Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Der Mond nimmt wieder zu


Es ist wieder soweit, nächste Woche ist Vollmond. Es beginnt wieder die Zeit meiner skurrilen Träume.

In der letzten Nacht war es ein sehr kurzer Traum. Ich stand vor dem Marina Bay Sands Hotel in Singapur, es stürmte ganz fürchterlich. Und plötzlich platschte ein riesiger Wasserfall auf das linke Standbein des Hotels, dort, wo sich oben auf dem Deck der grosse Pool befindet. Eine besonders starke Bö hatte dort Wasser herausgeweht. Sachen gibt’s.

Nach unserer Reise durch Süd-Ost-Asien gab es ja ein starkes Erdbeeben. In Bangkok platschte Wasser aus den Pools der Hochhäuser. Mein Unterbewusssein muss da irgendwas zusammengewürfelt haben.

Das war nichts

Heute geht der zweiwöchige Urlaub meines Schatzes zu Ende. Viel haben wir davon nicht gehabt, ausser, dass Schatz auschlafen konnte und wir gemeinsame Zeit verbringen konnten, so gut es mir eben ging.

Am letzten Arbeitstag vor dem Urlaub war alles noch wunderbar. Ich verrichtete notwendige Haushaltsdinge und bereitete das Essen für den Abend vor. Irgendwann wurde ich gewahr, dass mir alles ausserordentlich gut von der Hand ging, ohne Schmerzen hier, ohne Zipperlein da, solche Tage sind selten.

In der folgenden Woche änderte sich alles. Es war ein schleichender Prozess, nichts, dass sich sagen liesse: Ups, das war jetzt aber eine blöde Bewegung. Ich wollte in den Keller, wie immer ging ich die Stufen hinunter. Ich merkte, dass bei jeder Stufe ein Schmerz im linken Oberschenkel ausglöst wurde, der stärker wurde, je näher ich dem Keller kam. Tja, und das war es dann.

Mein Psychische folgte mir den Keller, ich bewegte mich nur noch sehr vorsichtig. Mit mir war nichts mehr los, begleitet von Appetitlosigkeit. Und mein Schatz machte sich natürlich sorgen um mich. Nachts mal für einen Toilettengang aufstehen – ein Drama mit diversen „aua“ und mit stöhnen. Mein Neurochirurg war wegen Urlaubs nicht erreichbar. Am Freitagmorgen suchte ich die Hausarztpraxis auf, ich berichtete.

Tagsüber komme ich ganz gut zurecht. Zum Schlafen hab ich eine schmerzfreie Liegeposition gefunden, aber beim Aufstehen könnte ich manchmal schreien und mir wird leicht übel vor Schmerzen.

Die 2. Urlaubswoche startete ja mit dem neuen MRT. Normalerweise machen wir gemeinsam notwendige Dinge im Haushalt. Den grössten Teil bestritt jetzt Bernd. Mich gar nicht mehr zu bewegen, kann auch nicht hilfreich sein, und so machte ich dies und das im Rahmen meiner Möglichkeiten. Ein entspannter Urlaub geht anders. Obwohl ich an der Misere absolut keine Schuld trage, bin ich doch sehr traurig, dass ich meinem Schatz den wohlverdienten Urlaub versaut habe.

Morgen früh um 8 Uhr habe ich einen Termin zur Untersuchung bei meinem Neurochirurgen. Mit Bus und Bahn werde ich mich rechtzeitig auf den Weg machen. Das MRT ist ja angeblich „ohne Befund“. Der Schmerz im Oberschenkel, der mich umhaut, steckt seitlich-vorn. Ich hoffe, der Doc findet, was den Schmerz auslöst und wie man das beheben kann. Ich wäre sehr dankbar für eine entspannte Nacht.

The Fog


Wir haben neue mobile advices, die alten haben schon ein paar Jahre auf dem Puckel. Das Handy von Bernd hat einen technischen Fehler, meins ist älter und es gibt keine Sicherheitsupdates mehr. Ausserdem gibt es gerade eine Aktion von Google, dass alte Geräte recht günstig in Zahlung genommen werden, so dass für ein neues Gerät noch knapp über 700 Euro zu zahlen sind.

Ich hab mir die Farbe „fog“ ausgesucht, schnödes schwarz, bzw. „obsidian“, ist mir zu langweilig. Zur Wahl stünde noch „olive“ und „canyon“, ein sattes rosa. Ich schwimme ja gern gegen den Strom, aber „canyon“ ist mir dann doch „too much“. Fog passt auch eher zu meiner maritimen Ader.

Heute traf der Nebel ein. Nach wenigen Wischern verbanden sich neues und altes Gerät und die Daten wurden übertragen. Apfel-Verbraucher kennen das sicherlich von ihren Geräten auch, für mich war das neu. Ich bin hin und weg sowie auf und davon. Alles ist an seinem angestammten Platz, alles ist so, wie es vorher auch war, genial. Ich brauch mich nicht umgewöhnen, wie gemacht für einen alten Mann.

Ob meine Banken-Apps noch funktionieren, muss ich noch ausprobieren. Eventuell steht da noch ein wenig Fummelarbeit bei den Onlinekonten an. Aber das krieg ich noch gebacken.

Ganz ungewöhnlich ist, dass das neue Handy etwas kleiner ist als das alte. Man hat also neuere und bessere Technik in eine kleinere Hülle packen können. Das kommt mir sehr entgegen. Ich bin absolut begeistert.

Eine neue Schutzhülle ist auch unterwegs, sie ist natürlich transparent damit den Nebel auch sehen kann.

Eine neue Ralley?

Es geht hier nicht um Börsenkurse oder um Öl- und Goldpreise, es geht um mich, um meine Gesundheit. Nämlich seit Mitte letzter Woche macht mir mein Bewegungsapparat arg zu schaffen. Novalgin, begleitet von Ibu 600, gehört wieder zu meinem Alltag. Tagsüber ist es auszuhalten, aber nachts gibt es Situationen, in denen ich schreien könnte.

Mein Neurochirurg, der im Juni schon angedeutet hatte, dass eine neuerliche MRT-Untersuchung vielleicht ins Auge zu fassen sei, hatte seinen wohlverdienten Urlaub. Ich hoffte, bis in diese Woche über die Runden zu kommen. Leider waren die Schmerzen am Freitag so stark, dass ich meinen Hausarzt aufsuchte weil ich befürchtete, des könnte sich um ein organisches Problem im Unterbauch handeln. Brav beantwortete ich seine Fragen, ob es jetzt hier oder dort wehtut, wenn er da drück. Nein, tat es nicht. Viel mehr konnte er auch nicht machen, ausser mir eine Überweisung zum Neurochirurgen zu geben.

Gestern, Montag, kam dann etwas Bewegung in die Sache. Der Neurochirurg war aus dem Urlaub zurück. Telefonisch bekam ich den Rat für ein MRT. Bernd fuhr nach Hamburg und holte die Überweisung ab. Noch aus der S-Bahn übermittelte er mir ein Foto der Überweisung. Ich rief dann sofort beim Institut an und bekam, wer hätte das gedacht, noch für nachmittags einen Termin.

Das MRT sollte ohne und mit Kontrastmittel durchgeführt werden. Dazu war es notwendig, mir einen Zugang zu legen. Meine Venen hatten aber keine Lust auf Kontrastmittel, zwei Mitarbeiterinnen versuchten sich vergeblich daran. Ein Arzt musste kommen, der es dann schaffte, mir den benötigen Zugang zu legen.

Nach der Untersuchung musste ich ja vom Tisch wieder runter, was sich wegen der Schmerzen als äusserst schwierig gestaltete. Was ich auch versuchte, es war schmerzhaft, sehr schmerzhaft. Aber ich musste ja nun runter von dem Ding. Die Mitarbeiterin zog mich an der Hand hoch – und damit hatte ich mir den Rest des Tages, und auch die Nacht versaut. Jede Bewegung schoss mir Schmerzhaft in den linken Oberschenkel. Ich weiss nicht, ob Novalgin und Ibu überhaupt geholfen haben. Wenn ja, möchte ich lieber nicht wissen, wie sich die Schmerzen ohne die Medis angefühlt hätten.

Zurück zu Hause scannte ich gleich die Zugangsdaten für die vielen Foto ein und schickte die per Mail an die Praxis. Der Doc wird sich das angucken und dann entscheiden, was notwendig ist. Ich warte jetzt auf eine Nachricht. Mit viel Glück reichen Spritzen, um mich wieder schmerzfrei zu machen.

Die vergangene Nacht war sehr unangenehm. Ich schlafe zurzeit eh nur auf der linken Seite weil ein Drehen im Bett auf die rechte Seite mit Schmerzen verbunden ist und wenn ich das geschafft habe, kann ich auf der rechten Seite auch nicht schmerzfrei liegen. Nun ist es ja so, dass der alte Mann des nachts mal zur Toilette muss. Aufstehen muss ich nach rechts, wofür ich mehrere Anläufe brauchte, und die waren sehr sehr schmerzhaft. Bernd brachte mir Novalgin ans Bett. Ja, das hat die Sache dann erleichtert. Aber puh, sowas brauch ich wirklich nicht. Ein weiterer Gang im Lauf der Nacht ging dann recht glimpflich vonstatten.

Beim Duschen heute Morgen musste ich mich auf der Duscharmatur abstützen, nach dem Abtrocknen sass ich erstmal eine Weile auf dem Badewannenrand. Leider musste mein Schatz heute morgen einen wichtigen Termin allein wahrnehmen. Ich wäre gern mitgekommen und ich bin auch traurig, dass das nicht möglich war. Inzwischen, nach der 2. Novalgindosis, geht es mir wieder besser und ich kann mich ganz gut bewegen.

Ich hoffe sehr, dass ich der Doc bald meldet, damit ich weiss, wie es weitergehen wird. Spritzen in den Rücken sind nicht der Hit, aber besser, als sich zu quälen.

Die Sonnenfinsternis – eine Wiederveröffentlichung

Sonnenfinsternis auf dem Kasernenhof

Der Oberst zum Adjutanten:
Morgen früh ist eine Sonnenfinsternis, etwas, was nicht alle Tage passiert. Die Männer sollen im Drillich auf dem Kasernenhof stehen und sich das seltene Schauspiel ansehen. Ich werde es ihnen erklären. Falls es regnet, werden wir nichts sehen, dann sollen sie in die Sporthalle gehen.

Adjutant zum Hauptmann:
Befehl vom Oberst. Morgen früh um neun ist eine Sonnenfinsternis. Wenn es regnet, kann man sie vom Kasernenhof aus nicht sehen, dann findet sie im Drillich in der Sporthalle statt. Etwas, was nicht alle Tage passiert. Der Oberst wird’s erklären, weil das Schauspiel selten ist.

Hauptmann zum Leutnant:
Schauspiel vom Oberst morgen früh neun Uhr im Drillich Einweihung der Sonnenfinsternis in der Sporthalle. Der Oberst wird’s erklären, warum es regnet. Sehr selten sowas!

Leutnant zum Feldwebel:
Seltener Schauspiel-Befehl: Morgen um neun wird der Oberst im Drillich die Sonne verfinstern, wie es alle Tage passiert in der Sporthalle, wenn ein schöner Tag ist. Wenn’s regnet, Kasernenhof!

Feldwebel zum Unteroffizier:
Morgen um neun Verfinsterung des Oberst im Drillich wegen der Sonne. Wenn es in der Sporthalle regnet, was nicht alle Tage passiert, antreten auf’m Kasernenhof! Sollten Schauspieler dabei sein, sollen sie sich selten machen.

Gespräch unter den Soldaten:

„Haste schon gehört, wenn’s morgen regnet…“
„Ja, ick wees, der Oberst will unsern Drillich verfinstern. Det dollste Ding: Wenn die Sonne keinen Hof hat, will er ihr einen machen. Schauspieler sollen Selter bekommen, typisch! Dann will er erklären, warum er aus rein sportlichen Gründen die Kaserne nicht mehr sehen kann. Schade, dass det nicht alle Tage passiert.“

Die Rennradfahrer auf dem Deich

Der Zollenspieker Hauptdeich ist eine beliebte Trainingsstrecke für Hobbyrennradfahrer. Auch PKW dürfen auf der Strasse neben der Deichkrone parken. Hinter dem Deich stehen alte Bauernhäuser und Wohnhäuser. Da parkt man gerne vor der Haustür auf dem Deich – ist auch erlaubt. Das Rennradfahren ist auch erlaubt.

Wir alle haben sicher schon die Rennradfahrer im allgemeinen Strassenverkehr erlebt und uns über sie geärgert weil es meistens nicht möglich ist, sie zu überholen. Also dödelt man da langsam hinterher. Meistens rasen die Fahrer mit gesenktem Kopf, um den Luftwiderstand zu verringern. Man will ja Geschwindigkeit machen. Haben wir alle schon mal gesehen.

Auf dem Deich ist das fatal. Da ist so gut wie kein Autoverkehr, da kann man schon mal die Rübe einziehen um einen guten Schnitt zu machen. Aber die Rübe ist schnell dahin wenn man nicht darauf achtet, dass da ab und zu auch mal ein PKW stehen könnte. Im Sommer passiert es mehrmals, dass so ein Rennradfahrer auf das Heck eines Autos aufprallt, sich selbst dabei schwer verletzt, manchmal auch zu Tode kommt, und das Auto beschädigt. Ganz ehrlich?: Ich muss immer grinsen wenn ich das lese. Tut mir zwar leid, wenn sich jemand verletzt hat, möglicherweise ernsthaft. Aber wer nicht aufpasst, hat die Folgen zu ertragen.

Nun beschwert sich der ADFC und übt Kritik an Polizei und Senat. Die schweren Unfälle seien seit Jahren bekannt. Ausser, statt an die Radrennfahrer zu appellieren „Kopf hoch!“ sollte man lieber die Parkmöglichkeiten für PKW auf dem Deich reduzieren.

Ich kann da nur mit dem Kopf schütteln. Jeder Radrennfahrer, der auf dem Deich rast, weiss, dass ihm da mal ein PKW im Weg stehen kann. „Das ist seit Jahren bekannt“, um eine Wortwendung des ADFC zu gebrauchen.

„Unverständlich sei, warum Senat und Polizei am Deich das Bedürfnis von Autofahrenden, ihr Auto zu parken, höher gewichten als die körperliche Unversehrtheit von Radfahrenden, heißt es in einer Pressemitteilung des ADFC.“ (Zitat aus der Bergedorfer Zeitung online). Der ADFC tut so, als würden da ständig Ausflugsradfahrer gegen die Autos knallen. Nein, es sind nur die Radrennfahrer, die mit eingezogener Rübe, nicht nach links und rechts guckend, und nach vorn schon gar nicht, in die parkenden PKW hineinrasen.

Es gibt keinen Anlass, die für den allgemeinen Strassenverkehr zugelassene Deichstrecke so herzurichten, dass die Hobbyrandrennfahrer dort unbeschadet rasen können. Senat und Polizei sind für die Unfälle nicht in der Haftung. Jeder Teilnehmer am öffentlichen Strassenverkehr muss sich so verhalten, dass er sich selbst und andere nicht gefährdet.

Asiatische Hähnchenpfanne mit Austernsauce


Es gibt ein paar Rezepte, die bei uns regelmässig auf den Tisch kommen. Aber wir sind auch immer wieder auf der Suche nach neuen Ideen. Der Deutsche hat es ja mit Kartoffeln, wir gar nicht. Es ist selten, dass bei uns mal ein Kartoffelgericht kredenzt wird. Und wenn, dann sind es meistens Süsskartoffeln. Bei uns gibt es hauptsächlich Gerichte aus Asien oder aus Italien.

Was wollen wir am Wochenende essen? Da ich in den meisten Fällen für die Einkäufe zuständig bin, überlegen wir schon immer rechtzeitig, damit ich alles einkaufen kann. Frische Lebensmittel kauf ich natürlich immer erst Freitag oder Samstag ein. Für diese Hähnchenpfanne bekam ich aber keine Austernsauce. Reste von irgendwelchen anderen Asia-Saucen finden sich fast immer im Kühlschrank. Ich entschied mich für Teriyaki-Sauce. Inzwischen haben wir Austernsauce gefunden und das Originalrezept nachgekocht. Weiterlesen

Das war heftig!


Gestern wurde vor heftigem Unwetter mit Gewitter und starken Sturmboen gewarnt. Meistens lässt das Unwetter die kleine Stadt an der Elbe rechts oder links liegen. Gestern hat uns aber der Sturm getroffen. Gewittert hat es hier auch, das war aber eher zu vernachlässigen.

Gegen 19 Uhr klingelte es an der Wohnungstür. Der Nachbar aus dem EG meldete, dass eine unserer Pflanzen in seinen Garten geweht sei. Es konnte sich nur um eine Pflanze handeln, die einen wirklich exponierten Platz hat, bzw. hatte.

Trotz des Regens bargen wir die Pflanze und brachten sie wieder rauf. Es gab dann eine Managemententscheidung: Sie wird entsorgt, denn der Wuchs ist nicht mehr hübsch. Und wie es aussieht, kriegt man das auch nicht mehr zurechtgeschnibbelt.

Das Pflanzgefäss ist nicht gerade klein, es passt viel Erde rein. Die Pflanze selbst, ein Schattenglöckchen Carnaval, hat ja auch Gewicht, bietet aber natürlich eine grosse Angriffsfläche. Ich vermute, eine Boe hat das Pflanzensemble umgeweht, der Ballast im Kübel war wohl nicht ausreichend. Die nächste Boe hat das Ganze dann über die Kante gerollt.

Ich ging schon ein paar Wochen mit dem Gedanken schwanger, den Strauch zu entsorgen. Er sieht wirklich nicht mehr ansehnlich aus. Ich tu mich aber immer schwer damit, lebende Pflanzen zu zerkleinern. Ab und zu hatte ich schon mal dran rumgeschnibbelt, aber es wurde nicht hübscher. Jetzt ist der Zeitpunkt für was neues gekommen.

Ein fauler Samstag


Kennt ihr das: Einfach mal nichts tun? Ich weiss, es gibt Personen, die können die Füsse nicht stillhalten, im persönlichen wie auch im Bloggerumfeld. Die müssen raus, die müssen los. Nicht so wir.

Meistens ist es ja so, dass wir geimeinsam einkaufen wenn Schatz den freien Samstag hat. Wir hatten das schon am Donnerstagnachmittag erledigt. Bewusst hatten wir den Speiseplan für das Wochenende so geplant, dass nur einfache Gerichte zubereiten mussten. Für Freitag stand Gyros auf dem Plan, Samstag Pizza und heute gibt es PuP, Pasta und Pesto.

Gyros bereiten wir selbst zu: Schweinefilet wird klein geschnitten und in einer Marinade aus Gyrosgewürz, Tomatenmark und Öl am Tag vorher mariniert.

Pizza machen wir auch selbst, ebenso wie heute die Pasta. Pesto ist gekauft.

Gestern also ein fauler Tag. Einkäufe waren nicht notwendig. Samstag ist zwar Wäschetag, war aber nicht viel. Ich bereitete den Pizzateig zu. Und da die Küchenmaschine in Betrieb war, schredderte ich gleich den Parmesan für heute. Und sonst so? Nichts, absolut nichts. Unsere Katzen passen zu uns. Sie liegen oder sitzen stundenlang irgendwo rum und sehen hübsch aus.

Wir haben draussen gesessen, Löcher in die Luft und ins Grün geschaut, die Katzen begöscht. Wir haben geschnackt über Gott und die Welt und über dies und jenes. Wir haben Gin Tonic getrunken, die Sonne genossen. Ich hab nichtmal den Kindle in der Hand gehabt. Dieser Tag erinnerte mich an Santorini, wo wir genau vor 6 Jahren eine Woche Urlaub gemacht haben. Dort habe ich eine Woche auf der Terrasse gesessen und nichts weiter getan, als auf das Meer geschaut.

Gestern am späten Nachmittag gab es dann Pizza mit Sardinen, Kapern und Oliven bzw. ohne Kapern aber mit Champignons. Eine Flasche Rotwein zur Pizza ist obligatorisch. Es schmeckt besonders gut, wenn wir auf der Terrasse speisen können und im Hintergrund der Brunnen plätschert – mediterranes Lebensgefühl ohne mediterranes Meer. Zum Nachtisch gab es Eis, selbstgemacht. Dazu demnächst mehr.

Heute gibt es also Pasta, gemacht mit dem Pastamaker, eins unser meistbenutzten Küchengeräte. Italienisch können wir, also essen.