Ich wunderte mich nicht schlecht, als ich heute im Briefkasten Post von Herrn Rainer Brüderle fand, seineszeichens Mitglied des Deutschen Bundestages, Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion.
Herr MdB Rainer Brüderle schickt mir also einen 3 seitigen Brief. Was er von mir will ist unerheblich, doch will ich es kurz erwähnen: Die FDP will mit mir per Internet in einen Dialog treten über ein neueingerichtes Forum. Sollte das ein Aufbäumen sein, Wählerstimmen zu erheischen? Nicht mit mir!
Und schon gar nicht unter diesen Umständen. Ich frage mich nämlich, wo Herr Brüderle meinen Namen und meine Anschrift bekommen hat? Ich schwöre hoch und heilig, dass ich mit der FDP noch nie Kontakt hatte, weder verbal noch schriftlich. Und gespendet habe ich denen auch noch nie was. Wäre ja noch schöner.
Und plötzlich hat diese Lobbyistenpartei meinen Namen und meine Adresse? Ich wüsste zu gern, auf welchen krummen Wegen Herr Brüderle das erfahren hat? Die Angaben kann er doch nur gekauft haben!
Ich möchte zugern auf das Schreiben reagieren, aber auf das Heftigste. Per Email ist mir das zu suspekt, sonst krieg ich noch unerwünschte Werbung von denen. Und 55 Cent für einen Brief auszugeben, ist mir für diesen dummen Verein eigentlich zu schade.
Ach, wie interessant: Auf dem Antwortformular für den Beitritt zum Dialogforum steht ganz unten: „Ihre Daten werden nicht an Dritte weitergegeben.“ Da sollte lieber stehen „an Vierte“. „Dritte“ ist in diesem Fall schon die FDP bzw. Herr Brüderle, MdB.