sommertag. Als mein Mann zur Pause nach Hause kam, konnten wir unseren kleinen Imbiss auf der Terrasse einnehmen und es stellte sich die Frage, ob wir heute Abend grillen wollen.

In den nächsten Stunden verfolgte ich die Wettersituation auch online. Würde sich im Regenradar Regen ankündigen oder nicht? Alles sah gut aus und etwa eine Stunde bevor Bernd Feierabend hatte, besorgte ich Fleisch, einen Nudelsalat und Grillsaucen.

Pünktlich zur Feierabendzeit bezog sich der Himmel und es kühlte merklich ab. Wenige Minuten später sassen wir vor der lodernden Kohle auf der Terrasse. Na ja, ein gemütlicher Grillabend sieht anders aus. Aber was will man machen wenn einer arbeiten muss und das Wetter dann doch nicht so toll ist.

Aufgeräumt


Diese Aktion erinnert mich an einige Bloggerinnen, die darüber berichtet hatten, wie sie den Kühlschrank ihrer Mutter bzw. Schwiegermutter aufgeräumt haben, um abgelaufene Lebensmittel zu vernichten.