Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Über Stolpersteine stolpern

Der Stadtrat in Heidenau hat mit den Stimmen der CDU und der rechtsextremen Partei AfD beschlossen, dass zukünftig keine Stolpersteine mehr verlegt werden dürfen. Stattdessen will man ein Mahnmal auf dem Friedhof errichten. Das ist absurd, denn Friedhof bedeutet Tod und wir alle wissen, dass die Menschen, die auf den Stolpersteinen erwähnt werden, aus den Häusern gezerrt und ermordet wurden. Wenn schon ein Mahnmal, sollte dieses mitten auf dem örtlichen Marktplatz errichtet werden.

Es gibt auch kritische Stimmen, die grundsätzlich gegen die Stolpersteine sind. Man würde die entsprechenden Personen mit Füssen treten. Stattdessen sollten an den Wänden der Häuser, aus denen die Personen geholt wurden, Gendenktafeln anbringen. An solchen Tafeln geht man meist achtlos vorbei, sie werden nicht wahrgenommen, besonders dann, wenn noch ein Vorgarten vorhanden ist.

Stolpersteine sollen Aufmerksamkeit erregen, das ist die Idee dahinter. Man kann stehenbleiben und sich die Namen und Daten, die darauf vermerkt sind, anschauen und sich darüber Gedanken machen. Für mich eine sehr gute Idee, den von den Nazis ermordeten Menschen zu gedenken.

Dass sich jetzt ausgerechnet eine sich christlich nennende Partei, die CDU, mit einer rechtsextremen Partei zusammentut und die Neuverlegung von Stolpersteinen verbietet, ist ein Skandal. Es zeigt uns, dass nicht mehr 5 vor 12 ist in Deutschland, auch nicht mehr 5 nach 12, es ist schon halb eins! Und das ist erschreckend.

Eine demokratische Partei arbeitet mit den einer rechtsextremen Partei zusammen und betreibt Antisemitismus! Sie möchte die Opfer der Nazis auf dem Friedhof entsorgen!

Die vielzitierte Brandmauer gibt es nicht mehr, wenn sie es denn je gegeben hat und nur eine Alibifunktion hatte. Dieser Beschluss wird jedenfalls keine abgewanderten Wähler zurück zur CDU treiben. Das Gegenteil wird der Fall sein: Die Alternative fickt Deutschland wird weiteren Zuspruch bekommen. Denn warum sollte eine Kopie gewählt werden, wenn man das Original bekommen kann?

Ach, der/die lebt/lebte auch noch?

Man kennt das: In den Medien erscheint eine Meldung über eine prominente Person im In- oder Ausland. Meistens ist zu lesen, dass diese Person nun gestorben ist. Lange hat man nichts von ihnen gehört, sie haben sich schon seit langem vom öffentlichen Leben und ihren Auftritten zurückgezogen. Man vergisst, dass es sie noch da waren, wenn auch im Verborgenen.

So ging es mit Freddy Quinn. Heute wird er 95 Jahre alt. Als ich das gelesen habe, ging es mir wie in der Titelzeile.

Es ranken sich viele Gerüchte um seine Person, bei Freddy muss man wohl von Seemannsgarn sprechen. Es hiess sogar mal, er sei schwul. Vielleicht war der Grund dafür, dass er zwar verheiratet ist (jetzt in zweiter Ehe), sein Image aber darauf aufgebaut war, er sein ein einsamer Seemann. Er ist aber nie zur See gefahren. Das war mir bekannt, und auch, dass er in Österreicht geboren ist, neudeutsch könnte man ihn wohl einen Imigranten nennen.

Freddy Quinn ist natürlich ein Künstlername, wer kann sich auch schon Manfred Franz Eugen Helmuth Nidl merken?

Während meiner langen Zeit in Lübeck habe ich Freddy Quinn live im Musical „The King And I“ gesehen im Theater Lübeck gesehen. Karl Vibach war seinerzeit Generalintendant und war einer der ersten, der in Deutschland Musicals auf die Bühne brachte, wofür es ihm gelang, namhafte Künstlerinnen und Künstler zu verpflichten, u.a. Freddy Quinn und Nadja Tiller.

In irgendeinem Karton im Keller lagern zwei Schallplattenalben mit Singels aus meiner Jugendzeit. Dadrin sind auch zwei Platten mit Freddy Qinn. Ich weiss aber nicht mehr, welche das sind. Und ich habe keine Lust, alle Kartons zu öffnen. Aber ich weiss, dass die Schallplatten da unten sind.

Testfahrt

So ein Hightech-Auto kann man nicht von jetzt auf gleich beherrschen. Ja, das Fahren selbst schon. Aber es gibt ja so viele Technische Dinge, die das Autofahren erleichtern können und die man nach seinem persönlichen Bedarf einstellen kann. Das kann man im Auto selbst machen oder in der App auf dem Handy.

Und damit sind wir gleich bei dem ersten Punkt: Es gibt zwar noch den Autoschlüssel, mit dem man per Funk die Türen entriegeln kann und wenn der Schlüssel im Fahrzeug oder in der Hosentasche liegt, kann man auch gleich losfahren. Aber den Schlüssel benötigt man überhaupt nicht mehr. Wenn man das Handy am Mann hat, irgendwo in den tiefen Taschen steckend, und sich dem Fahrzeug nähert, werden die Türen entriegelt und das Auto ist fahrbereit. Andersrum, also wenn man die Nähe des Autos verlässt, wird alles wieder verriegelt. Ausserdem erkennt der Wagen, welcher Fahrer sich annähert. Dementsprechend werden die Sitze und Aussenspiegel so eingestellt, wie der Fahrer es vorher mal abgespeichert hat.

Auch der Beifahrersitz lässt sich eleketrisch einstellen und personenbezogen abspeichern. Diese Funktion hatten wir schon bei unserem vorletzten Auto, dem Peugeot-Cabrio. Als wir uns entschieden hatten, ein neues Auto zu kaufen, haben wir einen Kauf daran scheitern lassen, weil es mit dieser Funktion nicht ausgestattet war. Statt eines Mazda wurde es dann der Volvo.

Wir machten eine Fahrt zu Bernds Arbeitsstätte in Winsen. Dort auf dem Parkplatz probierte Bernd noch ein paar Dinge aus. Auf dem Heimweg wollten wir bei Famila das erste Mal eine „Probebetankung“ machen. Man sollte tunlichst erstmal lesen, wie das funktioniert und nicht einfach das Kabel einstöpseln. Es passierte nämlich nichts und das Kabel bekamen wir erstmal auch nicht wieder aus dem Auto gezogen. Während der Gatte noch in der App danach suchte, was man machen soll, interessierte ich mich für die Gebrauchsanleitung an der Ladesäule. Die Reihenfolge ist, erstmal die Buchungs- oder Kreditkarte einlesen lassen und dananch das Kabel anstöpseln. Und so ging das dann auch und der Gatte kommt erstmal ein paar Tage bequem zur Arbeit und wieder nach Hause.

Für unseren Carport haben wir die Installation einer Wallbox in Auftrag gegeben. Das passiert aber erst Ende Oktober. Die Box liegt schon in unserem Keller, aber der Elektrofachbetrieb hat vorher keine Zeit. Bis dahin wird eben auf dem Heimweg bei Famila „getankt“. Während das Auto an der Nabelschnur hängt, lassen sich ein paar Einkäufe erledigen, äusserst praktisch.

Auf jeden Fall bleibt es noch eine Weile ganz schön spannend, was wir an unserem Skoda Elroq noch entdecken.

Herzlich willkommen neues Auto


So, unser neuer Wagen steht im Carport!

Mit dem Bus fuhren wir heute morgen nach Hamburg. Natürlich hatte ich genau geschaut, wo sich das Autohaus befindet und an welcher Bushalte stellen wir aussteigen müssten – dachte ich. Aber der alte Mann hat falsch geguckt auf der Karte. Wir sind erstmal in die falsche Richtung gegangen nachdem wir den Bus verlassen hatten. Na ja.

Die papiernernde Übergabe war ein wenigen Minuten erledigt. Zwei Unterschriften meines Schatzes und wir waren damit durch. Dann folgte die technische Übergabe, das heisst, uns wurde auführlich erklärt, was das Auto kann und wo und wie man das einstellt.

Wichtig ist, wie die Motorhaube geöffnet wird. Da gibt es zwar nicht viel zu sehen, aber da muss man das Wasser für die Scheibenwaschanlage und für die Spülung der Linse der Rückfahrkamera auffüllen. Praktisch ist, der der Verschluss des Einfüllstutzens gleichzeitig ein Trichter ist damit man nicht kleckert wenn man Wasser nachfüllt – man kennt das.

Mit weiteren technischen Einzelheiten verschone ich euch lieber. Die „Einweisung“ hat 90 Minuten gedauert. Bernd sass auf dem Fahrersitz, die Verkäuferin auf dem Beifahrersitz und ich mittig dahinter. Danach waren wir „platt und alle“.

Es ist erstaunlich, was das Auto alles kann und auch, was heute gesetzlich vorgeschrieben ist, was ein Auto haben muss.

Drei Dinge möchte ich noch erwähnen:

In der Fahrertür ist ein Regenschirm versteckt, der sich per Knopfdruck öffnen und schliessen lässt. Der Schirm darf auch nass verstaut werden weil das Fach einen Ablauf hat. Na ja, der Schirm wird dann wohl ein wenig muffelig riechen wenn er trocken ist.

Die Heckklappe lässt sich von innen öffnen. Das hatte mein Nissan Cherry vor 40 Jahren schon, damals per Seilzug, heute natürlich per Knopfdruck und elekektronisch.

Aber jetzt kommts: Der Wagen lässt sich per Fernbedienung mit einer App auf dem Handy ein- und ausparken. Wenn man also auf einem öffentlichen Parkplatz eingeparkt wurde, dass man nicht mehr in das Auto steigen kann, öffnet man die App und fährt das Auto aus der Parklücke und kann dann bequem einsteigen. Ob das auch mit unserem Carport funktioniert, bleibt abzuwarten, denn das Auto ist schon ziemlich breit und beim Einparken piepte das vorn und an den Seiten. Hilfreich war die Kamera mit Rundumsicht aus der Vogelperspektive. Das manuelle Einparken bedarf aber noch einiger Übung.

Wie weiter oben erwähnt waren wir nach der Einweisung ziemlich kaputt. Behahlten haben wir ganz sicher nicht alles. Nachlesen kann man alles an drei Stellen: In der App auf dem Handy, über das Mediasystem auf dem Bildschirm im Auto und ganz old school schriftlich in der ausgedruckten Bedienungsanleitung.

Die Heimfahrt erfolgte über Familia, wo wir noch ein paar Einkäufe erledigten. Da übernahm ich dann das Steuer und fuhr den Wagen nach Hause, wo ich mindestens drei Anläufe brauchte, den Wagen ohne Beschädigungen im Carport abzustellen. Aber das wird schon noch, ich meine das problemlose Einparken.

Was sich alles einstellen lässt und wie und wo man das macht, wird sich im laufenden Betrieb herausstellen. Auf Anhieb kann man das nicht behalten.

Wir hoffen sehr, und wir wünschen uns, dass auch dieses Auto uns lange und begleitet und uns immer heil und gesund nach Hause bringt.

Tschüss Auto


Es ist nur ein Auto, trotzdem waren wir heute morgen ein wenig traurig, dass wir unseren Volvo heute abgeben würden. Fast 9-1/2 Jahre hat er uns dahingefahren, wo wir hinwollten. Wir sind immer heil und gesund wieder nach Hause gekommen. Das, und 107.000 gefahrene Kilometer, schweissen zusammen.

Unfallfrei war die Zeit nicht. Vor 4 Jahren gab es einen Auffahrunfall weil der Vordermann sich im letzten Moment umentschied und wieder bremste nachdem er schon angefahren war.

Zweimal musste der Wagen in der Werkstatt, man kann sagen aus Pannengründen. Einmal war es ein Federbruch, zu Hause als ich rückwärts aus dem Carport fahren wollte. In diesem Jahr musste gab es eine Motorreparatur, die nicht billig war. Wäre die nicht gewesen, wären wir den Volvo vermutlich weitergefahren. Wir entschieden uns, ein neues Fahrzeug anzuschaffen. Neue Sommerreifen wären auch notwendig gewesen.

Ein paar persönliche Erinnerungen hängen an dem Wagen: Meine Mutter hat ihn bezahlt und unsere beiden Mütter, die auch schon 6 Jahre nicht mehr unter uns weilen, sind dort mitgefahren.

Bei Krüll Curslacker Neuer Deich in Hamburg-Bergedorf wurden wir immer freundlich und zuvorkommend behandelt. Zuletzt waren wir dort im April zur Inspektion. Wir waren schon ein etwastraurig, als wir uns dort verabschiedeten. Der Vertrag für den neuen Wagen war da schon unterschrieben.

Heute haben wir unseren jahrelangen Gefährten verkauft. Am einfachsten wäre es gewesen, wir hätten ihn in Zahlung gegeben. Aber das Angebot und die Abwicklung vorab waren nicht zufriedenstellend. Als man nochmal 1000 Euro abziehen wollte weil wir keine Sommerreifen haben, obwohl wir das bei der Aufnahme der Fahrzeugeinzelheiten angegeben hatten, haben wir davon Abstand genommen.

Wir haben uns dann mit wirkaufendeinauto.de beschäftigt. Online gibt man die Fahrzeugdaten ein und erwähnt eventuelle Schäden. In wenigen Minuten bekommt man ein Angebot, in diesem Fall ganz knapp über 10.000 Euro. Da haben wir natürlich zugeschlagen und uns für heute angemeldet.

Der Wagen wurde äusserlich eingehend auf Schäden untersucht, der junge Mann machte eine Probefahrt, Fotos wurden gemacht. Die wurden, zusammen mit den Erkenntnissen der Untersuchung, an eine externe Stelle geschickt. Nach wenigen Minuten hatten wir die Bestätigung, dass das ursprüngliche Angebot bestehen bleibt. Ich unterschrieb einen Verkaufsvertrag – und dann waren wir autolos und mussten mit dem Bus zurück in die kleine Stadt an der Elbe.

Zum Abschied klopfte ich dem Volvo mit der Hand nochmal aufs Dach, „Tschüss Auto!“.

Es ist kompliziert

Am Freitag, während er noch auf der Arbeit war, erhielt mein Schatz von unserer Autofachverkäuferin eine Mail mit der Rechnung für das Auto im Anhang. In der Mail stand, sinngemäss: Bevor Sie den Betrag überweisen rufen Sie mich bitte an zwecks Prüfung der Kontonummer. Mein Schatz hatte die Nachricht an mich weitergeleitet, sodass ich mich darum kümmern konnte.

Hintergrund, wie mir erklärt wurde: Es war vorgekommen, dass die Mail abgefangen und die Kontonummer im Anhang geändert wurde. Das Geld traf dann nicht bei der Autofirma ein. Die Dame las mir dann die Kontonummer von der Rechnung vor, sie stimmte mit der IBAN überein, die auf unserer Kopie steht.

Ich fragte nach, ob ich den Kaufpreis überweisen könnte oder ob das mein Mann machen müsste. Ja, könnte ich. Da wir zwar verheiratet sind, aber keine Namensgleichheit haben, müssten wir zur Fahrzeugübergabe einen Nachweis, also eine Kopie der Heiratsurkunde mitbringen. Wir entschieden uns später, dass ich das Geld an Bernd überweise um das so einfach wie möglich zu machen.

Erstmal „schaufelte“ ich das Geld von meinem Tagesgeldkonto auf das Referenzkonto, mein Girokonto. Das war innerhalb einer Sekunde erledigt. Dann wollte ich das Geld auf das Konto meines Schatzes überweisen, ein Überweisungslimit habe ich nicht. Ich erhielt eine automatische Mail von meiner Bank, dass eine Sofortüberweisung aus Sicherheitsgründen nicht möglich sei. Dann also normal. Aber das wollte die Bank auch nicht akzeptieren. In einer weiteren Mail stand, dass ich genau auf diese Mail antworten und bestätigen solle, dass ich der Auftraggeber der Überweisung sei. Ausserdem sollte ich die letzten sechs Ziffern der IBAN des Empfängers angeben. Das Geld würde dann in 1 – 2 Werktagen überwiesen werden. Es war Freitagnachmittag, also keine Chance, dass ich das Geld noch loswerden könnte. Inzwischen, heute am Montag, ist der Betrag von meinem Konto abgebucht.

Es ist natürlich der Sicherheit geschuldet, dass meine Bank eine automatische Bremse eingebaut hat. Immerhin handelt es sich um einen mittleren fünfstelligen Betrag. Man wird schon wissen, warum das so gemacht wird.

Für die Fahrzeugübernahme haben wir einen Termin am kommenden Samstag. Wir freuen uns sehr!

Aufruf zum Boykott

Müller Milch ist wohl jedem von uns ein Begriff. Hinter dieser Marke und anderen Produkten steckt der Firmengründer Theo Müller. Jüngst hat er sich wohlwollend über das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt geäussert, das wäre ein Glücksfall. Enge Kontakte Müllers zur AfD sind seit längerem bekannt. Es gab schon mal einen Boykottaufruf für die Produkte seines Firmenimperiums. Man konnte sogar Sticker bekommen und damit seine Produkte im Supermarktregal markieren.

Doch das ist nicht alles. Seit 2003 lebt Theo Müller mmit seiner Familie in der Schweiz, und zwar, um die Deutsche Erbschaftssteuer zu umgehen. Desweiteren ist sein Firmenimperium so aufgestellt, dass auch die Einkünfte daraus in der Schweiz versteuert werden! Und dieser Herr Müller erdreistet sich, sich hier in Deutschland über das gute Wahlergebnis der AfD zu freuen!

Theo Müller soll sich aus der Politik in Deutschland heraushalten und lieber mit seiner Nachbarin und Freundin Alitsche Weidel und ihrer imigrierten Ehefrau Kaffee trinken.

Hier eine Aufstellung der Produkte, die zum Müllerschen Firmenimperium gehören und die man bitte tunlichst in den Regalen der Supermärkte stehenlassen sollte:

Es tut sich was

In Hamburgs City gingen ca. 25.000 Menschen auf die Strasse, um gegen den Faschismus zu protestieren, deutschlandweit waren es wohl ca. 150.000 mit dem selben Ansinnen. Ein grosses Dankeschön an alle, die den Hintern hochbekommen und sich den Protesten angeschlossen haben.

Denen, die ohne wenn und aber zum Rechtsextremismus stehen, wird das egal sein. Aber vielleicht, und hoffentlich, öffnete das einigen Mitläufern die Augen und aktivierte ein paar Gehirnzellen und sie überlegen mal: Ist vielleicht doch besser, sich den Faschisten nicht anzuschliessen. Immerhin habe ich heute morgen gelesen, dass eine Gegendemo zu einem CSD mangels Beteiligung abgesagt wurde.

Bei Instagram versuche ich, per Kommentarfunktion ein wenig Gegenwind zu verbreiten bzw. mit positiven Kommentaren zu unterstützen. Natürlich fällt das nicht immer auf fruchtbaren Boden und ich muss mit entsprechenden Beschimpfungen und Beleidungen rechnen. OK, das geht mir inzwischen am Allerwertesten vorbei. Manchmal lasse ich das einfach so stehen, manchmal gibt es noch einen Kommentar von mir dazu.

Bei @zeitzumhandeln_org – https://www.instagram.com/p/DdMVvAfIGKA/ habe ich die Zahl von 150.000 Teilnehmern deutschlandweit gelesen. Aber die Dummschwätzer der AfD-Unterstützer behaupten, ich zitiere „Und??? Millionen sind für die AfD!“. Wo sind diese Millionen? Bisher – zum Glück – waren es immer nur eine Handvoll Unverbesserliche, die sich als Gegendemo haben blicken lassen.

Wenn ich sehe, wieviele Menschen gestern unterwegs gewesen sind, habe ich noch Hoffnung für Deutschland.

9/11


Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht weiss, was er gerade gemacht hat, als er davon hörte, dass zwei Passagiermaschinen in die Twin Towers in New York geflogen sind.

Ich war im Büro und habe gearbeitet, nebenher lief das Radio auf der Fensterbank. Als die erste Meldung kam, dachte man, es sei ein Privatflugzeug, welches irrtümlich in einen der Türme geflogen ist. Erst nach und nach kam das ganz Ausmass an die Oberfläche.

Unser Sohn studierte damals in Flensburg. An diesem Tag hatte er frei und ich rief ihn an, er solle den Fernseher einschalten.

Dieser Tag vor 25 Jahren hat die Welt verändert, politisch wie auch technisch. Die Sicherheitsvorschriften für Schifffahrt und Luftfahrt wurden geändert, verschärft.

2017 waren wir mit der Mein Schiff 6 in New York. Der Liegeplatz war ausserhalb, in Bayonne, aber in Sichtweite von Manhattan. Dort befindet sich ein kleiner Park mit dem Teardrop Memorial, eine Gedenkstätte, die Putin anlässlich 9/11 gestiftet hat. Im Sockel des, in meinen Augen gut gelungenen Denkmals, sind die Namen all derer eingraviert, die den Anschlag nicht überlebt haben.

Ich bin kein Freund von Putin, noch nie gewesen und seit dem Überfall auf die Ukraine noch viel weniger. Aber das Teardrop Memorial ist wirklich gelungen.

Protest ist gut

Anfang 2024 gingen landesweit die Menschen auf die Strasse und protestierten gegen die AfD. Die Medien hatten Wind davon bekommen, dass es ein Geheimtreffen gab, bei dem es um die Remigration ging. Hier in der kleinen Stadt an der Elbe trafen 1000 Menschen zusammen, bundesweit waren es Hunderttausende, mit dem Ergebnis, dass die Umfragewerte für die AfD in den Keller gingen.

Ich frage mich, warum es im Vorfeld der anstehenden Landtagswahlen nicht möglich war, solche Protestaktionen wieder auf die Beine zu stellen. Vielleicht hätte es geholfen, dass das Wahlergebnis für die gesichert rechtsextremme AfD in Sachsen-Anhalt geringer ausgefallen wäre.

Jetzt, nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist, wird wieder zu Protestversammlungen aufgerufen. Besser spät als nie! Vielleicht tragen diese Proteste dazu bei, dass sich es einige Kackblau-Wähler doch noch überlegen, bei den nächsten anstehenden Landtagswahlen ihr Kreuz nicht bei den Bewerbern der AfD um ein Landtagsmandat zu machen. Hoffen kann man ja.