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Gleichstellung? Ja!

regenbogenflaggeAuf dem bevorstehenden Parteitag der CDU steht das Thema steuerliche Gleichstellung von Einegtragenen Lebenspartnerschaften Homosexueller auf der Tagesordnung. Bundeskanzlerin Merkel hat empfohlen, die Gleichstellung abzulehnen. Der Kreisverband Fulda lehnt das sowieso ab, wie auch die Herren David McAllister, Seehofer und Kauder.

Alle Beziehen sich auf den Artikel 6 des Grundgesetzes in dem es heisst: Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.

Nun darf man aber nicht vergessen, dass das Grundgesetz zu einer Zeit entstand, als „homosexuelle Handlungen“ noch unter Strafe standen. Infolgedessen hat auch niemand überhaupt nur einen Gedanken daran verschwendet, dass Homosexuelle eines Tages eine legale Partnerschaft eingehen könnten. Zum Glück haben sich die Zeiten geändert.

Die, die sich auf den Artikel 6 beziehen, haben natürlich den Artikel 3 überlesen. Dort heisst es unter (1):
Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. – Also auch schwule Männer bzw. lesbische Frauen.

Die Kritiker der Gleichstellung warten auf eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes, die im kommenden Jahr ansteht. Es wäre zu wünschen, dass sich die obersten Richter an Artikel 1 orientieren.

Das geht gar nicht!

Bei allem Verständnis für die Sicherheit Israels habe ich kein Verständnis dafür, dass nun wieder die Genehmigung für Siedlungen im Westjordanland gegeben wurde. Ich habe die ersten Siedlungen schon verurteilt, damals nicht öffentlich im Blog. Es war meine ganz persönliche Meinung. Die ist es auch jetzt. Aber jetzt mache ich meinen Verdruss darüber mal öffentlich Luft. Ich weiss ja nicht, aber im weitesten Sinn könnte man Israel als Kriegstreiber bezeichnen. Und diese meine Meinung hat nichts mit Anitsemitismus zu tun.

Die 2-Staatenlösung wurde bereits vor 65 Jahren beschlossen. Der einzige offizielle Staat auf der Basis einer UN-Versammlung von 1947 ist der Staat Israel. Und was ist mit den Palestinänsern?

Und jetzt treibt Israel wieder einen Keil in den Frieden!

Wahrscheinlich darf ich meine diesbezügliche Meinung gar nicht öffentlich verbreiten ohne als Antisemit, womöglich noch als Nazi, gebrandmarkt zu werden. Aber es kann einfach nicht geduldet werden, dass hier Gebiete besiedelt worden sind bzw. besiedelt werden sollen, in denen Israel nichts zu suchen hat. Wie schon erwähnt, dass ist meine Meinung und dazu stehe ich!

Ein kleiner Anfang

Mit grosser Mehrheit hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen (UN) zugestimmt, Palästina den Beobachterstatus zu erteilen. Somit ist Palästina zu einem Staat geworden. Ich hoffe, dass das ein positives Signal ist und dazu beiträgt, für Frieden in der Region zu sorgen.

Deutschland hat sich bei der Abstimmung wieder mal enthalten – wohl aus alten Schuldgefühlen. Diese Last werden wir wohl niemals verlieren und selbst unsere Urenkel werden daran wohl noch zu tragen haben.

Das soll nicht heissen, dass man das Übel jemals vergessen sollte. Aber man kann auch mal über seinen Schatten springen und auch hier ein Signal setzen.

Der gläserne Abgeordnete

Peer Steinbrück war gerade zum Kanzlerkandidaten für die im nächsten Jahr anstehende Bundestagswahl gekürt worden. Flugs wurde bekannt, dass er nicht unerhebliche Nebeneinkünfte aus Vorträgen bekommen hat, was natürlich von den derzeitigen Nicht-Regierungsparteien CDU/CSU und FDP ziemlich ausgeschlachtet wurde, wohl mit der Absicht, den Kanzlerkandidaten zu diskreditieren.

Peer Steinbrück legte die Karten offen. Die SPD stellte einen Antrag, das in Zukunft die Abgeordneten ihre Nebeneinkünfte genauestens veröffentlichen müssen.

Der Antrag der SPD wurde heute mit den Stimmen der Nicht-Regierungsparteien abgelehnt. Ein Funken Hoffnung, der in mir keimte, dass in Zukunft die Abgeordneten ihre Nebeneinnahmen veröffentlichen müssen, ist erloschen. Aber konnte ich etwas anderes erwarten? Eigentlich nicht!

„Der CDU-Parlamentarier Bernhard Kaster erklärte, einen „gläsernen Abgeordneten“ dürfe es nicht geben.“, mit anderen Worten: Der Wähler soll so ziemlich verarscht werden wenn es um Kürzungen und Steuererhöhungen geht, während sich die Abgeordneten selbst die Taschen vollstopfen, ohne dass das ganze Ausmaß ihrer Einkünfte publik wird.

Man kann nur hoffen, dass es die SPD versteht, dieses Thema im Wahlkampf gut zu verkaufen und damit ordentlich Stimmen zu gewinnen.

Ein Land im Chaos

Ja, so empfinde ich das, unser Land, unser Deutschland. Warum? Nun, es gibt mehrere Gründe, die mir gerade über den Weg gelaufen sind, diese Meinung zu vetreten:

Am kommenden Wochenende soll ein Spitzentreffen der Regierungskoaltion stattfinden um einige dringende Punkte zu klären. Es geht u.a. um Renten und Krankenversicherung.

Es gibt ja derzeit Bestrebungen, die ungeliebte Praxisgebühr wieder abzuschaffen. Ausserdem schwelgen die Krankenkassen in Geld. Eine Senkung der Krankenkassenbeiträge ist ebenfalls im Gespräch. Und was machen die Wirtschaftsverbände? Sie mischen sich ein. So meint also der Arbeitgeberpräsdident Hundt, die Praxisgebühr müsse beibehalten werden.

Diese Gebühr wurde seinerzeit offiziel mit dem Hintergedanken eingeführt, die „ständigen“ Arztbesuche von Arbeinehmern mit nachfolgender Krankschreibung einzuschränken. Tatsache ist, dass das überhaupt kein Hinderungsgrund war, einen Arzt aufzusuchen. Einzig und allein die Ärzte blieben auf der Abwicklung der Praxisgebühr sitzen und haben schon immer darüber gefluchte.

Ich frage mich, warum sich die Arbeitgeberorganisation da jetzt einmischt? Was soll das? Einzig und allein eine legitime Regierung hat die Entscheidung darüber, was mit der Praxisgebühr geschieht. Da hat sich niemand einzumischen. Oder sind da wieder irgendwelche Lobbygeschichten am Werk? Unternehmen bremsen die Koalition ist die Überschrift der dazugehörigen Meldung. Das sagt doch eigentlich schon alles.

Wenn ich Regierung wäre, dann würde ich mich nicht von dahergelaufenen Organisationen reinreden lassen sondern das beschliessen, was ich für richtig halte.

Ein weiter Chaospunkt hat mich sehr betroffen gemacht: In Köln wurde nächtens eine U-Bahnstation abgesperrt. Die Reisenden wurden von drei verschiedenen Gewalten überprüft: Polizei, Fahrscheinkontrolle (durchaus üblich) und von der Steuerfahndung!

Steuerfahndung! Hallo! Wo sind wir hier?! In einem totalitären Staat in dem jeder Passant ohne Verdachtsmomente auf der Strasse überprüft werden kann? Womöglich gleich auf die Wache gebracht wird um irgendwelche Wertgegenstände zu konfiszieren? Das ist ein Skandal! Und das setzt mir mehr zu als die Aktion in Berlin wo protestierende Ausländer seitens der Behörden gedemütigt worden sind.

Deutschland entwickelt sich zu einem Überwachungsstaat! Mein ehemaliger Chef hatte solche Befürchtungen bereits 1990 bei der Wiedervereinigung. Seine Meinung: Wenn man ein Glas mit schmutzigem Wasser in ein Glas mit sauberen Wasser giesst, erhält man niemals mehr sauberes Wasser!

HSH Nordbank

Ein altes Sprichwort sagt: Der Teufel scheisst immer auf den grössten Haufen!

Die HSH Nordbank wurde wenigen Jahren mittels milliardenschwerer Bürgschaften der Länder Hamburg und Schleswig-Holsten vor dem Zusammenbruch gerettet. Eine Auflage war, die Jahresgehälter der Vorstände bei 500.000 Euro zu deckeln. Nun ist herausgekommen, dass die Vorstandsmitglieder, zusätzlich zu ihren fürstlichen Gehältern, ein paar nette Vergünstigungen bekommen, wie z.B. eine Altersversorgung.

Da wird der kleine Mann angehalten, für sein Alter vorzusorgen und der Altersarmut vorzubeugen und weiss nicht, wovon er dann dafür noch Geld aufbringen soll, da er man gerade für seinen Lebensunterhalt genügend zur Verfügung hat. Und die, die eh schon Hundertausende im Jahr verdienen, bekommen zusätzlich auch noch eine Altersversorung hinten reingschoben! Und das zahlen wir Steuerzahler und somit auch der kleine Mann, der sich eine private Altersvorsorge nicht leisten kann! Denn wir Steuerzahlen haben doch – vorerst – die Bank gerettet.

Warum „vorerst“?: Weil die Bank einen Nachschlag von ein paar Milliarden braucht! Und das wird auf die Krise in der Schifffahrt geschoben. Das ist sicherlich richtig weil die HSH Nordbank eine Bank für die Schiffsfinanzierung ist. Aber wenn man schon notleidend ist, sollten die man mal kleine Brötchen backen und auf ihre Priviligien verzichten.

Mord oder Selbstmord

Vor 25 Jahren wurde die Leiche des seinerzeitigen Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Uwe Barschel, in einer Badewanne des Genfer Hotels Beau Rivage entdeckt. Ich war seinerzeit mit meiner Familie auf der Rückreise von Dänemark, wo wir Freunde besucht hatten. Oliver war knapp 7 Jahre alt und ich versuchte, ihn während der etwa 3-stündigen Überfahrt mit der Fähre von Gedser nach Travemünde bei Laune zu halten. In Abständen stromerte ich mit durch diverse öffentliche Räume des Schiffes während meine Frau irgendwo sass und strickte.

In einem der Räume lief ein Fernseher, auf dem gerade Nachrichten gesendet wurden. Ich erinner mich noch genau, dass ich eine Gänsehaut bekam als ich dort vom Tod Uwe Barschels hörte. Zu Oliver sagte ich, dass wir sofort zu Mama müssten um ihr davon zu berichten. Sie war ebenso geschockt wie ich.

Der Fall Uwe Barschel füllte monatelang die Medien. Man konnte sich dem gar nicht entziehen. Und als Einwohner von Schleswig-Holstein war das für uns natürlich von besonderem Interesse.

Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass Uwe Barschel sich selbst umgebracht hat. Ich tippe auf Mord, was ich natürlich nicht untermauern kann. Es ist halt ein Bauchgefühl aufgrund diverser Vorkommnisse wähend seiner Amtszeit. Am bekanntesten ist wohl seine „Ehrenwortpressekonferenz“ auf der er nachweislich gelogen hatte. Desweiteren ist er relativ oft in die DDR gereist und war Gast im Hotel Neptun in Warnemünde.

Über das Hotel Neptun gibt es ein Gerücht: Es sollte dort eine Suite geben, in deren Schlafzimmer über dem Bett eine Spiegeldecke angebracht war (sehr reizvoll für die Person, die unten liegt). Von oben seien die Spiegel aber durchsichtig gewesen, sodass die Stasi jederzeit sehen konnte, wer da mit wem und wer denn nun gerade auf dem Rücken liegt. Allerdings hat dieses Gerücht nicht im entferntesten mit dem Fall Uwe Barschel zu tun. Aber weiss man das?

Wie wahr – wie wahr!

Unter dem Titel „Ich bin es leid“ veröfftenlichte die Journalistin Carolin Emcke bei ZeitOnline einen Artikel über Gleichstellung von Schwulen und Lesben.

Solange wir einen Regierungschef bzw. eine Regierungschefin aus den Reihen der CDU haben, solange die CSU an der Regierung beteiligt ist, wird sich an den Wünschen von Carolin Emcke wohl leider nichts ändern.

Entdeckt bei Samstag ist ein guter Tag.

Die 5 Ringe

Ich glaube mich zu erinnern, dass es nicht gestattet ist, die 5 olymischen Ringe ohne weiteres zu verwenden, also lass ich das lieber, obwohl sie für den nun folgenden Beitrag ein passendes Bild gewesen wären.

Es geht im folgendes:
Der Deutsche Sport wird erhält zur Förderung Mittel aus dem Bundeshaushalt. Das mag ok sein oder nicht. Was nicht in Ordnung ist, ist die Tatsache, dass es zwischen dem Deutschen Sportbund und dem Innenministerium eine Vereinbarung gibt, wieviele Medaillen, insbesondere Goldmedaillen, unsere Sportler bitteschön aus London nach Hause zu bringen haben.

Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Eine Vereinbarung über Medaillen! Über 200 Nationen nehmen an den Olympischen Spielen Teil, einige davon mit einem weitaus grösseren Aufgebot an Sportlern als Deutschland. Und wir wissen alle, dass andere Nationen ihre Sportler weitaus mehr fördern als Deutschland. Wir wissen alle, dass andere Nationen ihre Kinder unter starkem psychischen und physischem Druck trainieren lassen, um bei sportlichen Wettkämpfen zu glänzen.

Und in einem demokratischen Land, wie Deutschland es sein will, gibt es eine Vereinbarung, wieviel Medaillen zu gewinnen sind. Unglaublich! Ziel verfehlt Herr Friedrich!

Die Energiewende

Es geht um die Errichtung von Windparks in Küstennähe und die notwendigen Stromautobahnen, die erzeugte Energie von A nach B zu tansportieren

Zitat aus der Meldung von n-tv.de:
„Auch Bundesumweltminister Peter Altmaier schließt nicht aus, dass die Strompreise insgesamt weiter steigen. „Aber alle wussten beim Ausstieg aus der Kernenergie, dass die Energiewende nicht zum Nulltarif zu haben ist“, sagte der CDU-Politiker im ZDF.“

Nun ja, wenn wir Strom aus erneuerbaren Energien haben wollen weil uns die AKWs zu unsicher sind, muss investiert werden. Ich frage mich nur, wer hat denn die AKWs und die verteilenden Leitungen finanziert?

Mir scheint, der Verbraucher soll hier mal wieder verschaukelt werden zugunsten von stromerzeugenden Konzernen, die jetzt Windparks bauen wollen oder müssen.