Was essen wir heute?

Diese Frage hat sich wohl jeder schon mal gestellt.

Bei uns wird in der Regel nur samstags gekocht. Und wenn wir die Regel gerade nicht haben, dann auch. Es sei denn, wir haben Urlaub, dann wird auch während der Woche gekocht. Urlaub haben wir erst in der übernächsten Woche.

Heute musste also was auf den Tisch. Meistens ist es so, dass Bernd oder ich eine Idee haben, ein Gericht aus unserem Standardrepertoire. Das ist wohl überall das Gleiche, wir kochen doch meistens das, was wir kennen und schon mal gemacht haben. Aber heute fiel uns absolut nichts ein. Kochbücher zu wälzen hatte ich keine Lust. Mein persönliches Kochbuch auf der Festplatte gab auch nichts her, was ich zubereiten wollte. Entweder war es zu aufwändig oder der Jahreszeit nicht angemessen, oder oder oder.

Aber wozu haben wir den Rezepteblock?! Also hab ich da mal „durchgeblättert“, bei Geflügel. Wir lieben Geflügel. Und da fand ich ein Gericht, welches wir erst einmal gegessen haben. Es muss uns gefallen haben, sonst hätte ich das da nicht eingestellt: Hähnchen mit Curry, Senf und Kokosmilch. Dafür haben wir uns dann entschieden. Unter dem Rezept steht, dass ich es von Egon habe. Ich weiss heute nicht mehr, wer Egon ist. Egal, lecker war’s. Dazu passte eine Flasche Weisser Burgunder.

Und was essen wir morgen? Morgen ist hier Marktsonntag und Bernd muss am Nachmittag arbeiten. Und wenn er nach Hause kommt, wird der Lieferservice bemüht.

Vergleich

So wie auf diesem Foto sah es am 1. Mai 2013 hier aus. Wir alle erinnern uns sicher noch daran, dass es lange noch kalt war. Am 1. Mai gab es noch keinen Spargel. Aufgrund der anfangs kühlen Witterung wurde die Spargelsaison sogar um eine Woche verlängert.

In diesem Jahr sieht es ganz anders aus. Spargel gibt es schon ein paar Wochen. Trotzdem wurde bei uns die Spargelsaison traditionell erst heute am 1. Mai eröffnet, mit im Bratschlauch gegartem Spargel – wie immer bei uns.

Hier nun das Foto vom 1. Mai 2014. Wie man unschwer erkannen kann, sieht es hier rund um das Elbe-Penthouse in diesem Jahr ganz anders aus:

Wieder vorbei!

Ostern meine ich, was sonst. Vier Tage am Stück nicht in die Firma ohne dass es Urlaubstage kostet. Natürlich, wie ich es gewohnt bin, ist man als Schifffahrtsmann an den Feiertagen, die nicht überall Feiertage sind, wie z.B. Karfreitag und Ostermontag, immer ein wenig auf „Achtung!“ gepolt. An diesen Tagen habe ich mich auch mal in den Firmenrechner eingeloggt um zu sehen, ob irgenwelche ungewöhnlichen Dinge passiert sind. War aber alles ok.

Nun, diese vier freien Tagen haben mir ein weiteres Mal bewusst gemacht, wie sehr ich mich auf das Rentnerdasein im nächsten Jahr freue. Allein die Freiheit zu haben, ohne Termindruck irgendwas machen zu können, nicht immer alles auf die Feiertage oder Wochenende schieben zu müssen, Einkäufe dann zu erledigen, wenn es nicht so voll ist – ach, es gibt so viele Dinge, die das Leben dann einfacher machen. Ich muss dann nur noch Rücksicht auf meinen Mann nehmen.

Feiertage sind dann natürlich Tage, wie jeder andere auch. Sie sind dann nichts besonderes mehr da ich dann ja eh ständig frei habe. Ostern, Pfingsten, Weihnachten – natürlich sind und bleiben das Feiertage. Aber die Planung und Vorbereitung ist dann viel entspannter.

Ich freu mich drauf! Das soll jetzt aber nicht heissen, dass ich ungern in die Firma gehe. Wir sind ein tolles Team, die Arbeit ist interessant und macht Spass. Alles ist gut, sehr gut! Aber es ist Zeit, aufzuhören.

Ostern in Travemünde

Diese Idee hatten auch gefühlte 1 Million andere Menschen. Da wir aber schon vor Wochen einen Tisch in einem Restaurant reserviert hatten um dort mit unseren Müttern zu Mittag zu essen, konnten wir keine Rücksicht auf das tolle Ausflugswetter nehmen.

Zum Glück mussten wir uns auch nicht in das Getümmel stürzen. Da meine Mutter altersbedingt stark gehbehindert ist, setzten wir die beiden Damen in der Nähe des Restaurants ab. Bernd und ich machten uns dann auf die Suche nach einem Parkplatz.

Im Restaurant Fisherman’s hatten wir einen schönen Fensterplatz mit Blick auf die Trave und das Museumsschiff Passat. Der schöne Platz war dann auch das Beste an diesem Mittagessen. Ich will nicht behaupten, dass das Essen schlecht war, aber es hat uns, jedenfalls Bernd und mich, nicht vom Hocker gerissen.

Egal, uns war wichtig, dass die alten Damen mal rauskommen. Und Travemünde geht eigentlich immer – wenn nicht gerade Ostern ist mit so tollem Wetter, wie es heute war.

Top 825

In diesem Jahr feiert der Hamburger Hafen seinen 825. Geburtstag. Vor 25 Jahren, also zum 800. Geburtstag, hatten zwei Volontare, Stephan Heller und Marzel Becker des lokalen privaten Radiosenders Radio Hamburg die Idee, eine Hörerbefragung durchzuführen. Die 800 Titel, die am meisten gewünscht wurden, schafften es in die Top 800 und wurden in einer Dauersendung ab Ostersamstag in der Früh über den Sender gejagt. Zum Finale am Ostermontag erschienen plötzlich Hunderte von Hörern vor dem Sender und wollten dabei sein, wenn letzten, also die meistgewünschten Titel, gespielt wurden. Das war nicht geplant, versperrte aber die Strasse, an dem der Sender seinerzeit sein Studio hatte. Marzel Becker ist heute Programmchef des Senders.

Der grosse Erfolg motivierte Radio Hamburg, jetzt jedes Jahr zu Ostern dieses Hörervoting durchzuführen, jedes Jahr, gemäss dem Alter des Hamburger Hafens, einen Titel mehr, in diesem Jahr also 825 Titel.

Seit heute morgen 04:00 Uhr werden diese Titel gesendet, nonstop, ewta 65 Stunden, moderiert von Horst aus der Morning Show und von Birgit Hahn. Und das ist kein Scherz, die beiden machen Tag und Nacht durch, von heute morgen 04:00 Uhr bis Montag abend, wenn die Top 1 gesendet wird. Im Moment, wo ich diesen Satz schreibe, geht Nr. 649 über den Sender mit Louis Armstrong und „What a wonderful World“. Die Bandbreite der gewünschten Titel ist also sehr breit gestreut. Und es gibt Musik zu hören, die oft jenseits des Mainstream ist, wobei manchmal auch was dabei ist, was man gar nicht kennt oder wo man sagt: Was ist das denn für’n Mist?! Bis jetzt jedoch überwiegend alles hörbar.

Inzwischen ist das Finale am Ostermontag eine öffentliche Liveshow mit einer Bühne und „Künstlern“, die live auf der Bühne auftreten. 20.000 Leute werden Montagabend erwartet. Oceana wurde angekündigt, ebenso wie DJ Antoine und Jan Delay. Aber wer will schon Jan Delay mit seiner näselnden Stimme hören? Doch 20.000 Menschen werden Montagabend mitgröhlen.

Wir hören gern diese Nonstopsendung, zumal man den beiden Moderatoren irgendwann auch anmerkt, dass ihre Stimme ziemlich beansprucht ist, dass sie sich in ihren Ansagen verhaspeln, was manchmal ganz witzig ist. Egal, es ist eine unsagbare Leistung, 65 Stunden „on air“ zu sein. Vielen Dank an Birgit und Horst!

Und jetzt gehe ich erstmal auf die Terrasse, von Osterfeuern rauchgeschwängerte Luft schnuppern, die heute durch den Ostwind vom Geestrücken in die kleine Stadt an der Elbe getragen wird.

Inwzischen wird gerade Nr. 642 gesendet: Elvis – „Nur der HSV“, der übrigens gerade eine Heimspiel verliert.

In diesem Sinn: Frohe Ostern!

PS: Gerade wird einer meiner Wunschtitel gespielt (3 Titel durfte man sich wünschen): Bad Romance mit Lady Gaga – auf Platz 640.

Karfreitag = Fischtag?

Aus irgendwelchen Gründen isst man am Karfreitag Fisch, hat was mit Bibel oder Kirche oder Jesus oder Fasten zu tun – oder mit alles zusammen. Mein Zukünftiger isst ja nicht so gern Fisch, er hat Angst, da ist ’ne Gräte drin. Aber Klotzfisch, den isst er. Ist ja auch mehr Panade als Fisch an so einem Klotz. Er bot mir heute doch tatsächlich an, ich könnte den Fisch haben und er würde die Panade essen. Gräten im Klotzfisch, das fehlte noch.

Dazu gab es Stampfkartoffeln, nein, nicht selbstgestampft, von Pfanni waren die. Die sehen genauso aus wie selbstgestampft, und die schmecken auch so, also wie selbstgestampft. Und statt Wein gab es für jeden von uns 1/2 Liter Bier, Dunkelblond von Duckstein, wohl nicht unbedingt karfreitagstauglich, aber lecker. Und jetzt sind wir stampfpappsatt. Gleich gibt’s noch ’n Ouzo. Das ist dann Medizin, die wird wohl erlaubt sein am Karfreitag.