Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Hackbällchen


Zum Abendessen gibt es bei uns in der Woche immer Brot, gebacken im Brotbackautomaten. Ein Brot reicht für 3 Tage. Nun war es so, dass mein Liebster vor ein paar Tagen Geburtstag hatte, so mitten in der Woche. Und dann einfach nur Brot essen? Nee, das geht nicht. Ich überraschte ihn zum Abendessen mit Hackbällchen in einer Sherrysauce. Eigentlich gehört Rotwein an die Sauce, aber den trinken wir lieber pur als ihn mit Sauce zu versauen. Sherry geht auch.
Das Gericht kann man gut fertig vorbereiten und später aufwärmen.

Zutaten
für die Bällchen:
700 g Rinderhack
1 Ei
nach Gefühl:
Semmelbrösel
gehackter Rosmarin
Thymian
scharfer Senf
Knoblauch – wg. Arbeit am nächsten Tag 1 Zwiebel
geschredderte getrocknete Chilischoten
Harissa
Pfeffer, Salz

Für die Sauce:
1 Zwiebel
1 ordentlicher Schuss Sherry, so ca. 150 ml, oder auch mehr
200 – 300 ml Gemüse- oder andere Brühe
Tomatenmark
entkernte Oliven

Für obendrauf:
1 Fetakäse
Schnittlauchröllchen
1 frische Chilischote, in Ringe geschnitten

Die Zutaten für die Bällchen zu einem Teig verarbeiten, nach eigenem Geschmack und Gefühl würzen.
Den Teig zu Bällchen knödeln, diese in einer Pfanne mit Butterschmalz oder Olivenöl braten, aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

Im Bratenfett die Zwiebel und Oliven schmoren und einen ordentlichen Strang Tomatenmark reinquetschen, mit dem Sherry ablöschen und mit der Brühe auffüllen, ca. 10 Minuten einköcheln.

Die Hackbällchen in die Sauce geben und alles zusammen erhitzen. Oder einen Deckel auf die Pfanne und so stehenlassen und später alles zusammen erhitzen, nämlich dann, wenn man essen möchte.

Vor dem Servieren die Bällchen mit zerbröseltem Feta, Schnittlauchröllchen und Chiliringen bestreuen, dazu Baguette oder anderes Brot reichen. Und natürlich den Rotwein nicht vergessen.

Moderne Zeiten

Wenn man ein neues Handy hat, ist es nicht gesagt, dass alle Apps darauf gleich wieder funktionstüchtig sind nachdem sie installiert wurden. Die Rede ist hier von den Apps der Banken zur Übermittlung der TANs die man für das Onlinebanking benötigt.

Gestern wollte ich eine Überweisung tätigen, eine TAN wurde auf den Weg gebracht. Als ich die App öffnete – manchmal bin ich schneller als die TAN eintrifft -, sollte ich mich komplett neu registrieren. Und das geht nur mit einem Registrierungsschlüssel, den die Bank mit der Briefpost zuschickt.

Meine Hausbank hat auch am Wochenende eine Hotline bei der ich den Brief gleich anfordern konnte. Der wird natürlich erst frühestens heute auf den Weg gebracht. Die Bank meiner Mutter ist eine Filialbank, da konnte ich erst heute anrufen und mein Anliegen vortragen.

Zum Glück sind keine dringenden Überweisungen notwendig. Und nicht alles ist online mit einer Kreditkarte zu regeln.

Die heiße Phase

Oder auch Planungsphase?! Man kennt das: Der Urlaub steht bevor, noch 2 Wochen. Und man beginnt mit den Überlegungen, was in den Koffer soll, was man davon bis dahin eventuell noch anziehen könnte und als Folge dessen noch gewaschen werden müsste. Medikamente, Hygieneartikel – was ist vorhanden, was muss eventuell ergänzt werden?

Wenn man morgens aufsteht und dann vormittags zum Flugplatz bzw. Hafen transferiert wird, sollte der Koffer bereits weitgehenst gepackt sein. Bei uns ist das in diesem Jahr etwas kompliziert: Samstag eine Geburtstagsfeier (was zieht man an?), Sonntag eine Übernachtung mit einem Event außerhalb (was zieht man man?) und Montag kommt vormittags der Shuttle, holt uns ab und bringt uns zu unserem Traumschiff.

Das heißt also, dass die Koffer am Samstag gepackt werden und wir auch noch Klamotten haben müssen, die wir auf der Geburstagsfeier und am folgenden Tag anziehen können. Und natürlich ist frisches Zeug am Montagmorgen notwendig.

Im Lauf der Jahre hat sich ein ganzer Schrank voll mit nichts anzuziehen angesammelt. Aus diesem Fundus werden wir uns dann wohl oder übel bedienen müssen, auch wenn das nicht unbedingt en vogue ist.

Finanzgeschäfte

Auch kurz vor dem Urlaub ist es hin und wieder notwendig, Zahlungen per Banküberweisung tätigen zu müssen. Vor fast einem Jahr haben wir die Bank gewechselt. Für unsere privaten Konten haben wir seit dem keine Filialbank mehr. Überweisungen gehen nur noch online. Auf das Cellphone wird dann die TAN übermittelt.

Heute wollte ich eine mühsam erarbeitete Karte über die Strecken unserer Kreuzfahrt erwerben damit unsere Mütter und die Leser und Leserinnen dieses Weblogs wissen, wo es lang geht. 99 Cent kostet sowas damit die Karte auch online zu sehen ist.

Man kennt das: Abspeichern, kaufen, wie kaufen?! Tja, und dann ging es nicht weiter. Da ich ein neues mobiles Endgerät benutze, auf dem ich die App zwar installiert habe, war ich nun am Ende. Eine TAN wurde zwar übermittelt, aber ich war nicht in der Lage, diese auch einzusehen. Meine Bank muss mir nun erstmal per Briefpost einen neuen Registrierungscode zusenden.

Zum Glück war die heisse Linie heute, am heiligen Sonntag, besetzt. Morgen geht also ein Schreiben an mich auf den Weg damit ich in die Lage versetzt werde, wieder mein Geld ausgeben zu können.

Für das Konto meiner Mutter, für das ich eine Vollmacht habe, verhält es sich ebenso, nur dass die Bank keine Hotline am Wochenende geschaltet hat. Ist ja auch eine Filalbank bzw. -sparkasse. Also werde ich da morgen zur Geschäftszeit anrufen müssen um ein Anliegen vorzutragen.

Wie bestellt – ein Kormoran


Kürzlich führte mich ein kleiner Spaziergang mal wieder runter zum kleinen Hafen. Und wie ich da so rumstand und auf die gegenüberliegende, neuentstehende Hafencity schaute und ich gerade dachte, wie eng die Häuser da stehen und wie groß doch die Abstände beim Elbepenthouse sind, landete auf einem alten rostigen Pfahl ein Kormoran.

Erst schaute er nur so um sich, doch plötzlich breitete der seine Flügel aus und ich dachte, er würde nun gleich wieder starten. Nee, das machte er nicht. Er blieb mit seinen ausgebreiteten Flügeln dort eine ganze Weile sitzen, gerade so, als wollte er sich mir in seiner ganzen Pracht präsentieren.

Bisweilen habe ich schon Kormorane auf der Elbe gesehen und habe beobachten können, wie sie blitzschnell tauchten um im Elbwasser nach Fischen zu jagen. Dieser Anblick jedoch war völlig neu für mich. Wieder mal war ich zum rechten Zeitpunkt am richtigen Ort – und die Hosentaschenkamera war wie immer dabei.

Die Ehre


Seit einiger Zeit befasste ich mich unterschwellig damit, dass ich vielleichteventuellgegebenenfallsunterumständen ein neues cell phone haben möchte. Wenn, dann sollte es nicht allzu teuer sein. Kamera? Nebensache. Die Hauptsache, ich kann damit telefonieren, was ich sowieso äußerst selten mache. Ein Großteil der Komunikation läuft ja heute über WhatsApp. Und ja, ein paar andere Apps benutze ich auch ab und zu, hauptsächlich Wetterapps und auf der Terrasse Flightradar24. Und ein Fan von angebissenen Äppeln bin ich auch nicht.

In der vorigen Woche wurde das Thema Handy nun akut. Es war mir nämlich aus der Hosentasche auf die Bodenfliesen gefallen. Das war zwar schon ein paar Mal passiert, bisher gab es nur angestoßene Ecken. Aber jetzt hatte das Display einen Diagonalen Riss bekommen. Es funktionierte zwar noch alles, aber Mann hat es gern ordentlich, schick und schier. Die Suche nach einem neuen Gerät begann, soll ja auch allens nix kosten, ca. 200 Euro wollte ich ausgeben.

Den Zuschlag bekam die Ehre, nämlich amerikanisch Honor. Honor gehört zur Huaweigruppe und kommt demnach nicht aus den USA sondern aus China. Wer kauft heute auch noch Produkte aus Amerika?! Es wurde also das Honor 6X. Mit 200 Euro kam ich zwar nicht aus, jedenfalls blieb ich ganz weit unter 300 Euro.

Das neue Teil für drahtlose Telefonie sieht schick aus und hat alles, was ich benötige. 2 Tage brauchte es, alles so herzurichten, wie ich es gern hättte. Alle mehr oder weniger notwendigen Apps sind wieder installiert, die Kontakte waren in Sekundenbruchteilen vom alten auf das neue Handy übertragen. Alles das, was ich nicht benötige, ist deaktiviert bzw. deinstalliert, alles ist gut. Zum Schutz des neuen Stücks habe ich es in eine transparente Hülle gesteckt.

Vor ein paar Tagen entdeckte ich auf der HP des großen Internethändlers, dass der Preis für das Teil um ca. 50 Euro angezogen hatte – und ich rieb mir die Hände, hach, ein Schnäppchen gemacht! Und heute? Ts, das Schnäppchen hätte ich heute gemacht, heute ist das Ding für 199 Euro im Markt. Aber ich sagte ja schon weiter oben: Irgendwas ist ja immer!

OK, es sieht etwas tuntig aus, vorne weiß und hinten gold, aber irgendwas … Außerdem ist gerade Pride Week in Hamburg, passt also.

Vorfreudetag

31. Juli 2017 – ein Tag mit einer doppelten Bedeutung für uns:
Heute in 3 Wochen beginnt die nächste Reise mit TUICruises, nämlich mit Mein Schiff 6 nach New York
und
heute in einem Jahr beginnt die 6. Reise mit TUICruises, mit Mein Schiff 5 entlang der Norwegischen Küste.

Vorfreude pur!

Der Abgasskandal

Dieses Thema wird die Politik und Automobilindustrie noch eine Weile beschäftigen, und damit auch die Deutschen Autofahrer. Während in Großbrittannien ab 2040 keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr gebaut werden sollen, während Volvo sich ab 2019 nur noch mit E-Autos beschäftigen will, ist all das für die Deutsche Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries keine Option. Sie setzt auf eine einheitliche EU-Regelung.

Wer hätte auch was anderes gedacht?! Deutschland hat vermutlich europaweit, wenn nicht sogar weltweit, die größte Automobilindustrie. Warum kann Deutschland nicht Vorreiter sein in der EU? Wer weiß schon, was die Automobilindustrie der Ministerin wieder zugeflüstert hat?!

Der Abgasskandal

Gleich am frühem Morgen muss ich mich schon wieder aufregen über die verfluchte Autoindustrie, welche die Schuld am Abgasskandal nun der Politik in die Schuhe schiebt. Der VDA behauptet, dass zu große gesetzliche Spielräume die Ursache sind.

Klar, die Politik ist schuldig daran, nämlich deshalb, weil sie sich darauf eingelassen hat, was die Automobilindustrie wollte. Deren Lobbyisten sind es doch, die Einfluss auf die Politik nehmen und mit Abwanderung und Abbau von Arbeitsplätzen drohen. Die Vertreter die Automobilindustrie, sowie anderer Branchen auch, werden doch gefragt, was sie wollen, was machbar ist und was nicht. Die sitzen doch mit am Tisch, wenn Gesetze beraten und Gesetzestexte ausgearbeitet werden. Aber nein, die Automobilindustrie ist unschuldig an dem Dilemma. Ich könnte kotzen!

Wisst ihr übrigens, dass im Reichstag mehr Lobbyisten ein- und ausgehen als der Bundestag Abgeordnete hat?!