Archiv der Kategorie: politisch

Nu isser wech!

Herr Wulff hat nun endlich seinen Rücktritt erklärt, natürlich nicht ohne darauf hinzuweisen, dass er sich auch, ähnlich wie seinerzeit Herr von Guttenberg, als Opfer fühlt. Er meinte nämlich, die Berichterstattung der letzten Wochen hätten ihn und seine Frau verletzt. Nun, hätte er sich redlich verhalten und nicht dauernd um den heissen Brei herumgeredet, wären dem Ehepaar Wulff die Verletzungen erspart geblieben.

Nun geht die Suche nach neuen Kandidaten los. In spätestens 30 Tagen werden wir wissen, wer Deutsches Staatsoberhaupt wird.

Ich kann es nicht werden: Habe Knöllchen bekommen, wurde geblitzt und bin geschieden. Schwul bin auch, aber das kann für eine politische Karriere heute nur förderlich sein.

Schluss jetzt!

Herr Wulff, es ist jetzt endlich Zeit, die Schlüssel abzugeben und zurückzukehren in ihr günstig finanziertes Haus. Es kann nicht sein, dass gegen einen Bundespräsidenten ermittelt wird und diese Ermittlungen so weit fortgeschritten sind, dass die Staatsanwaltschaft die Aufhebung der Immunität beantragt.

Die Chance eines halbwegs ehrenhaften Rücktritts haben wie verpasst. Jetzt ist es nur noch peinlich.

Total daneben

Das sogenannte Oberhaupt der katholischen Kirche, Papst Bendikt XVI., hat sich mal wieder zur Homesexualität geäussert, und zwar dergestalt, dass die „Homo-Ehe“ die Menschheit gefährde. Er scheint also der Meinung zu sein, dass sich die gesamte Erdbevölkerung über kurz oder lang in schwule und lesbische Menschen verwandeln wird.

Ich könnte jetzt ziemlich viel dazu sagen, aber ich lass lieber, das wäre nämlich nicht sehr gentlemenlike.

Nur so viel sei gesagt: Der hat sie wirklich nicht mehr alle beisammen!

Manipulation

„Diese Frau gab Wulff 500.000 Euro“ – so oder so ähnlich lautete heute die Titelschlagzeile der Blödzeitung.

Grundsätzlich ist die Behauptung, dass die Frau eines befreundeten Unternehmers Christian Wulff Geld gegeben hat, nicht falsch. Wenn man allerdings die Worte der Blödzeitung liest, könnte der gemeine Deutsche Stammtischler denken, die Dame hätte das Geld dem Herrn Wulff geschenkt. Dem ist aber nicht so, denn die Wulffens haben den Betrag als ein Darlehen, wenn auch zu günstigen Konditionen, erhalten.

Es scheint so, als würde die Blödzeitung versuchen, den Bundespräsidenten demontieren zu wollen. Wobei man nicht ausser Acht lassen sollte, dass
1. die Geschichte geschehen ist, als Christian Wulff noch Ministerpräsident in Niedersachsen war
und
2. Herr Wulff das Privatdarlehen in ein offizielles Bankdarlehen umgewandelt hat – auch noch zu der Zeit als er Ministerpräsident gewesen ist.

Es steht hier ganz ausser Frage, dass es im Moment nicht um die Person des Bundespräsidenten geht. Das sollten sich die Medien, allen voran die Blödzeitung, mal hinter die Ohren schreiben (!!!) und nicht versuchen, das Volk zu verdummen – egal wie man zu Herrn Wulff steht.

MdB Brüderle kauft Adressen

Ich wunderte mich nicht schlecht, als ich heute im Briefkasten Post von Herrn Rainer Brüderle fand, seineszeichens Mitglied des Deutschen Bundestages, Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion.

Herr MdB Rainer Brüderle schickt mir also einen 3 seitigen Brief. Was er von mir will ist unerheblich, doch will ich es kurz erwähnen: Die FDP will mit mir per Internet in einen Dialog treten über ein neueingerichtes Forum. Sollte das ein Aufbäumen sein, Wählerstimmen zu erheischen? Nicht mit mir!

Und schon gar nicht unter diesen Umständen. Ich frage mich nämlich, wo Herr Brüderle meinen Namen und meine Anschrift bekommen hat? Ich schwöre hoch und heilig, dass ich mit der FDP noch nie Kontakt hatte, weder verbal noch schriftlich. Und gespendet habe ich denen auch noch nie was. Wäre ja noch schöner.

Und plötzlich hat diese Lobbyistenpartei meinen Namen und meine Adresse? Ich wüsste zu gern, auf welchen krummen Wegen Herr Brüderle das erfahren hat? Die Angaben kann er doch nur gekauft haben!

Ich möchte zugern auf das Schreiben reagieren, aber auf das Heftigste. Per Email ist mir das zu suspekt, sonst krieg ich noch unerwünschte Werbung von denen. Und 55 Cent für einen Brief auszugeben, ist mir für diesen dummen Verein eigentlich zu schade.

Ach, wie interessant: Auf dem Antwortformular für den Beitritt zum Dialogforum steht ganz unten: „Ihre Daten werden nicht an Dritte weitergegeben.“ Da sollte lieber stehen „an Vierte“. „Dritte“ ist in diesem Fall schon die FDP bzw. Herr Brüderle, MdB.

Rechter Terror

Ich habe schon bei diversen anderen politischen Diskussionen auj die Nachdenkseiten hingewiesen. Es ist auch einige Male passiert, dass ich meine Meinung über die Dinge ein paar Tage später in ähnlicher Form auf den Nachdenkseiten finden konnte.

Nun ist es wieder passiert: Vor etwa einer Woche wagte ich die Vermutung zu äussern, dass womöglich in den höchsten politischen Kreisen Menschen sitzen, die Kenntnis von den Dingen hatten, diese aber unter den Teppich gekehrt haben.

Und genau diese Vermutungen sind heute in den Nachdenkseiten nachzulesen. Was mal wieder beweist: Trau keinem Politiker über den Weg!

Ja geht das denn?

Vielleicht ja und wir drücken Michael Adam beide Daumen bzw. alle unsere vier Daumen, dass er die Wahl zum Landrat in Niederbayern gewinnt.

Was ist so ungewöhnlich an Michael Adam?:
Er ist erst 26 Jahre alt, SPD-Mitglied – und schwul! Und das in Niederbayern!

Dass es auch in Niederbayern geht und nicht nur auf Bundes- oder Landesebende, zeigt die Tatsache, dass dieser schwule junge Mann im Jahr 2008 zum Bürgemeister der Stadt Bodenmais gewählt wurde.

Na also – es geht doch! Wieder mal haben wir uns ein Stück Normalität erkämpft.

Natürlich ist die CSU nun in heller Aufregung. Wer aber weiss, wieviele versteckte Schwule von dieser konservativen Partei in Parteibuch haben?!