Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Mutti ist sauer!

Es hat sich herausgestellt, dass die Amerikanischen Gemheimdienste vermutlich auch das Handy der Kanzlerin abgehört haben. Na sowas aber auch! Hatte sie etwa erwartet, dass sie von den Abhöraktionen der Amerikaner verschont bleiben würde? Seinerzeit, als die Abhöraffäre, der sogenannte NSA-Skandal, durch meinen persönlichen Superhelden Snowden ans Tageslicht kam, war ja nur das gemeine Volk betroffen. Ist ja alles gar nicht so schlimm. Wer nichts zu verbergen hat …. usw. Tja, aber nun sind die Belange der Deutschen Regierungspitze betroffen. Es ist anzunehmen, dass nicht nur das Handy der Kanzlerin abgehört wurde sondern auch die ihrer Minister, wobei besonders interessant die Handys des Finanzministers und des Aussenministers sein dürften.

Frau Merkel ist wieder mal sehr betroffen und macht die Raute und alles wird gut.

Nachtrag: Aussenminister Westerwelle hat den Amerikanischen Botschafter einbestellt. Das ist in der Tat ein aussergewöhnlich strenger diplomatischer Akt, der von Verärgerung kündet. Aber das wird nichts ändern. LMAA heisst die Devise der Amerikaner doch sowieso.

Rekordverdächtig


Seit Tagen schon war die Rede davon, dass heute die Temperatur bis auf 20 Grad ansteigen würde. Und das an einem 22. Oktober, eine Zeit, während der es üblicherweise recht kühl ist. Während meines Mittagspausenrundgangs um die Binnenalster, welchen ich nochmal nackt (ohne Jacke) absolvieren konnte, entdeckte ich an der S-Bahnstation Jungfernstieg ein Thermometer, welches frühlingshafte 22 Grad anzeigte. Viele Menschen hatten sich die Jacken ausgezogen und locker über die Schulter geworfen. Mit Jacke war es wirklich zu warm. Aber es gibt ja immer ein paar, die vom Wetter keine Ahnung haben und über ihrem Sakko oder Pullover auch noch eine Jacke tragen.

Die Eisbude an der Alster Ecke Jungfernstieg/Neuer Jungfernstieg verzeichnete heute sicher gute Umsätze. Auch ich gönnte mir heute Mittag ein Eis to go, auch wenn ich mein Gewicht von vor unserer Kreuzfahrt immer noch nicht wieder erreicht habe. Aber wat mutt dat mutt! Ich habe da aber meine ganz persönliche Eisbude, an der Sorten angeboten werden, die es nicht überall gibt.

Die Bäume an der Alster präsentierten sich im Herbstsonnenschein in bunter Vielfalt. Gerade die jetzt tiefstehende Sonne wirft ein spezielles Licht auf das Laub. Und – man höre und staune – heute Abend konnte ich nochmal offen fahren auf der Heimfahrt vom Büro in die etwa 30 km entfernte kleine Stadt an der Elbe.

Einer zum Wochenende

Atze steigt aus seinem neuen Porsche.
Sein bester Freund fragt, wie er zu dem Superwagen gekommen sei.

„Also, da stehe ich als Anhalter an der Autobahn, und dann kommt diese Frau mit dem Porsche. Sie hält an, ich steige ein. Am nächsten Rastplatz fährt sie raus und zieht ihr Höschen aus.“

„Weiter?“

„Sie sagte, Du kannst jetzt von mir haben was du willst! Da hab ich natürlich den Porsche genommen.“

„Das hast du gut gemacht, wer weiß, ob dir das Höschen überhaupt gepasst hätte…“

Esszimmer verbrannt

Am Freitag voriger Woche gab es bei uns Tom Kha Gai, die Thailändische Hühnersuppe auf der Basis von Kokosmilch. Lecker lecker und scharf! Bernd kommt ja immer nach mir von der Arbeit nach Hause und so konnte ich die Suppe, die ich schon am Tag vorher zubereitet hatte, zeitig aufwärmen. Das Hühnerfleisch darin soll ja auch richtig durchwärmen. Irgendwas war dann aber wohl zu warm, nämlich heiss, ganz heiss. Der zweite Löffel Suppe nämlich, den ich mir oral zuführte, verbrannte meinen Gaumen. Ich vermute, es war nicht die Suppe selbst, sondern 2 kleine Stückchen Hühnerfleisch, die zu heiss waren. Puh, heftig – und ein paar Momente später hingen mir doch tatsächlich ein paar Hautfetzen im Esszimmer rum.

So ein Missgeschick passiert mir gelegentlich, zum Glück nicht allzu oft. Meist ist nach kurzer Zeit alles abgeklungen. Aber dieses Mal war es richtig heftig. Einen Apfel konnte ich gar nicht essen, ohne dass es unangenehm war. Also bestand meine Nahrung im Büro aus Joghurt. Selbst am Abend der Salatmix bereitete Probleme, und das immer noch nach mehreren Tagen, sodass ich gestern meinen Zahnarzt aufsuchte. Er erklärte mir, dass die im Mund und im Essen vorhandenen Bakterien eine Heilung verzögern würden. Auf meinen Vorschlag, ein paar Tage nichts zu essen, meinte der Doc, dass das keine Lösung wäre. Ich bekam ein Mittel verschrieben, mit dem ich nun 2 x am Tag meine Mundhöhle spülen muss.

Heute morgen scheint die beschädigte Fläche schon kleiner geworden zu sein. Um ja keine alten Wunden aufzureissen, bestand meine Tagesverpflegung wieder aus Joghurt. Und ja, der Salatmix heute Abend, das war dann schon ok. Und morgen Abend gibt es dann Ofenkäse mit Fladenbrot. Ich hoffe, dass ich am Wochenende wieder vernünftig essen kann.

Die sieben Jahre

Sieben Jahre Pech heisst es, wenn man einen Spiegel zerbrochen hat. Das verflixte 7. Jahr – davon haben sicher auch schon alle mal was gehört. Meine Oma sagte immer: Alle sieben Jahre ändert sich der Mensch.

Einen Spiegel habe ich bisher nicht zerbrochen, jedoch wird demnächst ein Spiegel vernichtet werden müssen. Vom verflixten 7. Jahr hatte ich nichts bemerkt, inzwischen sind es 16 Jahre. Aber die Weisheit meiner Oma, die scheint bei mir zutreffend zu sein:

Viele Jahre habe ich die Abende am Computer zugebracht, habe gesurft und mit guten Freunden abendelang gechattet. Zu meinem Geburtstag im März bekam ich einen Kindle-Reader. Und fortan mutierte ich vom Chatjunkie zum Lesejunkie. Spätens um 21:00 Uhr schalte ich den Rechner aus, meistens schon früher, lege mich ins Bett und lese. Und diese Veränderung geschah tatsächlich, als ein neuer Siebenjahreszeitraum anbrach. Sollte Omas Theorie richtig sein?

Ein letzter Urlaubshauch

Da nehme ich doch ein T-Shirt aus dem Schrank und mir steigt ein Geruch in die Nase, der mir bekannt vorkommt. Ja klar, dass ist der Geruch des Massageöls, mit dem ich bei meinen Massagen im Urlaub eingölt worden war. Nach den Massagen hatte ich mir das T-Shirt wieder überzogen um damit in unsere Kabine zu gehen, wo ich dann geduscht hatte. Das T-Shirt hat als das Aroma des Öls angenommen. Und obwohl es inzwischen gewaschen wurde, ist das Öl immer noch zu riechen. Mit der Zeit und nach mehreren Wäschen wird das Urlaubsmassage-T-Shirt wohl wieder ein ganz normales T-Shirt werden – leider.