
Nicht immer essen wir stilvoll an einem fein gedecktem Tisch. Manchmal geht es auch recht rustikal zu, wie heute zum Beispiel.

Und da kommt es schon mal vor, dass im Hintergrund auch noch der Wäscheständer mit Schlübbern, T-Shirts und Hemden steht. Die Schlübber wurden dezent mit dem Suppentopf kaschiert, was aber eher Zufall war.

Allerdings bei einer Kürbissuppe – dazu ein selbstgebackenes Focaccia -, die wir an diesem schönen Sonntag nochmal auf der neudekoriertenTerrasse geniessen durften, darf es schon ruhig ein wenig deftiger sein.
Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen
Familiendrama
Familiendrama – nicht bei uns.
Aber diese Titelzeile liest und hört man vermehrt in den letzten Wochen und gerade heute wieder. Immer geht es darum, dass ein Elternteil, meist der Vater, seine Kinder umbringt und danach versucht, sich selbst das Leben zu nehmen. Meist sind Beziehungsprobleme und das Sorgerecht der Hintergrund.
Ich bin jedes Mal ziemlich schockiert wenn ich davon höre. Ich frage mich, was in – ich bleibe beim männlichen Part – einem Vater vorgehen mag, wie verzweifelt er sein muss, wie sehr er sein Kind liebt, dass er es nicht an die Mutter verlieren möchte. Oder ist es vielleicht Rache, Rache an der Mutter seines Kindes? Aber dafür sein Kind opfern? Das kann ich mir nicht vorstellen.
Nach der Trennung von meiner Familie vor 15 Jahren habe ich meinen Sohn sehr sehr vermisst und es gab Tage, da war ich unendlich traurig, nicht mit ihm zusammensein zu können. Er wird demnächst 32 Jahre alt, ist glücklich verheiratet und seit kurzem Vater einer süssen Tochter. Ich liebe meinen Sohn über alles und ich behaupte einfach mal, dass es mir nie in den Sinn gekommen wäre, ihn und mich umzubringen nur um ihn der Mutter vorzuenthalten.
Ich/wir kennen die Beweggründe nicht. Aber lieber würde ich mein Kind am Leben wissen in der Hoffnung, eines Tages wieder zu ihm zu finden als es umzubringen.
Einer zum Wochenende
Die Lehrerin fragt in der Schule nach Mordinstrumenten.
Der erste Schuler: „Degen!“
Die Lehrerin: „Gut, sehr gut!“
Der zweite Schüler: „Pistole!“
Die Lehrerin: „Gut, sehr gut!“
Fritzchen: „Saksosüt!“
Die Lehrerin: „Bitte was? Das musst du mir jetzt erklären.“
Fritzchen: „Na gut, oft wenn ich kurz vorm einschlafen bin, hör ich immer meine Mama zu meinem Papa sagen: „Du Herbert, wenn man deinen Saksosüt… das ist schon ein Mordinstrument!“
Nichts schlimmes
Endlich, endlich habe ich Nachricht über das Ergebnis des MRT von letzter Woche: „Ihre LWS hat mäßiggradige Veränderungen … keine OP erforderlich !!!! …. ggf. PRT mögliche Option ….“
Na, ich werde den Doc erstmal persönlich zu einem Gespräch aufsuchen und mal sehen, was er dann meint, wie weiter verfahren werden soll.
Schwule Profifussballer?
Ich bin kein Fussballfan und ich weiss nicht, wieviele Fussballmannschaften allein in der 1. Bundesliga spielen. Dann gibt es noch die 2. Bundesliga und noch ein paar Ligen mehr, in denen etliche Mannschaften spielen mit sicherlich einigen hundert Spielern. Dass unter diesen Spielern auch welche sind, die schwul sind, ist ja zu vermuten. Es gibt ja auch Schwule, die Fussballfans sind, wie z.B. mein Mann.
Schwul sein und aktiv fussballspielen – das passt für viele hartgesottene Fussballfans nicht zusammen. Fussballfans sind Kerle bzw. sie tun so, als seien sie welche, jedenfalls wenn sie gemeinsam im Stadion stehen. Keiner weiss, wer von ihnen zuhause schwule Pornos schaut.
Bisher hat sich noch kein aktiver Fussballspieler der 1. Bundesliga als schwul geoutet. Doch einer hat sich jetzt anonym zu Wort gemeldet. Als ich das gelesen habe, ist mir wieder mal bewusst geworden, wie gut ich das habe. Ich bin im Job geoutet und in der Nachbarschaft, in der Familie sowieso. Ich kann mit meinen Mann überall hingehen, ja wir sind auch schon mal geschäftlich gemeinsam eingeladen gewesen. Wir können uns frei und ungezwungen bewegen, und das nicht nur unter der Bettdecke.
Auf dem schwulen Fussballspieler muss eine grosse Last liegen, dass er all das nicht kann, dass er sich verstecken muss, dass er im öffentlichen Leben ein Schauspieler sein muss. Denn die Fussballstars stehen nun mal im Fokus der Öffentlichkeit. Der Mann – ebenso wie seine schwulen Kollegen – ist zu bedauern. Und ja, ich gebe ihm recht: Es wäre ein Fehler, sich in seiner aktiven Zeit allein zu outen. Alle schwulen Fussballer sollten das gaymeinsam tun. Damit könnte den sogenannten Fans der Wind naus den Segeln genommen werden.
Ich kann nur allen Schwulen Fussballspielern, die nicht geoutet sind, wünschen (wie überhaupt allen Schwulen), dass sie genügend Stärke haben, diesen Zustand zu bewältigen. Denn das, was sie jetzt machen, ist kein Leben! Das ist ein Krampf!
Positiv
Die heutige Ultraschalluntersuchung hat ergeben, dass ich tatsächlich einen kleinen Leistenbruch habe. Im Oktober werde ich perforiert: Der Doc wird 3 Löcher in meine Bauchdecke machen und dann den Bruch im Innenraum reparieren.
Die OP wird in dem gleichen Krankenhaus durchgeführt, in dem im vorigen Jahr mein Bandscheibenvorfall beseitigt wurde. Donnerstags OP – Samstag nach Hause. Super.
Meine Rückenschmerzen haben mit dem Bruch allerdings nichts zu tun. Da warte ich noch auf den Befund des MRT.
Weiter im Dunkeln
Heute war ich dann in der Röhre. Und was ist? Nichts! Ausser ein paar Aufnahmen meiner Lendenwirbelsäule hab ich nichts bekommen. Der Befund wird direkt an meinen Arzt gefaxt. Schon irgendwie doof.
Die Aufnahmen vom letzten MRT vor der OP im vorigen Jahr haben die erstmal behalten um Vergleiche anstellen zu können.
Beeindruckend – oder beängstigend?
Gestern Abend wollte ich bequem vom Sofa aus auf dem neuen Fernseher eine Folge von „Das perfekte Dinner“ sehen, das in dieser Woche aus Dresden kommt. Ich schalte also kurz vor 19:00 Uhr den Fernseher ein und wollte mich zum entsprechenden Sendeplatz zappen. 1., 2. Programm und dann war nichts mehr ausser einem Hinweis, dass die Smartkarte für diesen und jenen Sender, also eigentlich alle, nicht freigeschaltet sei. Wie lange dieser Zustand schon herrsche, wussten wir nicht. Zuletzt hatte Bernd während der Olympischen Spiele was geschaut.
Zum Glück hatten wir kürzlich im Schlafzimmer den alten Fernseher aufgehängt. So konnte ich vom Bett aus verfolgen, was Zora kocht und wie sie wohnt. Aufgrund meiner Beeinträchtigung hatte ich danach keine Lust mehr, bei Kabel Deutschland anzurufen und die Störung zu melden.
Unserem Nachbarn ist so ein Fall auch schon mal widerfahren. Ihm wurde eine neue Smartkarte zugeschickt. Für den Ausfall des Fernsehprogramms bekam er eine Gutschrift auf seine Gebühren.
Heute Nachmittag erinnerte ich mich daran, dass da noch was erledigt werden müsste. Ich nahm mir die Unterlagen zur Hand und rief bei Kabel Deutschland an. Es folgte das übliche Procedere: Wenn dies, dann drücken oder sagen sie 1, usw., man kennt das ja. So gelangte ich zum Punkt „Nichtempfang von Fernsehprogrammen“. Ich wurde aufgefordert, die Nummer der Smartkarte einzutippen – und als wenn ein Schalter umgelegt wurde, hatte ich wieder Empfang auf den abonnierten Sendern. Und alles ohne dass ich auch nur ein einziges Mal mit einer lebendigen Person Kontakt hatte, alles ging elektronisch. Wie oben gesagt: Beeindruckend – aber doch beängstigend. Warum? Weil die irgendwie die Möglichkeit haben, direkt in unseren Fernseher zu schauen.
Hoffen auf das Verfassungsgericht
13 Bundestagsabgeordnete der CDU hatten sich dafür eingesetzt, das Steuerrecht für verheiratete Homosexuelle dem von heterosexuellen Ehepaaren gleichzusetzen. Ebenso gab es diesbezüglich eine Initiative des Bundesrates. Wie nicht anders zu erwarten war, wurde dieses Ansinnen seitens der Regierung schlichtweg abgebügelt. Man wolle auf eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes warten.
Ein Kommentar zu diesem Thema vor Rainer Hörmann spricht mit aus der Seele: Der Feind heisst CDU.
Unter Drogen
Starke Schmerzen liessen mich heute morgen meine Hausarztpraxis aufsuchen. Ich erklärte der Ärztin die Situation und auch, was in den nächsten Tagen an Untersuchungen geplant ist. Aufgrund der Schmerzen bekam ich ein starkes Medikament dagegen verschrieben und einen „gelben Zettel“, der in dieser Praxis rosa ist. Bis Freitag bin ich nun erstmal beruflich ausser Gefecht gesetzt.
Die Untersuchung, die morgen stattfinden sollte, wurde leider auf Montag verschoben. So wird dann eine erste Diagnose erst übermorgen am Freitag verfügbar sein.
