Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Februar 2026


Dieses Foto von Elphie wird uns durch den Februar begleiten. Es ziert das Kalenderblatt für diesen Monat.

Elphie präsentiert sich in ihrer typischen Knuddelmichpose. Wenn sie irgendwo liegt und wir treten an sie heran, legt sie sich gleich auf die Seite und lässt sich den Bauch knuddeln, unsere Kleine.

Es schneit

Mal wieder. Man sieht es kaum, die kleinen Flocken sehen aus, als seien sie schon geschnitten. Fotos habe ich nicht. Jeder, der ein Fenster hat oder Dinge aushäusig zu erledigen hat, weiss, dass es schneit.

Wir sind so einen Winter gar nicht mehr gewohnt (gewöhnt?), will sagen, wir kennen das gar nicht mehr. Deshalb ist das Wetter gerade ungewöhnlich. In diesem Jahr haben wir sogar den Aussenanschluss für Wasser abgestellt. Tage mit Dauerfrost mit Temperaturen bis zu -10 Grad, das geht sogar ins Mauerwerk und könnte die dahinter liegende Wasserleitung einfrieren.

Nun ja, es ist Winter, da sollte man sich nicht über das Wetter beklagen. Wir sind verwöhnt von den Jahren mit milden Wintern, mit kaum Schnee. Zum Glück muss ich nicht raus. Bedauernswert sind diejenigen, die ihre Arbeitsstelle aufsuchen müssen, sei es mit dem eigenen PKW oder mit dem ÖPNV.

Die Vorhersage für den nächsten zwei Wochen ist nicht positiv. Immer wieder sollen Schneefälle mir die Laune verderben. Ich will das nicht, ich mag das nicht. Und ich will endlich wieder die Sonne sehen und nicht das trübe Grau(en).

OP-Fahrplan

Am 6.2. habe ich den Termin für das Anästhesiegespräch in der Praxis-Klinik Bergedorf. Dann wird mir erklärt, wie das gemacht wird. Ausserdem wird ein EKG gemacht und mir ein wenig Blut abgezapft.

Am 16.2. ist das Vorgespräch in der Praxis des operierenden Chirurgen. Er wird mich genau informieren, wie die OP ablaufen wird und mich über die Risiken informieren.

Am 27.2. findet die OP statt. Schon jetzt ist klar, dass ich 6 Stunden vorher nichts essen und nichts trinken darf, nicht mal Wasser. Ich muss mit einem Aufenthalt im Krankenhaus von 3 – 5 Tagen rechnen. Der 27.2. ist ein Freitag. Wenn alles gut geht, darf ich Montag nach Hause.

Ich hoffe, dass ich dann wieder wie ein junger Gott umherspringen kann, so wie das 2011 auch der Fall war. Aber noch muss ich mich gedulden. Ich wage es nicht, allein einkaufen zu gehen. In der Wohnung schleiche ich rum, kann auch Haushaltsdinge machen und die Katzen versorgen, also füttern, den Zengarten pflegen und natürlich knuddeln.

Storno – aus gesundheitlichen Gründen


Die letzten Tage waren sehr quälend für mich. Wir haben uns am Wochenende dazu entschlossen die anstehende Reise zu stornieren und wenn möglich, die OP vorzuziehen.

Ich werde jetzt am 27.2. operiert. Ich hätte auch einen Termin am 17.2. haben können, aber in dem riesigen Krankenhaus UKAE. Das kleine Krankenhaus in Bergedorf kenne ich bereits von drei Aufenthalten, es hat mir sehr gut gefallen. Ausserdem ist es besser erreichbar.

Meinen Arzt hatte ich nochmal gefragt, ob wir die Reise am 27.3. antreten könnten. Seine Antwort, Zitat: „wäre m. E. zu kurzfristig und daher riskant bzgl. der Heilung.“ Die Flugdauer nach Teneriffa beträgt ca. 5 Stunden. Langes Sitzen nach einer Bandscheiben OP ist sowieso nicht angesagt. Also wird das wieder nichts mit einer Geburtstagsreise für mich.

Unter den gegebenen Umständen, mit einer OP danach, wäre die Reise für mich äussserst unbequem und quälend gewesen. Die Entscheidung der Stornierung war für mich nicht einfach, ich musste aber einsehen, dass es so besser ist.

Auf den Tisch

Kürzlich war ich ja wegen diverser Probleme mit meinem Fahrgestell zum MRT. Die Nachbesprechung bei meinem Neurochirurgen war heute. Anhand der vorliegenden Aufnahmen konnte er mir genau sagen, wo ich Schmerzen habe. Ich konnte nur bestätigen, dass es so ist.

Es ist also so, dass ich einen Bandscheibenvorfall und eine Spinalkanalstenose habe. Dadurch werden die Schmerzen in meinen Beinen und der zeitweise Kontrollverlust derselben verursacht. Kurz stehenbleiben oder hinsetzen, dann geht es wieder. Aber ich fühle mich unsicher, allein unterwegs zu sein. Deshalb hat mich heute auch mein Schatz begleitet.

Am 14.4. komme ich also auf den Tisch, nämlich auf den OP-Tisch. Ich habe mich wieder für die Praxisklinik Bergerdorf entschieden. Die OP wird ca. 90 Minuten dauern. Dann 3 – 5 Tage Krankenhausaufenthalt, nach einer angemessenen Heilungszeit bekomme ich Physio. Bis zur OP halte ich mich mit starken Schmerzmitteln über Wasser.

Um nicht total meine Kondition zu verlieren, werde ich mir ein „Gehband“ bestellen. Dadrauf kann ich meine „Spaziergänge“ in der Wohnung bzw. am PC machen. Ich habe die Sicherheit, dass ich mich schnell setzen kann, sollte ich für ein paar Minuten innrhalten müssen. Es kam schon vor, dass ich mich auf der Strasse für ein paar Momente an einen Laternenpfahl lehnen musste. Da ich nach der OP nur in Abständen kurze Zeit sitzen darf, ist das walking pad auch dann sehr hilfreich. Ich erinnere mich, dass ich nach der OP vor 15 Jahren hier in der Wohnung wie ein Tiger im Käfig umhergegangen bin.

Seit der OP 2011 geniesst Dr. Klase mein vollstes Vertrauen. Ich hatte ihn auch um Rat zu anderen Fachärzten gefragt, er hat immer einen Treffer gelandet.

Ein Zeichen!


Hab heute die Weihnachtsbeleuchtung abmontiert, bei fast frühlingshaftem Wetter. Na ja, eine kuschelige Jacke hatte ich schon noch an. Morgen ist Knut, dann fliegt der Baum runter. Hab im EG schon bescheid gesagt, ist immerhin deren Garten, wo der landen wird.

Ab und zu war im Geäst ein zartes Piepen zu hören, ganz leise, aber eindeutig. Ich stand eine Weile am Geländer und sog die Sonne in mich auf. Und dann entdeckte ich die ersten neuen Triebe: Der Waldmeister zeigt zarte grüne Blätter! Ich bin höchst entzückt.

Wenn man mal rausschaut


Da flaniert man mal durch die weitläufigen Räumlichkeiten, vom Südflügel zum Nordwestflügel, und schaut hier und dort aus dem Fenster. Ist ja mal etwas freundlicher heute, mit grossen Flecken blauen Himmels. Vielleicht ist ja schon ein Hauch von Frühling zu sehen. Immerhin hörte ich vorhin, als ich einen Teil der aufgetauten Weihnachtsdeko reinholte, das zarte Piepen eines Vogels. Mein Herz ging auf.

Und als ich da so am Fenster stand und in die Botanik schaute, bemerkte ich eine Bewegung im Garten: 3 Enten, die dort Nahrung entdeckt hatten, die ihnen schmeckte. Ein Erpel mit zwei Enten (oder sagt man da auch Hennen?) nahmen da Nahrung auf, was immer sie da auch gefunden haben.

Herr Erpel hat sich wohl schon mal für die nahende Balz zwei Entenhennen ausgesucht. Eine davon wird ihm wohl hold sein.

Frühling im Gefühl

Es taut, überall tropft es. Die Vorhersage für die nächsten Tage zeigt keinen Dauerfrost mehr, aber über den Berg sind wir noch nicht. Frost ja aber keine extreme Kälte mehr, Schnee könnte auch noch wieder fallen.

Aber die Vögel spüren den nahenden Frühling. Erste Revierkämpfe der Amseln konnte ich beobachten. Und heute inspizierte eine Blaumeise mehrmals den Nistkasten. Die Tiere irren nicht.

Der Sonnenuntergang hat sich bereits mehr als 30 Minuten nach hinten verschoben. Es wird, langsam kommen meine Jahreszeiten. Grün ist mir lieber als weiss! Es sei denn, es ist Spargel.

Das Aufbäumen des Winters


Gestern war Winter. Na ja, Winter ist ja offiziell eh seit dem 21. Dezember. Aber gestern hat er gezeigt, dass es ihn noch gibt nachdem er sich jahrelang versteckt hat. Die Jüngeren wissen vielleicht noch gar nicht, was Winter, also richtiger Winter, eigentlich bedeutet.

Der Wetterwarnungen waren viele zu lesen, auf allen Kanälen, die man so abonniert hat. Es war ein wenig beängstigend wenn man Winter nicht mehr gewohnt ist. Wahrscheinlich wurden auch mindestens stündlich im Radio (sagt man das noch?) Winterwetterwarnungen verbreitet. Wir hören schon lange kein Radio mehr.

Als ich so gegen 7 Uhr die wärmenden Pfühle verliess, begann der Wind gerade damit, ein paar Umdrehungen zuzulegen. Als ich eine Weile später aus dem Fenster schaute, hatte der Schneefall eingesetzt. Leichte Flocken wehten dicht zwischen den Stadtvillen, es hätte auch starker Dunst sein können, so eine Vorstufe zum Nebel.
Der Verkehr auf der Strasse entlang der Elbe lief flüssig, aber dezent vorsichtig, nicht so rasend, wie das sonst dort üblich ist.

Der Wind wurde stärker, die unbelaubten Bäume wiegten sich im Wind, und das will was heissen, nämlich starker Wind, wenn nicht Sturm. Es schneite mal dicht, also dunstig, mal weniger dunstig, also weniger dicht. Es wirkte aus der warmen Etage nicht besonders beeindruckend auf mich. Auf der Strasse entlang der Elbe fuhr ab und zu mal ein Schneeschieber entlang. Wann hat man sowas schon mal gesehen? Sorgen machte ich mir nur um meinen Schatz, der in aller Frühe zur Arbeit gefahren war. Wie würden die Strassenverhältnisse auf seiner Strecke sein wenn er am frühen Nachmittag auf dem Heimweg ist. Die Bundesstrasse 404 führt fast durchgehend durch freies Feld, also anfällig für Schneewehen. Was, wenn er nicht mehr weiterkäme?

Eine Freundin, ebenfalls Penthouse-Bewohnerin, aus dem Nebenhaus rief an. Sie sorgte sich um die Stabilität des Flachdaches und der grossen Terrasse. Darüber hatte ich mir bislang keine Gedanken gemacht. Nach ihrer Beschreibung sah es nebenan aber etwas anders aus als bei uns. Ich suchte im Blog mal nach Schneefotos. Ich musste lange suchen, bis ich was gefunden hatte, was er aktuellen Situation entspricht. Im März 2010 hatte ich dieses Foto von unserer Dachterrasse aufgenommen:

Gegen 14 Uhr hörte es auf zu schneien. Der kräftige Wind blies losen Schnee von den Dächern. Erste Personen waren zu sehen, die ihre Hunde endlich mal dringende Geschäfte erledigen liessen. Die standen wohl schon stundenlang mit zusammengekniffenen Beinen vor der Tür und warteten sehnlich darauf, dass sich diese endlich öffnete. Eine Schneekatastrofe war ausgeblieben. Mein Schatz traf heil und gesund, wenn auch leicht verspätet, zu Hause ein. Und alles war gut.

Die intensiven Warnmeldungen des Vortages hatten wohl dafür gesorgt, dass viele Menschen ihr wohliges Heim nicht verlassen haben. Auf den Nachrichtenseiten war darüber zu lesen, dass in den Verbrauchermärkten Hamsterkäufe gemacht waren. Brot, Obst und Gemüse war aus, auch Salz. Wollte man mit Speisesalz die Gehwege passierbar machen? Klopapier war nicht begehrt. Die privaten Lager sind wohl seit 2020 noch gut gefüllt.

Lübeck wurde ziemlich verschont vom Schnee. Auf meiner bevorzugten Lübeck-Seite sind einige hirnlose Kommentare zur Wetterberichterstattung zu lesen, weil nicht das eingetreten ist, vor dem gewarnt wurde. Die Meteorologen sollten sich ihr Studiengeld wiedergeben lassen, vereinfacht gesagt. Was wäre wohl gewesen, wenn man nicht gewarnt hätte und Lübeck wäre im Schneechaos versunken?

Der Blogger Maximilian Buddenbohm wohnt mit seiner Familie in Hamburg-St. Georg. Er berichtet auch über die Snowpocalypse und wie er diese erlebt hat. Sehr lesenswert.

Wie geht es jetzt weiter?: In der kommenden Nacht wird wohl der Tiefstwert für diesen Winter erreicht. -13 Grad sind vorhergesagt, tagsüber morgen -7 Grad. In der Nacht zum Montag dann nur noch -10 Grad, aber tagsüber wird es frostfrei, wie auch die folgenden zwei Wochen, und zwar auch nachts. Und wehe, das trifft so nicht ein, dann werde ich sauer und schimpfe auf die Meteorologen, die eh keine Ahnung haben.