Musical in Lübeck


Lange bevor der grosse Musicalveranstalter Stageentertainment, vormals Stella, in Deutschland zum Marktführer für Musicals wurde, wurden in Lübeck bereits hochkarätige Aufführungen unter dem Intendanten Karl Vibach auf die Bühne gebracht. So standen dort u.a. Nadja Tiller in dem Musical „Applaus“ und Freddy Quinn in „Feuerwerk“ auf der Bühne. Was lag also näher, unseren Müttern einen Besuch einer Aufführung von „My Fair Lady“ im Theater Lübeck zu schenken?! Karl Vibach ist zwar lange tot, aber Musicals haben im Theater Lübeck gute Tradition.

Zu einem Theaterabend gehört natürlich ein vorher ein schönes Mahl, welches wir im Kartoffelkeller einnahmen. Das Essen war superlecker, die Bedienung sehr freundlich und man sitzt dort gemütlich in historischen Gewölben.

„My Fair Lady“ – da denkt man an opulente Kostüme und schöne Melodien. Die Melodien waren da – aber die Handlung war in das London unserer Zeit verlegt, was dem Musical ganz gut steht. Nur – bei uns sprang der Funke nicht so über wie er es offensichtlich beim grössten Teil des Publikums tat. Auf einen einfachen Nenner gebracht: Die Inszenierung ist nett aber nicht rund, was zum Teil an der Tontechnik lag, einige der Ensembleszenen wirkten auf uns aufgesetzt, künstlich.

Von den Darstellen sind herauszuheben Katharina Schutza als Eliza Doolittle (das Blumenmädchen aus der Gosse) und Steffen Kubach als Professor Henry Higgins, der aus dem Blumenmädchen eine Lady macht. Beide sind grossartig in ihrem Spiel, Ausdruck und Gesang, wirklich ganz grosses Theater.

Alles in allem war es ein vergnüglicher Theaterabend, dem aber der letzte Schliff fehlte. Das Theater Lübeck hat auf seiner Hompage einige Szenenfotos veröffentlicht.

Unser Star für Baku

Seit Donnerstagabend steht fest, wer Deutschland beim diesjähren ESC in Baku vertreten wird: Roman Lob.

In acht Ausscheidugsshows wurde per Abstimmung nur durch die interessierten Fernsehzuschauer festgestellt, wer am 26. Mai den Deutschen Beitrag singen wird. In den Medien wird, wie üblich, das ganze Ding mal wieder runtergemacht. Es ist aber nicht von der Hand zu weisen, dass ca. 120.000.000 Zuschauer dem Ereignis beiwohnen werden.

Ähnlich wie vor 2 Jahren bei Lena, war Roman von der ersten Sendung an der Favorit und der Liebling zumindest des Saalpublilkums, zu merken am Beifall nach seinen Auftritten in jeder Show.

Gestern Abend erkannte ich, dass Roman ein wenig was von Lena hat, so wie wir sie vor 2 Jahren kennengelernt haben: Eine unbekümmerte Unbefangenheit, ja, eine gewisse Art von Naivität.

Charme hat der junge Mann (21 Jahre alt), singen kann er auch und er kann sich auf der Bühne bewegen. Ob allerdings der Song das Zeug hat, sich europaweit zu behaupten, wage ich zu bezweifeln. Aber es hat sich immer wieder gezeigt, dass sich der Geschmack der abstimmenden Fernsehzuschauer und der nationales Juries jährlich ändert. Überraschungen gab und gibt es immer wieder. Wir drücken Roman Lob die Daumen, d.h. warum Roman? Der ESC ist ja ein Komponistenwettbewerb und kein Sängerwettstreit! Das wird leider immer wieder vergessen.

Baku? Was ist das für eine Stadt? Nun, es ist die Hauptstadt von Aserbaidschan und ich war überrascht, was die Fernsehbilder uns zeigten: Eine Stadt mit hypermodernen Bauten aus Stahl, Glas und Beton neben historischen Gebäuden, eine Symbiose, wie ich sie liebe. Uns wurder aber nicht gezeigt, wie es ausserhalb der Metropole aussieht.

Und man sollte nicht ausser Acht lassen, dass es, wie es heisst, mit den Menschenrechten in Aserbaidschan nicht so weit her ist und dass die Einnahmen aus dem sprudelnden Erdöl nicht unbedingt dort ankommen, wo sie benötigte werden, nämlich bei der Bevölkerung. Es heisst weiter, dass sich das Land dem Westen annähern möchte. Vermutlich wird der Westen auf die Regierung wenig Einfluss nehmen wollen – es gibt ja Öl in Aserbaidschan!

Nu isser wech!

Herr Wulff hat nun endlich seinen Rücktritt erklärt, natürlich nicht ohne darauf hinzuweisen, dass er sich auch, ähnlich wie seinerzeit Herr von Guttenberg, als Opfer fühlt. Er meinte nämlich, die Berichterstattung der letzten Wochen hätten ihn und seine Frau verletzt. Nun, hätte er sich redlich verhalten und nicht dauernd um den heissen Brei herumgeredet, wären dem Ehepaar Wulff die Verletzungen erspart geblieben.

Nun geht die Suche nach neuen Kandidaten los. In spätestens 30 Tagen werden wir wissen, wer Deutsches Staatsoberhaupt wird.

Ich kann es nicht werden: Habe Knöllchen bekommen, wurde geblitzt und bin geschieden. Schwul bin auch, aber das kann für eine politische Karriere heute nur förderlich sein.

Schluss jetzt!

Herr Wulff, es ist jetzt endlich Zeit, die Schlüssel abzugeben und zurückzukehren in ihr günstig finanziertes Haus. Es kann nicht sein, dass gegen einen Bundespräsidenten ermittelt wird und diese Ermittlungen so weit fortgeschritten sind, dass die Staatsanwaltschaft die Aufhebung der Immunität beantragt.

Die Chance eines halbwegs ehrenhaften Rücktritts haben wie verpasst. Jetzt ist es nur noch peinlich.

Über dem Rand

Heute Morgen, ca. 07:30 Uhr, unterwegs auf der A25 in Richtung Hamburg, auf dem Weg ins Büro. Und plötzlich sah ich sie, im Rückspiegel: Die Sonne! Zwar nur ein kleines oberes Segement, aber sie lugte das erste Mal über dem Geesthang hervor und zauberte ein Lächeln auf mein Gesicht. Und nicht nur das, ich bekam auch eine Gänsehaut.

Winter an der Elbe


Während heute wieder Tausende auf das Eis der Alster gehen und sich dort tummeln, eventuell ausrutschen und sich die Knochen brechen (was ich natürlich niemanden wünsche), waren wir an der Elbe, ohne Auto, ohne ÖNV, ganz einfach anziehen und die wenigen Meter zu Fuss zurückgelegt.

Die Elbe „steit“, will sagen, das Eis ist nicht in Bewegung, es steht. Es hat sich bereits ein Rückstau gebildet und den Anleger etwas überflutet, die Bänke stehen bereits im Eis.

Eine grosse Stimme ist Stumm

Whitney Houston ist tot. Sie wurde nur 48 Jahre alt. Einst hatte sie eine grosse Stimme. Ihre Stimme und ihre Songs berührten mich, ja, sie verursachten bei mir den Gänsehauteffekt. Mein Lieblingsstück von dieser grossen Diva heisst „I’ll always love you“ – wunderbar.

In den letzten Jahren ist es still geworden um diese grosse Künstlerin. Drogen und Alkohol haben ihr zugesetzt und ihre einst grossartige Stimme kaputt gemacht – leider.

Zum ersten Mal bin ich vom Tod eines Popstars berührt. I’ll always love her!

Überstanden

Mehr schlecht als recht hab ich das bis heute früh 4:00 Uhr ausgehalten, ja, 1 oder 2 Messungen habe ich wohl sogar verschlafen. Aber ein Spass war das nicht, besonders weil ich dann auch leichte Rückenschmerzen bekam aufgrund von nur 2 möglichen Liegepositionen. Die Messung um 4:00 Uhr machte mich total wach. Da bin ich dann aufgestanden und hab das Messgerät abgenommen und abgeschaltet, so wie mir das gestern Morgen gezeigt worden war. Tja, und dann hab ich doch auch tatsächlich noch ein wenig richtig schlafen können. Vermutlich war mein Blutdruck da wesentlich niedriger.

Vielen Dank für eure zahlreichen Kommentare zu diesem Thema. So ganz doll hoch ist mein Blutdruck nicht. Laut den Tabellen liegt er im Bereich „Hochnormal“ bis „Hypertonie Grad 1“.

Das gesamte Geschleuder habe ich vorhin beim Doc in den Briefkasten gestopft. Das ist mir sicherer als ihm in die Zeitungsrolle zu legen. Mal sehen, was da nun ausgelesen wird und was dann weiter geschehen soll.

Jetzt, am Samstagmorgen um 09:55 Uhr sind die Werte 131:94.
Seit ein paar Jahren bin ich nämlich im Besitz eines Blutdruckmessgerätes. Das haben mir meine Eltern mal zum Geburtstag oder zu Weihnachten geschenkt. Da war ich noch weit von den 60 Lebensjahren entfernt. Meine Mutter überreichte mir das Geschenk mit den Worten: „Du bist jetzt in einem Alter, in dem man aufpassen muss!“ Was hab ich mich gefreut – damals. Nun, heute, wo das scheinbar wirklich ein Thema ist, bin ich damit in der Lage, selbst eine Kontrolle durchführen zu können. Ist vielleicht nicht so verkehrt.

24 Stunden


Während der Reha wurde festgestellt, dass mein Blutdruck angeblich zu hoch sein soll. Merkwürdig nur, dass während meines vorherigen Aufenthaltes in der Klinik keine besorgniserregenden Werte bemerkt wurden. Im Abschlussbericht an meinen Hausarzt wurde vorgeschlagen, eine 24-Stunden-Messung durchzuführen. Der jährliche Check beim Hausarzt stand eh an. Und natürlich wurde ein erhöhter Blutdruck registriert.

Das Messgerät wartet ja nicht nur auf mich. Ich konnte es erst heute Morgen anschnallen lassen: Die übliche Manschette am linken Oberarm, einen dünnen Schlauch hinten um den Hals nach rechts unten, wo dann das eigentliche Messgerät an einem Gürtel hängt. Soweit – so gut.

Bis 22:00 Uhr wird die Manschette alle 15 Minuten aufgepumpt. Dadrunter ist mein Arm wohl schon ganz blau. Das Ding pumpt nämlich ziemlich stramm auf, manchmal schmerzt es sogar.

Ab 22:00 Uhr schaltet das Ding in den Nachtmodus, d.h. dass „nur“ alle 30 Minuten gemessen wird. Wie ich damit liegen bzw. schlafen soll ist mir ein Rätsel. Vermutlich werde ich das Teil nach spätestens 3 x messen in die Ecke pfeffern und den Blutdruck Blutdruck sein lassen. Oder ich schnall das dann „woanders“ um – wie mein Kollege heute vorschlug.

Manchmal pumpt es auch nochmal nach oder kurz nacheinander 2 x, vermutlich weil ich dann gerade gar keinen Blutdruck habe 🙂

Im Büro trage ich heute Schlabberlook, nämlich das Hemd über der Hose weil ja das Messgerät ziemlich aufträgt und sich sonst eine Beule abzeichnen würde. Ausserdem wäre es unbequem.

Morgen weiter ich erzählen, wie lange ich das ausgehalten habe.