Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Wenn man mal rausschaut


Da flaniert man mal durch die weitläufigen Räumlichkeiten, vom Südflügel zum Nordwestflügel, und schaut hier und dort aus dem Fenster. Ist ja mal etwas freundlicher heute, mit grossen Flecken blauen Himmels. Vielleicht ist ja schon ein Hauch von Frühling zu sehen. Immerhin hörte ich vorhin, als ich einen Teil der aufgetauten Weihnachtsdeko reinholte, das zarte Piepen eines Vogels. Mein Herz ging auf.

Und als ich da so am Fenster stand und in die Botanik schaute, bemerkte ich eine Bewegung im Garten: 3 Enten, die dort Nahrung entdeckt hatten, die ihnen schmeckte. Ein Erpel mit zwei Enten (oder sagt man da auch Hennen?) nahmen da Nahrung auf, was immer sie da auch gefunden haben.

Herr Erpel hat sich wohl schon mal für die nahende Balz zwei Entenhennen ausgesucht. Eine davon wird ihm wohl hold sein.

Frühling im Gefühl

Es taut, überall tropft es. Die Vorhersage für die nächsten Tage zeigt keinen Dauerfrost mehr, aber über den Berg sind wir noch nicht. Frost ja aber keine extreme Kälte mehr, Schnee könnte auch noch wieder fallen.

Aber die Vögel spüren den nahenden Frühling. Erste Revierkämpfe der Amseln konnte ich beobachten. Und heute inspizierte eine Blaumeise mehrmals den Nistkasten. Die Tiere irren nicht.

Der Sonnenuntergang hat sich bereits mehr als 30 Minuten nach hinten verschoben. Es wird, langsam kommen meine Jahreszeiten. Grün ist mir lieber als weiss! Es sei denn, es ist Spargel.

Das Aufbäumen des Winters


Gestern war Winter. Na ja, Winter ist ja offiziell eh seit dem 21. Dezember. Aber gestern hat er gezeigt, dass es ihn noch gibt nachdem er sich jahrelang versteckt hat. Die Jüngeren wissen vielleicht noch gar nicht, was Winter, also richtiger Winter, eigentlich bedeutet.

Der Wetterwarnungen waren viele zu lesen, auf allen Kanälen, die man so abonniert hat. Es war ein wenig beängstigend wenn man Winter nicht mehr gewohnt ist. Wahrscheinlich wurden auch mindestens stündlich im Radio (sagt man das noch?) Winterwetterwarnungen verbreitet. Wir hören schon lange kein Radio mehr.

Als ich so gegen 7 Uhr die wärmenden Pfühle verliess, begann der Wind gerade damit, ein paar Umdrehungen zuzulegen. Als ich eine Weile später aus dem Fenster schaute, hatte der Schneefall eingesetzt. Leichte Flocken wehten dicht zwischen den Stadtvillen, es hätte auch starker Dunst sein können, so eine Vorstufe zum Nebel.
Der Verkehr auf der Strasse entlang der Elbe lief flüssig, aber dezent vorsichtig, nicht so rasend, wie das sonst dort üblich ist.

Der Wind wurde stärker, die unbelaubten Bäume wiegten sich im Wind, und das will was heissen, nämlich starker Wind, wenn nicht Sturm. Es schneite mal dicht, also dunstig, mal weniger dunstig, also weniger dicht. Es wirkte aus der warmen Etage nicht besonders beeindruckend auf mich. Auf der Strasse entlang der Elbe fuhr ab und zu mal ein Schneeschieber entlang. Wann hat man sowas schon mal gesehen? Sorgen machte ich mir nur um meinen Schatz, der in aller Frühe zur Arbeit gefahren war. Wie würden die Strassenverhältnisse auf seiner Strecke sein wenn er am frühen Nachmittag auf dem Heimweg ist. Die Bundesstrasse 404 führt fast durchgehend durch freies Feld, also anfällig für Schneewehen. Was, wenn er nicht mehr weiterkäme?

Eine Freundin, ebenfalls Penthouse-Bewohnerin, aus dem Nebenhaus rief an. Sie sorgte sich um die Stabilität des Flachdaches und der grossen Terrasse. Darüber hatte ich mir bislang keine Gedanken gemacht. Nach ihrer Beschreibung sah es nebenan aber etwas anders aus als bei uns. Ich suchte im Blog mal nach Schneefotos. Ich musste lange suchen, bis ich was gefunden hatte, was er aktuellen Situation entspricht. Im März 2010 hatte ich dieses Foto von unserer Dachterrasse aufgenommen:

Gegen 14 Uhr hörte es auf zu schneien. Der kräftige Wind blies losen Schnee von den Dächern. Erste Personen waren zu sehen, die ihre Hunde endlich mal dringende Geschäfte erledigen liessen. Die standen wohl schon stundenlang mit zusammengekniffenen Beinen vor der Tür und warteten sehnlich darauf, dass sich diese endlich öffnete. Eine Schneekatastrofe war ausgeblieben. Mein Schatz traf heil und gesund, wenn auch leicht verspätet, zu Hause ein. Und alles war gut.

Die intensiven Warnmeldungen des Vortages hatten wohl dafür gesorgt, dass viele Menschen ihr wohliges Heim nicht verlassen haben. Auf den Nachrichtenseiten war darüber zu lesen, dass in den Verbrauchermärkten Hamsterkäufe gemacht waren. Brot, Obst und Gemüse war aus, auch Salz. Wollte man mit Speisesalz die Gehwege passierbar machen? Klopapier war nicht begehrt. Die privaten Lager sind wohl seit 2020 noch gut gefüllt.

Lübeck wurde ziemlich verschont vom Schnee. Auf meiner bevorzugten Lübeck-Seite sind einige hirnlose Kommentare zur Wetterberichterstattung zu lesen, weil nicht das eingetreten ist, vor dem gewarnt wurde. Die Meteorologen sollten sich ihr Studiengeld wiedergeben lassen, vereinfacht gesagt. Was wäre wohl gewesen, wenn man nicht gewarnt hätte und Lübeck wäre im Schneechaos versunken?

Der Blogger Maximilian Buddenbohm wohnt mit seiner Familie in Hamburg-St. Georg. Er berichtet auch über die Snowpocalypse und wie er diese erlebt hat. Sehr lesenswert.

Wie geht es jetzt weiter?: In der kommenden Nacht wird wohl der Tiefstwert für diesen Winter erreicht. -13 Grad sind vorhergesagt, tagsüber morgen -7 Grad. In der Nacht zum Montag dann nur noch -10 Grad, aber tagsüber wird es frostfrei, wie auch die folgenden zwei Wochen, und zwar auch nachts. Und wehe, das trifft so nicht ein, dann werde ich sauer und schimpfe auf die Meteorologen, die eh keine Ahnung haben.

Unvergessen


Heute vor einem Jahr wurde unser zweites Esszimmer ein Raub der Flammen. Wir trauern dem immer noch hinterher. Die Ursache für den Brand soll ein technisches Problem gewesen sein.

Die Wirtin hat sich mit einem Bistro in der Einkaufsstrasse, in dem Griechische Küche angeboten wird, eine neue Existenz aufgebaut. Für uns sind leider die Öffnungszeiten nicht ideal. Wir haben seither unsere Restaurantbesuche stark eingeschränkt, auch wenn wir einen guten Ersatz gefunden haben.

3. Januar anno 2026

Dieses Jahr fing ja „gut“ an: Die USA erdreisten sich, ein unabhängiges Land zu überfallen und ihren Präsidenten gefangenzunehmen. Seitdem kreisen die Gedanken darüber in meinem Kopf, ich musste erstmal sortieren, bevor ich in meinem Blog meine Gedanken dazu aufschreibe.

Erstmal zu Trump, dem Idioten selbst: Ich glaube nicht daran, dass es seine Entscheidung war, Venezuela zu bombadieren. Ich vermute, er ist eine Marionette von anderen Menschen in seinem Umfeld, die ihm einflüstern, was zu tun ist und was er dazu zu sagen hat. Vizepräsident und Aussenminister kämen als die infrage, die die Fäden ziehen. Und wenn Trump nicht spurt, lassen sie ihn auffliegen und holen seine Leichen aus dem Keller. Offiziell ist Trump natürlich der Präsident und gilt im eigenen Land und weltweit als verantwortlicher für den Bruch des Völkerrechts.

Mit welchem Recht zerren die USA in ihrem Land den Präsidenten eines souveränen Staates vor ein Gericht? Was hat Maduro an den USA verbrochen, welches Gesetz der USA hat er gebrochen? Maduro kann allenfalls in seinem eigenen Land, also in Venezuela, vor ein Gericht gestellt werden, oder vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, der ja inzwischen von den USA, sprich Trump, nicht mehr anerkannt ist.

Die USA, sprich Trump, haben das Völkerrecht gebrochen. Trump als verantwortlicher Präsident gehört vor das Tribunal des Internationalen Strafgerichtshof gestellt. Dort würde er sich in „guter“ Gesellschaft mit Netanjahu befinden, gegen den ja bereits ein internationaler Haftbefehl ausgestellt wurde. Putin könnte ihnen auch noch Gesellschaft leisten.

Trump, Putin und Netanjahu sind Verbrecher, sind Terroristen und Mörder.

Und was macht die Deutsche Regierung in Bezug auf Venezuela: Nichts! Mit vielen Worten wird mal wieder nichts gesagt, Merz eiert rum. Er hat nicht die Eier in der Hose, Klartext zu reden. Man kann auch diplomatisch sein Missfallen ausdrücken. Aber er kann nur die Klappe aufreissen wenn es um Deutschland geht, oder eben diese halten wenn international wird. Merz ist kein Staatsmann, Merz ist nicht mein Kanzler. Merz steckt im Rektum von Trump. Ich frage mich, welche Leichen Merz im Keller hat. Wird er auch in Epsteinakten erwähnt?

Ich frage mich auch, wie Angela Merkel wohl als Kanzlerin im Fall Venezuela reagiert hätte?

Jeden Morgen, wenn ich die Nachrichtenseiten durchforste, hoffe ich, dass Trump einem Herzinfarkt erlegen ist. Ob es dann aber besser wird, wage ich zu bezweifeln.

Noch eins


Überraschend der Schneefall, deshalb gibt es doch noch ein Foto. Wann das passiert ist, weiss ich nicht. Denn in der Nacht schien der Wintermond vom klaren Himmel.

Jetzt liegt der Schnee so dicht auf den Zweigen und Ästen, dass ich nicht mehr hindurchsehen kann, es ist wie Laub im Sommer, nur eben weiss. Ich wiederhole mich: Grün ist mir lieber!

Schneebilder

Alle posten heute Schneebilder, jedenfalls dort, wo es geschneit hat. Das wird jetzt ein paar Tage so weitergehen. Eigentlich weigere ich mich, das auch zu tun. Weil, ich hatte es schon erwähnt, ich Schnee hasse. Grün ist mir lieber. Ich freue mich schon auf den ersten traditionellen Espresso auf der Terrasse, dazu ein Glas Brandy. Nun ja, was will man machen. Wir hätten noch Glögg im Schrank.

Jetzt aber zu den Bildern, die ich soeben aufgenommen habe (vorn/hinten/seitwärts:

Blick von unserer Dachterrasse/Wohnzimmer/Wintergarten:

Blick aus dem Arbeitszimmer aus dem Fenster neben meinem Platz:

Blick aus dem Arbeitszimmer meinem Platz gegenüber:

Unser Eingangsbereich, die Raketenwachholder biegen sich unter der Schneelast:

Ich werde mich bemühen, in diesem Winter keine weiteren Schneebilder zu zeigen. Für die nächsten drei Tage sind weitere Schneefälle angekündigt.

Vorhin hatte ich eine Warnung vor kräftigen Gewittern auf dem Handy. Das ist kein Scherz. Ich hatte heute morgen schon kleine Gewitterzellen auf dem Wetterradar entdeckt. Es bleibt spannend.

Ja oder nein?


Die Frage könnte auch lauten: Raus oder nicht?

Wenn ich die Katzen frage „Wollt ihr raus?“ rennen sie schon zur Terrassentür, sie können es kaum erwarten, mal frische Luft zu schnuppern. So auch heute. Aber als ich dir Tür öffnete, blieben sie davor stehen. „Das ist ja ein Unding, da gehen wir doch nicht raus!“

Na ja, Glinda liess sich dann doch herab, ganz schnell durch den Schneematsch zum Tisch zu laufen und sich unter den Tisch zu legen. Elphie blieb lieber drin. Ihr Fell ist auch wesentlich dünner als das von Glinda. Man merkt das auch an anderen Dingen, dass sie es lieber warm mag.

Für die nächsten beiden Tage ist weiterhin Schneefall angesagt. Und in der zweiten Hälfte der nächsten Woche sollen es bis zu minus 10 Grad werden, aber nur für zwei Tage.

Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich Schnee hasse und dass mir grün viel lieber ist? Aber bevor es soweit ist, muss ich erstmal durch die kalte Durststrecke.

Müde


Nachdem unser Gast uns heute Nacht irgendwann nach 1 Uhr verlassen hatte, haben wir noch kurz aufgeräumt und Geschirr und Gläser in die Spülmaschine gestellt. Was war wohl kurz von 2 Uhr als wir das Bett aufgesucht haben. So ein Abend bzw. so eine Nacht mit Wein zum Fondue und Prosecco um Mitternacht, hinterlässt schon ihre Folgen. Man ist ja nicht mehr der Jüngste. Wach waren wir, wir kennen das nicht anders, bereits wieder gegen 8 Uhr am heutigen Neujahrsmorgen.

Die Erste Amtshandlung am ersten Tag im neuen Jahr: Kalender tauschen. Unser Katzenkalender ist der einzige Wandkalender, den wir haben. Die Monatsbilder zeigen Schnappschüsse unser beiden Fellnasen, die im Lauf des letzten Jahres, in diesem Fall also 2025, aufgenommen wurden.

Auf dem ersten Kalenderblatt ist unsere schlafende Glinda zu sehen. Und genau so fühlen wir uns heute, nämlich müde, unfit und lustlos, passend zum Kalenderbild.

Das Wetter trägt ja heute auch nicht gerade zum Aufmuntern bei. Stürmisch, unwarm, regnerisch, grau – wie soll man da munter werden?